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Dienstag, 8. Oktober 2013

Noch eine herrliche Vorspeise


Weiße Riesenbohnen und halbgetrocknete Tomaten


Ich liebe sie einfach.

Diese großartigen, fast schon aphrodisierend wirkenden Vorspeisen aus dem Lande "Bartolomeo Scappis", verführen mich ständig zu übermäßigem Genuss.

Seien es nun einfach nur lecker eingelegte Oliven, Zucchinis und Auberginen in feinem Olivenöl, ein Teller mit wohlschmeckender luftgetrockneter Salami, einige hauchdünn geschnittene Tranchen italienischen Parmaschinkens oder was sonst noch angeboten wird; auf dem grenzenlosen Markt italienischer Delikatessen ist alles ein lukullischer Hochgenuss.

Doch es sind nicht nur Italiener, welche solch feine Kunst perfektionierten, Spanier, Griechen oder Türken stehen mit ihren Raffinessen in nichts nach.

Etwas traurig blicke ich da auf das vergleichsweise klägliche Vorspeisensortiment aus den nordeuropäischen Landen, zu deren Bewohnern auch ich zähle.

Tja, so ist das eben :-(.

Doch glücklicherweise entwickelten wir uns seit 1945 zu einem multikulturellen Volk, das Menschen aller Nationen beheimatet und entsprechend reich zeigen sich nun auch deutsche Speisepläne, deutschsprachige Kochbücher und germanische Kochblogs oder Videokanäle ;-).

In einem solchen fand ich auch dieses leckere Rezept, das durch halbgetrocknete Tomaten und dem daraus aromatisierten Öl zu den unangefochtenen Höhepunkten zählt, zumindest nach meinem Dafürhalten.

Und das Schönste: Es lässt sich total einfach herstellen.

"Weiße Riesenbohnen in einer Marinade aus halbgetrockneten Tomaten und deren Öl!"

seitlicher Blick ins Glas

Zutaten für vier Portionen
  • 250 g weiße Riesenbohnen aus der Dose, abgetropft.
    Wer es ganz besonders toll machen möchte nimmt getrocknete Bohnen, weicht sie über Nacht ein und kocht sie hernach 2-3 Stunden ohne Salz. Mir war das zu viel Aufwand, sowohl zeitlich als auch energetisch.
  • 10 - 12 halbgetrocknete Cherrytomaten mit ihrem Öl 
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1/2 kleine Zwiebel
  • 3-4 Stängel Blattpetersilie
  • Salz
  • 2 Esslöffel Olivenöl

Vorbereitung

Aus dem Knoblauch eine Paste herstellen.

Zwiebel fein würfeln.

Petersilie fein schneiden.


Herstellung

Alle Zutaten miteinander vermengen, mit reichlich Salz abschmecken und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen, am besten abgedichtet mit einer Frischhaltefolie.


Fazit

Wie bereits erwähnt, ist dieses Gericht ein echtes Gaumenspektakel, das sein königliches Aroma allerdings aus den halbgetrockneten Tomaten gewinnt. Damit kann man sich getrost an jeder Party sehen lassen.

Inspiriert

 Von Michael Tokarski aus "Der Biokoch"  

Freitag, 20. September 2013

Zucchinifächer mit Tomaten - abgekupfert bei "Ti Saluto Ticino"


Zucchini Tomatenfächer

Ich war schon einige Zeit auf der Suche nach einem passenden "hors - d'oeuvre" zum "Schweinefilet in Backpflaumenfarce im Blätterteig". Da dieses Gericht recht gehaltvoll ist, durfte ich nur etwas Leichtes servieren.

Fröhlich musste es sein, beschwingt den Hauptgang einleiten. Ganz so, wie die letzten Tage eines paradiesischen Urlaubs, in denen die Leichtigkeit des Seins nochmals bewusst genossen wird, ehe der deftige Teil des Lebens zur Pflicht ruft und der Mensch dem Alltag wieder Tribut zollt.

Appetit musste erzeugt werden, auf ein kräftiges Hauptgericht.

Und wie es der Zufall so wollte, stieß ich auch prompt auf eine originelle Idee, bei "Ti Saluto Ticino".

"Zucchinifächer, das ist wie Urlaub auf dem Teller", so steht dieses tolle Rezept künstlerisch überschrieben in einem meiner Lieblingsblogs. "Das ist es!", dachte ich mir, Volltreffer. Es würde meinen Gästen munden, dessen war ich mir sicher.

Leider bekam ich von der Zucchinischwemme noch nichts mit, weswegen mir keine dekorativ gelben Gemüse zur Verfügung standen. Im Hofladen um die Ecke jedoch erstand ich ein prächtiges grünes Exemplar und nun stand nichts mehr im Wege. Bis auf wenige Ausnahmen habe ich dieses Gericht entsprechend der Vorlage zubereitet.

Zutaten für 4 Personen
  • eine große Zucchini
  • 4 mittelgroße Fleischtomaten
  • 2 große Zwiebeln
  • 6-8 Zehen Knoblauch
  • einige Zweige Thymian
  • etwas frischen Rosmarin
  • 1/4 Liter trockenen Weißwein
  • 4 Esslöffel entsteinte schwarze Oliven
  • Parmesan
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer

Vorbereitung

Zucchini der Länge nach halbieren und anschließend die Hälften nochmal quer halbieren, sodass die Zucchini in 4 gleich große Stücke geteilt ist.

Die Stücke fächerförmig einschneiden.

Tomaten häuten, halbieren und in längliche Streifen schneiden.

Zwiebeln schälen und in feine Ringe hobeln.

Knoblauch schälen und in sehr feine Scheiben hobeln.

Thymian und Rosmarin von den Stängeln zupfen.

Oliven in Ringe schneiden.

Einige Späne Parmesan mit dem Sparschäler abhobeln.


Zucchini Tomatenfächer in Vorbereitung


Zubereitung

Ofen auf 200 °C vorheizen.

Zwiebelringe auf dem Boden einer eingefetteten Auflaufform verteilen.

Zucchini darauf legen und die Tomatenstreifen zwischen die Fächer schieben.

Parmesanspäne in die verbliebenen Freiräume des Zucchinifächers stecken.

Oliven, Knoblauch, Thymian und Rosmarin gleichmäßig darüberstreuen.

Weißwein angießen und alles kräftig mit Olivenöl beträufeln.

Salzen und pfeffern.

Alles in den Ofen schieben und je nach Geschmack 30-45 Minuten garen.

Dazu einige Scheiben Weißbrot reichen.


Fazit

Die Mühe hat sich gelohnt. Es war leicht, schmeckte wie erwartet sehr aromatisch und erinnerte noch ein wenig an Sonne, Meer und Urlaub. Auch der Parmesan tat sich gütlich, mit seiner kräftige Würze gab er dem ganzen Gericht nochmal einen kleinen Extrakick.

Leider hab ich etwas zu sparsam gesalzen, denn dieses Rezept verträgt erstaunlich viel Salz, wie wir beim Essen herausfanden.  

Freitag, 5. April 2013

Kalte Gurken-Joghurt Suppe nach einem Rezept von Johann Lafer


Gurken Joghurt Suppe mit Dill

"Lafers schlanke Schlemmerküche!", genau so heißt es. Mein neues Kochbuch, ein Geschenk der besten aller Frauen, nämlich meiner Ehefrau.

Sie hat es kürzlich "en passant" beim Thalia Shop in Rastatt gesehen, in der Auslage an der Straße. Und was die schwäbische Seele hoch schlagen ließ: Es war von 9,90 € auf nur 2,- € runtergesetzt. Da muss man doch zugreifen, oder? Auch wenn ich sonst nicht soooo überzeugt bin, von unserem Kollegen Johann.

Zugegeben. Er ist unglaublich kreativ, hat wahnsinnige Rezepte drauf und besticht mit seinem Charme.

Doch normalerweise ist's mit ihm, wie mit den meisten "öffentlich-rechtlichen" Köchen: Ihre Zutatenlisten sind in lang, komplizierter, am unübersichtlichsten und viele Techniken sind linkshändsich umzusetzen, vorausgesetzt man hat 20 Beiköche, eine Großküche mit allem was dazugehört, eine Ausbildung zum Koch und mindestens 20 Jahre Berufserfahrung.

Da ich jedoch zu den einfachen Spaßköchen gehöre, begegne ich jenen Rezepten der großen Fernsehkochstars mit vorsichtiger Zurückhaltung.

Beim Durchblättern dieses Buches allerdings wurde ich eines Besseren belehrt. Größtenteils zumindest!!! Einfache phantasievolle Rezepte mit Pfiff und Charme sind darin abgebildet und niedergeschrieben, aufgepeppt und veredelt durch kleine aber findige Finessen. Kurzum: Freude und Inspiration packten mich beim studieren des Buches.

Dieses eine Rezept möchte ich heute vorstellen, wie gehabt leicht abgeändert.

Zutaten für zwei Personen

  • eine Salatgurke
  • einen Bund Dill
  • eine große Knoblauchzehe
  • 300 g Naturjoghurt
  • 250 g Buttermilch
  • einen Esslöffel Honig
  • Zitronenabrieb
  • Zitronensaft
  • Olivenöl
  • Salz
  • bunter Pfeffer

Vorbereitung

Salatgurke waschen, schälen und grob raspeln.

Vom Dill etwas für die Deko zur Seite legen, den Rest  waschen, trocken schütteln, abzupfen und grob hacken.

Knoblauch schälen, mit etwas Salz bestreuen, fein würfeln und mit der flachen Seite des Messers zerdrücken (so wird er nicht bitter und entfaltet wunderbares Aroma).  

Gurken Joghurt Suppe


Zubereitung

Gurke, Knoblauch, Honig und Buttermilch in einer Schüssel gut verrühren.

Die Hälfte der Masse entnehmen, im Mixer oder mit einem Zauberstab pürieren und wieder zurück in die Schüssel füllen.

Dill einrühren und mit Zitronenabrieb, Zitronensaft, Salz und buntem Pfeffer aus der Mühle kräftig abschmecken.

Im Kühlschrank eine Stunde ziehen lassen.

In Suppenteller oder Suppenschüsseln füllen, mit etwas Olivenöl beträufeln und dem restlichen Dill dekorieren.

Fazit

Eine sehr erfrischende Suppe, bestens geeignet für heiße Sommertage - oder im Winter, um sich einen solchen vorzustellen :-). Der Dill spendet herrliches Aroma, das getragen wird durch ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Süße des Honigs und der Säure der Buttermilch. Zusammen mit dem Knoblauch und der leichtes Schärfe des bunten Pfeffers ist die ganze Suppe ein Gedicht, obwohl superschnell zubereitet. 

Sonntag, 31. März 2013

Peperone con aglio, parmigiano e olio d'oliva - eine magisch italienische Vorspeise


Antipasti mit Paprika, Knoblauch, Parmesan und Olivenöl


Ich finde sie einfach göttlich, die italienischen Vorspeisen.

Auberginen, Zucchini, Tomaten, Oliven, Peperocini, etc., ganz zu schweigen von den Kollegen Parma und Salami.

Meist mit bestem Olivenöl angemacht und frischen Kräutern verfeinert, verführen sie mich regelmäßig mit dreister Vehemenz dazu, viel zu viel zu essen. "Es schmeckt halt so gut!", denke ich mir jedes vermaledeite Mal und greife nochmal zu und nochmal und nochmal....

Genauso ging es mir bei einer Veranstaltung im Fußballverein meines Sohnes, als wir alle beieinander saßen, Würstchen grillten und jeder einen Salat mitbrachte. Eine jener Leckereien war solch bezaubernde italienische Antipasti. Ehrlich und ohne viel Heckmeck kam das Appetithäppchen daher und nötigte mich wiederum aufs verderblichste, zu essen. Einfach nur ein paar Paprikaschoten, die Haut abgezogen, mit Olivenöl beträufelt, frischem Pfeffer darüber gemahlen und Kräutern bestreut. Noch ein paar Schnitze Parmesan und Knoblauch drüber und das war's auch schon. Trotzdem bleibe ich dabei - einfach unwiderstehlich.

Ich nahm mir damals vor, es auch bald auf unseren Tisch zu bringen. 3 Jahre vergingen seither. Vor ein paar Tagen jedoch begegnete mir dieses Rezept in ähnlicher Form wieder, beim Blättern in einem Kochbuch und ich beschloss:

"Diesmal wird es keine drei Jahre dauern, bis dieser romanische Happen unseren Tisch ziert!"

"Ed ecco", heute endlich war es soweit.

Zutaten für zwei bis drei Personen

  • 2 grüne Paprikaschoten, mittelgroß
  • 2 rote Paprikaschoten, mittelgroß
  • 2 gelbe Paprikaschoten, mittelgroß
  • Parmesan am Stück
  • eine große Knoblauchzehe
  • Olivenöl
  • Salz
  • frischer Pfeffer

Vorbereitung

Paprikaschoten häuten.

Knoblauch schälen

Zubereitung

Die gehäuteten Paprikaschoten auf einer Platte anrichten und salzen.

Einige Esslöffel Olivenöl (nach Gusto) darüber verteilen.

Knoblauch in feine Scheiben über die Antipasti hobeln.

Einige Späne Parmesan mit einem Sparschäler abheben und ebenfalls auf der Antipasti verteilen.

Bunten Pfeffer aus der Mühle aufwürzen.

Wenn zur Hand noch etwas Grün zur Deko anbringen.


Fazit

Es schmeckte genau so, wie ich es in Erinnerung hatte. Der durch's Häuten vorgegarte Paprika, noch leicht bissfest bringt volles "mouthfeeling". Knoblauch und Olivenöl bilden immer ein gutes Paar, vorausgesetzt das Olivenöl ist erste Qualität. Parmesan macht die ganze Sache herzhaft, der frische Pfeffer verleiht dem Gericht den nötigen Pfiff.

Und natürlich kann diese Antipasti auch bestens vorbereitet werden. 


Merke für's nächste Mal

Leider hatte ich die Schoten nicht lange genug im Ofen, sodass das Häuten mit allerlei Gefummele verbunden war. In Zukunft muss ich mich in Geduld fassen und warten, biss die Blasen beginnen schwarz zu werden.

Freitag, 1. Februar 2013

Büffelmozzarella oder - der schiefe Turm von ...


Der schiefe Turm von ...


Kürzlich sah ich in der Auslage eines kleinen italienischen Delikatessengeschäftes eine Packung Büffelmozzarella liegen. "Kauf ich!", dachte ich mir, denn einen solch sagenumwobenen Leckerbissen hatte ich bisher noch nicht gekostet.

Voller Spannung dachte in nun darüber nach, was wohl am besten anzufangen sei, mit der italienischen Gaumenfreude. "Mozzarella di Bufala" stand auf dem kleinen weißen Tütchen. Wie wäre dieser leckere Happen wohl angemessen zur Geltung zu bringen?

Ein klassischer "Insalata Caprese" war mir zu abgedroschen und auch sonst ergab alle Sucherei nach einem passenden Rezept kein befriedigendes Ergebnis.

Nun denn, "selbst ist der Mann!", sagte ich und dachte mir ein Rezept aus.

Klar war, es würde ein Türmchen geben und zwar ein italienisches. Dazu selbstverständlich die klassischen Vorspeisezutaten, wie Tomate, Zucchini und Aubergine war klar. Nun fehlte nur noch ein Dressing.

Basilikum in Olivenöl, so der erste Gedanke, doch leider befinden wir uns gerade mitten im Winter und die Kräutertöpfchen in Läden und Gärtnereien reizen nicht zum Kauf. Am Ansehnlichsten noch war die Blattpetersilie, für die ich mich dann auch entschied.

Die Idee war geboren, das Bild im Kopf fertig und die Zutaten gekauft, also ging's los.


Zutaten für zwei Personen

  • eine Packung Büffelmozzarella
  • 1/2 Zucchini
  • 1/2 Aubergine
  • 2 Tomaten
für's Dressing
  • 1/2 Bund Blattpetersilie
  • Olivenöl
  • 2 Esslöffel Zitronensaft
  • 1 Teelöffel Honig
  • 2 Zehen Knoblauch
  • Salz
  • Pfeffer
für die Deko
  • zwei Salatblätter
  • Crema di Balsamico

Vorbereitung

Knoblauch schälen, pressen und mit einer Prise Salz vermengen.

Blattperersilie waschen und hacken.

Tomaten in Scheiben schneiden.

Zucchini in Scheiben schneiden, etwas einölen und anbraten.

Auberginen in Scheiben schneiden, leicht einölen und anbraten.

Mozzarella in Scheiben schneiden.

Salatblätter waschen und trocken schütteln.


Zubereitung

Zitronensaft mit Honig, Knoblauch Salz und Pfeffer kräftig verquirlen.

Petersilie einbringen und durchmischen.

6 Esslöffel Olivenöl dazugeben und alles zu einer homogenen Emulsion vermixen.

Salatblätter auf zwei Teller legen, mit Mozzarella, Tomaten, Zucchini und Auberginen ein Türmchen bilden und auf jeder Lage etwas vom Dressing verteilen.

Abschließend mit ein paar Spritzern "Crema di Balsamico" dekorieren.


Fazit

Die ganze Angelegenheit war sehr lecker und das Auge durfte sich ebenfalls erfreuen. Der Mozzarella war auch würziger als sein wohlbekannter Kollege aus Kuhmilch, doch irgendwie hatte ich mir mehr erwartet, von der sagenumwobenen Leckerei. 

Samstag, 27. Oktober 2012

Auberginenröllchen mit Olivencreme

Ich gehe gerne auf Flohmärkte.

Einerseits der Stimmung wegen, andererseits locken mich die Bücherstände, mit all jenen Kochbüchern, die mitleidslos dem großen Vergessen überantwortet wurden. Verschlossen in dunklen Kartons und verlassen in staubigen Kellern, warten die kleinen und großen Exemplare auf Begnadigung. Darauf, dass sie vielleicht ein gütiger Koch wiederentdeckt. Die wenigen Tage des Lichtes zwischen Flohmarkt und Erbarmen sind die einizigen, an denen ihnen noch ein Fünkchen Hoffnung vergönnt ist: "Wird sich ein freundliches Wesen für mich interessieren, mich sogar kaufen?", fragen sich die ratlosen Kameraden und harren, warten, hoffen.

Auberginenröllchen, gefüllt mit Olivencreme

Tja, liebe Freunde. Zu einem dieser freundlichen Küchenwesen zähle ich meine Wenigkeit. Doch verbirgt sich dahinter natürlich hämischer Eigennutz, denn es sind wirklich ungeahnte Schätze, die dort für wenige Euros feil geboten werden.

So auch kürzlich, als ich ein kleines Heftchen von "Cornelia Schinharl" entdeckte, mit dem Titel "CROSTINI leicht gemacht"
(ISBN: 10 3-7742-3592-9/13 978-3-7742-3592-2).

Unter anderem beschreibt sie dort die Herstellung einer Olivencreme, die ich ausprobierte, allerdings nicht auf einem Crostini sondern auf einer Aubergine.

Zutaten

  • eine Aubergine
  • eingelegte, getrocknete Tomaten
  • Olivenöl
  • Salz
für die Paste
  • 100 g schwarze Oliven, entsteint
  • 2 Sardellenfilets
  • 1 Esslöffel Kapern
  • 1 Esslöffel Pinienkerne
  • 1-2 Chilischoten, getrocknet und zerstoßen
  • Olivenöl
Vorbereitung

Sardellenfilets abtropfen und grob zerschneiden.

Tomaten grob hacken.

Auberginen waschen, Stielansätze entfernen  und in Scheiben schneiden.

Mit etwas Olivenöl einpinseln.

kräftig salzen.

In einer Pfanne goldbraun anbraten.

Aubergine mit Olivenpaste bestrichen


Zubereitung

Während die Auberginen braten, wird die Olivencreme zubereitet. Das geht ganz einfach:

Oliven, Sardellen, Kapern, Chili und Pinienkerne werden zusammen mit etwas Olivenöl in der Moulinex oder mit einem Pürierstab zu einer Paste verarbeiten. Ich verwendete dabei die herrlich aromatischen Pinienkerne von "rice und spice".

Ist die Creme fertig, die Auberginen einfach damit bestreichen, zusammenrollen und mit den Tomaten schön anrichten.

Fazit

Eine herrliche Vorspeise, die auch gut vorbereitet werden kann. Doch nicht nur als Vorspeise sondern auch zum Abendbrot schmecken die kleinen Röllchen natürlich hervorragend.

Samstag, 14. Juli 2012

Das Gewürz macht's: Gefüllte Avocado mit Datteln und Feigensenf

Feigensenf ist eine Delikatesse. Als ich das Paket von "Rice and Spice" bekam, kostete ich als erstes von der gelben Paste im blauen Töpfchen. Sehr gespannt ließ ich die Leckerei auf der Zunge kreisen um schließlich befriedigt feststellen zu können: Ja! Das ist es. Cremig, fruchtig, nicht zu sauer und nicht zu scharf kommt der Geselle daher, getragen von kräftig würzigem Aroma. Mir war sofort klar, dass ich damit ein Rezept versuchen würde, das ich schon lange vor Augen hatte.

gefüllte Avocado

Eine Avocado sollte herhalten. Nicht als Mus, auch nicht in Scheiben geschnitten, sondern mal ganz anders - nämlich gefüllt. So hatte ich es im Sinn, mit Datteln gefüllt und gewürzt mit einer Vinaigrette aus dem leckeren Feigensenf.

Zutaten
  • eine reife Avocado
  • eine große oder zwei kleine Datteln
  • einen Esslöffel Rapsöl
  • einen Teelöffel fruchtigen Essig
  • einen Esslöffel Feigensenf
  • braunen Zucker
  • Salz
  • weißen Pfeffer

Vorbereitung

Dattel entkernen und klein schneiden.

Avocado in zwei Hälften teilen und den Stein entfernen.


Zubereitung

Öl, Essig und Feigensenf mit dem Schneebesen zu einer homogenen Masse verquirlen, mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.

Die kleingeschnittenen Dattelstückchen in die Vinaigrette rühren und mit dem Dip die Avocadohälften beschicken.

Die gefüllte Avocado wie ein weichgekochtes Ei auslöffeln


Fazit

Das Ganze ergibt eine leckere Vorspeise, die wie ein weichgekochtes Ei einfach ausgelöffelt wird. Es schmeckt herrlich erfrischend, das speckige Fleisch der Avocado gibt den richtigen Körper und die Datteln spenden eine bezaubernde Süße. Alles in allem ein richtiges "amuse gueule", wie der Franzose sagen würde.

Dienstag, 17. April 2012

Spaghetti aglio e olio - scharf, mit Tomate und Basilikum

Reisen bildet, so der Volksmund. Und Bildung inspiriert.

Kürzlich reisten wir für ein paar Tage nach Italien, an den Gardasee. Natürlich blieb ein Restaurantbesuch nicht aus. Auf der Suche nach einer geeigneten Lokalität landeten wir in einer Pizzeria, ganz nach Wunsch der Kinder. Und wie das in italienischen Pizzerien so ist, man kommt mit Menschen ins Gespräch.

Spaghetti heiß, mit kalten Tomatenwürfelchen

An diesem Abend war es der Kellner - ein alter, sehr freundlicher Italiener, der einige Brocken Deutsch beherrschte. Über dem Thema Knoblauch wurden wir schnell warm und er plauderte ganz locker über sein persönliches Knoblauchlieblingsrezept. Natürlich spitzte ich meine Ohren, denn jedem Leser dürfte zwischenzeitlich bekannt sein, wie sehr ich Knoblauch und italienische Küche liebe.

Kurzum, es war ein sehr gelungener Abend, in gemütlich warmer Atmosphäre, mit gutem Wein, leckerem italienischen Essen und netter Gesellschaft.

Dabei entstand folgendes, sehr einfaches Rezept.

Zutaten

  • 250 g Spaghetti
  • Olivenöl
  • 5-6 Zehen Knoblauch
  • 2 mittelgroße Tomaten
  • eine grüne Schote Peperoni
  • einige Blätter Basilikum
  • etwas geriebenen Parmesan
  • Salz


Vorbereitung


Spaghetti in viel Wasser mit Salz und einem Spritzer Olivenöl "al dente" kochen, abgießen und unter kaltem Wasser abschrecken.

Knoblauch schälen und würfeln.

Peperoni entkernen und in feine Ringe schneiden.

Tomate häuten, entkernen und sehr klein würfeln.

Basilikum waschen und Blätter von den Stängeln zupfen.


Zubereitung

In einer beschichteten Pfanne ca. 10 EL Olivenöl erhitzen.

2-3 Prisen Salz einstreuen.

Knoblauch und Peperoni dazugeben und höchstens eine Minute unter ständigem Rühren anschwitzen.

Spaghetti in die Pfanne geben, mit zwei Kochlöffeln gut durchmischen.

Wenn die Pasta heiß ist, auf zwei Tellern anrichten. Tomatenwürfel, Basilikumblätter und Parmesan darüber verteilen und sofort mit einem Gläschen trockenen italienischem Rotwein genießen.

Mittwoch, 11. Januar 2012

Antipasti - Vorspeise mal italienisch

Eines der herausragenden Merkmale italienischer Küche sind ihre raffinierten Vorspeisen. Einelegtes, sauer Angemachtes, Gesottenes und Gebratenes, Zucchini, Auberginen, Tomaten, Oliven, Zwiebeln und jedes für sich oder miteinander aufs feinste abgestimmt und nach ausgeklügelten Rezepten zubereitet. Ein einzigartiger Hochgenuss und dazu noch gesund.

Antipasti


Wer in unserem tristen deutschen Winter einen kleinen kulinarischen Ausflug ins sonnenverwöhnte Italien machen möchte, dem sei folgende Vorspeise ans Herz gelegt:

Zutaten

  • 5-6 Schalotten
  • 3-4 Karotten
  • eine rote, gelbe und grüne Paprikaschote
  • eine ganze Knolle Knoblauch
  • eine kleine Zucchini
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 - 3 Lorbeerblätter
  • frischer Rosmarin
  • 2-3 Löffel Balsamico
  • einen Teelöffel Zucker
  • eine Peperoni
Zutaten


Zubereitung
Das Geheimnis dieses Rezeptes liegt darin, die einzelnen Zutaten behutsam anzubraten, jede mit der ihr optimal zugemessenen Temperatur und Garzeit.

Doch zunächst muss das Gemüse vorbereitet werden.
Dazu alles ordentlich waschen und trocknen.

Zucchini und
Karottenstifte
Schalotten schälen und ganz lassen.
Karotten schälen und in Stifte schneiden.
Paprikaschoten entkernen und in mittelgroße Spalten zerteilen.
Knoblauchknolle ungeschält vierteln.
Zucchini in Stifte schneiden.


2-3 Esslöffel Olivenöl in einer Pfanne auf mittlere Temperatur erhitzen.

Zunächst die Schalotten und den Knoblauch darin 10 Minuten anbräunen, mit Salz und frischem Pfeffer aus der Mühle würzen, von Zeit zu Zeit wenden, herausnehmen und in eine Schüssel geben.

Im selben Öl Peperoni und Paprikaspalten von allen Seiten, den Paprika vor allem auf den Schnittflächen, ca. 15 Minuten braten, mit Salz und frischem Pfeffer aus der Mühle würzen, herausnehmen und zu den Schalotten in die Schüssel legen. Hier gilt es sehr vorsichtig zu sein und die Temperatur niedrig zu halten, sonst wird der Paprika schnell unansehnlich oder schwarz.

Wiederum 2-3 Esslöffel Öl in die Pfanne füllen und die halbierten Karottenscheiben darin 10 Minuten rösten. Nach 7 Minuten die Zucchinistifte dazugeben und diese die verbleibenden 3 Minuten zusammen mit den Möhren brutzeln, mit Salz und frischem Pfeffer aus der Mühle würzen, herausnehmen und ebenfalls ab in die Schüssel.

Möhren- und Zucchinistifte anbraten

Nochmal 3 Esslöffel Olivenöl in die Pfanne füllen, Lorbeerblätter, Rosmarin, Balsamicoessig und Zucker dazugeben, alles 1-2 Minuten schmurgeln lassen und in die Schüssel über das Gemüse gießen. Vorsichtig durchmischen und ein bis zwei Stunden bei Zimmertemperatur ziehen lassen.

Genuss italienisch

Quelle: Kulinarisches aus Italien, Moewe Verlag

Montag, 2. Januar 2012

Pastinakensüppchen - eine edle Raffinesse

Kürzlich kam meine Frau von einem Abendessen aus einem Restaurant in unserer Gegend nach Hause. Ich war schon ganz gespannt, was sie so alles berichten würde, denn der Inhaber dieser kulinarischen Verwöhnstätte war ein "Sternekoch". Besonders erstaunte mich, dass die Vorsuppe es ihr am meisten angetan hatte. Es gab nämlich eine Pastinakensuppe. Ich muss zugeben, ich kam vorher noch nie auf die Idee, aus der weißen Wurzel eine Suppe zu bereiten, war allerdings von der Idee sehr angetan. Also startete ich gleich mit folgender Kreation.

leckeres Pastinakensüppchen

Zutaten

  • 3/4 Liter Gemüsebrühe
  • 500 g Pastinaken
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL creme fraiche
  • etwas Petersilie
  • etwas Butter
  • 1 Lorbeerblatt
  • Muskat
  • weißer Pfeffer
  • Salz


Wurzelgemüse für das Pastinakensüppchen


Zubereitung
Pastinaken, Zwiebeln und Knoblauch schälen und in Stücke schneiden. In einem stabilen Topf wird das Wurzelgemüse mit etwas Butter glasig geschwitzt und hernach mit der Fleischbrühe abgelöscht. Zusammen mit dem Lorbeerblatt wird das Gemisch nun bei niedriger Hitze und geschlossenem Deckel ca. 1 Stunde leicht köcheln gelassen.Wenn alles schön weich ist, den Topf von der Herdplatte nehmen, das Lorbeerblatt entfernen und den Inhalt mit einem Pürierstab oder Mixer pürieren.
Das Püree durch ein Sieb streichen
Das Püree anschließend durch ein Sieb streichen, damit die Potage schön glatt wird. Zurück im Topf die "creme fraiche" unterrühren und mit Salz, Muskat und weißem Pfeffer herzhaft abschmecken. Anschließend auf einem Teller mit gewiegter Petersilie dekorieren.

Dienstag, 16. November 2010

Gänsebruschetta

Einige mitteldicke Scheiben Baguette
1 Zehe Knoblauch
1 -2 geschälte Tomaten
Gänseschmalz
Majoran, Thymian, Oregano
Salz und Pfeffer

Baguettescheiben im Toaster knusprig rösten. Die Knoblauchzehe aufschneiden und mit der Schnittfläche eine Seite der Baguettescheiben kräftig einreiben. Das Gänseschmalz darauf schmieren. Die geschälten Tomaten entsteinen, in kleine Würfel schneiden und pro Scheibe Baguette einen starken Teelöffel auflegen. Abschließend die ganze Sache mit den Kräutern, Salz und Pfeffer würzen.
Bruschetta eignet sich hervorragend als kleine Knabberei, wenn Gäste zu Wein oder Bier geladen sind.