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Freitag, 19. September 2014

Trockenmarinade oder "dry rub" mit persönlicher Note - Teil 4


"dry-rub" Grundform


Mit den bisherigen Zutaten lässt sich bereits ein leckerer rub herstellen, sozusagen eine Basisversion, die wahrscheinlich jedem schmeckt. Quasi der Pflanzenstengel mit verschiedenen Blättern daran.

Jetzt gilt es, die Pflanze zum Blühen zu bringen. Je reicher und bunter die Blüten desto kreativer die Kochkunst und vielseitiger der Geschmack - bedeutet: Jetzt bekommt unser rub die persönlichen Noten.

Schritt 4: die Signatur

Stöbert man im Internet nach Rezepten für Trockenmarinaden, so findet man unzählige "beste rubs". Das beste rub für spare-ribs, für steaks, für pulled pork, für briskets und so weiter. Jeder schwört auf sein Rezept und legt dem geneigten Leser natürlich nahe, gleich eine große Menge des himmlischen Genussmittels herzustellen. Arbeit spare man sich damit, was natürlich auch stimmt.

Einziger Haken ist, dass alles nach demselben Gewürz schmeckt, egal was man macht. Oder aber der Schrank ist voll mit unterschiedlichen Marinaden, die sich dann aber trotzdem irgendwann wiederholen.

Ich bin der Meinung, dass es vollkommen ausreicht, die bisherige Grundmarinade in größerer Menge herzustellen. Vorteil: Es gibt nur einen Gewürzbehälter im Schrank.

Rezeptvorschlag für eine Grundmarinade
  • 2 Esslöffel grobes Meersalz
  • 2 Esslöffel braunen Rohrzucker
  • 1/2 Esslöffel frisch und grob gemahlenen schwarzen Pfeffer
  • 1/2 Esslöffel Cayenne Pfeffer
  • 4 Esslöffel Paprika edelsüß
  • 1 Esslöffel Kreuzkümmel (gemahlen)

Zubereitung

Alle Gewürze gründlich vermischen und in einem gut verschließbaren Gefäß dunkel und trocken lagern. Es eignen sich zum Beispiel Einmachgläser oder auch Ziplock-Plastikbeutel.

Wenn es dann tatsächlich ans "rubben" geht, kann der Koch einen Teil der Grundmarinade entnehmen und entscheiden, welche Richtung er für den bevorstehenden Event einschlagen möchte. Das hängt zum Einen vom Gericht ab, zum Anderen von den Gästen; meist ist der Besuch mit seinen Vorlieben und Abneigungen bekannt. Und die persönliche Stimmung ist ebenfalls von Bedeutung. Wichtig ist, dass die "persönliche Signatur" vorsichtig eingeschmeckt wird um die Dominanz eines bestimmten Gewürzes zu vermeiden.  


An Zutaten stehen folgende Gewürze zur Wahl:

  • Knoblauchgranulat 
  • Zwiebelgranulat
  • Senfpulver
  • Ingwerpulver
  • alle gekerbelten Kräuter, Majoran vorne an
  • Koreandersaat (sollte frisch zerstoßen werden)
  • eventuell Zimt, für ganz besondere Anlässe

Der Phantasie sind allerdings keine Grenzen gesetzt, bei bestimmten "low & slow" Grillvarianten kann sich auch Vanille recht gut in's Konzept einfügen.

OK Freunde, das war's soweit zum Thema "dry rub", viel Spaß beim experimentieren und rubben.


Dienstag, 16. September 2014

Trockenmarinade oder "dry rub" mit persönlicher Note - Teil 3


Paprikapulver


Zwischenzeitlich habe wir ein ausgewogenes Verhältnis zwischen herzhaft, süß und scharf hergestellt. Natürlich ganz nach unserem Geschmack und Empfinden. Diese Bausteine sind Grundbausteine und ein absolutes Muss in allen dry-rubs.

Nun gilt es, diese Zutaten abzurunden und eine Verbindung zu schaffen, zu den "Gewürzen der persönlichen Note!"

Schritt 3: Die Verbindung

Dazu eignen sich zwei Gewürze ganz besonders. Sie sind nicht zu dominant, brauchen also nicht so vorsichtig eingeschmeckt zu werden, wie die scharfen Zutaten.

Dabei handelt es sich um Paprikapulver edelsüß und Kreuzkümmel, auch unter dem Begriff Cumin bekannt.

Kreuzkümmel kann entweder gemahlen oder ganz verwendet werden, je nachdem welche Richtung dem Gericht verleihen werden soll. Feines Pulver lässt sich natürlich wesentlich gleichmäßiger verteilen, die Speise erhält dabei ein einheitliches Grundaroma. Ganze Samen hingegen gleichen eher kleinen Knallerbsen, die ihren Geschmack erst beim Draufbeißen explosionsartig frei geben, dann natürlich richtig intensiv.

Kreuzkümmel passt meines Erachtens eher zu den hellen Fleischsorten, wie Schwein, Geflügel und Fisch. 


Paprikapulver edelsüß ist das Blut der Speise. Rot in seiner Farbe und herzhaft kräftig im Geschmack darf diese feine Gewürz meines Erachtens ruhig kräftig zugeteilt werden. Es schenkt dem Essen Lebensfreude und hat fast schon etwas mystisches.

Paprika ist wie ein lauer Sommerabend in einem heißen Land, wenn sich die sengende Mittagshitze verzogen hat und die Menschen aus ihrer Lethargie erwachen, um durch Gassen und über Plätze zu flanieren, in Straßenkneipen an wackeligen Tischen Tapas zu naschen oder schweren Wein zu trinken, während die Klänge der Mariachi die ganze Szene in einen Mantel aus Zauber und Magie kleiden.

Paprika passt nach meinem Dafürhalten sehr gut zu den dunklen Fleischsorten, wie Rind, Lamm oder Ziege, lässt sich aber auch hervorragen mit Schweinefleisch kombinieren.

Weiter zum, nächsten Teil.

Donnerstag, 11. September 2014

Trockenmarinade oder "dry rub" mit persönlicher Note - Teil 2

verschiedene Pfeffer

Wer eine Trockenmarinade herstellt, muss sich natürlich auch Gedanken darüber machen, wie viel Schärfe ans Gericht soll. Die Geschmäcker sind eben unterschiedlich und nicht jede Zunge ist empfänglich für indische oder thailändische "Feuergerichte". Doch auch in Deutschland nimmt der Wunsch nach schärferem Essen zu - so kommt es mir zumindest vor.

Nichts desto trotz variieren gerade bei der Schärfe die Wünsche deutlich. Um ein optimales Geschmackserlebnis zu erreichen, sind schon Nuancen von entscheidender Bedeutung. Deswegen scheitern auch an diesem Punkt so ziemlich alle fertigen Marinaden. Es wäre reiner Zufall, wenn eine fremdbestimmte Schärfe den winzigen Punkt erreicht, an dem der prickelnde Chili-Kick den persönlichen Gout zur Vollkommenheit leitet, denn schon eine winzige Prise zu viel verdirbt leider alles und führt zu einem dominanten Brennen im Mund, das kein weiteres Schmecken mehr zulässt.

Schritt 2: Die Schärfe

Dem Zucker-Salz Gemisch wird als nächstes Pfeffer beigemengt. Je nach Geschmack können die verschiedensten Pfefferarten verwendet werden. Dabei ist entscheidend, wie der Pfeffer gemahlen ist. Ich persönlich bin ein Freund des Groben, so bekommt das pfeffrige Aroma wesentlich mehr "Wumms".  Wer eher empfindliche Geschmacksnerven hat, sollte natürlich entsprechend fein gemahlene Pfeffer verwenden.

Wenn ich von Pfeffer rede meine ich nicht nur die klassischen Varianten, wie schwarzen oder weißen Pfeffer. Grüne bzw. bunte Vertreter bringen nicht nur neuen Geschmack sondern verleihen der Speise zusätzlich ein erquickliches Aussehen.

Natürlich zählen zu den Pfeffern auch die ganz scharfen Kameraden, wie Chilis oder Kirschpaprika, die in einem Mörser zerrieben ebenfalls ihren Beitrag zum Gelingen des Gerichtes leisten.

Wichtig bei der Dosierung der Schärfe ist, dass die Pulver nur portioniert in kleinen Mengen zugemessen werden und immer wieder abgeschmeckt wird, denn zugeben kann man immer noch etwas, wegnehmen hingegen nicht mehr.

Und wie vorhin bereits erwähnt: Schon eine winzige Prise zu viel verdirbt den gesamten rub, also: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!



So weit zur Schärfe, im dritten Schritt gehe ich auf die Verbindungsgewürze ein.

Weiter zum nächsten Schritt.

Montag, 8. September 2014

Trockenmarinade oder "dry rub" mit persönlicher Note - Teil 1

Rohrohrzucker und handelsübliches Salt

Ich bin nun schon seit einiger Zeit dabei, das Internet nach gutes Rezepten für Trockenmarinaden zu durchstöbern und muss sagen: Es scheint wirklich unendlich viele Rezepte zu geben.



Jede Grillseite hat ihr eigenes rub-Rezept, das angeblich am besten mit Rind geht, zu Hühnchen passt oder bei Fisch anzuwenden ist. Nach einer Weile schwirrte es mir wie ein Schwarm Hummeln im Schädel, vor lauter Pfeffer, Majoran, Paprika, Salz, granuliertem, geriebenen und flavorisiertem, vor Aroma hier, Schärfe da und Süße dort.



Was ist denn nun wirklich der beste rub und was sagt mir am meisten zu?



Ich begann schon mich zu grämen ob der Qual der Wahl, als ich auf die Page von "Southern Living" stieß. Eine tolle Seite bzw. ein tolles Magazin  über "food prepraring" in den Südstaaten. Unter Anderem baut ein Redakteur das Thema Trockenmarinade logisch und verständlich auf. Anhand dieser Anleitung wird es jedem leicht fallen, seine eigenen Trockenmarinaden zu entwickeln und den unterschiedlichen Fleischsorten anzupassen - ganz mit persönlicher Signatur!



Das Wichtigste fasse ich hier zusammen, baue meine eigenen Gedanken mit ein und bringe die ganze Angelegenheit kurz und präzise auf den Punkt. Nach Fertigstellung wird die kleine Serie als extra Seite unter einem separaten Reiter in meinem Blog erscheinen, zusammen mit einer ganzen Sammlung an Rezepten unterschiedlicher rubs. Die können dann entweder einfach nachgemischt oder als Inspiration für eigene Ideen verwendet werden.



Die vier Schritte zum gelungenen rub.



Schritt 1: Salz und Zucker



Der Grundbaustein und erste Schritt bei der Herstellung aller rubs ist die Mischung von Salz und Zucker. Hier muss sorgfältig überlegt werden, zu welchem Fleisch die Marinade verwendet wird, wie dick das Fleisch ist, wie viel Marinade aufgetragen wird und wie lange mariniert werden soll.



Je dicker das Fleisch, umso höher darf der Salzanteil sein. Auch kann man sich überlegen, welche Art von Salz bzw. Zucker man am besten verwendet. Himalajasalz gibt sicher eine ganz andere Note als Meersalz oder einfaches Küchensalz.



Rind, Fisch und Wild benötigen eher eine geringere Menge Zucker, während Schwein schon etwas mehr verträgt. Wer gerne etwas karamellige Süße ans Fleisch bringen möchte kann beim Zucker zum Beispiel auf Roh-Rohrzucker zugreifen, während handelsüblicher Haushaltszucker neutrale Süße verleiht.



Ist man sich darüber im Klaren, welches Salz, welchen Zucker man in welchem Verhältnis mischt, geht es weiter zum zweiten Baustein.



Mehr dazu im nächsten Post.

Freitag, 18. Oktober 2013

Knoblauch-Confit und Knoblauchöl


Butterzarte Knoblauchzehen

Heute hatte ich richtig Lust, eine Kleinigkeit fürs Abendessen zu kochen. Irgendetwas, das sich eignet herkömmliche Vesper aufzuwerten. Nicht zu kompliziert aber doch mit Pepp und Pfiff.

Außerdem lechzte meine Seele nach Knoblauch. Und das bedeutet bei mir meist mehrere Knollen, zumindest wenn ich so richtig Appetit auf das kleine weiße "Ferkelchen" hab. Da bei uns dieses Wochenende keine weiteren Termine im Planer standen, sah ich endlich meine Chance gekommen, ein Knoblauch-Confit herzustellen.

So ein Confit ist nämlich eine delikate Angelegenheit. Der Lauch wird traumhaft weich und geschmeidig, schenkt ein wunderbares "mouthfeeling" und verliert all seine Schärfe. Er bekommt sogar eine leicht süßliche Note. So verspricht es jedenfalls der Autor von CLAUDIZ 747, in dessen YouTube Blog ich dieses erquickliche Labsal entdeckte.

Als Beiprodukt erhält man noch ein schmackhaftes Knoblauch-Olivenöl, mit dem sich ebenfalls allerlei appetitliche Happen zubereiten lassen.


Zutaten für ein kleines Einmachglas
  • drei Knollen Knoblauch
  • vernünftiges Olivenöl

Vorbereitung

Knoblauch in Zehen teilen und schälen. Bei einer solchen Menge empfiehlt es sich, die Zehen zuvor in kochendem Wasser für 20 Sekunden zu blanchieren und hernach kalt abzuschrecken. So lassen sie ihre Haut fast von selbst fallen.

Anschließend werden die Knöllchen in einen kleinen Topf umgelagert.

Alles mit Olivenöl auffüllen, bis der Knoblauch gerade so bedeckt ist.

Herd anstellen, auf höchste Stufe und sobald erste Bläschen aufsteigen, die Temperatur zurücknehmen, bis zur niedrigsten Stufe.

Die Zehen werden nun ca. 45 Minuten lang bei 80-90 °C ziehen gelassen. Mit einem digitalen Thermometer die Temperatur von Zeit zu Zeit überprüfen.

Wenn sie schön weich sind, etwas abkühlen lassen, ein kleines Einmachglas damit beschicken und genießen.


Blick ins Glas
Fazit

Ein Gedicht für den Knoblauchliebhaber. Besonders lecker schmeckt es, wenn die Zehen mit einer Gabel zerdrückt werden und ein Butterbrot damit bestrichen wird. Salz und Pfeffer darüber, reinbeißen und genießen. Eignet sich übrigens auch sehr gut  als Mitbringsel für eine Party.

Mittwoch, 8. Mai 2013

Knoblauchpaste herstellen


Knoblauchpaste


Knoblauch polarisiert.

Das war schon immer so und wird wohl auch immer so bleiben.

Während die Einen ihn lieben, entwickeln die Anderen einen regelrechten Hass auf diese kleine Zwiebel und würden am Liebsten alle zum Mond jagen, die den gesunden Dunst um sich herum verbreiten.

Ich gehöre zur ersten Gruppe und könnte mich reinlegen, in sein liebreizendes Aroma und das Beste daran ist: gesund gesünder am gesündesten!

Was ich allerdings überhaupt nicht mag ist, wenn der Knoblauch bitter oder scharf schmeckt. Deswegen verarbeite ich ihn am liebsten zu einer Paste, bevor er in Soßen, Suppen oder Salate wandert.


Zutaten

  • Knoblauch
  • Salz


Vorbereitung

Knoblauchzehen schälen.


Zubereitung

Die geschälten Zehen fein würfeln.

Knoblauchwürfel kräftig salzen und im Salz wenden.

Alles 5 Minuten ziehen lassen.

Nun mit der flachen Seite eines Messers oder mit dem Rücken eines Löffels den Knoblauch zerdrücken, bis eine Paste entsteht.

Die Paste muss nun nochmal ca. 10 Minuten ziehen, dann kann sie nach Gusto den Speisen beigegeben werden.


Knoblauch, gesalzen und zerdrückt


Fazit

Ich bin ziemlich begeistert davon, denn das Salz nimmt etwas von der unangenehmen Schärfe und verhindert, dass der Knoblauch bitter wird. Außerdem entwickelt unser weißer Freund auf diese Weise eine solche Fülle an Aroma, dass der Liebhaber einfach begeistert sein muss. 

Donnerstag, 2. August 2012

Das Gewürz macht's: Rosa Pfeffer, Hackfleisch und Schweinebauch - aufgespießt und gegrillt

"Rosa Pfeffer", das kannte ich bisher nicht. Umso neugieriger probierte ich das erste Körnchen. Lecker war's, sehr aromatisch, wenig scharf und etwas ins Süßliche gehend. Trotz allem aber pfeffrig.

Ich überlegte also, wie dieses feine Gewürz wohl am besten herausgearbeitet werden könnte und welches Gericht zu ihm am besten passe. Klar. Hackfleisch musste es sein. Hackfleisch, nur mit Salz und grob zerstoßenem rosa Pfeffer gewürzt.

aufgespießt und gegrillt

Doch einfach nur Fleischküchle schien mir dann aber doch zu lapidar, um dem herrlichen Gout des fremden Pfeffers gerecht zu werden. Außerdem ist es zur Zeit warm und man sollte grillen.

Da ich aber Hackfleisch nur ungerne grille, musste die ganze Angelegenheit noch erweitert werden. Also kam ich auf die Idee, die Masse in fein geschnittenen Schweinebauch zu wickeln und anschließend aufzuspießen.

Sofort  ging's zum Metzger, der mir frischen Bauch in 2 mm dicke Scheiben schnitt und schon konnte es los gehen.

Natürlich marinierte ich den Bauch zuvor noch einige Stunden.


Zutaten für 4 Personen

  • 20 dünne Scheiben Schweinebauch
  • 500 g gemischtes Hackfleisch
  • Zwiebeln
  • einen Esslöffel rosa Pfeffer
  • 9 g Salz
  • ein Ei
  • 3 Esslöffel Semmelbrösel
  • 8 Schaschlikspieße

Vorbereitung

Schweinebauch marinieren und danach in der Mitte zerteilen.

Zwiebeln vierteln und Schichten voneinander lösen.

Rosa Pfeffer im Mörser sehr grob zerstoßen.

Hackfleisch mit Salz, Ei, rosa Pfeffer und den Semmelbröseln vermengen.

Eine kleine Zwiebel schälen und ins Hackfleisch reiben.

Alles sehr gut vermischen.

Jeweils einen starken Teelöffel Hackfleisch in eine halbe Scheibe Schweinebauch wickeln und auf einen Spieß stecken. Danach Zwiebel aufspießen und dann wieder ein Hackfleisch/Schweinebauchröllchen. Jeweils 5 Röllchen pro Spieß.

aufgespießt

Zubereitung

Die Spieße vorsichtig und unter häufigem Wenden grillen, bis sie schön braun und knusprig sind.

Fazit

Einfach herrlich. Der knusprige Schweinebauch, gefüllt mit dem erfrischend pfeffrigen Hackfleisch, dazu die gerösteten Zwiebeln - zum Reinlegen.

Freitag, 20. Juli 2012

Das Gewürz macht's: "Raz el Hanout" - peppt Couscous auf

Wie ich nun bereits schon öfter erwähnt habe: Ich esse gerne Couscous.

Jetzt wird mancher sagen, der Sache fehlt es an Geschmack. Auf der einen Seite mag das stimmen, auf der anderen Seite handelt es sich um eine Beilage, die nicht zu viel Eigengeschmack haben sollte. Denn schließlich wäre doch etwas seltsam, stähle die Beilage der Hauptspeise die Show.

Raz el Hanout

Doch selbst in Ländern, in denen Couscous viel gegessen wird, gibt es ganz spezielle Gewürze, um eben dieser Beilage etwas mehr Pepp zu verleihen.

Als ich vor einiger Zeit auf einem französischen Campingplatz einige nette Leute kennen lernte, kam das Gespräch unter anderem auf das Thema Couscous. Die Franzosen dort schwörten auf "Raz el Hanout", eine marokkanisches Gewürzmischung, die sie mit Begeisterung in die gelben Flocken mischen, so ihre Aussage.

Natürlich begab ich mich stehenden Fußes in den nächsten französischen Supermarkt um dieses wundersame Gewürz zu erstehen und so schnell wie möglich auszuprobieren.

Ich kochte also das nächste mal Couscous zusammen mit diesem "Raz el Hanout", probierte einen Bissen und schmiss hernach sowohl das Essen als auch das Gewürz sofort in den Mülleimer. Es schmeckte einfach gräulich und beleidigte meinen Gaumen aufs äußerste.

Die ganze Angelegenheit geriet dann in Vergessenheit, bis mir vor kurzem meine "Blogpartnerin von Rice and Spice" eine Dose ihrer Version der marokkanischen Aromazutat zum Probieren zukommen ließ.

Heute schließlich wagte ich einen zweiten Versuch. Nachdem ich die Verpackung genau unter die Lupe nahm, stand dort geschrieben: "Nordafrikanische Gewürzmischung. Jeder arabische Gewürzhändler hat sein eigenes Spezial-Rezept dafür." Spannend, dachte ich mir und mischte gleich mal zwei kräftig gefüllte Teelöffel  unters mittägliche Mal. Schon der Anblick war stimulierend, verlieh dieses Gewürz der Speise doch gleich eine kräftig ockergelbe Farbe und duftete herrlich apart. Ganz anders als die Gewürzmischung aus dem Supermarkt.

Couscous mit "Raz el Hanout" gewürzt

Und der Geschmack stand dem Aussehen in nichts nach. Verführerisch exotisch ließ dieses "Ras el Hanout" die Speise auf der Zunge anmuten und dazu eine leicht prickende Schärfe, die sich jedoch vornehm zurückhielt, gerade so, dass die Geschmacksknospen erfreulich angeregt wurden.

Was mich besonders freute: Meine Frau und selbst mein kleiner Sohn waren begeistert.

Mittwoch, 27. Juli 2011

Paprikapulver - ein großartiges Gewürz

Paprikapulver ist aus keiner Küche wegzudenken. Ursprünglich kam er in den Urwäldern Süd- und Mittelamerikas vor. Columbus brachte ihn nach Spanien, von wo aus er seinen Siegeszug um die Welt antrat. Allen voran haben die Ungarn ihn zur Nationalspeise erhoben.

Paprikapulver

Paprikapulver ist nichts weiter als getrockneter, gemahlener roter Paprika und in allen Schärfen zu haben. Er gehört in viele Gerichte, verleiht kräftiges Aroma und seidene Farbe.

Achtung
Paprikapulver schwärzt beim Braten. Wer also sein Schnitzel mit Salz, Pfeffer, Paprika würzt und es hernach brät wird erfahren, dass sein Fleisch nicht lecker knusprig bräunt, sondern innerhalb kürzester Zeit bitter schwarz verbrennt. Das liegt am Paprikapulver.

Also merke: Paprika eignet sich nicht zum Anbraten sondern gehört in flüssige und halbflüssige Speisen oder darf nur ganz kurz und vorsichtig in Fett geröstet werden, bevor er mit Fond, Wein oder Wasser abgelöscht wird. So kommt allerdings sein Aroma besonders zur Geltung.

Apotheke
Paprikapulver enthält viel Vitamin C, Capsain, Bioflavone und Carotin.

Das bedeutet: Er regt die Darmtätigkeit an, fördert die Durchblutung von Herz, Magen und Haut, hilft gegen Trombosen, beugt Krebs vor und dämpft Schmerz und Stress.

Paprika ist also ein mehr als zu empfehlendes Gewürz und jeder der ihn mag sollte kräftig zulangen.

Mittwoch, 29. Juni 2011

Knoblauch

Knoblauch polarisiert die Welt. Während der eine ihn liebt und gerne täglich davon naschen würde, ekelt es den anderen förmlich an, das Aroma der herzhaften Knolle auf  der Zunge oder in der Nase zu spüren.

Das alles wäre kein Problem und jeder könnte seiner Lust oder Unlust freien Lauf lassen, wäre da nicht der nächste Tag, der den Knoblauchliebhaber enthüllt. Da hilft weder gründliches Zähneputzen noch kräftiges Duschen, die Duftwolke umgibt den "Bösewicht" und verrät die Untaten des Vorabends.

Knoblauchliebhaber gehen unterschiedlich damit um. Die einen vermeiden den abendlichen Genuss, die anderen haben sich ein dickes Fell zugelegt und begegnen den vorwurfsvollen Blicken überlegen mit freundlichem Lächeln, denn sie wissen um alle positiven Kräfte, welche diese herausragende Zwiebel dem Körper spendet.



Knoblauch enthält nämlich unter anderem Selen, eines der wichtigsten Schutzstoffe vor Krebs und Herzinfarkt. Zusammen mit Vitamin E verhindert Selen die Verklumpung von Blutplättchen und hält somit die Arterien sauber.

In China gibt es Gebiete mit totalem Selenmangel im Boden. Wissenschaftler stellten fest, dass in dieser Region schon 10 jährige Kinder unter Herzkrankheiten leiden und daran auch sterben.

Interessant finde ich in diesem Zusammenhang, dass neben Knoblauch das verpönte Schweinefleisch ein wichtiger Selenspender ist, weil dem Futter der Tiere Selen zugesetzt wird, zum Gesundheitsschutz. Ob das allerdings auch für Biofleisch gilt ist sicherlich eine Frage, der man gesondert nachgehen sollte.

Um der ganzen Angelegenheit noch einen Hut aufzusetzten fanden Forscher heraus, dass Knoblauch nicht nur Selen sondern auch Ajoen enthält, welches anscheinend direkt in die Zellteiung eingreift und die Blutgerinnung verhindert.

Doch die gesundheitlichen Geschenke reichen noch viel weiter: Knoblauch stärkt die Abwehrkräfte, tötet Keime, desinfiziert, löst Krämpfe und verbessert die Durchblutung der Herzkranzgefäße. Er senkt den Cholesterinwert und tötet schlechte Bakterien im Darm.

Rezepte aus Großmutters Arzeneischrank:
Knoblauch hilft gegen Warzen, Hühneraugen und Fußpilz: Aus den Zehen wird einfach ein Brei hergestellt, und auf die erkrankten Stellen aufgetragen.

Knoblauch hilft gegen Brochitis: Ein Esslöffel Honig, ein Esslöffel Zitonensaft und eine gepresste Zehe Knoblauch werden vermischt und der Saft mehrmals am Tag eingenommen.

Knoblauch hilft bei Hexenschuss: Zunächst sollte der Patient viel Knoblauch essen. Aus Olivenöl und Knoblauch wird zusätzlich ein Brei hergestellt, auf die schmerzenden Stellen geschmiert, mit einem Wolluch umwickelt und über Nacht einwirken gelassen.

Und schon im Talmud steht: "Knoblauch macht das Gesicht strahlend!"
(Quelle: Ingeborg Münzing-Ruef, Kursbuch gesunde Ernährung, Zabert Sandmann Verlag, 1. Auflage 1995, Seite 75,110 f.)

Also wir sehen, wer auf Knoblauch verzichtet, aus welchen Gründen auch immer, schadet sich selbst. Und eines noch: Knoblauch wirkt nur wenn er auch stinkt, also Knoblauchkapseln aus der Apotheke können getrost in den Müll geschmissen werden, nur der frische hilft.