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Dienstag, 25. November 2014

Der gesunde Knabberspaß zum Fernsehen - ganz einfach gemacht


gesunde Knabbereien

Viele Studien aus allen möglichen Ländern zeigen: Fernsehen macht dick!

Ein ganz interessanter Artikel dazu, erschien eben auf der Website von "Lernen und Fördern mit Spaß"

Wer kennt das schließlich nicht. Da hat der Mensch einen anstrengenden Tag erlebt und will des Abends nur noch alle Glieder von sich strecken, einen Film anschalten und entspannen. Nichts mehr mit Kinderstress, Berufsstress oder sonstigem Stress. Einfach entspannen. Und dazu gehört natürlich eine klitzekleine Belohnung. Jawohl. Am besten eine Tüte Chips, Flips, Cracker oder was auch immer beim Blick in die Röhre so alles geknabbert werden kann. Schließlich ist erst dann die Entspannung vollkommen.

Und danach? Wenn die Tüte leer ist und der Film vorbei?

Dann kommt das schlechte Gewissen und klagt an. Aus Lust wird Frust und der Mensch verkrümelt sich ins Bett mit dem Gefühl, viel zu viel gegessen zu haben. Vielleicht denkt manch einer noch daran, dass man morgen alles anders machen möchte, aber ob es dann auch wirklich so kommt, sei dahingestellt.

Tatsächlich ist die Lust auf Naschereien vorm Fernseher bei vielen Frauen, Männern und Kindern fast schon zur Sucht geworden. Kein Wunder. Schließlich wird man während der Werbepausen ständig bombardiert mit der klaren Aufforderung zu essen, zu konsumieren und zu genießen. Als sei das der einzige Lebenssinn.

Doch liegt es mir fern zu verteufeln. Schließlich spricht nichts dagegen, vor dem Fernseher die ein oder andere leckere Knabberei zu genießen. Vorausgesetzt natürlich, sie besteht nicht aus Unmengen von Fett, Zucker und Glutamaten. Kalorienfreie Vitamine knabbern, das wär mal was anderes.

"Langweilig. Gemüse als Knabberei - nicht wirklich prickelnd!", mag sich jetzt mancher denken. Aber liebe Freunde, weit gefehlt. Es ist ganz einfach, Gemüse knusprig und würzig zuzubereiten um es anschließend vor der Lieblingssendung ohne schlechtes Gewissen naschen zu können.

Gemüse bereit zum Trocknen

Tomaten, Zucchini, Paprika werden nämlich wunderbar resch und entwickeln sich zu einer delikaten Knabberei, wenn sie zuvor dehydriert werden. Das kann entweder im Ofen geschehen, bei niedrigster Temperatur und leicht geöffneter Klappe, oder in einem Dörrautomaten. Ich hatte kürzlich schon einmal darüber geschrieben, als es um das Thema Jerky ging.


Zutaten

  • Tomaten
  • Zucchini
  • Paprika
Für die Gewürzmischung
  • 1 Teelöffel grobes Meersalz
  • 1 Teelöffel braunen Zucker
  • 1/2 Teelöffel Cayennepfeffer
  • 1/2 Teelöffel Ingwer gemahlen
  • 1/2 Teelöffel Kreuzkümmel gemahlen

Vorbereitung

Tomaten, Zucchini und Paprika waschen.

Von den Tomaten eine dicke Scheibe abtrennen, dort wo sich der Stielansatz befindet.

Von den Paprika das Kerngehäuse und die Kerne entfernen.

Die Gewürze mischen.


Zubereitung


Das Gemüse muss nun in möglichst einheitlich dicke Scheiben von ca. 2 mm geschnitten werden, damit es gleichmäßig trocknet. Mit dem Messer ist das umständlich, einfacher wäre es mit einem Allesschneider. Wer noch keinen hat und vielleicht schon seit längerem mit dem Gedanken spielt, sich einen solchen Küchenhelfer zuzulegen, der findet auf folgender Seite allerlei nützliche Hinweise, die beim Kauf beachtet werden sollten, nebst einigen umfassenden Testberichten: http://www.allesschneider-test.org/


Sind alle Gemüse gleichmäßig zerkleinert, werden sie im Dörrautomaten bzw. auf dem Gitterrost des Ofens verteilt, mit der Gewürzmischung bestreut und getrocknet. Das dauert je nach Luftfeuchte und Gerät 4-6 Stunden.

Wenn alles richtig schön trocken und kross ist in eine Schüssel füllen und schon mal vor dem Fernseher bereit stellen.

Fazit

Es ist unglaublich, wie knusprig das Gemüse wird und durch die Gewürzmischung bekommen die bunten Vitaminspender noch so richtig Wumms. Also: Alles andere als langweilige Knabberei, macht nicht dick und ist gesund.

Ich will euch natürlich nicht vorenthalten, wie kross und knusprig die Gemüsescheibchen werden. Deswegen startet einfach einmal kurz das Video dazu.


Dienstag, 18. November 2014

Kräftige Gemüsebrühe - auf die Abfälle kommt es an


Gemüsebrühe fertig für die Gefriertruhe

Vor einiger Zeit schrieb ich einen Artikel mit dem Titel: "Gemüsebrühe selber machen - auf die Schalen kommt es an". Darin ging es im Wesentlichen darum, dass in Schalen, die normalerweise im Kompost landen, besonders viel Nährwert und Geschmack steckt.

Neuerlich wagte ich ein kleines Experiment mit erstaunlichem Ergebnis.

Ich sammelte ganz einfach über zwei bis drei Wochen alle Gemüseabfälle. Vollkommen egal welcher Art. Einfach alles: Möhrenschalen, Strünke und Blätter von Blumenkohl, Stiele und Kerngehäuse von Paprikaschoten, Petersilienstängel, Zwiebelschalen, dunkelgrüne Teile vom Lauch, Zucchiniabfälle usw. Einzige Ausnahme bildeten Kartoffeln, die passen meines Erachtens in keine Gemüsebrühe wegen des hohen Stärkeanteils.

Vier bis fünf  Ziplock-Plastikbeutel in der Gefriertruhe, in welche ich den ganzen Kladderadatsch immer wieder hineinstopfte, reichten vollkommen aus.

Anschließend schüttete ich alles in einen großen Topf, packte noch ein paar Lorbeerblätter und Wacholderbeeren hinzu und ließ die ganze Angelegenheit bei niedriger Temperatur und geschlossenem Deckel einfach zwei Stunden vor sich hin köcheln.

Nach dem Abkühlen trennte ich Brühe und ausgekochte Küchenabfälle voneinander mittels eines Küchensiebes und war mehr als erstaunt, welch kräftige Brühe dabei herauskam.

Da die Menge natürlich viel zu viel war, um sie in einem Mal zu verzehren, portionierte ich den schmackhaften Sud ebenfalls in Ziplock-Plastikbeuteln und fror sie ein, um nun jederzeit schnell einen leckeren Fond zur Hand zu haben.

Fazit

Ein kleiner Trick, um mit relativ wenig Aufwand und verschiedenen Küchenabfällen einen tollen Fond herzustellen, mittels dem später Suppen, Soßen und Wokgerichte verfeinert werden können, ohne auf Fertigprodukte zugreifen zu müssen.

Montag, 3. November 2014

Das Revival der Pastinake, ein Gastartikel




Eine Wurzel feiert ihr Comeback. Beinahe in Vergessenheit geraten erobert die Pastinake nun wieder deutsche Küchen.
Es gab Zeiten, da gehörten Pastinaken hierzulande beinahe zu jeder Mahlzeit. Sie waren ein wichtiges Grundnahrungsmittel bis Kartoffeln und Möhren ihr den Rang abliefen. Dabei hat das schmackhafte Wurzelgemüse einiges zu bieten. Pastinaken haben einen sehr hohen Nährwert und überzeugen durch ein intensives Aroma.

Die schmackhafte Wurzel und ihre Geschichte
Die Pastinake kann auf eine sehr lange und gleichzeitig aufregende Geschichte zurück blicken. Schon in der Bronzezeit erkannte die Urbevölkerung, wie wertvoll diese Wurzel für die Ernährung ist. Funde belegen dies eindeutig. Damals wurde die Pastinake aber noch nicht kultiviert, sondern in ihrer Wildform gesammelt und verzehrt. Erst die Germanen begannen damit, die Wurzel anzubauen. Während der römischen Germanenkriege unter Kaiser Tiberius gelangte sie sogar in die Hauptstadt des römischen Reiches.
Während der großen Pestepidemien um das 14. Jahrhundert galt ihr Saft als Heilmittel. Bis zum 18. Jahrhundert war das Wurzelgemüse eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel überhaupt.
Nach Einfuhr der damals exotischen Kartoffel sank der Beliebtheitsgrad der Pastinake geradezu in rasantem Tempo. Plötzlich galt das einst beliebte Gemüse nur noch als „Arme-Leute-Essen“. Nach und nach drängten Kartoffel und Möhre die Pastinake vollständig ins Abseits und fast in Vergessenheit.

Herkunft der Wildwurzel
Obwohl es nicht ganz eindeutig ist, gehen Forscher davon aus, dass die Pastinake in ihrer wilden Form vor allem in Mitteleuropa und Nordasien beheimatet ist. Das schmackhafte Wurzelgemüse scheint eine Kreuzung aus Petersilienwurzel und Möhre zu sein, was sowohl optisch als auch geschmacklich am ehesten zutrifft. Die Pastinake ist auch unter den Namen Hammelmöhre, Moorwurzel, Germanenwurzel und Pestnacken bekannt
.
Die Pastinake wiederentdeckt
Lange Jahre sind vergangen, und die Pastinake war fast vollständig aus den deutschen Küchen verschwunden. Dies lag vermutlich daran, dass die Wurzel zu Kriegszeiten fast ausschließlich konsumiert wurde, um in der Not zu überleben. Doch nun erlebt das nahrhafte Wurzelgemüse ein beeindruckendes Revival. Während die Pastinake in vielen Ländern schon lange als echte Delikatesse bewertet wird, kehrt sie erst nach und nach in die deutschen Küchen zurück. In Frankreich, England, der Niederlande, den skandinavischen Staaten und der USA erfreut sich das bekömmliche Gemüse wachsender Beliebtheit. Die Pastinake kann gekocht, püriert oder gebacken werden und ist auch als Rohkost sehr schmackhaft. Sie eignet sich außerdem für die Zubereitung von Baby- und Schonkost.

Unser Rezeptvorschlag: Pastinakenpfanne mit Pilzen und Speck
Ihre Einkaufsliste:
  • 500 g Pastinaken
  • 300 g braune Champignons oder Pfifferlinge
  • 200 g Speckwürfel
  • 1 Zwiebel
  • 2 Eier
  • Himbeeressig
  • Butter
  • Sahne
  • Frischer Schnittlauch
  • Salz, Pfeffer, ggf. etwas Muskat

Im ersten Arbeitsschritt werden die Pastinaken gewaschen und geschält. Anschließend in Finger-dicke Scheiben schneiden oder würfeln. Gleiches mit den Pilzen und diese mit einem EL Himbeeressig mischen. Zwiebeln ebenfalls schälen und klein hacken.
Nun die Speckwürfel in der Pfanne scharf (und trocken) anbraten. Anschließend einen EL Butter zugeben und darin mit dem Speck die Zwiebeln anbraten. Nach ca. zwei Minuten nun die Pastinaken zugeben. Alles gut vermischen und bei mittlerer Hitze etwa fünf Minuten in der Pfanne belassen. Gelegentlich umrühren. Nun die Pilze zugeben und nochmals ca. zwei Minuten scharf anbraten. Die Pastinaken sollten bissfest bleiben.
Im nächsten Schritt Eier und Sahne gut verquirlen. Nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen. Die Pfanne vom Herd nehmen und die Flüssigkeit unterheben. Das Eier-Sahne-Gemisch soll dabei lediglich leicht stocken und nicht völlig fest werden.
Garniert mit etwas Schnittlauch servieren.

Viel Spaß beim Nachkochen und Guten Appetit wünscht Objekt-m, Anbieter für Restaurant- & Gastronomieeinrichtung

Dienstag, 14. Oktober 2014

Babypaprika nach einem alten baskischen Rezept

Babyparika in Salz und Olivenöl geröstet

Gerade kehren wir von einer inspirierenden Reise aus Texas heim. Wir vergnügten uns zwei Wochen auf "North Padre Island", einer kleineren Insel im Golf von Mexico. Dort stolperten wir zufällig über ein "American Cook Off", für mich als food-blogger natürlich ein spannendes Event "par excellence". Doch mehr dazu im nächsten Artikel.

Für heute kündigte ich bereits an, über ein altes Rezept aus dem Baskenland zu schreiben. Es geht um Paprikaschoten, in Salz geröstet und in Zitrone gar gezogen. Himmlisch.

Vorzugsweise bieten sich kleine Babypaprika an, aber auch mit ungarischen roten oder gelben Schoten lässt sich auf diese Weise ein vortrefflicher Schmaus zaubern. Ich probierte es bereits zwei Mal aus, jedes mal mit Gästen - ausnahmslose Begeisterung mein Lohn. Aaaaahhhs und Oooohhhhs wehten nur so über die Tafel wie fröhliche Spätsommerwinde über golden reife Weizenfelder vor einer rot untergehenden Sonne. Jawohl. Solche Töne dürfen mehr in des Koches Ohr klingen. Und das beste daran: Es lässt sich ganz einfach zubereiten.

Zutaten für zwei Personen
  • Paprikaschoten, so klein und bunt wie möglich
  • grobes Meersalz
  • Olivenöl
  • zwei Zitronen

Vorbereitung

Paprika waschen und ganz lassen, sie werden mit Stielansatz und Kernen verarbeitet.

Zitronen auspressen.

Zubereitung

Wichtig ist ein stabiler Topf, der richtig Hitze verträgt. Ich nahm einen gusseisernen.

Den Boden mit einer dünnen Schicht Salz ausstreuen und kräftig hitzebeständiges Olivenöl dazugeben. Es darf gerne 2-3 mm hoch stehen. Anschließend auf den angeschalteten Herd oder über glühende Holzkohle stellen und warten, bis die ganze Angelegenheit richtig heiß ist.

Nun die Paprika darin scharf anbraten, sie dürfen auch gerne schwarz werden. Dabei darauf achten, dass immer nur eine Schicht im Topf liegt und die Schoten nicht übereinander gestapelt werden. Ist die eine Seite fertig mit einer Küchenzange umdrehen und auf der anderen Seite ebenfalls dunkel anbraten. Sind sie von zwei Seiten braun, aus dem Topf nehmen und in einer Schüssel zwischenlagern.

Diese Prozedur so lange wiederholen, bis sämtliche Paprika angebraten sind. Anschließend alle wieder in den heißen Topf schütten, den Zitronensaft dazu geben, kurz durchrühren und mit dem Deckel verschließen. Hitze ausstellen und mit der Restwärme gar ziehen lassen, bis sie weich sind.

In Salz gebratene Paprika, Beilage zu  "5- Stunden Ribs"


Fazit

So einfach dieses Rezept ist, so umwerfend schmeckt's. Der Paprika bekommt durch die Röstaromen richtig Wumms, Salz und Olivenöl geben dem Gemüse Fülle und Kraft und die Konsistenz: geschmeidig!

Wirklich unglaublich gut. Wer's noch nicht kennt muss es unbedingt einmal ausprobieren.

Dienstag, 10. Dezember 2013

Rotkraut mit Gin würzen


Rotkraut, diesmal mit Gin gewürzt

Kürzlich bin ich bei www.kuehne.de auf ein interessantes Rezept gestoßen.

Dort stellt Freddy Gruhn, ein Profikoch mit eigenem Restaurant und Foodstore seine Idee vor, Rotkraut mit Gin zu würzen. Ich fand das jetzt mal eine tolle Idee, denn wie jeder weiß, ist Gin ein Wachholderschnaps. Und die Wachholderbeere im Rotkraut ist nach meinem Dafürhalten so ziemlich das wichtigste Gewürz. Leider geht damit immer diese leidige Beerenklauberei einher, will man nicht ständig darauf beißen; von einem Gewürzsäckchen halte ich nämlich nichts. Meistens wird aber trotz aller Sorgfalt die ein oder andere Beere übersehen. Gelangt sie dann zwischen die Zähne, drängt sich der dominante Geschmack des schwarzen Kügelchens derart vehement in den Vordergrund, dass alle Geschmacksnerven für die nächsten paar Minuten nur noch Wachholder schmecken.

Na ja, ich finde das in jedem Fall unglaublich nervig. Deswegen fand ich den Gedanken, Wachholdergeschmack über Gin ins Rotkraut zu bringen unbedingt einen Versuch wert.

Ich bin also sofort in den Laden, hab einen schönen Kopf Rotkraut nebst einer Flasche Gin erstanden und begab mich umgehend ans Werk:


Zutaten für 2 Personen
  • 1/2 kleinen Rotkohl (ca. 500-600 g)
  • 1 Zwiebel
  • 150 ml Gin
  • 2 El Crema di Balsamico
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz
  • Pfeffer
  • einen Esslöfffel Honig
  • Öl zum anbraten
  • etwas Speisestärke in Wasser gelöst

Vorbereitung

Vom Rotkohl den Strunk herausschneiden und fein hobeln, mit etwas Salz und dem Honig gut durchkneten.

Zwiebel schälen und fein würfeln.


Zubereitung

Die Zwiebeln in einem Topf mit dickem Boden und etwas Öl glasig schwitzen.

Rotkraut dazugeben und unter ständigem Rühren anbraten, bis es zu duften beginnt. Das dauert etwa 3-4 Minuten.

Mit dem Gin ablöschen, Lorbeerblatt und Crema di Balsamico hinzufügen.

Mit Salz und Pfeffer würzen, Deckel auflegen und ein bis eineinhalb Stunden köcheln lassen. Dabei immer wieder umrühren und den Flüssigkeitsstand überwachen, er sollte ca. zwei cm betragen.

Wenn das Kraut die gewünschte Konsistenz hat, die restliche Flüssigkeit mit der Speisestärke Teelöffelweise abbinden, nochmal abschmecken und servieren.

Fazit

Ich fand es sehr lecker. Der Gin hat sein Versprechen gehalten und seine Würze ans Kraut abgegeben. Der Alkohol war weitgehend verkocht, sodass kein "schnapsiger" Geschmack im Kohl zu entdecken war und das Schönste: Keine Beerenklauberei.

Freddy Gruhn hat dazu auch ein Video veröffentlicht, das ich euch natürlich nicht vorenthalten will.


Dienstag, 29. Oktober 2013

Triangoli mit Kürbis-Parmesanfüllung und Rieslingsoße


Pasta gefüllt mit Kürbis und Rieslingsoße


OK, ich gebe zu: Teigarbeiten mag ich nicht.

Zu viel Sauerei, klebrige Finger, staubige Arbeitsflächen einerseits und andererseits finde ich es schrecklich, mit einem Nudelholz den Teig auszurollen.

Aber ich liebe gefüllte Pasta und gerade zur Kürbiszeit müssen Nudeln damit beschickt werden. Vor allem auch deswegen, weil sich aus den gelb-orangefarbigen Gesellen unglaublich leckere Füllungen herstellen lassen und das auch noch ganz einfach.

Deswegen war ich faul und griff auf einen fertigen Nudelteig aus dem Supermarkt zurück. Zwischenzeitlich gibt es da schon ganz leckere Kameraden, die sich auch ganz gut verarbeiten lassen.

Die Kürbisfüllung hab ich mit frisch geriebenen Parmesan gewürzt. Er ist immer ein Joker und bringt richtig "Schmackes" ins Essen. Viel besser als es das ganze Glutamat der Speisealchemisten vermag.


Zutaten für zwei Personen
  • eine Portion fertigen Nudelteig
für die Füllung 
  • ca. 400 g Hokkaido
  • eine Zwiebel
  • Butter
  • etwas Öl
  • 40 g Parmesan
  • Salz
  • Muskat
für die Soße
  • 250 ml Riesling
  • 2 Esslöffel Butter
  • 1 gehäuften Esslöffel Mehl
  • Milch
  • Lorbeer
  • Wachholder
  • Salz
  • Kurkuma (Gelbwurz)

Vorbereitung

1/2 l Milch mit einem Lorbeerblatt und einigen Wacholderbeeren kurz aufkochen lassen und zur Seite stellen.

Hokkaido in grobe Würfel schneiden.

Zwiebel fein würfeln.

Parmesan reiben.

Wein auf 3-4 Esslöffel reduzieren. (Sehr wichtig, damit die Säure verkocht, sonst flockt die Milch später aus.)


Zubereitung

Füllung:
Zwiebelwürfel in etwas Butter und einem Spritzer Öl glasig dünsten.

Kürbiswürfel dazugeben und bei niedriger Temperatur mit geöffnetem Deckel und unter gelegentlichem Rühren weich garen. Dauert ca. 20 Minuten.

Alles durch die Kartoffelpresse drücken, den Parmesan dazugeben und kräftig durchrühren. Mit Salz und Muskat abschmecken.

Den Nudelteig ausbreiten und in Quadrate teilen.

Die Teigquadrate mit Wasser bepinseln, je einen gehäuften Teelöffel in die Mitte platzieren, zu Dreiecken zusammenklappen und die Ränder mit einer Gabel fest andrücken.

Soße
Aus Butter und Mehl eine Mehlschwitze herstellen.

Gewürze aus der Milch entfernen und mit einem Schneebesen schluckweise in die Mehlschwitze rühren, bis die Soße die gewünschte Konsistenz hat.

Nun etwas Kurkuma und den Riesling hinzufügen, mit Salz und Muskat abschmecken.
Wer mag kann noch einen Schuss Sahne dazugeben.

Abgedeckt warm halten.
(Genaueres zum Thema Soßen siehe unter dem Label Soßen in der ganz rechten Spalte: Drauf klicken und runter scrollen bis zu den Posts "raffinierte Soßen teil 1-6")

Triangolis
Die Pasta in siedendem Salzwasser ziehen lassen, bis die Triangolis oben schwimmen.

Zusammen mit der Rieslingsoße anrichten.


Fazit

Ich habe noch eine knusprige Gänsekeule als Beilage serviert. Dass der Teig nicht selbst gemacht war störte überhaupt nicht. Die Füllung schmeckte aromatisch würzig durch die Kombination von Kürbis und Parmesan, wie erwartet. Besonderen Geschmack schenkte die Rieslingsoße, sodass auch meine Frau ganz begeistert war.

Freitag, 21. Juni 2013

Zwiebelpüree auf Auberginen mit einer Scheibe kräftigem Brot


Zwiebelpüree, Aubergine und dunkles Brot


Kürzlich hatte ich eine Aubergine übrig. Violett und glänzend lächelte sie mich jedesmal an, wenn ich den Kühlschrank öffnete und jedesmal fragte ich mich, was wohl nun am besten anzufangen sei, mit der sogenannten Eierfrucht.

Anbraten und in Öl einlegen ist zwar lecker, hatte ich aber schon. Ratatouille wäre eine gute Idee gewesen, allein die Lust darauf wollte sich nicht einstellen. Auf Zwiebel hatte ich Appetit und was Neues wollte ich ausprobieren.

Kürzlich las ich mal einen Artikel über Zwiebelkompott, der mich ziemlich ansprach, aber Zwiebelkompott und Aubergine, das passte meines Erachtens nicht richtig zusammen. Aber vielleicht ein Zwiebelpüree?

Genau! Die Auberginen in Olivenöl angebraten und mit herzhaftem Zwiebelpüree belegt, dazu eine kräftige Scheibe Brot, danach stand mir der Sinn.

Zutaten für zwei Personen

  • zwei Scheiben dunkles Brot 
  • eine Aubergine
  • 4 mittelgroße Zwiebeln
  • Honig
  • Salz
  • Chili
  • Pfeffer
  • ein Lorbeerblatt
  • Olivenöl
  • Butter
  • 1/4 Liter Weißwein
  • 1/4 Liter Gemüsebouillon

Vorbereitung

Aubergine in Scheiben schneiden und mit Olivenöl bepinseln, salzen.

Zwiebeln grob würfeln.


Zubereitung

Auberginen von beiden Seiten goldbraun anbraten und auf einem Küchenkrepp ablegen.

Zwiebeln in einem Topf mit dickem Boden in etwas Butter goldbraun rösten.

Einen Teelöffel Honig dazugeben und kurz karamellisieren lassen.

Mit Weißwein ablöschen und die Flüssigkeit fast verkochen lassen.

Mit dem Bouillon ablöschen, das Lorbeerblatt dazugeben und ca. 15 Minuten weiterköcheln lassen, bei geöffnetem Deckel.

Mit den Gewürzen abschmecken, Lorbeerblatt entnehmen und die Zwiebeln mit dem Zauberstab fein pürieren.

Zusammen mit dem Brot und den Auberginen anrichten und mit etwas Grünem dekorieren, falls zur Hand.


Fazit

Diesmal hat es meiner Frau besser geschmeckt als mir, sie war ganz begeistert von dem Zwiebelpüree, mir fehlten ein paar knusprig gebratene Lammkoteletts dazu.  

Montag, 10. Juni 2013

warmes Paprika-Sellerie Gemüse mit angeschmolzenem Parmesan und geröstetem Sesam


Was ist es nun: Gemüse oder Salat?


Soll man es nun als Gemüse oder als Salat bezeichnen?

Wahrscheinlich eher als Gemüse?

Eigentlich hatte ich gar nicht vor, einen Artikel über dieses Rezept zu veröffentlichen. Es lümmelten einfach jede Menge Reste in allen Ecken und Winkeln der Küche herum und heute Abend trieb es mich entschieden dazu, alle diese fleischlosen Reliquien zu verarbeiten. Im Allgemeinen kommt bei solchen Anlässen zwar meist ein recht annehmbares Abendessen heraus, keinesfalls aber ein Gericht, das einen Artikel im Blog lohnte.

Da warteten noch Staudensellerie, und jede Menge roter Spitzpaprika ungeduldig im Gemüsefach darauf, endlich aufgegessen zu werden. Knoblauch musste weg, ein halbes Schälchen gerösteter Sesam stand gelangweilt in der Fensterbank, und der Parmesan hält zwar ewig, aber so langsam wollte ich ihn aus dem Kühlschrank haben. Die grünen Peperoni wurden nicht besser und die Petersilie ließ so langsam die Köpfe hängen.

"Also! Ärmel hochgekrempelt und frisch ans Werk!", so mein Motto des Abends.
"In 15 Minuten bin ich fertig.", sprach ich zu mir selbst und legte los.


Zutaten für zwei Personen

  • 6 Schoten roter Spitzparika
  • einige Stengel Staudensellerie
  • 4-5 große Zehen Knoblauch
  • 1-2 Schoten grüne Peperoni
  • einen Esslöffel gerösteten Sesam
  • 2 Esslöffel gehackte Petersilie
  • Parmesan
  • Olivenöl
  • Rapsöl
  • frisch gemahlenen Pfeffer
  • Salz
  • frischer Pfeffer
  • Crema di Balsamico

Vorbereitung

Spitzpaprika waschen, Kerngehäuse entfernen und nach persönlichem Gutdünken klein schneiden.

Vom Staudensellerie die Fäden ziehen, waschen und schräg in Scheiben schneiden.

Knoblauch schälen und ebenfalls in feine Scheiben schneiden bzw. hobeln.
Peperoni waschen, Kerngehäuse entfernen und in Streifen schneiden.


Zubereitung

Paprika und Peperoni mit etwas Rapsöl 4-5 Minuten in einer heißen Pfanne schwenken.

Staudensellerie und Knoblauch dazugeben, mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken, Petersilie dazu und nochmal gut durchschwenken, bis alle Zutaten heiß sind.

Pfanne vom Herd ziehen und zwei Esslöffeln gutes Olivenöl unterheben.

Parmesanspäne nach Gusto mit einem Sparschäler abhobeln und im Gemüse verteilen.

Alles nochmal kurz durchmischen, auf zwei Tellern anrichten.

Sesam darüberstreuen und mit Crema di Balsamico dekorieren.

Sofort essen, solange es noch warm ist.


Fazit   

Mir schmeckte es so lecker, dass ich entschied, kurz darüber zu schreiben. Besonders verführerisch empfand ich den angeschmolzenen Parmesan.
Meine Frau allerdings konnte meine Begeisterung nicht teilen, doch wie sagt man so schön? Geschmäcker sind ...

Mittwoch, 17. April 2013

Grüner Spargel gegrillt, mit einer Parmesan-Vinaigrette


gegrillter Spargel mit Parmesan


Grüner Spargel weist wesentlich weniger Aroma auf, als sein weißer Kollege.

Deswegen wird er auch meist gemischt serviert oder an herzhaften Soßen und würzigen Dips angeboten. Von daher haben wir uns meist schon an einige sonderbare Zutaten gewöhnt, mit denen die grünen Stängelchen so alles aufgetischt werden.

Trotzdem finden immer wieder neue Kreationen den Weg in unsere Küchen und auf deutsche Tische. Besonders abenteuerlich fand ich eine Idee, über die kürzlich stolperte, nämlich den Spargel zu grillen und mit einer Vinaigrette aus Parmesan zu kombinieren.

Das war doch mal einen Versuch wert.


Zutaten für zwei Personen

  • 1 kg grünen Spargel
  • ca. 30 g geriebenen Parmesan
  • 2 Esslöffel Zitronensaft
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker
  • 5 Esslöffel Olivenöl


Vorbereitung

Spargel im unteren Drittel schälen und die Enden abschneiden.


Zubereitung

Parmesan mit Zitronensaft, Zucker, Salz und Pfeffer gut vermischen.

Olivenöl dazugeben und alles zu einer Vinaigrette verrühren.

Spargel in einer leicht eingeölten Grillpfanne ca. 10 bis 15 Minuten grillen und noch heiß auf einer vorgewärmten Platte anrichten.

Die Parmesanvinaigrette darauf verteilen und sofort servieren.

Dazu passt prima knuspriges Baguette.


Fazit

Die Vinaigrette brachte so richtig Kraft ans Gemüse, das schmeckte einfach herrlich und die Kombination zwischen grünem Spargel und Parmesan passt einfach, zumindest nach unserem Dafürhalten. Auch das Aroma vom gegrillten Gemüse passte sich prima ins Geschehen ein.

Allerdings werde ich beim nächsten Mal den Spargel 4-5 Minuten vorgaren, denn er war mir doch noch eine Spur zu bissfest.


Inspiriert aus


Greenbox von Tim Mälzer.

Sonntag, 31. März 2013

Peperone con aglio, parmigiano e olio d'oliva - eine magisch italienische Vorspeise


Antipasti mit Paprika, Knoblauch, Parmesan und Olivenöl


Ich finde sie einfach göttlich, die italienischen Vorspeisen.

Auberginen, Zucchini, Tomaten, Oliven, Peperocini, etc., ganz zu schweigen von den Kollegen Parma und Salami.

Meist mit bestem Olivenöl angemacht und frischen Kräutern verfeinert, verführen sie mich regelmäßig mit dreister Vehemenz dazu, viel zu viel zu essen. "Es schmeckt halt so gut!", denke ich mir jedes vermaledeite Mal und greife nochmal zu und nochmal und nochmal....

Genauso ging es mir bei einer Veranstaltung im Fußballverein meines Sohnes, als wir alle beieinander saßen, Würstchen grillten und jeder einen Salat mitbrachte. Eine jener Leckereien war solch bezaubernde italienische Antipasti. Ehrlich und ohne viel Heckmeck kam das Appetithäppchen daher und nötigte mich wiederum aufs verderblichste, zu essen. Einfach nur ein paar Paprikaschoten, die Haut abgezogen, mit Olivenöl beträufelt, frischem Pfeffer darüber gemahlen und Kräutern bestreut. Noch ein paar Schnitze Parmesan und Knoblauch drüber und das war's auch schon. Trotzdem bleibe ich dabei - einfach unwiderstehlich.

Ich nahm mir damals vor, es auch bald auf unseren Tisch zu bringen. 3 Jahre vergingen seither. Vor ein paar Tagen jedoch begegnete mir dieses Rezept in ähnlicher Form wieder, beim Blättern in einem Kochbuch und ich beschloss:

"Diesmal wird es keine drei Jahre dauern, bis dieser romanische Happen unseren Tisch ziert!"

"Ed ecco", heute endlich war es soweit.

Zutaten für zwei bis drei Personen

  • 2 grüne Paprikaschoten, mittelgroß
  • 2 rote Paprikaschoten, mittelgroß
  • 2 gelbe Paprikaschoten, mittelgroß
  • Parmesan am Stück
  • eine große Knoblauchzehe
  • Olivenöl
  • Salz
  • frischer Pfeffer

Vorbereitung

Paprikaschoten häuten.

Knoblauch schälen

Zubereitung

Die gehäuteten Paprikaschoten auf einer Platte anrichten und salzen.

Einige Esslöffel Olivenöl (nach Gusto) darüber verteilen.

Knoblauch in feine Scheiben über die Antipasti hobeln.

Einige Späne Parmesan mit einem Sparschäler abheben und ebenfalls auf der Antipasti verteilen.

Bunten Pfeffer aus der Mühle aufwürzen.

Wenn zur Hand noch etwas Grün zur Deko anbringen.


Fazit

Es schmeckte genau so, wie ich es in Erinnerung hatte. Der durch's Häuten vorgegarte Paprika, noch leicht bissfest bringt volles "mouthfeeling". Knoblauch und Olivenöl bilden immer ein gutes Paar, vorausgesetzt das Olivenöl ist erste Qualität. Parmesan macht die ganze Sache herzhaft, der frische Pfeffer verleiht dem Gericht den nötigen Pfiff.

Und natürlich kann diese Antipasti auch bestens vorbereitet werden. 


Merke für's nächste Mal

Leider hatte ich die Schoten nicht lange genug im Ofen, sodass das Häuten mit allerlei Gefummele verbunden war. In Zukunft muss ich mich in Geduld fassen und warten, biss die Blasen beginnen schwarz zu werden.

Mittwoch, 20. März 2013

Aubergine, herzhaft gefüllt und goldbraun gebacken - ein erstklassiges Schlemmervergnügen


Aubergine vegan gefüllt und goldbraun gebacken


Dieses Gericht ist so lecker, da haut's sogar den Imam um.

Ich entdeckte es kürzlich im Kanal von "Koch dich türkisch".

Da ich ein ausgesprochener Fan der türkischen Küche bin, freute ich mich natürlich mächtig, als ich diesen Kanal auf Youtube entdeckte. Zwar ist der letzte Video schon fast ein ganzes Jahr alt, trotzdem lohnt es sich, darin herumzustöbern. Zumindest für alle Menschen, die die Vorzüge der türkischen Küche zu schätzen wissen.

Die Frage allerdings ist: "Warum fiel der Imam in Ohnmacht, als er das Gericht verspeiste?"

Dazu gibt es laut "koch dich türkisch" zwei Erklärungen:

Erklärung1: Der Imam kehrte nach einem anstrengenden Tag heim und bekam von seiner Frau dieses Gericht vorgesetzt. Er aß und genoss die herrliche Speise von Herzen. Also erkundigte er sich nach der Zubereitung und bekräftigte seine Frage mit der Bemerkung, es schmecke ihm so lecker. Die Frau, voll der Freude ob des herzlichen Lobes, gab natürlich bereitwillig Auskunft. Unter anderem erzählte sie von der erheblichen Menge an Olivenöl, das sie im Rezept verarbeitete. Da Olivenöl auch damals schon sehr teuer war, bekam der Imam einen fürchterlichen Schrecken, sodass er gleich in Ohnmacht fiel.

Erklärung 2: Dem Imam schmeckte es mehr als vorzüglich. Folglich verlor er die Beherrschung und stopfte sich dermaßen voll, dass er in Ohnmacht fiel.

Ich persönlich hab mehr Spaß an der zweiten Version, wie ihr euch sicher denken könnt.

Im Originalrezept wird in der Tat sehr sehr viel Olivenöl verwendet, was ich stark reduzierte. Nicht um zu sparen sondern der Kalorien wegen.


Zutaten für zwei Personen

  • eine Aubergine
  • zwei große Zwiebeln
  • 4-5 Zehen Knoblauch
  • zwei mittelgroße Tomaten
  • ein Bund Blattpetersilie
  • zwei Esslöffel Pinienkerne
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker
  • Olivenöl

Vorbereitung

Ofen auf 200 °C Ober / Unterhitze vorheizen.

Aubergine waschen, in zwei Hälften zerteilen und jede Hälfte etwas aushöhlen.

Zwiebeln schälen und grob zerkleinern.

Knoblauch schälen, salzen und würfeln.

Tomaten waschen und in Würfel schneiden.

Petersilie waschen und grob hacken.

Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl rösten, bis sie Farbe genommen haben, zur Seite stellen.


gefüllte Auberginen - so lecker, da haut's sogar den Imam um

Zubereitung

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen.

Auberginen auf der Schnittfläche darin goldbraun anbraten, herausnehmen und zur Seite stellen.

Im selben Öl die Zwiebeln anbraten, bis sie Farbe genommen haben.

Einen Teelöffel Zucker dazugeben und leicht karamellisieren lassen, Pfanne vom Herd ziehen.

Knoblauch, Tomaten und Petersilie zu den Zwiebeln geben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und in der Resthitze erwärmen.

Die Auberginen mit der Masse befüllen.

In den Rest der Füllung die Pinienkerne untermischen und in einer Auflaufform verteilen.

Auberginen daraufsetzen, mit Olivenöl beträufeln und im Ofen ca. 30 Minuten backen.

Servieren, entweder mit Brot, Reis oder Couscous.


Fazit

Ich habe für den Imam aus der zweiten Version der Geschichte vollstes Verständnis und mir wäre es genauso ergangen, hätte ich mehr gekocht.

Dienstag, 12. März 2013

Scharfer Spargel mit Parmesan, Basilikum und buntem Pfeffer


Spargel, Chili, Basilikum und Pfeffer - eine feine Komposition

Manchmal bin ich ungeduldig.
Sehr ungeduldig sogar.
Und am ungeduldigsten bin ich, wenn frischer Spargel lockt.

Leider geht es mir nicht, wie Sabine von "Ti Saluto Ticino", die mal eben ins warme Tessin reist um sich den ersten frischen Spargel zu holen.

Nein!

Ich muss noch warten. Was für ein Ärger und das, obwohl ich in einer Gegend Deutschlands wohne, wo Spargel bald in Hülle und Fülle rechts und links der Straßen gedeiht, sprießt und wächst.

Aber eben nur bald! Nicht heute!

Also vergriff ich mich am Spargel aus Peru, davon lagen nämlich noch zwei Packen im Regal unseres kleinen EDEKA-Marktes und sie sahen sogar recht frisch aus.

Was die Zubereitung angeht, ließ ich mich einerseits inspirieren von Tim Mälzer, andererseits von Sabine in Ihrem Artikel "Er ist da" (der erste frische Spargel). Dort krönen nämlich sehr fein gehobelte Parmesanspäne das königliche Mahl und lassen dem Betrachter das Wasser im Munde zusammenlaufen.


Zutaten für eine Person

  • 500 g frischen Spargel
  • eine Schote frischen roten Chili
  • Parmesan am Stück
  • Olivenöl
  • Butter
  • Zucker
  • Salz
  • Basilikum
  • bunter Pfeffer

Vorbereitung

Spargel waschen, schälen und schräg in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden.

Chili ebenfalls waschen und in kleine Röllchen schneiden.

Basilikum von den Stängeln zupfen.


Zubereitung

Spargel in etwas Olivenöl bei starker Hitze 3-4 Minuten braten, bis er Farbe genommen hat und bissfest ist. 

Salz, Chili, Zucker, etwas Basilikum  und einige Butterflocken dazugeben und gut durchschwenken.

Pfanne vom Herd nehmen.

Einige Späne Parmesan mit einem Sparschäler abhobeln und über dem Spargel verteilen.

Mit buntem Pfeffer frisch aus der Mühle und einigen Blättchen Basilikum bestreuen.

Fazit

Uns hat dieses Rezept begeistert. Der typische Spargelgeschmack blieb wider erwarten erhalten, Chili verlieh dem Mahl Charakter, Basilikum Frische, Parmesan Würze und Aroma.
Das wird ganz sicher wieder auf unseren Tisch kommen. Zum Beispiel als "amuse gueule", wenn Gäste geladen sind.

Inspiriert von

Tim Mälzer: "Greenbox "
Ti Saluto Ticino: "Er ist da!"

Sonntag, 10. März 2013

Orangen Ingwer Hähnchen, mit geröstetem Sesam und geschmortem Spitzkohl


der fein gehobelte Knoblauch hat es in sich


Gesundheit fängt in der Küche an.

Man merkt das im Allgemeinen nach dem Essen, nämlich am "Schnapsindikator".

Zum Beispiel so ein schöner fettig glänzender Schweinsbraten, gekrönt von knuspriger Schwarte, dazu goldgelbe Spätzle, mit jeder Menge Eier im Teig, das ist lecker. Natürlich müssen die Spatzen auch gut rutschen, deswegen gibt's noch eine ergötzliche Rahmsoße, die am besten kurz vor dem Servieren nochmal mit einem ordentlichen Stück kalter Butter gebunden wurde. Ja, da läuft einem das Wasser im Munde förmlich zusammen. So richtig reinhauen möchte man da am Liebsten.

Als Beilage gibt's dann halt auch noch nen Salat, "...net unbedingt weil's so lecker isch, au net zu groß sod er sein, es isch ja bloß wege der Vitamine, ums Gwisse zu beruhige".

Nach vollendetem Genusse jedoch fängt's an, das Zwicken und Zwacken im "Ranzen". Doch kein Problem, ein kräftiger Schluck Schnaps schafft Expressabhilfe.

Der "Schnapsindikator" eben, an ihm erkennt man ohne viel Federlesen und Studieren, wie gesund eine Speise war ;-).

"Das ist ja alles ganz schön und gut", mag sich jetzt manch einer denken "aber Gemüse schmeckt halt nicht so richtig."

"Stimmt!", wenn es nämlich stundenlang gekocht wird, bis aller Biss und auch das letzte Quäntchen Geschmack herausgekocht und mit dem Garwasser abgeschüttet wurde, dann schon.

Dabei ist es ganz einfach, gesund und lecker zu kochen. Die Asiaten machen es uns vor. Gemüse und Fleisch wird frisch zubereitet und ganz fein geschnitten, dann im WOK nur kurz erhitzt, mit leckeren Kräutern und Gewürzen versehen und schon steht es auf dem Tisch. Mineralien und Vitamine haben gar keine Zeit, sich zu "verdünnisieren". Sie bleiben ganz einfach in den Speisen und warten darauf, vom Genießer mit Freude verzehrt zu werden, um hernach ihre reinigende, stärkende und gesundheitsfördernde Kraft im Körper gänzlich entfalten zu können.

Als Beilage etwas gedämpften Reis, da kommt Freude auf, beim Essen und hernach strotzt der Mensch förmlich vor Tatendrang und Wohlgefühl.

Und der Schnapsindikator? Null steht auf seiner Anzeige. Großartig! So soll's sein.

Interessant in diesem Zusammenhang finde ich auch, dass die Technik des "Dämpfens" in den Küchen Asiens einen wesentlich höheren Stellenwert hat, als hierzulande. Während wir Deutschen noch denken, Gedämpftes sei lasch und geschmacklos, habe Asiaten schon längstes erkannt, dass gedämpfte Speisen ihre Inhaltsstoffe größtenteils behalten und somit auch ihren Geschmack. Das geht hin, bis zu ganzen Fischen, die gedämpft ihren gesamten Reichtum an Protein zur Verfügung stellen und so viel zur Gesundheit des Menschen beitragen.

Im Vitamine Ratgeber oder bei aminosäure.org kann über gesundes Essen noch allerlei Interessantes nachgelesen werden, schaut einfach mal vorbei.

Ich persönlich mache mich jetzt an mein Orangen-Ingwer Hähnchen, mit geröstetem Sesam und geschmortem Spitzkohl.

Zutaten für 2 hungrige Personen

  • 500 g Hühnerbrust
  • 1/2 kleineren Spitzkohl
  • eine rote frische Chili
  • eine Orange
  • daumengroßes Stück frischen Ingwer
  • 5-6 Knoblauchzehen
  • einen Esslöffel Honig
  • Salz
  • 200 ml Geflügelfond
  • ca. einen Teelöffel Speisestärke in kaltem Wasser gelöst
  • einen Esslöffel Sesam
  • Sojasauce
  • hitzebeständiges Öl zum Anbraten

Vorbereitung

Hühnerbrust waschen, trocken tupfen und in feine Scheiben schneiden.

Vom Spitzkohl den Strunk herausschneiden und in ca. 2 cm dicke Streifen schneiden.

Chili waschen und schräg in kleine Ringe schneiden.

Knoblauch salzen und grob hacken, eine Zehe vorher zur Seite legen.

Mit einem Sparschäler die Hälfte der Orange schälen, die Schalen in sehr feine Streifen schneiden.

Sesam ohne Öl rösten, bis er duftet.

Ingwer fein reiben.

Orange erst mit dem Sparschäler geschält...          dann  mit dem Messer in Streifen geschnitten



Zubereitung

Fleisch in 2-3 Portionen im heißen Wok mit einem Teelöffel Öl anbraten, bis es etwas Farbe genommen hat, aus dem Wok nehmen und beiseite stellen.

Kohl ebenfalls in einem Schuss Öl anbraten, bis er Farbe genommen hat und schön zu duften beginnt. 

Nun Chili, Orangenschale, und Knoblauch dazugeben und unter ständigem Wenden ca. 1 Minute erhitzen.

Mit einigen Spritzern Sojasoße und dem Honig abschmecken. 

Fleisch wieder dazufüllen und mit dem Fond ablöschen, kurz aufwallen lassen und nochmal ca. 1-2 Minuten köcheln lassen.

Nun den Ingwer unterheben, mit etwas Speisestärke binden und nach Gusto salzen.

Auf einer vorgewärmten Platte anrichten, mit dem gerösteten Sesam bestreuen und die letzte Knoblauchzehe ganz fein darüberhobeln.


Fazit

Ich fand es sehr gelungen. Orange, Hühnchen und Ingwer gibt sowieso immer einen geschmacklichen Sechser. Der geschmorte Kohl spendete im Hintergrund einen Hauch seines typisch rauchigen Aromas, während die Chiliröllchen mit ihrer pikanten Schärfe dem ganzen Gericht den nötigen Pep mit auf den Weg gaben. Die Krönung aber war der geröstete Sesam, nicht dominant aber doch immer wieder mal zu schmecken. Nur ein bisschen eben, gerade so, dass man ab und wann geschmacklich aufmerkte und kurz dachte: "Aaaah lecker, Sesam!"

Meine liebe Gattin fand es ebenfalls sehr schmackhaft, jedoch wünschte sie sich noch mehr vom Orangenaroma. 

Samstag, 26. Januar 2013

Grünkohl mit Geräuchertem - deftig würzige Hausmannskost


Grünkohl, Kassler, Mettwurst, Speck und ein Kartöffelchen


Norden - Süden
Meer - Berge
Regen - Sonne
Grünkohl - Spätzle

So oder ähnlich könnte der Unterschied zwischen Norddeutschland und Süddeutschland kurz und knapp umrissen werden. Besonders interessant finde ich natürlich den letzten Punkt, nämlich: Grünkohl!

Bei uns im Süden eher selten auf den Speisekarten vertreten, gehört er im Norden wohl zu einem jener klassischen Rezepte, die jede Hausfrau schon als Kind zuzubereiten lernt. Quasi die Kochlektion, welche von der Mutter direkt im Anschluss nach der Einheit "Spiegelei braten" unterrichtet wird.

Und obwohl ich ganz aus dem Süden komme, dort geboren und aufgewachsen bin, ist mir der grüne Kohl kein Unbekannter und ich liebe ihn. Er gehört zu den klassischen Winterspeisen, denn bevor er schmeckt, muss klirrender Frost mit eisigen Fingern nach ihm gegriffen haben. Dann, zusammen mit Kassler, Speck und geräucherten Mettwürsten gekocht, kann man daraus ein deftiges Essen zubereiten, das nicht nur satt macht und gut schmeckt, sondern auch noch die Seele wärmt.

Zutaten für zwei Personen

  • 800 g Grünkohl, Tiefkühlware ist vollkommen OK
  • zwei Zwiebeln
  • Öl, besser Gänseschmalz
  • etwa 1/2 Liter Bouillon
  • Kartoffelmehl (Maizena), in etwas kaltem Wasser gelöst
  • zwei Scheiben Kassler Hals
  • zwei dicke Scheiben durchwachsenen geräucherten Speck
  • zwei geräucherte Mettwürste
  • Salz
  • Pfeffer

Vorbereitung

Zwiebeln würfeln.

Zubereitung

Die Speckscheiben in einem Topf mit etwas Öl anbraten.

Zwiebeln im selben Topf glasig dünsten, eventuell zusammen mit einen Teelöffel Gänseschmalz.

Grünkohl dazugeben und mit etwas Bouillon bis etwa einen Fingerbreit unter die Oberfläche des Kohls auffüllen.

Mettwürste dazulegen und den Deckel schließen.

Bei geringer Hitze ca. eine Stunde kochen.

Jetzt am besten den Ofen ausstellen. Das Gericht sollte über Nacht ziehen, damit der Speck und die Mettwürste das Raucharoma ganz in Ruhe an den Kohl abgeben können.

Am nächsten Tag, ca. 30 Minuten vor dem Servieren das Kassler auf den Kohl legen und nochmal eine halbe Stunde köcheln lassen.

Während des gesamten Kochvorganges immer überprüfen, ob die Flüssigkeit nicht verdampft ist. Falls doch, einfach wieder mit Bouillon ergänzen.

Danach Würste, Speck und Fleisch aus dem Grünkohl fischen und auf zwei Tellern drapieren. Kohl mit dem Kartoffelmehl andicken, salzen und pfeffern.

Zusammen mit Salzkartoffeln servieren.

Fazit

In der Flüssigkeit steckt ungeheuer viel Geschmack, sowohl vom Kohl, als auch von der Räucherware. Wenn der Sud durch das Kartoffelmehl an den Kohl gebunden wird, bekommt er eine wunderbar sämige Konsistenz und der ganze würzige Geschmack vermengt sich aufs wunderbarste mit der grünen Masse.

Einfach ein herrliches Wintergericht!

Dienstag, 4. Dezember 2012

Blumenkohl in Tomatensoße, frei interpretiert nach einem Rezept von Jamie Oliver

Blumenkohl, Tomatensoße und Geflügel

Ich schrieb bereits im letzten Post davon: Momentan befindet sich ein Kochbuch von "Jamie Oliver" in meinem Besitz, geliehen aus der örtlichen Bücherei.

Neben dem Rezept für Tomatensalat stehen noch drei oder vier weitere Kochanleitungen in dem Buch, die ich unbedingt ausprobieren möchte. Ich denke da an eine kleine Serie mit verschiedenen Gerichten aus der Feder des kulinarischen "Helden".

Unter Anderem auch dieses eher ungewöhnliche Verfahren, um Blumenkohl zuzubereiten. Besonders schön daran ist der kleine Exkurs ins Mediterrane sowie das interessante Farbenspiel.

Jamie kocht es mit Sardellen und schwarzen Oliven, ich habe sie durch kurz gebratene Medaillons aus der Hühnerbrust ersetzt und einzelne Kleinigkeiten meinem Geschmack angepasst.


Zutaten für zwei Personen

  • einen kleinen Kopf Blumenkohl
  • 1 Zwiebel
  • 4-5 Zehen Knoblauch
  • Olivenöl
  • Senf
  • Tomatenmark
  • Rotwein
  • Rotweinessig
  • Rosmarin
  • Oregano
  • Petersilie
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker
  • eine Dose Tomaten
  • 400 g Hühnerbrust

Vorbereitung

Blumenkohl waschen, Blätter entfernen, Strunk herausschneiden und klein hacken.

Zwiebel schälen und in Spalten schneiden.

Knoblauch andrücken, schälen und hacken.

Rosmarin- und Oreganoblättchen von den Stängeln zupfen.

Petersilie waschen und hacken.

Hühnerbrust trocknen und in Streifen oder Medaillons schneiden.


Zubereitung

Zwiebeln, Knoblauch und das Hack vom Blumenkohlstrunk in Olivenöl angehen lassen.

Etwas Tomatenmark und Senf einrühren und ein bis zwei Minuten mitbraten.

Mit einem kräftigen Schluck Rotwein ablöschen und reduzieren, bis eine Glace entstanden ist.

Tomatendose dazufüllen, Früchte grob zerdrücken und einen Schluck Wasser angießen.

Mit Salz, Pfeffer, Zucker, den Kräutern abschmecken und bei geschlossenem Deckel ca. 1/2 Stunde köcheln lassen.

Blumenkohl dazugeben, falls nötig noch etwas Flüssigkeit ergänzen und wieder mit geschlossenem Deckel simmern lassen, bis der Kohl weich ist. Das dauert je nach Gusto 30 bis 40 Minuten.

Kurz bevor der Kohl gar ist, die Hühnerbrust in einer Pfanne braten und warm stellen.

In derselben Pfanne einen Teelöffel Tomatenmark anrösten und mit einem Schuss Rotwein ablöschen, einkochen lassen.

Den Blumenkohl aus dem Topf nehmen und auf einem Teller anrichten. Die Tomatensoße darum verteilen.

Fleischstückchen auf der Soße drapieren und mit einigen Löffeln Glace aus der Pfanne überziehen.

Mit Petersilie dekorieren.


Fazit

Ein herrliches Gericht mit frohem Farbenspiel. Kräuter Tomaten und Fleisch ergänzen sich hervorragend und verleihen dem Blumenkohl mal einen rasanten Pfiff.

Idee aus: "Besser Kochen mit Jamie, Dorling Kindersley Verlag, ISBN 978-3-8310-1031-8"

Mittwoch, 21. November 2012

Rotkohl frisch zubereiten - bissfest, kräftig im Geschmack und seidig glänzend

Rotkohl 

Jeder weiß es: Frisch schmeckt's besser als eingemacht. Das gilt für die meisten Lebensmittel. Besonders bemerkbar macht sich das Ganze allerdings beim Rotkraut, finde ich zumindest. Das nämlich mundet frisch zubereitet wirklich ganz anders, als Produkte aus Gläsern, Dosen und Tetrapaks.

Klassisch gekocht wird Blaukraut normalerweise mit Apfelstückchen und Apfelsaft.

Kürzlich allerdings fand ich ein etwas anderes Rezept,  Rotkohl auf den Tisch zu bringen: mit Honig, Rotwein, Preiselbeeren und fruchtigem Essig mariniert. "Einen Versuch ist es wert!", dachte ich mir und los ging's, nur in Kleinigkeiten abgewandelt.

Zutaten für zwei Personen

  • 1/2 kleineren Kopf Rotkohl, ca. 500g
  • 2 Teelöffel Honig
  • 1-2 Esslöffel fruchtigen Essig: Rotwein, Himbeere oder Johannisbeere
  • 100 ml Rotwein
  • 1 Esslöffel Preiselbeeren
  • 1 kleine Zwiebel
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zimt
  • Stärkemehl (Maizena)
  • etwas Butter
  • Öl

Vorbereitung

Vom Rotkohl den Strunk entfernen und in feine Streifen schneiden oder fein hobeln.

Honig, Essig, Rotwein und Preiselbeeren dazugeben, mit Salz abschmecken und gut durchkneten.

Abgedeckt mindestens eine Stunde, besser über Nacht marinieren.

Zwiebel würfeln.


Zubereitung

Einen ausreichend großen Topf mit einem Schuss Öl erhitzen und die Zwiebeln andünsten, bis sie glasig sind. Achtung, sie dürfen nicht bräunen.

Mariniertes Rotkraut dazugeben und gut durchmischen. 

Prüfen, ob genügend Flüssigkeit im Topf ist. Dazu das Kraut etwas zur Seite schieben, sodass der Topfboden sichtbar ist. es sollte ungefähr 1-2 cm Flüssigkeit anstehen.

Deckel auflegen und je nach Geschmack 1 1/2 bis 2 Stunden bei niedriger Hitze leicht köcheln lassen. Von Zeit zu Zeit umrühren und den Flüssigkeitsstand über dem Topfboden kontrollieren. Sollte zu wenig Saft im Topf sein, etwas Rotwein oder Wasser nachgießen.

Hat der Kohl den gewünschten Gargrad erreicht, schmeckt er zwar schon ganz gut, der letzte Pfiff allerdings fehlt noch. Außerdem sieht er recht matt aus, der seidige Glanz geht noch ab, doch dem ist leicht beizukommen. 

Trick

Der richtig gute Geschmack hat sich in der Flüssigkeit gesammelt. Um Pfiff ins Gericht zu bekommen, muss der Sud an das Kraut gebunden werden. Dazu wird ein starker Teelöffel Stärkemehl in etwas kaltem Wasser gelöst und Esslöffelweise beigegeben. Danach umrühren und kurz aufköcheln lassen. Diesen Vorgang so oft wiederholen, bis alle Flüssigkeit in den Kohl gewandert ist.

Noch ein Trick

Nun zum Glanz. Etwas besser sieht der Kohl durch das abbinden mit der Stärke schon aus. Um ihn allerdings richtig schön glänzen zu lassen, wird einfach noch ein kleines Stückchen Butter beigegeben und gut verrührt. Nicht viel, ein Eckchen reicht vollkommen aus und schwupp erstrahlt unser Mahl in samtig seidenem Glanze.

Nun nochmal mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zimt abschmecken und servieren.

Fazit

Honig, Zimt und Preiselbeeren verleihen dem Gericht Kraft und "Schmackes", während Wein und Essig durch ihre Säure ausgleichen. Ein wirklich vorzügliches Rezept gefunden bei http://www.youtube.com/watch?v=T6hvTZlUSrc&feature=plcp

Dienstag, 8. Mai 2012

Champagnerzwiebeln - passen gut zu Fisch

Manchmal ist man auf der Suche nach genau jener Kleinigkeit, um einem köstlichen Gericht die finale Note zu geben. Irgendetwas Nettes. Etwas, das der Sache den letzten Schliff verpasst.

Aroma sollt es natürlich haben und den Gaumen betören. Aber nicht aufdringlich sein. Nur einen Hauch von Odeur darf es haben, um die eigentliche Speise gedeihlich zu ergänzen.

Und obendrein sollte es natürlich manierlich und kunstvoll aussehen, dem Essen sozusagen eine Krone aufsetzen.

Champagnerzwiebeln

Wer so etwas sucht, der könnte zum Beispiel die Idee mit den Champagnerzwiebeln erwägen, zumindest bei Fisch, hellem Fleisch oder verschiedenen Beilagen.


Zutaten

  • 2-3 rote Zwiebeln
  • 1/8 Liter Champagner, Cremant oder trockenen Sekt
  • 2 Esslöffel Butter
  • Dill
Gewürze:
  • Salz
  • grob gemahlener bunter Pfeffer
  • Muskat
  • etwas zerstoßenen Chili
  • 1/2  Teelöffel Zucker, am besten braunen Rohrzucker

    Vorbereitung

    Zwiebeln schälen und in feine Ringe schneiden.


    Zubereitung
    Butter in einer Pfanne auslassen.

    Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze 5 Minuten dünsten.

    Champagner dazugeben und 3-4 Minuten köcheln lassen.

    Mit den Gewürzen abschmecken und dem "Grünzeug" dekorieren.

    Der Sud schmeckt vorzüglich und kann der Hauptspeise selbstverständlich als zusätzlicher Aromaspender zugegeben werden.

    Quelle: TV - Direkt

    Sonntag, 22. April 2012

    gebratener Salat - mal eine etwas andere Beilage

    Salat wird kalt gegessen. Das war bis vor kurzem noch eine unumstössliche Tatsache. Schön angemacht, mit einer Vinaigrette oder leckeren Salatsoße auf Joghurtbasis, lässt sich aus den grünen Blättern flugs eine appetitliche Beilage machen, die immer passt und jeder kennt.

    Kürzlich entdeckte ich beim Blättern in der ALDI - Zeitung jedoch eine Idee, die mich nicht mehr losließ. Dort blickte ich auf ein Rezept, mit angebratenem Salat. Sicherlich ist einigen diese Idee schon geläufig und auch ich hatte davon bereits gelesen oder gehört.

    gebratene Salatherzen

    Nun jedoch blieb es allerdings nicht beim Hören, jene absurde Angelegenheit wurde mit schlagartig bewusst. Salat. Gebraten. Diese Anomalie der "Grünzeugzubereitung" musste irgendwann ausprobiert werden.

    Heute endlich war es soweit: Sie kam auf den Tisch.

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    Und es hat sich gelohnt. Mit guter Butter golden gebraten, mit Salz, heißem Knoblauch und Chili gewürzt - so beseelte die neue Raffinesse mein Gemüt und beflügelte meinen Gaumen.

    Kurzum, es schmeckte saftig, würzig und vollmundig - einfach klasse und immer eine Nachahmung wert.

    Zutaten

    • Zwei Salatherzen
    • Butter
    • ein bis zwei getrocknete Chilis
    • 3-4 Zehen Knoblauch
    • Salz 


    Vorbereitung

    Salatherzen waschen, trocknen und der Länge nach vierteln.

    Chilis im Mörser oder zwischen den Fingern zerreiben.

    Knoblauch schälen, andrücken und kleinschneiden.



    Zubereitung


    In einer beschichteten Pfanne ungefähr einen Esslöffel Butter auslassen und warten, bis sie leicht braun wird.

    Salatherzen auf den zwei Schnittflächen bei mittlerer Hitze anbraten, bis sie sich golden zu färben beginnen. Achtung, nicht zu lange braten, sie werden sonst schlabberig.

    Wen sie Farbe angenommen  haben, auf einem Teller anrichten.

    In der Pfanne wird nun schnell nochmal etwas Butter ausgelassen. Knoblauch und Chili mit zwei Prisen Salz kurz darin schwenken und über den Salatherzen verteilen.

    Sofort servieren.

    Freitag, 20. April 2012

    Prinzessböhnchen in Semmelbrösel und Butter geschwenkt

    Kleine grüne Böhnchen sind eine dankbare Gemüsebeilage. Man kann sie ganz einfach vorkochen, abkühlen lassen und kurz vor dem Essen nochmal in einer Pfanne heiß durchschwenken. Zusammen mit Aromazutaten ergeben die Böhnchen so eine formidable Vitaminzugabe zum Hauptgericht, ohne zusätzlichen Stress mit dem Gemüse. Schließlich sind die letzten 15 Minuten vor dem Servieren die anstrengendsten und dabei sollte man sich auf die Hauptspeisen konzentrieren können.

    Prinzessböhnchen in Semmelbrösel

    Vor einiger Zeit schlug ich schon einmal vor, Bohnen in Knoblauchbutter zu schwenken. Heute hatte ich die Idee, sie mal in ausgelassener Butter und Paniermehl zu schwenken, so werden sie vollmundig und bekommen einen kräftigen Akzent.

    Zutaten

    • 150 g kleine Prinzessböhnchen
    • zwei Esslöffel Semmelbrösel
    • ca. 40 - 50 g Butter
    • Salz

    Vorbereitung
    Bohnen waschen und die Spitzen abschneiden.

    Einen mittelgroßen Topf mit leicht gesalzenem Wasser zum Kochen bringen und die Böhnchen darin 8-12 Minuten köcheln lassen, je nach Dicke.  Sie sollten "al dente" sein.

    Wenn sie gar sind abgießen und unter sehr kaltem Wasser abschrecken. Je kälter das Wasser, desto frischer bleibt die Farbe. Ideal ist natürlich ein Abschreckvorgang in Eiswasser.

    Zubereitung
    Butter in einer Pfanne auslassen, Paniermehl dazugeben und unter ständigem Rühren bräunen lassen. Hat es angenehme Farbe und kräftiges Aroma entwickelt, die Böhnchen darin schwenken, bis sie wieder heiß geworden sind und sich gut mit den Semmelbröseln vermengt haben.

    Nun nur noch mit Salz abschmecken und heiß servieren.

    Sonntag, 15. April 2012

    kurz gebratenes Gemüsedreierlei mit fritiertem Ingwer-Kräuter-Knoblauch

    Der Frühling macht sich breit. Alles blüht, Bäume werden grün und ein heiter beschwingtes Gefühl bemannt das Herz, zumindest wenn die Sonne scheint. Und mit dem Frühling steigt der Appetit auf knackige frische Kost. Zumindest ist das bei mir so.

    kurz gebratenes Gemüsedreierlei

    Also muss auch frisches Gemüse auf den Tisch, am liebsten nur kurz gebraten, sodass es noch schön bissfest ist. Natürlich dürfen Kräuter nicht fehlen, ebenfalls wenn möglich frisch, aus Garten oder Blumentopf.

    So lässt sich ganz einfach, auf die Schnelle ein stimulierendes Mittagsmahl zaubern, dass dem Genießer nach Verzehr Vitalität und Kraft spendet. Das Gefühl, sich ein Verdauungsnickerchen gönnen zu müssen, bleibt aus. Vielmehr stellt sich gesteigerter Tatendrang ein; man kann sofort und mit neuem Elan ans nachmittägliche Tagwerk gehen.

    Ach und noch etwas persönliches: "Frank, Du alter Haudegen, wirf doch mal einen Blick auf die wunderschöne feuerfeste Auflaufform. Sagt sie Dir etwas?"

    Zutaten

    • 4 ausgekühlte Pellkartoffeln
    • 2 Schoten grüner Paprika
    • 2 große Zwiebeln
    • 2 große Tomaten
    • eine Schote Peperoni
    • ein daumengroßes Stück Ingwer
    • mehrere Zehen Knoblauch
    • Kräuter, alles war der Garten zu bieten hat
    • Olivenöl
    • Salz 
    • Pfeffer



    Vorbereitung


    Ofen auf 90 °C vorheizen.

    Kartoffeln pellen und vierteln, kleinere Kameraden nur halbieren.

    Kräuter von den Stängeln zupfen, nicht hacken.

    Peperoni entkernen und in feine Ringe schneiden.

    Ingwer und Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden.

    Zwiebeln schälen und in Spalten zerteilen, Paprika waschen, entkernen und in Längsstreifen schneiden.

    Tomaten waschen und halbieren.


    Zubereitung


    Eine feuerfeste Form in den Ofen stellen, zuvor mit etwas Olivenöl einpinseln.

    In einer Pfanne, besser einem Wok etwas Olivenöl erhitzen, Zwiebelspalten scharf anbraten bis sie leicht gebräunt sind, in die Auflaufform legen und warm halten.

    Wieder etwas Öl in die Pfanne tröpfeln. Die Tomaten mit der Schnittfläche nach unten ebenfalls scharf anbraten, bis sich eine leichte Bräunung bemerkbar macht. Anschließend umdrehen, salzen und in die Auflaufform, neben die Zwiebeln schichten - warm halten.

    Jetzt geht's an die Kartoffeln. Nochmals Öl einfüllen, Kartoffeln bei großer Hitze rundherum knusprig bräunen. Anschließend kommen sie in die Auflaufform und werden auch warm gehalten.

    Nun noch den Paprika mit einem Esslöffel Öl und einer kräftigen Prise Salz  rundherum glasig braten, dazu muss die Hitze allerdings reduziert werden, sonst verbrennt er. Mittlere Hitze ist vollkommen ausreichend. Ist er glasig kommt er ebenfalls in die Auflaufform.

    frische Frühlingskost

    Anschließend benötigen wir 5-6 Esslöffel Öl in der Pfanne und eine kräftige Prise Salz. Bei großer Hitze und unter ständigem Rühren werden Knoblauch, Peperoni und Ingwer darin gleichzeitig knusprig braun gebraten. Hernach den Wok vom Feuer nehmen, 2-3 Minuten abkühlen lassen, die Kräuter kurz durchziehen und alles über Gemüse und Kartoffeln verteilen. Sofort servieren und ein Gläschen Bardolino dazu genießen.