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Donnerstag, 4. Dezember 2014

Semmelknödel oder: Was tun mit altem Brot?


Semmelknödel mit Pilz-Zwiebel-Specktunke


Wer kennt das nicht?

Da liegt noch der Rest Brot von vorgestern bescheiden in der Brotbox, wartet geduldig darauf vollends verzehrt zu werden und eben hat man beim Bäcker ein ganz frisches, leckeres, duftendes Ciabatta gekauft, dass sogar noch warm ist. Und schon geht's los mit dem Gewissen. Isst man das frische Brot, so wird das alte trocken und man muss es wegwerfen.

Schlecht. Essen wird schließlich nicht weggeworfen!

Schön und gut.

Auf der anderen Seite hingegen: Das frische Ciabatta ist eben nur noch kurze Zeit so richtig frisch, warm und lecker. Darauf möchte man keinesfalls verzichten. Leider ist der Mensch satt nach vollzogenem Genuss und der Magen bietet keinerlei Platz mehr für den bescheidenden Rest Brot, der traurig und jämmerlich ungegessen vor sich hinschmachtet.

Eine echte Zerreißprobe für die Seele. Oder nicht?

Dabei ist es gar kein Problem, das frische Ciabatta zu genießen und das Brot von vorgestern aufzuheben. Ich zum Beispiel schneide es in kleine Würfel, lege sie in eine offene Plastikbox und lasse sie für ein paar Tage stehen, bis die Brotwürfel vollkommen durchgetrocknet sind.

Hernach kommen sie in einen Ziplockbeutel und können aufgehoben werden, bis man genug zusammen hat, um ein paar Semmelknödel zu machen. Da kommt dann auch der Rest vom frischen, leckeren, duftenden Ciabatta dazu, wenn er eben nicht mehr so frisch, lecker und duftend ist. Mit ein paar Handgriffen sind die delikaten Klößchen hergestellt und zusammen mit einer Pilz-Zwiebel-Specktunke beispielsweise ein unglaublich leckeres Mittagessen.

Zutaten für ca. sieben Knödel

  • 250 g trockenes Brot in kleine Würfel geschnitten
  • 1 Zwiebel
  • 2-3 Esslöffel  Speckwürfel
  • 1 Ei
  • 250 - 300 ml Milch
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskat

Vorbereitung

Zwiebeln und Speckwürfel miteinender anbraten, bis sie glasig aber noch nicht kross sind, durch ein Sieb gießen und überschüssiges Fett wegwerfen..

Milch in der Mikrowelle erwärmen.

Die Knödel warten darauf, ins Wasser zu kommen


Zubereitung

Brotwürfel und das aufgeschlagene Ei mit einem Teil der Milch übergießen und durchmischen. Warten bis die Milch aufgesaugt ist und kurz durchkneten. Anschließend wieder einen Schluck Milch dazu warten bis sie aufgesaugt ist und kneten. Das ganze so lange machen, bis ein fester Teig entstanden ist. Mitunter wird nicht die ganze Milch gebraucht, das hängt von der/den Brotsorten ab, die verwendet werden.

Nun die Speck- und Zwiebelwürfel hinzugeben, mit Salz, Pfeffer und Muskat gut abschmecken. Alles nochmal kräftig durchkneten und mit einer Frischhaltefolie abdecken, in den Kühlschrank stellen und einige Zeit ziehen lassen, damit sich die Aromen gut entfalten können. Ich lasse das Ganze über Nacht ruhen.

Danach aus dem Teig ca. 7 Klöße formen.

Einen Topf mit Wasser zum Sieden bringen und die Kameraden 20 - 30 Minuten ziehen lassen, je nach Größe. Achtung: nicht kochen.

Aus dem Wasser nehmen und servieren.


Fazit

Immer sehr lecker und kommen bei der ganzen Familie fantastisch an.

Dienstag, 14. Oktober 2014

Babypaprika nach einem alten baskischen Rezept

Babyparika in Salz und Olivenöl geröstet

Gerade kehren wir von einer inspirierenden Reise aus Texas heim. Wir vergnügten uns zwei Wochen auf "North Padre Island", einer kleineren Insel im Golf von Mexico. Dort stolperten wir zufällig über ein "American Cook Off", für mich als food-blogger natürlich ein spannendes Event "par excellence". Doch mehr dazu im nächsten Artikel.

Für heute kündigte ich bereits an, über ein altes Rezept aus dem Baskenland zu schreiben. Es geht um Paprikaschoten, in Salz geröstet und in Zitrone gar gezogen. Himmlisch.

Vorzugsweise bieten sich kleine Babypaprika an, aber auch mit ungarischen roten oder gelben Schoten lässt sich auf diese Weise ein vortrefflicher Schmaus zaubern. Ich probierte es bereits zwei Mal aus, jedes mal mit Gästen - ausnahmslose Begeisterung mein Lohn. Aaaaahhhs und Oooohhhhs wehten nur so über die Tafel wie fröhliche Spätsommerwinde über golden reife Weizenfelder vor einer rot untergehenden Sonne. Jawohl. Solche Töne dürfen mehr in des Koches Ohr klingen. Und das beste daran: Es lässt sich ganz einfach zubereiten.

Zutaten für zwei Personen
  • Paprikaschoten, so klein und bunt wie möglich
  • grobes Meersalz
  • Olivenöl
  • zwei Zitronen

Vorbereitung

Paprika waschen und ganz lassen, sie werden mit Stielansatz und Kernen verarbeitet.

Zitronen auspressen.

Zubereitung

Wichtig ist ein stabiler Topf, der richtig Hitze verträgt. Ich nahm einen gusseisernen.

Den Boden mit einer dünnen Schicht Salz ausstreuen und kräftig hitzebeständiges Olivenöl dazugeben. Es darf gerne 2-3 mm hoch stehen. Anschließend auf den angeschalteten Herd oder über glühende Holzkohle stellen und warten, bis die ganze Angelegenheit richtig heiß ist.

Nun die Paprika darin scharf anbraten, sie dürfen auch gerne schwarz werden. Dabei darauf achten, dass immer nur eine Schicht im Topf liegt und die Schoten nicht übereinander gestapelt werden. Ist die eine Seite fertig mit einer Küchenzange umdrehen und auf der anderen Seite ebenfalls dunkel anbraten. Sind sie von zwei Seiten braun, aus dem Topf nehmen und in einer Schüssel zwischenlagern.

Diese Prozedur so lange wiederholen, bis sämtliche Paprika angebraten sind. Anschließend alle wieder in den heißen Topf schütten, den Zitronensaft dazu geben, kurz durchrühren und mit dem Deckel verschließen. Hitze ausstellen und mit der Restwärme gar ziehen lassen, bis sie weich sind.

In Salz gebratene Paprika, Beilage zu  "5- Stunden Ribs"


Fazit

So einfach dieses Rezept ist, so umwerfend schmeckt's. Der Paprika bekommt durch die Röstaromen richtig Wumms, Salz und Olivenöl geben dem Gemüse Fülle und Kraft und die Konsistenz: geschmeidig!

Wirklich unglaublich gut. Wer's noch nicht kennt muss es unbedingt einmal ausprobieren.

Sonntag, 12. Januar 2014

Naan Bread - dritter Versuch


Naan mit Hefe und Backpulver in schmiedeeiserner Pfanne gebacken



Nur ganz kurz.

Ich habe gestern Abend  ganz kurzentschlossen einen weiteren Versuch gestartet Naan zu backen.

In meinem letzten Rezept ließ ich die Hefe weg, mit bestem Erfolg.
Ein weitere Steigerung brachte das Abdecken des fertigen Naan mit einem Geschirrtuch, es wurde auf diese Weise innen schön weich und blieb außen noch weitgehend knusprig.

In allen Fällen ist es wichtig, das Brot in einer Pfanne auszubacken.

Gestern wollte ich es wissen, nämlich was passiert mit Hefe und Backpulver im Teig? An sich soll man es nicht verwenden, trotzdem machte ich den Versuch. Außerdem kam meine schmiedeeiserne Pfanne zum Einsatz, die ich normalerweise nur für Kurzgebratenes oder Bratkartoffeln bemühe.

Leider fehlte der Joghurt, wie ich nach einem enttäuschten Blick in den Kühlschrank feststellen musste, also nahm ich Milch.

Zutaten für sechs Naan
  • 250 g Mehl
  • eine kräftige Prise Salz
  • warme Milch
  • ein ganzes Päckchen Trockenhefe
  • 1/2 Teelöffel Backpulver
  • Olivenöl
  • Butter

Vorbereitung

Aus allen Zutaten, abgesehen von der Butter, einen geschmeidigen Teig herstellen und ca. eine Stunde gehen lassen.


Zubereitung

Aus dem Teig eine Rolle formen, in 6 gleich große Stücke teilen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen

In einer schmiedeeisernen Pfanne bei 3/4 Hitze von beiden Seiten knusprig ausbacken (dauert ca. 1 Minute von jeder Seite).

Die heiße Oberfläche mit etwas Butter bestreichen und im 90° heißen Ofen warm halten, am besten bedeckt mit einem Geschirrtuch.

Fazit

Hervorragend gelungen!
Ich verstehe nicht, warum Hefe und Backpulver nicht verwendet werden sollten.

Samstag, 1. Juni 2013

Grüner Spargel, gegrillt, mit einer Parmesan-Vinaigrette


gegrillter Spargel mit Parmesan


Grüner Spargel weist wesentlich weniger Aroma auf, als sein weißer Kollege.

Deswegen wird er auch meist gemischt serviert oder an herzhaften Soßen und würzigen Dips angeboten. Von daher haben wir uns meist schon an einige sonderbare Zutaten gewöhnt, mit denen die grünen Stängelchen so alles aufgetischt werden.

Trotzdem finden immer wieder neue Kreationen den Weg in unsere Küchen und auf deutsche Tische. Besonders abenteuerlich fand ich eine Idee, über die kürzlich stolperte, nämlich den Spargel zu grillen und mit einer Vinaigrette aus Parmesan zu kombinieren.

Das war doch mal einen Versuch wert.


Zutaten für zwei Personen

  • 1 kg grünen Spargel
  • ca. 30 g geriebenen Parmesan
  • 2 Esslöffel Zitronensaft
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker
  • 5 Esslöffel Olivenöl


Vorbereitung

Spargel im unteren Drittel schälen und die Enden abschneiden.


Zubereitung

Parmesan mit Zitronensaft, Zucker, Salz und Pfeffer gut vermischen.

Olivenöl dazugeben und alles zu einer Vinaigrette verrühren.

Spargel in einer leicht eingeölten Grillpfanne ca. 10 bis 15 Minuten grillen und noch heiß auf einer vorgewärmten Platte anrichten.

Die Parmesanvinaigrette darauf verteilen und sofort servieren.

Dazu passt prima knuspriges Baguette.


Fazit

Die Vinaigrette brachte so richtig Kraft ans Gemüse, das schmeckte einfach herrlich und die Kombination zwischen grünem Spargel und Parmesan passt einfach, zumindest nach unserem Dafürhalten. Auch das Aroma vom gegrillten Gemüse passte sich prima ins Geschehen ein.

Allerdings werde ich beim nächsten Mal den Spargel 4-5 Minuten vorgaren, denn er war mir doch noch eine Spur zu bissfest.




Inspiriert aus

Greenbox von Tim Mälzer.


Mittwoch, 17. April 2013

Püree aus roter Bete, dazu ein Sesam-Ei und Kresse-Frischkäsebrot, abgerundet durch etwas frisch geriebenen Meerrettich


Abendbrot mit Abendrot


Grandios.

Mehr gibt es nicht zu sagen, zu dem Buch vom Tim Mälzer.

"GREENBOX"  heißt es und ist nach meinem Dafürhalten ein meisterliches Werk. Eine küchenfrivole Komposition aus Einfallsreichtum, Mut und Eleganz.

Ich bekam es geschenkt, als ich mehrere Gäste zum Abendessen lud, unter dem Motto "Grün". Doch was mir unser Besuch an jenem Abend, nett verpackt in die Hände drückte, war eigentlich gar nicht "nur" ein Kochbuch. Vielmehr stieß es eine Türe auf, machte einen Weg frei, zu ganz neuen Dimensionen des Kochens.

Mir fiel schon beim ersten Durchblättern auf, dass etwas Besonderes in meinen Händen lag. Als ich jedoch zu lesen begann, konnte ich nicht mehr aufhören. Selbst mein spannender Roman, den ich gerade las, verschwand in der Schublade, denn GREENBOX übte eine unvergleichliche Faszination aus - zog mich quasi in seinen Bann.

Doch nun genug der Schwärmerei, Tim Mälzer verspricht im Vorwort ein Buch, das vegetarische Küche mit solchem "Wumms" bereichert, dass selbst der unverbesserliche Fleischliebhaber nichts vermisse.

"Pah!", dachte ich mir "so ein Quatsch!"

Und natürlich werde ich nicht zum Vegetarier, doch eines muss ich ihm lassen: Die Rezepte und der Einfallsreichtum an Kombination verschiedenster Zutaten lässt bei vielen Rezepten das Fleisch tatsächlich nicht vermissen.

Soweit zu meiner persönlichen Meinung, ein Anderer mag vielleicht auch weniger begeistert sein.

Heute stelle ich Tim Mälzers Idee vor, Rote Bete in einem Püree zu verarbeiten. Er servierte dazu Kresse-Brotsalat und ein pochiertes Ei, ich ein gekochtes, in Sesam gewälztes und ein Frischkäse-Kressebrot. Das ganze mit frisch geriebenem Meerrettich bestreut, da kommt wirklich Wumms ins Essen.


Zutaten für zwei Personen

für das Püree

  • 250 g Rote Bete, vorgegart
  • etwas Zitronensaft 
  • Salz
  • Olivenöl ein bis zwei Esslöffel
für die Beilagen
  • eine Scheibe Vollkornbrot
  • Frischkäse
  • etwas frische Meerrettichwurzel
  • Kresse
  • zwei Eier
  • einen Esslöffel Sesam

Vorbereitung

Sesam in einer beschichteten Pfanne rösten, bis er duftet.

Meerrettich fein reiben, pro Person ca. einen Esslöffel.


Zubereitung

Rote Beete stückeln, schneiden und im Mixer unter Zugabe von etwas Olivenöl pürieren.

Das Püree in einen Topf füllen, mit Salz und Zitronensaft abschmecken.

Eier anpieksen und in siedendem Wasser sieben Minuten kochen, bei geschlossenem Deckel; herausnehmen, abschrecken und schälen. 
Anschließend im Sesam wenden.

Püree im Topf erwärmen. Achtung: Nicht zu heiß werden lassen, Rote Bete brennt schnell an und schmeckt dann widerlich.

Das Vollkornbrot mit Frischkäse großzügig bestreichen, eventuell etwas salzen und auf einem Teller anrichten.

Das warme Püree am Brot anlegen, die Eier halbieren und zwischen Brot und Püree drapieren. Das ganze mit Kresse und Meerrettich bestreuen und genießen.

Rote Bete Püree, Sesamei, Vollkornbrot mit Frischkäse und Kresse


persönliche Beurteilung

Als ich das Rezept las, hegte ich zunächst zwei Bedenken. Ich bin nämlich kein Freund vom sehr erdigen Geschmack der Roten Bete und befürchtete, dass im Püree dieser Erdgeschmack zu dominant würde. 

Wie positiv überrascht wurde ich dann von einem eher süßlichen Charakter, den die Ranen an den Gaumen legten, während sich die irdene Komponente als Hauch im Hintergrund hielt. Zusammen mit der Säure des Zitronensaftes und dem Salz, das der ganzen Speise Volumen spendete schmeckte uns das Mus hervorragend.

Mein zweites Bedenken galt der frischen Meerrettichwurzel, denn während ich die Schärfe von Chili sehr gerne habe, hege ich eine gewisse Abscheu vor zu viel Schärfe der Senföle. Von daher war ich zunächst sehr vorsichtig mit dem Meerrettich, konnte allerdings schon nach dem ersten Bissen Entwarnung geben. Die Schärfe wurde vollständig absorbiert durch den Rest der Zutaten, im Gegenteil ich nahm sogar nach und so kam denn wirklich Wumms ins Essen. 

Sehr gut machte sich auch die Kombination zwischen Frischkäse und Kresse. 

Alle Einzelkomponenten schließlich wurden abgerundet und miteinender verbunden durch das Ei und den Hauch von geröstetem Sesam. 

Sehr lecker und sehr empfehlenswert, so mein abschließendes Urteil.

Samstag, 16. Februar 2013

Kartoffel - Brokkoli Püree, ein paar Sprenkler Grün im gelben Brei


Kartoffelpüree mit Brokkoli gesprenkelt


Kartoffelpüree schmeckt fein. Doch manchmal möchte man das gelbe Mus etwas aufpeppen, der Optik wegen. Vor allem wenn man Gäste zu einem Abendessen mit einem festen Motto geladen hat.

Bei mir war es kürzlich das Thema "Grün!".

Dazu ist mir allerlei eingefallen. Besonders mühelos schienen mir Spinatnudeln oder etwas in der Art. Doch der erste Gedanke setzt sich nicht immer durch, denn mal die Hand aufs Herz: grüne Pasta ist doch wenig origiell, oder?

Als ich mich also auf die Suche nach einer fantasievollen Alternative begab, schaute ich bei "Bruno", einem französischen "Starkoch" vorbei, der ein "Kartoffel - Brokkoli - Püree" vorstellte. Was er zum besten gab, entsprach genau meinem Motto: "Einfach in der Zubereitung, aber mit Pfiff!"

Das sollte die Beilage zum gemeinsamen "grünen Abend" werden, ich bereitete es im Wesentlichen nach seinem Rezept.


Zutaten für zwei Personen

  • 200 g Brokkoli
  • 300 g Kartoffeln
  • etwas Milch
  • ein Eigelb
  • einen Teelöffel Butter
  • Salz
  • weißer Pfeffer
  • Muskat

Vorbereitung

Kartoffeln waschen, schälen und achteln.

Brokkoli in Röschen zerteilen und den Strunk klein würfeln.


Zubereitung

Brokkoli und Kartoffeln in zwei getrennten Töpfen weich kochen, abschütten und kurz ausdampfen lassen.

Als nächstes die Kartoffeln durch eine Presse drücken, danach den Brokkoli in dieselbe Schüssel pressen.

Milch kurz erwärmen, am besten in der Mikrowelle.

Butter und Eigelb in den Kartoffel-Brokkoli-Stampf geben, etwas von der warmen Milch beifügen und mit einem Kochlöffel alles gut miteinender verrühren.

Nun nur noch Salz, Pfeffer, Muskat dazu und den Stampf würzig abschmecken.


Fazit

Ein leckeres Püree, das durch den Brokkoli als grüne Einlage nicht nur Farbe, sondern auch eine ganz neue Geschmacksrichtung bekommt. Lecker ist es und gesund allzumal. 

Donnerstag, 14. Februar 2013

Lauchzwiebeln - eine verknotete Beilage


Lauchzwiebeln als Gemüsebeilage


Lauchzwiebeln werden für gewöhnlich in Röllchen geschnitten und serviert. Roh schmecken sie pikant und bieten eine leckere Deko.

Doch die langen grünen Stängelchen können auch blanchiert, verknotet und glasiert werden, um anschließend als heiße Gemüsebeilage auf dem Teller zu landen.

Das Tolle daran ist zweierlei:
  1. Als Gemüse serviert sind Lauchzwiebeln in der Regel noch relativ unbekannt, weshalb sie mal was Neues darstellen.
  2. Man kann sie am Vortag schon blanchieren, in Alu verpacken und im Kühlschrank aufbewahren. Kurz vor dem Servieren müssen sie lediglich noch in etwas Butter glasiert werden.

Zutaten
  • Lauchzwiebeln
  • Salz
  • Eis oder gefrorene Kühlakkus
  • Butter

Vorbereitung

Lauchzwiebeln waschen und  das Welke abschneiden.

Eiswasser herstellen, das heißt: Kaltes Wasser in einer großen Schüssel mit Eis oder Kühlakkus stark abkühlen.


Zubereitung

Leicht gesalzenes Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und die Lauchzwiebeln darin eine Minute blanchieren.

Nach der Minute aus dem Wasser nehmen und sofort ins Eiswasser tauchen und ca. 1/2 Minute abkühlen lassen, so behalten sie ihre kräftige Farbe.

Nun können die Lauchzwiebeln verknotet werden. Bitte mit Gefühl und nicht zu straff ziehen. Sie müssen schließlich nichts halten sondern die Knoten dienen lediglich der Deko :-).

Anschließend können die Zwiebeln in Alufolie verpackt bis zur weiteren Verwendung im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Kurz vor dem Servieren Butter in einer Pfanne zergehen lassen und die Lauchknoten mit einer Prise Salz kurz durchschwenken, bis sie warm sind.


Fazit

Leckere, bissfeste Beilage, gut vorzubereiten, einfach herzustellen und noch weitgehend unbekannt.


Idee gesehen bei : Chefkoch.de

Mittwoch, 6. Februar 2013

knusprige Kartoffelcroutons


Croutons aus Kartoffeln

Selbst gemachte Croutons sind und bleiben eine delikate Suppeneinlage.

Doch lassen sich Croutons nicht nur aus Brot herstellen, auch Kartoffeln sind zu diesem Zwecke hervorragend geeignet.

Die Idee stammt aus dem Videokanal von Chefkoch TV. Ich fand es charmant, mal eine Abwechslung zu den herkömmlichen Croutons auf den Tisch zu bringen.

Deswegen möchte ich das Rezept hier im Blog auch kurz erwähnen.

Zubereitung

  • eine große festkochende Kartoffel
  • Salz
  • Öl

Vorbereitung

Kartoffel gut abbürsten und mit der Schale in kleine Würfel schneiden.


gewürfelte Kartoffeln für Croutons


Zubereitung

Die Kartoffelwürfel in einer Pfanne mit Öl von allen Seiten knusprig anbraten. Danach auf Küchenkrepp trocknen und salzen.

Kartoffelwürfel werden zu Croutons gebraten


Fazit

Lecker und passt gut als Einlage in Cremesüppchen.

Freitag, 1. Februar 2013

Büffelmozzarella oder - der schiefe Turm von ...


Der schiefe Turm von ...


Kürzlich sah ich in der Auslage eines kleinen italienischen Delikatessengeschäftes eine Packung Büffelmozzarella liegen. "Kauf ich!", dachte ich mir, denn einen solch sagenumwobenen Leckerbissen hatte ich bisher noch nicht gekostet.

Voller Spannung dachte in nun darüber nach, was wohl am besten anzufangen sei, mit der italienischen Gaumenfreude. "Mozzarella di Bufala" stand auf dem kleinen weißen Tütchen. Wie wäre dieser leckere Happen wohl angemessen zur Geltung zu bringen?

Ein klassischer "Insalata Caprese" war mir zu abgedroschen und auch sonst ergab alle Sucherei nach einem passenden Rezept kein befriedigendes Ergebnis.

Nun denn, "selbst ist der Mann!", sagte ich und dachte mir ein Rezept aus.

Klar war, es würde ein Türmchen geben und zwar ein italienisches. Dazu selbstverständlich die klassischen Vorspeisezutaten, wie Tomate, Zucchini und Aubergine war klar. Nun fehlte nur noch ein Dressing.

Basilikum in Olivenöl, so der erste Gedanke, doch leider befinden wir uns gerade mitten im Winter und die Kräutertöpfchen in Läden und Gärtnereien reizen nicht zum Kauf. Am Ansehnlichsten noch war die Blattpetersilie, für die ich mich dann auch entschied.

Die Idee war geboren, das Bild im Kopf fertig und die Zutaten gekauft, also ging's los.


Zutaten für zwei Personen

  • eine Packung Büffelmozzarella
  • 1/2 Zucchini
  • 1/2 Aubergine
  • 2 Tomaten
für's Dressing
  • 1/2 Bund Blattpetersilie
  • Olivenöl
  • 2 Esslöffel Zitronensaft
  • 1 Teelöffel Honig
  • 2 Zehen Knoblauch
  • Salz
  • Pfeffer
für die Deko
  • zwei Salatblätter
  • Crema di Balsamico

Vorbereitung

Knoblauch schälen, pressen und mit einer Prise Salz vermengen.

Blattperersilie waschen und hacken.

Tomaten in Scheiben schneiden.

Zucchini in Scheiben schneiden, etwas einölen und anbraten.

Auberginen in Scheiben schneiden, leicht einölen und anbraten.

Mozzarella in Scheiben schneiden.

Salatblätter waschen und trocken schütteln.


Zubereitung

Zitronensaft mit Honig, Knoblauch Salz und Pfeffer kräftig verquirlen.

Petersilie einbringen und durchmischen.

6 Esslöffel Olivenöl dazugeben und alles zu einer homogenen Emulsion vermixen.

Salatblätter auf zwei Teller legen, mit Mozzarella, Tomaten, Zucchini und Auberginen ein Türmchen bilden und auf jeder Lage etwas vom Dressing verteilen.

Abschließend mit ein paar Spritzern "Crema di Balsamico" dekorieren.


Fazit

Die ganze Angelegenheit war sehr lecker und das Auge durfte sich ebenfalls erfreuen. Der Mozzarella war auch würziger als sein wohlbekannter Kollege aus Kuhmilch, doch irgendwie hatte ich mir mehr erwartet, von der sagenumwobenen Leckerei. 

Donnerstag, 17. Januar 2013

Ein Salat von Belugalinsen, dazu Ziegenkäse im knusprigen Speckmantel


Belugalinsen als Salat und Ziegenkäse im Speckmantel


Seit ich diese kleinen schwarzen Linsen kürzlich entdeckte, lassen sie mich nicht mehr los. Sie sind einfach zu lecker. Ich habe mich so richtig verliebt in ihr herzhaftes Aroma und vor allem sind sie nicht so empfindlich wie die roten Linsen. Sie bissfest hinzubekommen ist mehr als einfach, selbst wenn man sie etwas zu lange kocht.

Dazu würzigen Ziegenfrischkäse, eingewickelt in herzhaften Bacon, kurz aber kräftig angebraten - das ist fein. Abgerundet durch ein paar Tropfen Honig, in der Resthitze der Pfanne kurz erwärmt und abschließend mit frischem Rosmaron parfümiert, so ergibt die ganze Sache ein himmlisches Dinner.

Zutaten für zwei Personen

  • 100 g Belugalinsen
  • 2 mittelgroße Tomaten
  • eine Hand voll Rucola
  • eine Lauchzwiebel, nur das Weiße
  • 2 Zehen Knoblauch
für das Dressing
  • 2 Esslöffel Balsamico
  • einen Teelöffel braunen Zucker
  • Salz
  • Pfeffer
  • 5-6 Esslöffel Olivenöl
für die Ziegenkäsepäckchen
  • 6 Scheiben Ziegenfrischkäse
  • etwas Öl zum Braten
  • 6 Scheiben Bacon oder Frühstücksspeck
  • einen Esslöffel Honig
  • 2 Zweige Rosmarin

Vorbereitung

Linsen ca. 2 Fingerdick mit Wasser bedecken und ohne Gewürze ca. 20-30 Minuten bissfest garen.

Tomaten waschen und in Würfel schneiden, eventuell die Kerne entfernen.

Rucola waschen, trockenschleudern und grob zerschneiden.

Lauchzwiebel waschen und in viertel Ringe schneiden.

Knoblauch schälen, pressen und mit einer Prise Salz bestreuen.

Die Ziegenfrischkäsescheiben mit Bacon umwickeln.

Ziegenkäse im Speckmantel gebraten


Zubereitung

Die Zutaten für den Salat in einer Schüssel vorsichtig vermengen, das Dressing aber noch nicht einbringen, das kommt erst kurz vor dem Servieren dazu.

Balsamico, Zucker, Salz und Pfeffer mit dem Schneebesen kräftig verquirlen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Das dauert einige Minuten, ist aber unverzichtbar, wenn das Dressing schmecken soll.
Siehe dazu auch meine Tipps zum Thema Salatsoßen. Wenn sich die Gewürze aufgelöst haben, das Öl einbringen und so lange mit dem Schneebesen verquirlen, bis eine homogene Emulsion entstanden ist. 

Nun eine Pfanne mit etwas Öl kräftig erhitzen und die Ziegenkäsepäckchen von jeder Seite ca. eine Minute anbraten, bis der Speck Farbe genommen hat. 
Aber Achtung, nicht länger! Der Käse soll nämlich nur warm werden aber nicht schmelzen.

Währenddessen das Dressing unter den Salat mischen und ihn anschließend auf zwei Tellern portionieren.

Die Pfanne vom Herd nehmen und Ziegenkäse auf dem Salat drapieren.

Nun den Honig zusammen mit dem Rosmarin in der Restwärme der Pfanne kurz erhitzen und über dem Ziegenkäse verteilen.

Sofort servieren.


Fazit

Dazu kann ich nur eines sagen: ein Gedicht!
Und wie immer sehr sehr einfach zuzubereiten.

Idee von Chefkoch TV

Montag, 7. Januar 2013

Selleriestroh - lecker knusprige Deko

Selleriestroh


Nur ganz rasch am Rande:

Wenn man sich in der Küche viel Mühe gegeben hat, ein schmackhaftes Mahl auf den Tisch zu zaubern, dann möchte das Werk auch schön angerichtet sein.

Also: dekorieren. Und Regel Nummer eins bei der Deko ist: 

Nur solche Sachen nehmen, die man auch essen kann.

Eine nette Idee dazu möchte ich hier kurz vorstellen, nämlich goldbraunes, knuspriges Selleriestroh. Das sieht nicht nur schön aus, es schmeckt auch noch hervorragend.

Zutaten
  • Knollensellerie
  • Rapsöl

Vorbereitung

Die gewünschte Menge Sellerie schälen und in in Julienne Streifen schneiden.

Reichlich Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und die Selleriestreifen darin schön goldbraun fritieren.

Danach herausnahmen und auf Küchenkrepp entfetten.


Fazit

Lecker knusprige Deko, macht was her und kann auch einfach so genascht werden. Anstatt Chips zum Beispiel.

Entdeckt bei: http://www.brigitte.de/rezepte/rezepte/gulaschsuppe

Samstag, 15. Dezember 2012

Eierstich Royale - eine königliche Suppeneinlage

Eierstich


Gelb, zart und zugleich fest, sanft doch würzig, voller Aroma aber nicht aufdringlich - so muss Eierstich sein und nebenbei soll er auch noch auf der Zunge zergehen. Ein Hochgenuss für den Suppenliebhaber und gar nicht so schwer herzustellen.

Natürlich könnte man schnell ein paar Eier verkloppen, etwas Sahne und ein paar Gewürze dazu schmeißen, alles in einen Gefrierbeutel füllen und ihn anschließend 10 Minuten in kochendes Wasser tunken, et Voilà ... .

Doch davon rede ich nicht, wenngleich diese Art auch sehr, sehr schmackhaft ist.

Ich meine den wirklich königlichen Eierstich, den Royale, den herrschaftlichen, mit Adelsprädikat sozusagen.

Liest man in den Kochanleitungen der "Ecole de Cuisine La Varenne, Paris" nach, so steht dort geschrieben:

1 Ei und 3 Eigelb gründlich mit 150 ml consommé (klare Fleischbrühe) verrühren. Die Mischung würzen und in eine ausgebutterte Form füllen. Schaum gegebenenfalls abschöpfen. Die Form ins Wasserbad stellen und den Eierstich bei 175 °C etwa 20 Minuten im Backofen garen, bis er fest geworden ist. Den Eierstic kalt stellen, dann ... schneiden.
(aus: "Die Grosse Schule des Kochens", Christian Verlag, von  ANNE WILLIAN Ecole de Cuisine La Varenne, Paris, ISBN 3-88472-250-6)

Was dieses Rezept in eine Delikatesse verwandelt, ist die Zugabe der consommé, der würzigen, klaren Fleischbrühe. Besonders köstlich wird die ganze Angelegenheit mit einer sogenannten "consommé double", über die ich noch zu einem späteren Zeitpunkt einen Artikel veröffentlichen möchte.

Heute musste eine einfache klare Fleischbrühe genügen, als ich mich daran machte, in die klassisch französische Rezeptur eigene Ideen einfließen zu lassen.

Zutaten

  • zwei Eier
  • 50 g Sahne
  • 60 g klare Fleischbrühe
  • Salz

Vorbereitung

Ofen auf 175 °C/Heißluft vorheizen.

Eine Kuchenform als Wasserbad mit etwas Wasser befüllen und im Ofen mit vorheizen.

Je nach Größe zwei bis drei Keramikförmchen mit Butter einfetten.


Zubereitung

Die Zutaten miteinander gut vermischen und in die Förmchen füllen. 

Ins Wasserbad stellen und im Ofen so lange backen, bis das Ei gestockt ist. Das kann bis zu einer halben Stunde dauern. Um festzustellen, ob die Masse fest ist, drückt man vorsichtig mit dem Finger auf die Oberfläche des Eierstiches und zwar genau in der Mitte des Förmchens. Fühlt sie sich fest an, so kann das Wasserbad herausgenommen werden.

Die Förmchen kalt stellen. Anschließend aus der Form lösen, kleine Würfel daraus schneiden und die heiße Fleischbrühe damit beschicken.


Fazit

Der Royale ist würzig, ungemein belebend und zergeht förmlich auf der Zunge.

Mittwoch, 12. Dezember 2012

gefüllte Kartoffeln nach einer Idee von Jamie Oliver

Gefüllte Kartoffel, mit pochiertem Lachs auf einem Bett aus gerösteten Zucchini


Es ist mal wieder an der Zeit, einen weiteren Artikel für meine kleine Serie der Inspirationen von "Jamie Oliver" zu schreiben. Eine Idee, die mich in seinem Buch "Besser kochen mit Jamie" ziemlich beeindruckte, war die gefüllte Kartoffel. Nicht in klassischem Sinne, wie z.B. mit Quark gefüllte Ofenkartoffeln, die erst nach dem Garen mit dem Füllgut beschickt werden. Nein. Jamie stopft die Arber bereits davor und backt sie dann mit der Füllung aus.

Mein angetrautes Eheweib besorgte mir kürzlich ein kleines aber feines Gerät, um Gemüse auszuhöhlen. Diese Teile werden meist angeboten, auf allen gängigen "Suppenmessen" oder sollte man doch besser Haushaltsmessen sagen? Wie auch immer, dort erstand sie ein kleines Utensil, dass es ermöglicht, eine Kartoffel im Handumdrehen auszuhöhlen, was mir bei diesem Rezept gute Dienste erwies. Wer kein solches Gerät besitzt, kann natürlich auch einen Apfelausstecher oder einfach nur ein schlankes Messer nehmen, denn die rohe Grumbeere muss zuvor ausgehöhlt werden. Der Hohlraum wird anschließend gefüllt und dann kommt alles miteinander in den Ofen zum Backen.

Jamie schwört bei seiner Füllung auf Sardellen, die ich gegen Zwiebeln austauschte. Nicht weil ich denke, dass Sardellen nicht passten, sondern einfach nur aus einer Laune heraus. Jamie also füllte die Kartoffel mit Speck, Salbei, Knoblauch und Sardelle; ich füllte sie mit Speck, Salbei, Knoblauch und Zwiebel.

Dazu gab es pochiertes Lachskotelett, serviert auf gerösteten Zucchinischeiben. Den Fisch garte ich unter dem Siedepunkt, in einem Sud aus Wasser, Zwiebel, Zitrone, Lorbeer, Wacholder, Piment, Nelke und einem Schuss Olivenöl.

Lachskoteletts im Pochiersud


Zutaten

  • eine mittelgroße Kartoffel
  • eine Scheibe durchwachsenen geräucherten Speck
  • 3-4 Blätter Salbei
  • eine Zehe Knoblauch
  • Zwiebel
  • Salz
  • Pfeffer
  • Olivenöl

Vorbereitung

Ofen auf 200 °C Ober- Unterhitze vorheizen.

Kartoffel zu 3/4 aushöhlen.

Damit lassen sich Kartoffeln einfach aushöhlen

Knoblauch schälen und in feine Stifte schneiden, dabei mit etwas Salz bestreuen und einige Minuten ziehen lassen.

Speckscheibe ausrollen und den Salbei, Knoblauch und die Zwiebel darauf verteilen.

Alles zusammen einwickeln und in die Kartoffel stecken.

Anschließend das untere Ende der Kartoffel abschneiden, damit eine Fläche entsteht, um sie hinstellen zu können.

Mit Olivenöl bepinseln, kräftig salzen und pfeffern.


Zubereitung

Die gefüllte Kartoffel in den vorgeheizten Ofen schieben und ca. eine Stunde backen lassen.

Kartoffeln füllen

Fazit

Die ganze Frucht nimmt etwas von dem Aroma der Füllung an. Natürlich muss dem Speck eine gewisse Dominanz eingeräumt werden, aber auch Zwiebel, Knoblauch und der Salbei tragen das ihre dazu bei, um beim Essen Freude aufkommen zu lassen.

Besonders, wenn man von unter her, beim reinen Kartoffelteil beginnt. Dort ist das Aroma der Füllung zunächst nämlich nur als Hauch zu ahnen. Je weiter man sich aber nach oben arbeitet, Scheibchen für Scheibchen, desto intensiver kommt die künstliche Innerei zur Geltung, bis schließlich eine knusprig braune Krone das fulminante Finale des Gaumenvergnügens in die Wege leitet.

Idee aus: "Besser Kochen mit Jamie, Dorling Kindersley Verlag, ISBN 978-3-8310-1031-8"

Donnerstag, 29. November 2012

Kräuterflädle - eine erfrischende Suppeneinlage

Herbst.

Draußen wird es früh dunkel.

Regen trommelt an Fenster, wie nervöse Finger, die in immer gleichem Rhythmus ihre ewig triste Weise spielen. Nebel wallt in Schwaden über das Land und lässt Gespenster erstehen. Wabernde Gestalten, die graue Spannung schaffen.

Kräuterflädle

Feuchtigkeit streckt ihre klammen Finger aus, um uns unheimlich und gruselig unter Kleider und Haut zu streichen. Glitschig umklammert sie unsere Knochen. Dringt vor, bis ins Mark.

Melancholie breitet sich aus, nimmt Geist und Seele in Beschlag.

Gruselwetter ist draußen.

Huuuaaahhh !!!

Wie gerne kommt man da nach Hause, in eine geheizte Stube und wärmt sich an einem Teller kräftiger Suppe?

Wie schaurig schön mundet es da Leib und Seele, sich ein paar Löffel herzhaft heißen Bouillons zu gönnen?

Wie wunderbar stärkt es den ganzen Menschen, wenn kräftige Rinderbrühe geschlürft werden darf und schmeichelnd Gaumen und Zunge streichelt?

Dazu leckere Suppeneinlagen, die den ganzen Menschen erfrischen - jaaaaaa!

Da könnte doch glatt Freude aufkommen, an einem solch schmuddeligen Tag.

Und, meine lieben Freunde der Kochkunst, welche Einlage mag wohl spritzig erfrischen und diese unheimlichen Gespenster aus unserer Seele verscheuchen?

Ich dachte darüber eine ganze Weile nach, als mein Blick auf die Kräuter vor meiner Fensterbank fiel. Genau. Diese ganzen grünen Aromaspender, mit ihren guten Botschaften von Sommer und Sonne. Das sollte es sein. Eingebunden in leckere Flädle, da kam Bewegung in meinen Geist.

Zutaten für 2 Personen

  • 1 l Rinderbouillon
  • 100 g Mehl
  • eine Prise Salz
  • 2 Eier
  • 200 ml Milch
  • 20 g Butter
  • gehackte Kräuter, frisch oder tiefgefroren

Vorbereitung

Mehl und Salz vermengen.

Butter auslassen.

Eier aufschlagen und ins Mehl geben.

Mit einem Handmixer die Zutaten verrühren, bis ein krümeliger Teig entstanden ist.

Die Milch unter ständigem Rühren schluckweise einbringen.
Achtung: Wenn zuviel Milch auf einmal beigegeben wird, gibt es Klumpen.
Also: bitte nur schluckweise untermischen.

Die zerlassene Butter ebenfalls mit dem Teig vermengen.

Das alles ergibt eine ziemlich flüssige Masse, die nun ca. 1/2 Stunde abgedeckt ruhen muss.

Kräuterflädlesuppe

Zubereitung

Nach der Ruhezeit die Kräuter beimischen und in einer beschichteten Pfanne dünne Crêpes ausbacken, ungefähr eine Suppenkelle pro Pfanne (28 cm Durchmesser).

Um dünne Fladen zu bekommen, wird der Teig in die Pfanne geschüttet und durch schwenken gleichmäßig verteilt.

Wenn die Crêpes fertig und abgekühlt sind, werden sie auf einem Teller aufgestapelt und mit einer Frischhaltefolie abgedeckt. So sollten sie 15 - 20 Minuten ruhen, damit sie weich werden.

Nun nur noch einzeln aufrollen, in feine Flädle schneiden und dem Bouillon beigeben.

Fazit

Je nach verwendeten Kräutern bekommt man herrliche Aromen in die Flädle, wodurch so eine Suppe plötzlich einen ganz neuen Charakter bekommt.

Montag, 26. November 2012

Ingwer Chips - leckere Deko, leicht zu machen


Ingwer Chips

Speisen schön anzurichten ist immer eine Herausforderung. Wichtig ist in diesem Zusammenhang natürlich die Deko und besonders charmant finde ich es,  wenn manche Deko auch mitgegessen werden kann und dazu noch lecker schmeckt. Also nicht nur ein hübsches Häufchen grün am Tellerrand ist, sondern zum dran riechen und reinbeißen anregt.

Zum Beispiel "Ingwer Chips". Das sind kleine Scheibchen vom frischen Ingwer, die kurz fritiert oder in einer Pfanne mit etwas Öl knusprig angebraten wurden.

Sie sehen lecker aus, verleihen frisches Aroma und sind dazu noch gesund.

Zutaten

  • Öl
  • frischer Ingwer
  • Salz

Ingwer Chips cross und knusprig

Vorbereitung

Ingwer entweder mit einem Löffelstiel oder Spargelschäler schälen und in 2-3 mm dicke Scheiben schneiden. Von beiden Seiten kräftig salzen.

Zubereitung

Etwas Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, nicht zu heiß, etwa 3/4 der zur Verfügung stehenden Herdeinstellung. 

Ingwerscheiben in die Pfanne legen und von beiden Seiten anbraten, bis sie braun und cross sind.

Herausnehmen und auf einem Küchenkrepp entfetten.

Ingwerscheiben werden in einer Pfanne geröstet

Fazit

Der Ingwer wird leicht knusprig und behält etwas von seiner Schärfe. Dazu die erfrischende Wirkung des Gingeröls - das macht richtig Spaß. Einerseits als Nascherei und andererseits als Aromagabe zu Gemüse oder Kartoffel, können solche Chips viele Speisen bereichern und schnell etwas Abwechslung auf den Mittagstisch zaubern.

Mittwoch, 21. November 2012

Rotkohl frisch zubereiten - bissfest, kräftig im Geschmack und seidig glänzend

Rotkohl 

Jeder weiß es: Frisch schmeckt's besser als eingemacht. Das gilt für die meisten Lebensmittel. Besonders bemerkbar macht sich das Ganze allerdings beim Rotkraut, finde ich zumindest. Das nämlich mundet frisch zubereitet wirklich ganz anders, als Produkte aus Gläsern, Dosen und Tetrapaks.

Klassisch gekocht wird Blaukraut normalerweise mit Apfelstückchen und Apfelsaft.

Kürzlich allerdings fand ich ein etwas anderes Rezept,  Rotkohl auf den Tisch zu bringen: mit Honig, Rotwein, Preiselbeeren und fruchtigem Essig mariniert. "Einen Versuch ist es wert!", dachte ich mir und los ging's, nur in Kleinigkeiten abgewandelt.

Zutaten für zwei Personen

  • 1/2 kleineren Kopf Rotkohl, ca. 500g
  • 2 Teelöffel Honig
  • 1-2 Esslöffel fruchtigen Essig: Rotwein, Himbeere oder Johannisbeere
  • 100 ml Rotwein
  • 1 Esslöffel Preiselbeeren
  • 1 kleine Zwiebel
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zimt
  • Stärkemehl (Maizena)
  • etwas Butter
  • Öl

Vorbereitung

Vom Rotkohl den Strunk entfernen und in feine Streifen schneiden oder fein hobeln.

Honig, Essig, Rotwein und Preiselbeeren dazugeben, mit Salz abschmecken und gut durchkneten.

Abgedeckt mindestens eine Stunde, besser über Nacht marinieren.

Zwiebel würfeln.


Zubereitung

Einen ausreichend großen Topf mit einem Schuss Öl erhitzen und die Zwiebeln andünsten, bis sie glasig sind. Achtung, sie dürfen nicht bräunen.

Mariniertes Rotkraut dazugeben und gut durchmischen. 

Prüfen, ob genügend Flüssigkeit im Topf ist. Dazu das Kraut etwas zur Seite schieben, sodass der Topfboden sichtbar ist. es sollte ungefähr 1-2 cm Flüssigkeit anstehen.

Deckel auflegen und je nach Geschmack 1 1/2 bis 2 Stunden bei niedriger Hitze leicht köcheln lassen. Von Zeit zu Zeit umrühren und den Flüssigkeitsstand über dem Topfboden kontrollieren. Sollte zu wenig Saft im Topf sein, etwas Rotwein oder Wasser nachgießen.

Hat der Kohl den gewünschten Gargrad erreicht, schmeckt er zwar schon ganz gut, der letzte Pfiff allerdings fehlt noch. Außerdem sieht er recht matt aus, der seidige Glanz geht noch ab, doch dem ist leicht beizukommen. 

Trick

Der richtig gute Geschmack hat sich in der Flüssigkeit gesammelt. Um Pfiff ins Gericht zu bekommen, muss der Sud an das Kraut gebunden werden. Dazu wird ein starker Teelöffel Stärkemehl in etwas kaltem Wasser gelöst und Esslöffelweise beigegeben. Danach umrühren und kurz aufköcheln lassen. Diesen Vorgang so oft wiederholen, bis alle Flüssigkeit in den Kohl gewandert ist.

Noch ein Trick

Nun zum Glanz. Etwas besser sieht der Kohl durch das abbinden mit der Stärke schon aus. Um ihn allerdings richtig schön glänzen zu lassen, wird einfach noch ein kleines Stückchen Butter beigegeben und gut verrührt. Nicht viel, ein Eckchen reicht vollkommen aus und schwupp erstrahlt unser Mahl in samtig seidenem Glanze.

Nun nochmal mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zimt abschmecken und servieren.

Fazit

Honig, Zimt und Preiselbeeren verleihen dem Gericht Kraft und "Schmackes", während Wein und Essig durch ihre Säure ausgleichen. Ein wirklich vorzügliches Rezept gefunden bei http://www.youtube.com/watch?v=T6hvTZlUSrc&feature=plcp

Montag, 19. November 2012

Frischkäsebällchen im Kräutermantel - eine kleine aber nette Leckerei

kleine Bällchen aus Frischkäse, eingehüllt in Küchenkräuter


Manche Tage sind einfach anstrengend.

Ich meine nicht, die ganz normalen Alltagskapriolen, um die wir jahrein, jahraus kreisen.

Ich rede von jenen schweißtreibenden, nervenzerfressenden, wahnsinnigen Geistern, die an manchen Tagen mit dreister Vehemenz unser Leben durcheinanderbringen. Nur eines im Sinn haben, nämlich: Uns in den Irrsinn treiben.

An solchen Tagen könnte man meinen, alle Nervtöter und Störenfriede haben sich zusammengerottet, einem das Leben zu vergrätzen.

Wie rennen, hetzen, flitzen, huschen, jagen, sausen.
Haben keine Zeit für alle die Dinge, die erledigt werden wollen.
Missgeschicke passieren, Malheure ereignen sich, Pannen geschehen.

Jeder kennt solche Tage.

Wütend, verzweifelt, dem Tiefpunkt nahe, am Boden zerstört fragen wir uns dann: "Was ist eigentlich heute los?"

Gott sei Dank ermatten diese verflixten Plagegeister nach solch anstrengendem Tun meist rasch und lassen ab von ihrem hämischen Treiben. Schließlich verfügen sie weder über Geduld noch Durchhaltevermögen. Am Ende jener Tage kommt man dann doch irgendwie zur Ruhe und findet Entspannung.

Natürlich möchte man sich dann was Gutes tun.

Was Gutes. Das kann viel heißen.

Einen lustigen Film ansehen, zum Beispiel.
Ein spannendes Buch lesen, zum Beispiel.
Ein heißes Entspannungsbad nehmen, zum Beispiel.
Und, und, und, zum Beispiel.

Ich persönlich hatte heute einen solchen Tag und ich persönlich kann am besten entspannen, wenn ich eine kleine aber nette Leckerei fabriziere, hernach mit meiner Familie genieße und dann darüber schreibe.

Zutaten

  • Frischkäse
  • frische Kräuter, zur Not gehen such tiefgefrorene
  • Salz
  • Pfeffer

Vorbereitung

Kräuter waschen, hacken und auf einem flachen Teller verteilen.

Frischkäse mit Salz und Pfeffer abschmecken.


einfache Crostini eignen sich als Beilage

Zubereitung

Mit zwei Teelöffeln kleine Nockerln vom Frischkäse abstechen und zunächst in eine grobe Form bringen.

Die Nockerln dann auf den Teller mit den Kräutern geben, bestreuen und durchwälzen. Dabei eine kleine Kugel formen.

Auf einem anderen Teller schön anrichten.

Mit einem einfachen Crostini genießen.


Fazit

Der herzhafte Geschmack des weichen Käses, kombiniert mit dem frischen Aroma der Kräuter, lässt den Genießer Abstand nehmen vom Tage und wieder in seine Mitte finden. 

Zum Glück.

Samstag, 27. Oktober 2012

Auberginenröllchen mit Olivencreme

Ich gehe gerne auf Flohmärkte.

Einerseits der Stimmung wegen, andererseits locken mich die Bücherstände, mit all jenen Kochbüchern, die mitleidslos dem großen Vergessen überantwortet wurden. Verschlossen in dunklen Kartons und verlassen in staubigen Kellern, warten die kleinen und großen Exemplare auf Begnadigung. Darauf, dass sie vielleicht ein gütiger Koch wiederentdeckt. Die wenigen Tage des Lichtes zwischen Flohmarkt und Erbarmen sind die einizigen, an denen ihnen noch ein Fünkchen Hoffnung vergönnt ist: "Wird sich ein freundliches Wesen für mich interessieren, mich sogar kaufen?", fragen sich die ratlosen Kameraden und harren, warten, hoffen.

Auberginenröllchen, gefüllt mit Olivencreme

Tja, liebe Freunde. Zu einem dieser freundlichen Küchenwesen zähle ich meine Wenigkeit. Doch verbirgt sich dahinter natürlich hämischer Eigennutz, denn es sind wirklich ungeahnte Schätze, die dort für wenige Euros feil geboten werden.

So auch kürzlich, als ich ein kleines Heftchen von "Cornelia Schinharl" entdeckte, mit dem Titel "CROSTINI leicht gemacht"
(ISBN: 10 3-7742-3592-9/13 978-3-7742-3592-2).

Unter anderem beschreibt sie dort die Herstellung einer Olivencreme, die ich ausprobierte, allerdings nicht auf einem Crostini sondern auf einer Aubergine.

Zutaten

  • eine Aubergine
  • eingelegte, getrocknete Tomaten
  • Olivenöl
  • Salz
für die Paste
  • 100 g schwarze Oliven, entsteint
  • 2 Sardellenfilets
  • 1 Esslöffel Kapern
  • 1 Esslöffel Pinienkerne
  • 1-2 Chilischoten, getrocknet und zerstoßen
  • Olivenöl
Vorbereitung

Sardellenfilets abtropfen und grob zerschneiden.

Tomaten grob hacken.

Auberginen waschen, Stielansätze entfernen  und in Scheiben schneiden.

Mit etwas Olivenöl einpinseln.

kräftig salzen.

In einer Pfanne goldbraun anbraten.

Aubergine mit Olivenpaste bestrichen


Zubereitung

Während die Auberginen braten, wird die Olivencreme zubereitet. Das geht ganz einfach:

Oliven, Sardellen, Kapern, Chili und Pinienkerne werden zusammen mit etwas Olivenöl in der Moulinex oder mit einem Pürierstab zu einer Paste verarbeiten. Ich verwendete dabei die herrlich aromatischen Pinienkerne von "rice und spice".

Ist die Creme fertig, die Auberginen einfach damit bestreichen, zusammenrollen und mit den Tomaten schön anrichten.

Fazit

Eine herrliche Vorspeise, die auch gut vorbereitet werden kann. Doch nicht nur als Vorspeise sondern auch zum Abendbrot schmecken die kleinen Röllchen natürlich hervorragend.

Freitag, 20. Juli 2012

Das Gewürz macht's: "Raz el Hanout" - peppt Couscous auf

Wie ich nun bereits schon öfter erwähnt habe: Ich esse gerne Couscous.

Jetzt wird mancher sagen, der Sache fehlt es an Geschmack. Auf der einen Seite mag das stimmen, auf der anderen Seite handelt es sich um eine Beilage, die nicht zu viel Eigengeschmack haben sollte. Denn schließlich wäre doch etwas seltsam, stähle die Beilage der Hauptspeise die Show.

Raz el Hanout

Doch selbst in Ländern, in denen Couscous viel gegessen wird, gibt es ganz spezielle Gewürze, um eben dieser Beilage etwas mehr Pepp zu verleihen.

Als ich vor einiger Zeit auf einem französischen Campingplatz einige nette Leute kennen lernte, kam das Gespräch unter anderem auf das Thema Couscous. Die Franzosen dort schwörten auf "Raz el Hanout", eine marokkanisches Gewürzmischung, die sie mit Begeisterung in die gelben Flocken mischen, so ihre Aussage.

Natürlich begab ich mich stehenden Fußes in den nächsten französischen Supermarkt um dieses wundersame Gewürz zu erstehen und so schnell wie möglich auszuprobieren.

Ich kochte also das nächste mal Couscous zusammen mit diesem "Raz el Hanout", probierte einen Bissen und schmiss hernach sowohl das Essen als auch das Gewürz sofort in den Mülleimer. Es schmeckte einfach gräulich und beleidigte meinen Gaumen aufs äußerste.

Die ganze Angelegenheit geriet dann in Vergessenheit, bis mir vor kurzem meine "Blogpartnerin von Rice and Spice" eine Dose ihrer Version der marokkanischen Aromazutat zum Probieren zukommen ließ.

Heute schließlich wagte ich einen zweiten Versuch. Nachdem ich die Verpackung genau unter die Lupe nahm, stand dort geschrieben: "Nordafrikanische Gewürzmischung. Jeder arabische Gewürzhändler hat sein eigenes Spezial-Rezept dafür." Spannend, dachte ich mir und mischte gleich mal zwei kräftig gefüllte Teelöffel  unters mittägliche Mal. Schon der Anblick war stimulierend, verlieh dieses Gewürz der Speise doch gleich eine kräftig ockergelbe Farbe und duftete herrlich apart. Ganz anders als die Gewürzmischung aus dem Supermarkt.

Couscous mit "Raz el Hanout" gewürzt

Und der Geschmack stand dem Aussehen in nichts nach. Verführerisch exotisch ließ dieses "Ras el Hanout" die Speise auf der Zunge anmuten und dazu eine leicht prickende Schärfe, die sich jedoch vornehm zurückhielt, gerade so, dass die Geschmacksknospen erfreulich angeregt wurden.

Was mich besonders freute: Meine Frau und selbst mein kleiner Sohn waren begeistert.

Donnerstag, 5. Juli 2012

Zucchini Risotto - cremiger Traum in grün/weiß

Risotto. Pah. Klebriger Paps für langweilige Leute.

So dachte ich noch bis vor kurzem über eine fantastische Delikatesse der italienischen Küche. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich bisher nur einmal Risotto gegessen hatte, in einem italienischen Restaurant, wenn ich mich recht entsinne. Was ich dort vorgesetzt bekam, war in der Tat ein nichtssagender Brei, dem man bestenfalls und mit viel Phantasie einen leichten Geschmack nach Wellpappe abringen konnte.

Zucchini Risotto, dazu gebackene Rispentomaten und ein Schnitzel

So lag das Thema "Risotto" nun bei mir schon viele Jahre auf Eis, bis ich kürzlich einen Tatort sah, mit den Komissaren "Odenthal und Kopper". Im Verlauf des Films begeisterte sich Kollege Kopper im Gespräch mit Frau Odenthal plötzlich über ein Steinpilzrisotto.

Irgendwie ließ ich mich davon anstecken und nahm mir vor, diesem Gericht bei Gelegenheit mal wieder eine Chance zu geben. Als ich dann kürzlich von einem Bekannten noch ein Paket besten italienischen Risotto - Reis geschenkt bekam, machte ich mich ans Werk. Meinen ersten Versuch kombinierte ich also mit Zucchini.

Zutaten für zwei Personen

  • 130 g Risotto - Reis
  • eine kleine Zucchini
  • 1 Zwiebel
  • 4-5 Zweigchen Thymian (oder getrocknet etwa einen Teelöffel)
  • einen Zweig Rosmarin
  • 1/2 Bund glatte Petersilie
  • 1 Esslöffel Butter
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • 400 ml Hühnerbrühe
  • 100 ml Weißwein trocken
  • 1 Esslöffel Zitronensaft
  • 2 Esslöffel Parmesan gerieben, am besten frisch
Gewürze
  • Salz
  • frische Pfeffer aus der Mühle
  • eine kleine Schote Chili, zerstoßen


Vorbereitung

Zucchini waschen und in halbe Ringe schneiden, ungefähr 1 cm dick.

Zwiebel abziehen und fein würfeln

Kräuter von den Stielen zupfen und hacken.


Zubereitung

Dazu muss noch folgendes gesagt werden, damit ihr nicht dieselbe Enttäuschung erlebt, wie ich beim ersten Mal. Ein gutes Risotto muss cremig sein, der Reis noch bissfest und Würze muss dran sein. Deswegen sollte man ein Risotto nur machen, wenn man Zeit hat und Muße. Denn um die richtige Konsitenz zu bekommen, darf die Flüssigkeit immer nur schluckweise dem Reis beigefügt werden. Und erst wenn der Reis den Sud aufgenommen hat, wird der nächste Schluck dazu gegeben. Um ein Anbrennen zu vermeiden, muss man ständig rühren und sollte die Temperatur relativ niedrig halten. Also ihr seht schon, dieses Gericht eignet sich nicht für "schnelle Küche".

Zucchini Risotto

Soweit das geziemlich ernste Wort zum Werke, das wir mit Ernst bereiten und nun zur Tat:

Butter und zwei Esslöffel Öl in einem Topf mit dickem Boden erhitzen.

Zwiebeln, Knoblauch und Chili darin andünsten.

Reis dazugeben und unter Wenden ebenfalls erhitzen, bis er glasig ist.

Mit Weißwein ablöschen und einkochen lassen. Dabei oft umrühren, damit der Reis nicht anbackt.

Wenn die Flüssigkeit fast aufgesaugt ist, einen kräftigen Schluck Hühnerbrühe dazugeben und wieder unter viel Rühren einkochen lassen. Den Vorgang so soft wiederholen, biss aller Hühnerfond aufgebraucht ist. Das ganze dauert ca. 30 Minuten, dann sollte der Reis gerade noch bissfest sein, trotzdem aber cremig und vollmundig.

Kurz bevor das Risotto fertig ist, etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zucchini mit etwas Salz 2-3 Minuten erhitzen.

Das Risotto von der Kochstelle nehmen, Zucchini, Kräuter und Parmesan unterheben.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken und sofort servieren.

Idee aus Brigittes Rezepten


Fazit


Der Reis ist sämig und die Aromen an jedes einzelne Körnchen gebunden. Jedes Gewürz, jedes Kraut und alles, was an Geschmack drin steckt, kann sein volles Aroma entfalten, während die Körner im Kern noch bissfest sind. Herrlich. Einach ein Traum in grün/weiß.