Salatdressings

Die Freude am Salat steht und fällt mit dem Dressing.

Natürlich. Rohkost und Blattgrün müssen frisch und knackig sein, doch alle Frische nutzt nichts, wenn das Dressing nicht schmeckt.

Viele Menschen greifen dann zu fertigen Salatsoßen aus Tuben, Gläsern und Flaschen, die vielleicht schmecken mögen aber den Gesundheitsnutzen der knackigen Rohkost in Null Komma Nichts ins Gegenteil verkehren. Um das zu erkennen benötigt es nicht viele Worte, ein kurzer Blick auf die Zutatenliste dürfte vollkommen ausreichen.

Dabei ist es ganz einfach, herrlich schmackhafte Marinaden und verführerische Salate selbst herzustellen, wenn man ein paar Kleinigkeiten beachtet.

Auf dieser Seite findet ihr Tricks und Kniffe, um Dressings und Marinaden einfach und lecker selbst herzustellen. Außerdem stelle ich eine Rezepteliste vor, die ich regelmäßig erweitern möchte. Neu hinzugekommene Anleitungen werde ich als solche kenntlich machen. Natürlich langsam und Schritt für Schritt, denn jedes Dressing wird ausprobiert, bevor es hier erscheint. Doch im Laufe der Zeit wird ein umfassendes Archiv entstehen, um Ideen und Inspiration zu sammeln, wenn es um die Zubereitung der so wichtigen Vitaminbeilage geht.

Doch nun zur Praxis, hier also einige Tricks:

  1. Die Trocknung
    Nur ganz trockener Salat verbindet sich mit der Marinade. Wenn nach dem Waschen noch Feuchtigkeit am Salat haftet, kann dieser die Soße nicht annehmen und wird auch nach nichts schmecken. Deswegen den Salat nach dem Waschen auf einem Tuch sorgfältig trocknen oder wenn es schnell gehen muss, geht zur Not auch eine Salatschleuder. Wobei ich die Trocknung auf einem Tuch bevorzuge. Siehe dazu auch meinen Artikel: "Über den Sinn oder Unsinn einer Salatschleuder".
  2. Marinade und Salat erst kurz vor dem Anrichten mischen
    Wenn Salat längere Zeit in der Marinade weilt, wird er lummelig und matschig. Deswegen Dressing und Salat erst kurz vor dem Servieren mischen.
  3. Der Schneebesen
    Die Salatsoße schmeckt nur dann richtig, wenn aus Essig und Öl eine homogene Emulsion entstanden ist. Das geht allerdings nur mit einem Schneebesen oder vergleichbarem Gerät. Gabel oder Löffel sind keine angemessenen Werkzeuge und reichen nicht aus, um die zwei Komponenten sauber zu vermischen.
  4. Essig und Zucker
    In der Regel beinhalten Salatmarinaden Essig. Sobald aber Säure ans Essen kommt, muss diese mit etwas Zucker oder vergleichbarem ausgeglichen werden, sonst fehlt dem Gericht die Harmonie. Das gilt ganz besonders für Salatsoßen, bei denen Säure eine der Hauptzutaten ist.
  5. Süß und sauer mischen
    Bevor das Öl an die Soße kommt, müssen süß und sauer bereits gut vermischt sein, sonst wird dem Dressing die Kraft fehlen. Deswegen erst den Essig in die Schüssel, dann den Zucker und nun diese zwei Komponenten so lange durchschlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Erst dann die restlichen Zutaten beifügen. Öl kommt als letztes dazu.

Hier einige Rezepte, die ich als gelungen erachte:


Dunkle Marinaden

Balsamico - Öl Marinade:
Zwei Esslöffel dunklen Balsamico mit einem Teelöffel braunen Zucker vermengen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Mit Salz und Pfeffer würzen. Nun sechs Esslöffel Öl beigeben und mit dem Schneebesen so lange mixen, bis eine gleichmäßige Emulsion entstanden ist.

Balsamico-Senf Marinade:
Zwei Esslöffel dunklen Balsamico mit einem Teelöffel braunem Zucker vermengen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Mit Salz und Pfeffer würzen und einen Teelöffel mittelscharfen Senf, Dijon Senf oder grobkörnigen Senf dazugeben. Kräftig durchmischen. Nun sechs Esslöffel Öl beigeben und mit dem Schneebesen so lange mixen, bis eine gleichmäßige Emulsion entstanden ist.

Balsamico-Senf Marinade mit süßem Senf:
Wie die Balsamico-Senf  Soße, nur mit süßem Senf. Dazu eignet sich Weißwurstsenf oder auch Fruchtige Senfsorten, wie Feigensenf hervorragend. Doch Vorsicht, je nach Geschmack muss der Zucker etwas reduziert werden.

Balsamico-Senf Marinade mit Honig:
Wie die Balsamico-Senf Soße, nur anstatt Zucker werden 2 Teelöffel Honig genommen. Je nach Qualität des Honigs bekommt das Dressing eine besondere Note.

Balsamico-Senf Marinade mit Ahornsirup:
Wie Balsamico-Senf Soße mit Honig, der Honig wird durch Ahornsirup ersetzt.


Maggi Marinade:
2 Esslöffel Essig, Salz, Zucker, Pfeffer und einige Spritzer Maggi mit einem Schneebesen so lange verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Nun 4 Esslöffel Öl dazugeben und nochmal kräftig durchmischen, bis eine homogene Emulsion entstanden ist.

Dressing mit einem Hauch Curry
Zwei Esslöffel dunklen Balsamico mit einem Teelöffel Honig vermengen, bis sich der Honig aufgelöst hat. Mit Salz und Pfeffer und einer Prise Curry würzen. Nun sechs Esslöffel Öl beigeben und mit dem Schneebesen so lange mixen, bis eine gleichmäßige Emulsion entstanden ist.
Dieses Dressing passt wunderbar zu einem Salatmix, dem einige Esslöffel bissfest gegarte rote Linsen beigemischt wurden.



Helle Marinaden

Grundmarinade:
Zwei Esslöffel hellen Balsamico oder einen Esslöffel Weißweinessig mit einem Teelöffel weißen Zucker vermengen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Mit Salz und Pfeffer würzen. Nun sechs Esslöffel Öl beigeben und mit dem Schneebesen so lange mixen, bis eine gleichmäßige Emulsion entstanden ist. Durch die Zugabe von Kräutern, fein gehacktem Knoblauch oder Zwiebeln kann die Grundmarinade ganz einfach in viele unterschiedliche Geschmacksrichtungen gelenkt werden.

Marinade mit Frischkläse:
Zwei Esslöffel hellen Balsamico oder einen Esslöffel Weißweinessig mit einem Teelöffel weißen Zucker vermengen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Mit Salz und Pfeffer würzen und einen Esslöffel Frischkäse in die Marinade mischen. Gut verquirlen. Nun sechs Esslöffel Öl beigeben und mit dem Schneebesen so lange mixen, bis eine gleichmäßige Emulsion entstanden ist. Durch die Zugabe von Kräutern, fein gehacktem Knoblauch oder Zwiebeln kann die Grundmarinade ganz einfach in viele unterschiedliche Geschmacksrichtungen gelenkt werden.


Meerrettichdressing
Zwei Esslöffel nicht zu sauren Essig mit einem Teelöffel Zucker vermengen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Mit Salz und Pfeffer, etwas mittelscharfem Senf und einem Teelöffel Meerrettich würzen und kräftig verquirlen. Nun viel Esslöffel Öl beigeben und mit dem Schneebesen so lange mixen, bis eine gleichmäßige Emulsion entstanden ist.
Dieses Dressing passt wunderbar zu einem, der Fisch enthält, zum Beispiel Lachs, geräucherte Forelle oder Tunfisch.


Parmesandressing
Zwei Esslöffel Zitronensaft, Salz, Pfeffer und eine Prise Zucker gut vermischen. Anschließend etwa 30 g fein geriebenen Parmesan einrühren und fünf Esslöffel Olivenöl unterheben. Alles gut vermengen und nochmal abschmecken.
Dieses Dressing passt wunderbar zum Beispiel zu Tomatensalat. Aber auch Spargelsalat kann damit einmal auf ungewöhnliche Weise serviert werden.

Zitronensaft Olivenöl Marinade:
Den Saft einer halben Zitrone mit einem Teelöffel weißen Zucker vermengen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Mit Salz und Pfeffer würzen. Nun sechs Esslöffel Olivenöl beigeben und mit dem Schneebesen so lange mixen, bis eine gleichmäßige Emulsion entstanden ist. Durch die Zugabe von Kräutern, fein gehacktem Knoblauch oder Zwiebeln kann die Marinade ganz einfach in viele unterschiedliche Geschmacksrichtungen gelenkt werden.


Zitronensaft Olivenöl Marinade mit Honig:
Drei Esslöffel Zitronensaft mit einem Teelöffel Honig vermengen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Mit Salz und Pfeffer und einer Zehe gepresstem Knoblauch würzen. Nun sechs Esslöffel Olivenöl beigeben und mit dem Schneebesen so lange mixen, bis eine gleichmäßige Emulsion entstanden ist, dann noch einen Esslöffel fein geriebenen Parmesan einbringen.

Blue Cheese Dressing:
einen gehäuften Esslöffel zerbröselten Blauschimmelkäse
4 Esslöffel Naturjoghurt von cremiger Substanz
2 Esslöffel Mayonnaise
1 Esslöffel Sahne, Salz, Pfeffer
Den Käse in einer Schüssel mit Gabel oder Löffel möglichst fein zerdrücken. Joghurt und Sahne dazu und geduldig verrühren, bis eine möglichst homogene Masse entstanden ist. Mayonnaise untermischen. Salzen, Pfeffern nach Geschmack.


Farbige Marinaden

Rote Marinade:
Ein bis Zwei Esslöffel Rotweinessig mit einem Teelöffel weißen Zucker vermengen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Mit Salz und Pfeffer würzen und einen Esslöffel Frischkäse in die Marinade mischen. Gut verquirlen. Nun sechs Esslöffel Öl beigeben und mit dem Schneebesen so lange mixen, bis eine gleichmäßige Emulsion entstanden ist.

Kommentare:

  1. na das ist ja eine nette Auswahl. Einige davon werden auf jeden Fall ausprobiert.

    Schönen Gruß

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    1. Na dann, nur zu. Ich würde mich freuen, wenn wir hier mal wieder lesen könnten, wie es geklappt hat.

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