Dienstag, 16. Dezember 2014

Gyros und eine Urlaubserinnerung


Gyros

Jedesmal, wenn ich zwischen Alamogordo und El Paso unterwegs bin und meinen Blick durch die karge Steppe der scheinbar endlosen Prärie schweifen lasse, erinnert mich das an meinen letzten Urlaub in Griechenland.

Wie waren mit einem gemieteten Wohnmobil unterwegs und durchstreiften dieses herrliche Land der Hellenen.

Einige Zeit verbrachten wir auch mit Freunden, die dort schon seit längerer Zeit lebten. Sie zeigten uns Orte, an denen sich Touristen üblicherweise nicht aufhielten. Buchten, mit weißen Sandstränden und glasklarem Wasser - wir waren fast alleine dort. Abenteuerliche Wege durch Berge mit herrlichen Aussichten über das spärlich bewachsene Land und Tavernen mit griechischem Essen, wie man es als deutscher Tourist nur selten bekommt.

Und die Menschen dort? Freundlich sind sie. Gemütlichkeit und Wärme strahlen sie aus, mit ihrer lebensbejahenden Art. Überall wird man herzlich empfangen. Zeit haben sie. Scheinbar unendlich viel Zeit. Gemütlichkeit und Lebensfreude prägt den oft sehr harten Alltag.

Über allem stand ununterbrochen die Sonne. Tag für Tag schien sie ungetrübt vom ständig  blauem Himmel und flutete unsere deutschen Seelen mit Licht. Machte uns innerlich hell und vertrieb Erinnerungen an düstere und wolkenverhangene Regentage im oft so tristen Deutschland.

Herrlich war's dort.

Und als ich kürzlich wieder über diesem Urlaub ventilierte, während mein Wagen über die einsamen, schnurgeraden und unendlichen Pisten New Mexicos rollte, überkam mich plötzlich ungeheurer Appetit auf griechisches Essen.

Also beschloss ich heute Gyros zu machen. Dabei lehnte ich mich im wesentlichen an ein Rezept aus dem "Digitalen Kochbuch von Bravofly", passte es allerdings ein wenig meinem Geschmack an.

Gyros Gewürzmischung

Zutaten für zwei Personen
  • zwei Fladenbrote
  • 300 g Schweinefleisch
  • 1 Zwiebel
  • 1 rote Paprikaschote
  • Öl
  • Salz
  • 4-5 Zehen Knoblauch
  • Gyros Gewürz
für die Soße
  • 1 El. griechischen Joghurt
  • 1 EL Sauerrahm
  • Milch
  • je einen 1 TL Thymian, Majoran, Oregano
  • 2 Zehen Knoblauch
  • Salz

Vorbereitung

Wer kein fertiges Gyros Gewürz verwenden möchte, kann es wie ich ganz einfach selber machen. Beim  Grillsportverein und bei Kochbar ließ ich mich inspirieren und vermengte folgende Zutaten: 

1 Tl. Kreuzkümmel, 1 Tl. Paprika edelsüß, 1 Tl. Koreander gemahlen, 1/2 Tl. getrockneten Rosmarin, je 1 Tl. Thymian, Oregano, Majoran, 1/2 Tl. Zimt.

Schweinefleisch in feine Streifen schneiden.

Zwiebel schälen und in Ringe schneiden.

Paprika waschen, Kerngehäuse entfernen und in feine Streifen schneiden.

Aus allem Knoblauch eine Knoblauchpaste herstellen.


Zubereitung

Die Soße
Joghurt, Sauerrahm und Milch zu einer cremigen Soße vermengen. Ich hatte den sehr dicken, griechischen Joghurt zur Verfügung, deswegen musste ich etwas mehr Milch nehmen. Wer deutschen Joghurt hat, braucht entsprechend weniger. 1/3 der Knoblauchpaste und die anderen Gewürze untermischen und 2-3 Stunden ziehen lassen.

Gyrossoße

Das Gyros
Fleisch, Zwiebeln, Gyros Gewürz, Paprika, 2/3 der Knoblauchpaste, und 3-4 Esslöffel Öl in eine Schüssel geben, gut vermengen und 2-3 Stunden marinieren. Achtung: Noch kein Salz hinzufügen, sonst wird das Fleisch trocken.

Anschließend in einer Pfanne nicht zu heiß braten, am besten auf 2-3 Portionen aufteilen. Erst jetzt salzen.

Zwei Fladenbrote erwärmen (Mikrowelle) und das Heiße Gyros darauf verteilen.

Mit der Soße überziehen und zuklappen.

Wer zur Hand hat, kann noch etwas Grün zur Dekoration anbringen.


Fazit

Lecker war's. Und es kam schon ziemlich nahe an griechisches Gyros ran. Vor allem die Gewürzmischung brachte ein Stück Griechenland auf Zunge und Gaumen. Wer einmal etwas Muße und Zeit hat und nicht die fertige Gyrospfanne vom Meztger verwenden möchte, der sollte es unbedingt ausprobieren.   

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