Dienstag, 21. Oktober 2014

Jerky oder Dörrfleisch - ganz einfach zu machen und immer lecker

Jerky gewürzt mit grobem Pfeffer

Beef Jerky ist richtig lecker.

Hier in den USA gibt es diese Delikatesse schon lange, in Deutschland findet man sie immer öfter in den Regalen von Supermärkten und Tankstellen. Leider unglaublich teuer.

Dabei ist es ganz einfach, Jerky selbst herzustellen. Am besten hat man einen Dörrautomaten, der für wenig Geld bei Amazon gekauft werden kann. Aber es geht auch im Ofen.

Das Fleisch muss nicht von erster Qualität sein, Rinderrouladen aus dem ALDI oder einfach nur ein mageres Stück Rinderbraten reichen vollkommen aus. Der geschickte Einkäufer schlägt am besten genau dann zu, wenn beim Metzger gerade mal ein schönes Stückchen Fleisch in der Wochenaktion günstig feil geboten wird. Wichtig ist, es darf kein Fett haben, denn Fett trocknet nicht und wird bei längerer Aufbewahrung ranzig.

Nun nur noch etwas Sojasoße, Worcestersoße, Zucker und wenn zur Hand ein paar Tropfen "liquid smoke". Hier findet sich der Flüssigrauch in jedem Supermarkt, in Deutschland fiel er mir noch nie auf, ich suchte allerdings auch noch nicht danach.

Und dann kann es auch schon losgehen.


Zutaten
  • 1 kg Rinderfleisch, mager
  • 250 ml Sojasoße
  • 250 ml Worcestersoße
  • 250 g brauner Zucker
  • 2-3 Teelöffel "liquid smoke" wenn vorhanden

Vorbereitung

Rindfleisch in sehr dünne Scheiben schneiden, ca. 1-2 mm dick. Angefroren lässt es sich besser zerkleinern. Dabei sollte vorher unbedingt alles Fett entfernt werden.

Grundsätzlich kann das Fleisch gegen die Faser oder mit der Faser geschnitten werden, das ist Geschmackssache. Schneidet man es gegen die Faser, wird das Jerky weich, mit der Faser eher bissfest. Ich persönlich hab es lieber bissfest.

Zubereitung

Die Zutaten für die Marinade gut vermengen. Zusätzliches Salz ist nicht nötig, die Sojasoße ist reichlich bestückt damit.

Nun das Fleisch in eine Kunststoffschüssel legen (nicht Metall) und die Marinade darüber schütten. Alles gut vermengen und mit Frischhaltefolie luftdicht abdecken. Über Nacht im Kühlschrank marinieren.

Am nächsten Morgen das Fleisch zwischen mehreren Küchentüchern trocken tupfen. Wer mag kann jetzt noch verschiedene Gewürze zufügen, wie zum Beispiel Chiliflocken, grob gemahlenen Pfeffer oder Knoblauchpulver.

Nun alles in den Dörrautomaten schichten. Die Fleischstücke dürfen sich ruhig berühren, aber keinesfalls überlappen.

Jerky stark gewürzt im Dörrautomaten ausgelegt
Den Dörrautomaten einschalten und 6-8 Stunden trocknen lassen, je nach Geschmack. 

Wer seinen Jerky im Ofen trocknet, schichtet das Fleisch am besten einfach auf einen Rost, schiebt diesen auf mittlere Schine und stellt den Herd auf niedrigste Temperatur (ca. 50°C). Die Klappe sollte nicht ganz geschlossen sein, damit die Feuchtigkeit gut abziehen kann. Ein Kochlöffelstil zwischen Klappe und Herd geklemmt stellt sicher, dass genügend Luft zirkulieren kann. Auch hier wird das Fleisch 6-8 Stunden getrocknet, je nach Geschmack.

Der Jerky ist fertig, wenn er faserig trocken ist uns sich gerade noch biegen lässt, ohne zu zerbrechen.

fertiger Jerky, verschieden gewürzt


Fazit

Sehr sehr lecker. Es ist absolut nicht nötig, solche Unsummen für Jerky auszugeben, der selber gemachte steht dem gekauften in nichts nach und kann über verschiedene Gewürze dem persönlichen Geschmack bestens angepasst werden.

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