Freitag, 19. September 2014

Trockenmarinade oder "dry rub" mit persönlicher Note - Teil 4


"dry-rub" Grundform


Mit den bisherigen Zutaten lässt sich bereits ein leckerer rub herstellen, sozusagen eine Basisversion, die wahrscheinlich jedem schmeckt. Quasi der Pflanzenstengel mit verschiedenen Blättern daran.

Jetzt gilt es, die Pflanze zum Blühen zu bringen. Je reicher und bunter die Blüten desto kreativer die Kochkunst und vielseitiger der Geschmack - bedeutet: Jetzt bekommt unser rub die persönlichen Noten.

Schritt 4: die Signatur

Stöbert man im Internet nach Rezepten für Trockenmarinaden, so findet man unzählige "beste rubs". Das beste rub für spare-ribs, für steaks, für pulled pork, für briskets und so weiter. Jeder schwört auf sein Rezept und legt dem geneigten Leser natürlich nahe, gleich eine große Menge des himmlischen Genussmittels herzustellen. Arbeit spare man sich damit, was natürlich auch stimmt.

Einziger Haken ist, dass alles nach demselben Gewürz schmeckt, egal was man macht. Oder aber der Schrank ist voll mit unterschiedlichen Marinaden, die sich dann aber trotzdem irgendwann wiederholen.

Ich bin der Meinung, dass es vollkommen ausreicht, die bisherige Grundmarinade in größerer Menge herzustellen. Vorteil: Es gibt nur einen Gewürzbehälter im Schrank.

Rezeptvorschlag für eine Grundmarinade
  • 2 Esslöffel grobes Meersalz
  • 2 Esslöffel braunen Rohrzucker
  • 1/2 Esslöffel frisch und grob gemahlenen schwarzen Pfeffer
  • 1/2 Esslöffel Cayenne Pfeffer
  • 4 Esslöffel Paprika edelsüß
  • 1 Esslöffel Kreuzkümmel (gemahlen)

Zubereitung

Alle Gewürze gründlich vermischen und in einem gut verschließbaren Gefäß dunkel und trocken lagern. Es eignen sich zum Beispiel Einmachgläser oder auch Ziplock-Plastikbeutel.

Wenn es dann tatsächlich ans "rubben" geht, kann der Koch einen Teil der Grundmarinade entnehmen und entscheiden, welche Richtung er für den bevorstehenden Event einschlagen möchte. Das hängt zum Einen vom Gericht ab, zum Anderen von den Gästen; meist ist der Besuch mit seinen Vorlieben und Abneigungen bekannt. Und die persönliche Stimmung ist ebenfalls von Bedeutung. Wichtig ist, dass die "persönliche Signatur" vorsichtig eingeschmeckt wird um die Dominanz eines bestimmten Gewürzes zu vermeiden.  


An Zutaten stehen folgende Gewürze zur Wahl:

  • Knoblauchgranulat 
  • Zwiebelgranulat
  • Senfpulver
  • Ingwerpulver
  • alle gekerbelten Kräuter, Majoran vorne an
  • Koreandersaat (sollte frisch zerstoßen werden)
  • eventuell Zimt, für ganz besondere Anlässe

Der Phantasie sind allerdings keine Grenzen gesetzt, bei bestimmten "low & slow" Grillvarianten kann sich auch Vanille recht gut in's Konzept einfügen.

OK Freunde, das war's soweit zum Thema "dry rub", viel Spaß beim experimentieren und rubben.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...