Donnerstag, 25. Dezember 2014

Frohe Weihnachten



Ein frohes, gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünsche ich allen Lesern.

Samstag, 20. Dezember 2014

Enchiladas mit "pulled beef"


lecker gefüllte Enchiladas

Tortillas, Taccos, Nachos. Enchiladas, Burritos, Fajitas - was ist eigentlich der Unterschied?

Wer beim Spanier oder Mexikaner einkehrt und die Speisekarte öffnet, dem fliegen sie nur so um die Ohren, die Tacos und die Nachos; die Burritos, die Enchiladas und die Fachitas. Doch nicht genug des ganzen Zinowers, da tauchen auch noch Quesadillas auf, ganz zu schweigen von Tortillas, die ebenfalls in spanischen Tavernen feil geboten werden. Verstört kratzt man sich am Kopf und wundert sich, was denn nun der Unterschied sei. Erschwerend kommt noch hinzu, dass der moderne "Fernsehglotzer" knusprige Dreieckschips unter dem Begriff Tortillas abgespeichert hat, denn Chio setzt der gemeinen Verwirrung noch einen drauf, indem sie ihren "feurig mexikanischen Knabberspaß" als Tortilla Chips verkauft.

Was bestellt man nun am besten?

die Füllung

Eigentlich ist alles ganz einfach:

Tortillas:
Zunächst muss man sich im klaren sein, ob man beim Spanier oder Mexikaner sitzt. Denn ein spanisches Tortilla ist ein Omelette mit eingebackenen Kartoffeln. In Mexiko hingegen versteht man unter Tortilla ein Fladenbrot, meist aus Maismehl, ab und an auch aus Weizenmehl gebacken.

Nachos:
Sie sind relativ klein, dreieckig und knusprig. Am ehesten mit den bekannten "Tortilla Chips" zu vergleichen und werden meist mit einer grünen oder roten Salsa als Vorspeise serviert.

Tacos:
Dem eifrigen Aldi, Penni oder Lidl Einkäufer sind sie geläufig, denn regelmäßige spanische oder mexikanische Aktionswochen haben sie hinreichend bekannt gemacht. Es sind nicht ganz zusammengeklappte Fladenbrote. Hart und zerbrechlich kommen sie daher und werden mit allem möglichen gefüllt. Sie gehören in Mexiko zum Fast Food, wie Hamburger in den USA oder Bratwurst in Deutschland.

Quesadillas:
sind weiche Fladenbrote, im wesentlichen mit geschmolzenem Käse gefüllt.

Fajitas:
sind weiche Fladenbrote, die ungefüllt als Beilage zu gebratenem Fleisch o.ä. an den Tisch gebracht werden. Der Gast füllt sie sich dann selbst, ganz nach Gutdünken.

Burritos:
sind auch weiche Fladenbrote, die schon in der Küche gefüllt und zusammengerollt werden.

Enchiladas:
sind ebenfalls weiche Fladenbrote und werden, wie Burritos bereits in der Küche gefüllt. Vor dem Servieren allerdings kommt noch eine Soße obenauf und anschließend werden sie mit Käse überbacken.

Soweit so gut. Nachdem nun Klarheit in's südländische Beilagengewirre gebracht ist, bereiten wir ein paar leckere Enchiladas mit gezogenem Rindfleisch zu.


gezogenes Rindfleisch

Zutaten für zwei Personen

  • ca. 500 g Rindfleisch mit viel Bindegewebe. Es dürfen gerne Sehnen dabei sein, Beinscheibe ist gut geeignet.
  • 4 mexikanische Fladenbrote. Vom Supermarkt oder aus dem türkischen Laden.

zum würzen

  • eine Dose braune oder schwarze Bohnen
  • eine Zwiebel
  • eine Schote Jalapenjo (Peperoni)
  • Salz
  • 1 Teelöffel Tomatenmark
  • 1 Esslöffel Paprika edelsüß
  • gemahlener Kreuzkümmel
  • Öl
  • 4-5 Knoblauchzehen

für die Salsa

  • 1 Dose gehackte Tomaten
  • Paprika edelsüß
  • Thymian gekerbelt
  • Cayenne
  • Salz
  • brauner Zucker

zum Überbacken

  • geriebenen Käse, nehmt einfach Euren Lieblingskäse.

gezogenes Rindfleisch mit Bohnenpaste gewürzt

Vorbereitung

Das Fleisch:
Das Rindfleisch mit Wasser bedecken und im Schnellkochtopf ca. eine Stunde garen. Wer keinen Schnellkochtopf hat, kann auch einen normalen Topf nehmen und das Fleisch 2-3 Stunden im geschlossenen Topf köcheln. Achtung: Es darf nur gerade so köcheln. Bedeutet: Die Temperatur im Topf liegt bei ca. 110 °C. Dabei verwandeln sich Bindegewebe und Sehnen in Gelatine, was das Fleisch unvergleichlich weich und geschmeidig werden lässt. Es ist fertig, wenn man es mit einer Gabel ganz leicht in Fasern ziehen kann.

Die Würze:
Zwiebeln schälen und würfeln. Jalapenjo waschen, Stiel und Kerne entfernen und ebenfalls würfeln. Aus dem Knoblauch eine Paste herstellen. Alles zusammen in einem Topf mit etwas Öl anschwitzen. Nun die Dose Bohnen mit der Flüssigkeit, Tomatenmark und Paprika hinzugeben und ca. 20 Minuten köcheln lassen. Mit Kreuzkümmel und Salz abschmecken und beiseite stellen.

Die Salsa:
Alle Zutaten für die Salsa in einem kleinen Töpfchen ca. 10 Minuten köcheln lassen. Gewürze nach Geschmack verwenden und pürieren.

Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Zubereitung

Rindfleisch mit zwei Gabeln in Fasern ziehen. Deswegen heißt es auch "pulled beef". Die Bohnen im Mixer zu Püree verarbeiten und zum Rindfleisch geben. Mit den Händen gut vermischen.
Bei allem gilt natürlich: Vorsicht heiß!
Mit Salz abschmecken und die Fladenbrote (Tortillas) befüllen, zusammenrollen und in eine Auflaufform legen.

Salsa darüber verteilen, mit Käse bestreuen und Im Ofen 15 bis 20 Minuten überbacken.

Enchiladas frisch aus dem Ofen

Fazit
Natürlich. Es ist eine Menge Arbeit, aber es lohnt sich. Das Fleisch ist eine Wucht. Weich. Geschmeidig. Gaumenschmeichelnd. Die Gelatine darin verleiht traumhafte Konsistenz. Dazu die Würze aus Bohnen und Jalapenjo, alles in weiches Fladenbrot gewickelt und als Topping die Salsa mit dem überbackenen Käse - ein umwerfendes Gaumenspektakel.

Dienstag, 16. Dezember 2014

Gyros und eine Urlaubserinnerung


Gyros

Jedesmal, wenn ich zwischen Alamogordo und El Paso unterwegs bin und meinen Blick durch die karge Steppe der scheinbar endlosen Prärie schweifen lasse, erinnert mich das an meinen letzten Urlaub in Griechenland.

Wie waren mit einem gemieteten Wohnmobil unterwegs und durchstreiften dieses herrliche Land der Hellenen.

Einige Zeit verbrachten wir auch mit Freunden, die dort schon seit längerer Zeit lebten. Sie zeigten uns Orte, an denen sich Touristen üblicherweise nicht aufhielten. Buchten, mit weißen Sandstränden und glasklarem Wasser - wir waren fast alleine dort. Abenteuerliche Wege durch Berge mit herrlichen Aussichten über das spärlich bewachsene Land und Tavernen mit griechischem Essen, wie man es als deutscher Tourist nur selten bekommt.

Und die Menschen dort? Freundlich sind sie. Gemütlichkeit und Wärme strahlen sie aus, mit ihrer lebensbejahenden Art. Überall wird man herzlich empfangen. Zeit haben sie. Scheinbar unendlich viel Zeit. Gemütlichkeit und Lebensfreude prägt den oft sehr harten Alltag.

Über allem stand ununterbrochen die Sonne. Tag für Tag schien sie ungetrübt vom ständig  blauem Himmel und flutete unsere deutschen Seelen mit Licht. Machte uns innerlich hell und vertrieb Erinnerungen an düstere und wolkenverhangene Regentage im oft so tristen Deutschland.

Herrlich war's dort.

Und als ich kürzlich wieder über diesem Urlaub ventilierte, während mein Wagen über die einsamen, schnurgeraden und unendlichen Pisten New Mexicos rollte, überkam mich plötzlich ungeheurer Appetit auf griechisches Essen.

Also beschloss ich heute Gyros zu machen. Dabei lehnte ich mich im wesentlichen an ein Rezept aus dem "Digitalen Kochbuch von Bravofly", passte es allerdings ein wenig meinem Geschmack an.

Gyros Gewürzmischung

Zutaten für zwei Personen
  • zwei Fladenbrote
  • 300 g Schweinefleisch
  • 1 Zwiebel
  • 1 rote Paprikaschote
  • Öl
  • Salz
  • 4-5 Zehen Knoblauch
  • Gyros Gewürz
für die Soße
  • 1 El. griechischen Joghurt
  • 1 EL Sauerrahm
  • Milch
  • je einen 1 TL Thymian, Majoran, Oregano
  • 2 Zehen Knoblauch
  • Salz

Vorbereitung

Wer kein fertiges Gyros Gewürz verwenden möchte, kann es wie ich ganz einfach selber machen. Beim  Grillsportverein und bei Kochbar ließ ich mich inspirieren und vermengte folgende Zutaten: 

1 Tl. Kreuzkümmel, 1 Tl. Paprika edelsüß, 1 Tl. Koreander gemahlen, 1/2 Tl. getrockneten Rosmarin, je 1 Tl. Thymian, Oregano, Majoran, 1/2 Tl. Zimt.

Schweinefleisch in feine Streifen schneiden.

Zwiebel schälen und in Ringe schneiden.

Paprika waschen, Kerngehäuse entfernen und in feine Streifen schneiden.

Aus allem Knoblauch eine Knoblauchpaste herstellen.


Zubereitung

Die Soße
Joghurt, Sauerrahm und Milch zu einer cremigen Soße vermengen. Ich hatte den sehr dicken, griechischen Joghurt zur Verfügung, deswegen musste ich etwas mehr Milch nehmen. Wer deutschen Joghurt hat, braucht entsprechend weniger. 1/3 der Knoblauchpaste und die anderen Gewürze untermischen und 2-3 Stunden ziehen lassen.

Gyrossoße

Das Gyros
Fleisch, Zwiebeln, Gyros Gewürz, Paprika, 2/3 der Knoblauchpaste, und 3-4 Esslöffel Öl in eine Schüssel geben, gut vermengen und 2-3 Stunden marinieren. Achtung: Noch kein Salz hinzufügen, sonst wird das Fleisch trocken.

Anschließend in einer Pfanne nicht zu heiß braten, am besten auf 2-3 Portionen aufteilen. Erst jetzt salzen.

Zwei Fladenbrote erwärmen (Mikrowelle) und das Heiße Gyros darauf verteilen.

Mit der Soße überziehen und zuklappen.

Wer zur Hand hat, kann noch etwas Grün zur Dekoration anbringen.


Fazit

Lecker war's. Und es kam schon ziemlich nahe an griechisches Gyros ran. Vor allem die Gewürzmischung brachte ein Stück Griechenland auf Zunge und Gaumen. Wer einmal etwas Muße und Zeit hat und nicht die fertige Gyrospfanne vom Meztger verwenden möchte, der sollte es unbedingt ausprobieren.   

Montag, 15. Dezember 2014

Räuberspieße


Räuberspieße

Wenn ich Räuberspieß höre, habe ich sofort den Hotzenplotz vor Augen.

Tief im dichten Wald liegt sein Versteck, von wo aus er kecke Beutezüge unternimmt und mit dreister Vehemenz unschuldige Menschen ausraubt. Im Vorbeigehen wird auch mal ein Schweinchen aus dem Pferch gegrapscht und in den großen Sack gesteckt. Kommt er nach erfolgreicher Diebestour wieder in seinen Unterschlupf, säbelt er mit mächtigem Messer riesige Klumpen Fleisch vom frisch geschlachteten Schweinchen und steckt sie anschließend auf seinen Degen, im Wechsel mit groben Stücken Speck, Zwiebeln und Paprika. Über seinem Lagerfeuer brät er die enormen Happen knusprig braun, dass einem das Wasser im Munde nur so zusammenläuft. Dabei dürfen auch ruhig mal schwarze Stellen des Schelmes Kebab zieren. Das gehört dazu.

Soweit zu meiner Fantasie.

Bestellt man sich im Restaurant einen Räuberspieß, in der Karte angeboten als deftiger und derber Geselle frivoler Grillkunst, kommt meist ein Schaschlik. Winzige Bröckchen Fleisch finden sich ordentlich aufgereiht und fein drapiert zwischen possierlichen Speckscheibchen, niedlichen Zwiebelstückchen und putzigen Paprikaschnittchen. Mit etwas Glück ist der "Feine Damen Spieß" ein bisschen schärfer gewürzt als man es von einem ordinären Schaschlik eben erwarten würde. Mit dem Bratspieß eines dickbäuchigen wilden Beutegreifers jedoch hat das in der Regel nichts gemein.

"Also", dachte ich kürzlich in einem Anfall von Wehmut: "Jetzt mache ich ihn einfach selbst, diesen Räuberspieß."


Zutaten
  • ein ordentliches Stück fettes Schweinefleisch
  • Paprikaschoten
  • Tomaten
  • Zwiebeln
  • Speckscheiben
  • Trockenmarinade Grundrezept (siehe ganz rechte Spalte in meinem Blog)
  • und einen Eisenspieß

Vorbereitung

Fleisch in grobe Würfel schneiden.

Zwiebeln schälen, halbieren und immer zwei bis drei Schichten zusammen ablösen.

Paprikaschoten waschen, Kerngehäuse entfernen und grob zerteilen.

Tomaten halbieren

Speckscheiben grob zusammenrollen

Jetzt geht's auf den Grill

Zubereitung

Die Zutaten im Wechsel auf einen ausreichend großen Metallspieß stecken und kräftig mit der Trockenmarinade würzen. 

Auf einem Holzkohlegrill über indirekter Hitze grillen, bis der Spieß rundherum knusprig braun ist. Das geht schneller als erwartet, da sich der Metallspieß aufheizt und von innen her gart. Je nach Hitze und Größe der Fleischstücke 20 Minuten bis zu einer halben Stunde.


Fazit

Knusprig, saftig, lecker. Ein Räuberspieß eben.

Samstag, 13. Dezember 2014

Kartoffel-Speck Miniquiches


Miniquiche

Eigentlich ist es ein spanisches Rezept. Denn im Original wird anstatt Speck ein Stück herzhafte spanische Chorizo genommen. In Deutschland kein Problem, man bekommt sie zwischenzeitlich in fast jedem Lebensmittelgeschäft. Hier jedoch habe ich mir die Hacken abgelaufen, leider ohne Erfolg.

Nichts desto trotz, als ich diese lecker aussehenden Miniquiches bei "foodwishes.com von Chef John" erblickte, konnte ich nicht widerstehen, ich musste die kleinen Happen einfach nachkochen. Also strich ich die spanischen Chorizo kurzerhand aus dem Rezept und ersetzte sie ganz einfach durch Speck. Da im Vergleich zwischen Speck und Chorizo wichtige Aromen fehlen, mussten noch verschiedene Gewürze dazu. Besonders Paprika stand ganz oben auf der Liste. Nicht nur aus Geschmacksgründen, auch der Farbe wegen. Das typische Rot darf einfach nicht fehlen. Genauso die klassischen Aromen von Knoblauch und Zwiebel, die ich ebenfalls addierte.

Bedauerlicherweise bekam ich auch keinen spanischen Manchego, weswegen ich auf eine mexikanischen Käsemischung auswich. War auch keine schlechte Wahl.

Derart verändert ist das Rezept zwar eine eher amerikanische Abwandlung der vorliegenden Variante, aber "Chef John" hatte sein Rezept ebenfalls schon stark abgewandelt. Seine Vorlage wiederum war ein spanisches Tortillarezept. Interessant, was sich aus einem einfachen Tortillarezept so alles entwickeln kann. Kochen ist eben Kunst.

Zutaten für 4 Quiches

  • eine Kartoffel
  • 1/2 Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen
  • 2 Esslöffel Speckwürfel
  • je nach Größe 2-4 Eier
  • Öl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Paprika
  • Cayenne
  • geriebener Käse

Vorbereitung

Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Kartoffeln schälen, waschen und in kleine Würfel schneiden.

Zwiebeln ebenfalls schälen und fein würfeln.

Aus dem Knoblauch eine Paste herstellen.

Eier aufschlagen und in einem Messbecher sehr gut verquirlen. Achtung wichtig: Eiklar und Eigelb müssen eine homogene Emulsion ergeben und keine Flecken von Eiklar dürfen in der Messe herumschwimmen. Also besser etwas länger quirlen. Dabei mit einer kräftigen Prise Salz würzen.

Muffinform, bis zur Hälfte gefüllt mit Kartoffel-Speck-Zwiebelmix. Der Rest wird ...

Zubereitung

Zwiebel und Kartoffelwürfel in etwas Öl bei mittlerer Hitze braten, bis die Kartoffeln fast gar sind. Das dauert je nach Würfelgröße ca. 10 - 15 Minuten.

Nun die Speckwürfel dazugeben, die Hitze auf 3/4 Kochleistung erhöhen und weiter braten, bis alles etwas cross geworden ist. Mit den Gewürzen kräftig abschmecken, vor allem Paprika darf reichlich eingebracht werden. Die Knoblauchpaste ebenfalls hinzufügen, gut durchmischen und nochmal kurz aufbraten lassen. Aus der Pfanne nehmen und auf Küchenkrepp das überschüssige Fett absaugen.

Zwischenzeitlich vier Formen eines Muffinbleches einfetten. Hier in den USA bekommt man dieses Backutensil in jedem Laden, der auch nur im entferntesten mit Haushaltsartikeln zu tun hat. In Deutschland sind sie nicht ganz so geläufig, aber in gut sortierten Supermärkten dürfte das kein Problem darstellen. Zur Zeit werden sie auch beim Tedi, im Angebot des Monats feil geboten, für gerade mal 3.- €. Kann sich also jeder leisten.

Doch weiter zum Rezept.

Den Boden der eingefetteten Formen mit etwas Käse auslegen.

Jede Form bis zur Hälfte mit dem gerösteten Kartoffel-Speck-Zwiebelmix auffüllen. Das verquirlte Ei darübergießen, bis fast zum Rand. Damit das Ei sich richtig gut verteilt, die Form einige Male auf die Arbeitsfläche tippen und vorsichtig schütteln. Eine kleine Prise Käse auf jeder Miniquiche verteilen und ab in den Ofen damit, für ca. 17-20 Minuten.

... mit Ei aufgefüllt

Abkühlen lassen, aus den Förmchen nehmen, mit etwas Knoblauchmayonnaise und einem Sprinkler Grün garnieren.

Fazit

Es war eines jener seltenen Rezepte, bei dem niemand am Tisch etwas zu meckern hatte. Und das bedeutet: Es schmeckt!

Diese kleinen Quiches eignen sich übrigens auch hervorragend als Fingerfood - Mitbringsel zu einer Party. Kommt mit Sicherheit gut an.

Freitag, 12. Dezember 2014

Koriander - Rindfleisch


Korianderrindfleisch

Es wurde mal wieder Zeit für den WOK.

Schon ewig gab's nichts asiatisches mehr zu essen. Also kramte ich den eisernen Chinapott aus der inzwischen hintersten Ecke meines Küchenschrankes, blies einmal kräftig hinein um den Staub zu entfernen :-) und stellte den Kumpel auf.

Als zweites holte ich "Das große Wok Kochbuch" aus dem Schrank und blätterte darin herum, bis ich auf ein Rezept mit Rindfleisch und viel asiatischer Petersilie stieß. "Jawohl! Das ist es!", dachte ich mir im Stillen, denn ich liebe das Aroma von frischem Koriandergrün. Während es in Deutschland fast ein Ding der Unmöglichkeit war, dieses herzhafte Kraut zu organisieren, liegt es hier in jedem Gemüseregal eines jeden Einzelhändlers zu Hauf herum. Und gutes, frisches  Rindfleisch ist direkt an der Grenze zu Texas sowieso kein Thema.

Also nur noch kurz eingekauft und schon ging es los.

Zutaten für zwei kräftige Esser

  • 500 g mageres Rindfleisch
  • 4-5 Knoblauchzehen
  • 1 Esslöffel Ingwerwurzel
  • ein Bund Koriandergrün
  • 2 rote Zwiebeln
  • 1/2 Schote roter Paprika
  • 1/2 Schote grüner Paprika
  • 1 Esslöffel Zitronensaft
  • Öl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Chili

Vorbereitung

Rindfleisch in feine Scheiben schneiden, quer zu Faser.

Koriandergrün grob hacken.

Zwiebeln schälen und in halbe Ringe schneiden.

Paprika waschen, Kerngehäuse entfernen und in feine Streifen schneiden.

Knoblauch schälen, andrücken und grob hacken.

Ingwer schälen und reiben.


Zubereitung

Zunächst das Fleisch marinieren: Dazu ca. 50 ml Öl, Ingwer, die Hälfte des Korianders und das Rindfleisch in einer Schüssel gut vermengen, abdecken und für ca. zwei Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

Einen Wok stark erhitzen, jeweils 1 Esslöffel Öl hineingeben und das Fleisch in vier Portionen unter ständigem Rühren jeweils 3-4 Minuten anbraten, herausnehmen und zur Seite stellen.

Nochmals einen Esslöffel Öl in den Wok geben und die Zwiebeln darin anbraten. Sind diese glasig, die Paprikastreifen dazugeben und alles 3-4 Minuten pfannenrühren.

Nun das Fleisch, Zitronensaft, und den restlichen Koriander einmengen, sämtliche Zutaten nochmal gut erhitzen und mit Salz, Pfeffer und Chili abschmecken. Sofort servieren, am besten mit Reis.


Fazit

Dieses Rezept ist wirklich nur für Menschen, die gerne Koriander mögen. Da wir ihn lieben, begeisterte uns das Gericht. Vor allem die Kombination mit Ingwer hatte es in sich, kombiniert mit leichter Hintergrundschärfe durch eine Prise Chili war das ein perfektes Abendessen.

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Lebkuchen selber backen - so bleiben sie weich



Lebkuchen frisch aus dem Ofen

Herrlich ist's zur Weihnachtszeit. Vor allem wenn es im ganzen Haus nach orientalischen Gewürzen duftet, die in der Lebkuchenbäckerei verwendet werden.

Leider ist das mit diesem Gebäck gar nicht so einfach. Das Problem: Sie werden leicht hart und dann schmecken sie überhaupt nicht mehr. Um das zu vermeiden, findet Ihr hier verschiedene Maßnahmen, was vor, während und nach dem Backen getan werden kann, um diesem Übel beherzt entgegen zu treten.

  1. Vor dem Backen
    Wenn der Teig fertig ist, sollte er nicht gleich geformt und in den Ofen geschoben werden. Am besten wickelt man ihn in Frischhaltefolie und lässt ihn einige Stunden bei Zimmertemperatur ruhen. In Österreich gibt es erfahrene Hausfrauen, die den Teig sogar bis zu 48 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen, bis sie ihn verarbeiten.
  2. Während des Backens
    Ich denke, dieses ist der wichtigste Punkt, um harten Lebkuchen vorzubeugen. In der Regel werden Backzeiten und Backtemperaturen zu lange und zu hoch angegeben. Lebkuchen dürfen nicht ganz durchgebacken sein, wenn sie aus dem Ofen kommen, sie ziehen nämlich noch nach. Je nach Dicke reichen 5 - 12 Minuten bei 160 bis max. 170 °C vollkommen aus. Der Garprozess im Ofen sollte schon nach 5 Minuten regelmäßig kontrolliert werden. Das Backgut kann schon herausgenommen werden, wenn die Oberfläche matt ist. Dann mit einem Küchentuch abdecken und nachgehen lassen.
  3. Nach dem Backen
    Sobald die Lebkuchen erkaltet sind gilt es sie richtig einzulagern. Grundsätzlich sind Lebkuchen 3-4 Monate haltbar. Sie sollten dazu in einer dichten Blechdose zwischen Pergament-, besser Wachspapier übereinander geschichtet werden. So bleiben sie weich. Selbst wenn sie nach dem Backen etwas hart geworden sein sollten, werden sie in der Regel nach 2-3 Tagen ganz von alleine weich und geschmeidig, entprechende Luftfeuchtigkeit vorausgesetzt.
  4. Wenn sie trotzdem missraten sind
    Auch dann ist noch nicht alles zu spät, denn hart gewordene Lebkuchen können oft wieder regeneriert werden. Dazu müssen sie Gelegenheit bekommen, Feuchtigkeit zu ziehen. Einige Apfelschnitze, Mandarinenschalen oder eine Scheibe frisches Brot mit in die Dose gegeben wirken oft Wunder.
    Doch Achtung: Diese Feuchtigkeitsspender sollten alle zwei Tage ausgetauscht werden, somst laufen sie Gefahr zu schimmeln.

    Auch können sie über Nacht in den Kühlschrank gelegt werden. Dort bekommen Sie ebenfalls Gelegenheit, zu rehydrieren. In diesem Fall empfiehlt es sich, sie locker mit Alufolie einzuschlagen.

    Ein ganz anderer Trick ist der Honigtrick. Dazu werden die Lebkuchen mit flüssigem Honig bepinselt, hernach mit Alufolie leicht abgedeckt und über Nacht stehen gelassen. So stehen die Chancen ebenfalls nicht schlecht, die trockenen Teile wieder weich zu bekommen. Hilfreich hierbei kann es sein, den Honig zuvor durch Wärmeeinwirkung im Wasserbad zu verflüssigen.
Soweit zu den wichtigsten Tipps. Wer sonst noch eine Idee hat, der sei herzlich eingeladen einen Kommentar zu hinterlassen.

Ich buk letztes Wochenende frische Lebkuchen. Dabei probierte ich ein leicht verdauliches Rezept der Weight Watchers aus, etwas verändert und meinem Geschmack angepasst. Wie bereits beim Rezept für Käsekuchen erwähnt, kann ich es nämlich nicht leiden, wenn man sich nach dem Genuss von Backwaren elend fühlt, weil der Magen wegen des vielen Zuckers und den Unmengen an Fett heftig schuften muss. Das Originalrezept und noch mehr leichte weihnachtliche Backrezepte von den Weight Watchers findet Ihr hier.


Lebkuchenmasse

Zutaten

  • 250 g Butter
  • 140 g Honig
  • 40 g brauner Zucker
  • 3 Eier
  • 2 Teelöffel Lebkuchengewürz
  • 2 Teelöffel Backpulver
  • 2 Esslöffel Kakaopulver
  • 200 g Mehl
  • 50 g gehackte Mandeln

Vorbereitung

Butter vorsichtig schmelzen

Wer kein fertiges Lebkuchengewürz zur Hand hat, kann es auch selber machen. Ich mischte es nach folgendem Rezept: 10 g Zimt, 4 g Nelke, 1 g Piment, 1 g Muskat, 1 g Koreander, 1 g Kardamom, 1 g Ingwer. Alle Gewürze natürlich gemahlen. (Rezept gefunden bei: www.chefkoch.de)

Zubereitung

Geschmolzene Butter mit Honig und Zucker mischen.

Mehl dazu und mit dem Handmixer kurz durchmischen.

Restliche Zutaten dazu und nochmals kräftig mixen, bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist. Er kann ruhig etwas flüssig sein.

Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken.

Im Kühlschrank für ca. 1/2 Stunde auskühlen lassen.

Herausnehmen und bei Raumtemperatur nochmal 2 Stunden ruhen lassen.

Anschließend auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen.

Ofen auf 160 °C vorheizen und je nach Dicke 8 - 12 Minuten backen. 

Die Lebkuchen sind fertig, wenn die Oberfläche matt ist.

fertiger Lebkuchen auf dem Blech

Herausnehmen, abdecken und abkühlen lassen. Nicht erschrecken, die ganze Angelegenheit ist noch sehr weich, sie wird nach dem Abkühlen noch fester.

In Rauten schneiden.

Zwischen Wachs- oder Pergamentpapier in einer verschließbaren Blechdose noch 2-3 Tage reifen lassen.


Fazit

Die Lebkuchen sind sehr locker und fluffig geworden, schmecken auch lecker nach Lebkuchen. Das nächste Mal werde ich allerdings etwas weniger Kakao nehmen und als Backtriebmittel Hirschhornsalz verwenden. 

Samstag, 6. Dezember 2014

Blauer Traum - Gesundheit und Kraft für den ganzen Tag


Blaubeersmoothie


Ich mag keinen grünen Tee. Oft versucht, doch jedesmal mit demselben Ergebnis abgelehnt: Er schmeckt mir einfach nicht. Selbst der teuerste Vertreter seiner Art, mit aller Sorgfalt zubereitet schafft nicht den Gang über meinen Gaumen. Und das finde ich schade, denn wenige Dinge sind so gesund und wirken derart stark antioxidativ wie grüner Tee.

Nicht ganz so stark ausgeprägt aber trotzdem ähnlich empfinde ich beim Obst. Absolut gesund; doch lockt es mich leider überhaupt nicht "hinter'm Ofen hervor!"

Vielleicht gibt es noch mehr Menschen, denen es ähnlich geht wie mir?
Leute, die eine vergleichbare Antipathie hegen, selbiges bedauern und gerne Zugang zu Obst und grünem Tee hätten?
Die es auch schon versucht haben doch jeder Versuch im Sande verlief?

Eventuell kann auf nachfolgende Weise eine kleine Türe geöffnet werden, bei mir hat es ganz gut geklappt. Ich bin nämlich kürzlich im Blog von Sara Lynn: "The Domestic Geek" auf ein Prinzip gestoßen, wie grüner Tee und Obst bzw. Beeren zu einem Smoothie verarbeitet werden können, der es in sich hat.

Im Wesentlichen müssen vier Komponenten zusammenkommen, um jene gesunde Zutaten interessant zu machen:
  1. Flüssigkeit
  2. Eiweiß
  3. Obst
  4. eine Art "Emulgator", der diese Komponenten miteinander verbindet und der ganzen Angelegenheit die richtige Konsistenz verleiht.
So zusammengestellt kann grüner Tee als flüssige Komponente verwendet und quasi untergeschummelt werden, denn zusammen mit den anderen Zutaten verschwindet der unangenehme Beigeschmack. Finde ich zumindest.
Als Eiweiß kann Quark oder griechischer Joghurt eingebracht werden, so gewinnt der Trunk an Kraft.
Um Geschmack zu verleihen werden Beeren (am besten gefroren) oder Obst verwendet.
Fehlt nur noch der "Emulgator". Hier bieten sich Banane und Avokado an. Das mag zunächst etwas ungewöhnlich klingen: "Eine Avokado im Smoothie!?!?", doch versucht es einmal. Die grüne Powerfrucht passt hervorragend in alle grünen Smoothies.

Doch jetzt möchte ich keinen grünen sondern einen anderen Kameraden vorstellen.

Blauer Traum

Zutaten für eine Portion
  • eine Kaffeetasse grüner Tee, heiß
  • eine Kaffeetasse gefrorene Blaubeeren
  • 1/2 Banane
  • 2 Esslöffel Quark oder griechischer Joghurt
  • 1 Teelöffel Zucker

Vorbereitung

Die Banane schälen und in Scheiben schneiden. Es sollte tatsächlich auch nur 1/2 Banane in den Smoothe, sonst wird der Geschmack zu dominant.


Zubereitung

Alles im Mixer gut mixen und servieren.


Fazit

Wie bereits erwähnt, ein super Start in einen stressigen Arbeitstag. Dieser Smoothie schmeckt prima, er sättigt und man fühlt sich hernach vollkommen wohl.

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Semmelknödel oder: Was tun mit altem Brot?


Semmelknödel mit Pilz-Zwiebel-Specktunke


Wer kennt das nicht?

Da liegt noch der Rest Brot von vorgestern bescheiden in der Brotbox, wartet geduldig darauf vollends verzehrt zu werden und eben hat man beim Bäcker ein ganz frisches, leckeres, duftendes Ciabatta gekauft, dass sogar noch warm ist. Und schon geht's los mit dem Gewissen. Isst man das frische Brot, so wird das alte trocken und man muss es wegwerfen.

Schlecht. Essen wird schließlich nicht weggeworfen!

Schön und gut.

Auf der anderen Seite hingegen: Das frische Ciabatta ist eben nur noch kurze Zeit so richtig frisch, warm und lecker. Darauf möchte man keinesfalls verzichten. Leider ist der Mensch satt nach vollzogenem Genuss und der Magen bietet keinerlei Platz mehr für den bescheidenden Rest Brot, der traurig und jämmerlich ungegessen vor sich hinschmachtet.

Eine echte Zerreißprobe für die Seele. Oder nicht?

Dabei ist es gar kein Problem, das frische Ciabatta zu genießen und das Brot von vorgestern aufzuheben. Ich zum Beispiel schneide es in kleine Würfel, lege sie in eine offene Plastikbox und lasse sie für ein paar Tage stehen, bis die Brotwürfel vollkommen durchgetrocknet sind.

Hernach kommen sie in einen Ziplockbeutel und können aufgehoben werden, bis man genug zusammen hat, um ein paar Semmelknödel zu machen. Da kommt dann auch der Rest vom frischen, leckeren, duftenden Ciabatta dazu, wenn er eben nicht mehr so frisch, lecker und duftend ist. Mit ein paar Handgriffen sind die delikaten Klößchen hergestellt und zusammen mit einer Pilz-Zwiebel-Specktunke beispielsweise ein unglaublich leckeres Mittagessen.

Zutaten für ca. sieben Knödel

  • 250 g trockenes Brot in kleine Würfel geschnitten
  • 1 Zwiebel
  • 2-3 Esslöffel  Speckwürfel
  • 1 Ei
  • 250 - 300 ml Milch
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskat

Vorbereitung

Zwiebeln und Speckwürfel miteinender anbraten, bis sie glasig aber noch nicht kross sind, durch ein Sieb gießen und überschüssiges Fett wegwerfen..

Milch in der Mikrowelle erwärmen.

Die Knödel warten darauf, ins Wasser zu kommen


Zubereitung

Brotwürfel und das aufgeschlagene Ei mit einem Teil der Milch übergießen und durchmischen. Warten bis die Milch aufgesaugt ist und kurz durchkneten. Anschließend wieder einen Schluck Milch dazu warten bis sie aufgesaugt ist und kneten. Das ganze so lange machen, bis ein fester Teig entstanden ist. Mitunter wird nicht die ganze Milch gebraucht, das hängt von der/den Brotsorten ab, die verwendet werden.

Nun die Speck- und Zwiebelwürfel hinzugeben, mit Salz, Pfeffer und Muskat gut abschmecken. Alles nochmal kräftig durchkneten und mit einer Frischhaltefolie abdecken, in den Kühlschrank stellen und einige Zeit ziehen lassen, damit sich die Aromen gut entfalten können. Ich lasse das Ganze über Nacht ruhen.

Danach aus dem Teig ca. 7 Klöße formen.

Einen Topf mit Wasser zum Sieden bringen und die Kameraden 20 - 30 Minuten ziehen lassen, je nach Größe. Achtung: nicht kochen.

Aus dem Wasser nehmen und servieren.


Fazit

Immer sehr lecker und kommen bei der ganzen Familie fantastisch an.

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Käsekuchen in Amerika


Käsekuchen, leicht und lecker, leider etwas unscharf.

Es gibt unzählige Rezepte, wie Käsekuchen zubereitet werden kann.

Ich mag ihn zum Beispiel nicht, wenn er schwer wie ein Klumpen Blei daherkommt, später im Magen herumlümmelt wie ein Wackerstein und erst nach drei Schnäpsen so etwas wie ein Verdauungsprozess einsetzt.

Ich mag Käsekuchen hingegen wirklich gerne, wenn er sich saftig, locker und leicht anbietet. Um das zu erreichen benutzte Großmutter Quark und Schmand und sie mischte Vanillezucker als leckere Aromazutat hinein.

Leider bekommt man hier in den USA, im Staate New Mexico, genau diese Zutaten nicht so ohne Weiteres. Dumm, aber wahr. So mussten wir (meine Frau und ich) ein wenig experimentieren und ersetzten Quark zum Beispiel durch griechischen Joghurt, Schmand durch hiesige "sour cream" und Vanillezucker durch gemahlene Vanille.

Liebe Freunde der Koch und Backkunst, ich kann euch sagen: Es hat geklappt. Der Bursche präsentierte sich genau so lecker, wie die Käsekuchen zu Omas Zeiten, was zur Folge hatte, dass der Kamerad innerhalb kürzester Zeit aufgegessen war.

Zutaten
für den Teig (26er Form)
  • 250 g Mehl
  • 1 Ei
  • 100 g Butter
  • 1 Teelöffel Backpulver
für den Belag
  • 750 g griechischer Joghurt
  • 350 ml Milch
  • 350 g sour cream
  • 350 ml Schlagsahne
  • 3 El Öl
  • 3 Eier
  • 1 1/2 Pck. Vanillepuddingpulver
  • 250 g Zucker
  • etwas Salz
  • Vanillepulver

Vorbereitung
Zutaten für den Teig miteinander verkneten.
Zutaten für den Belag mit dem Handmixer in einer Schüssel gut verrühren.
Backform einfetten.
Ofen auf 180°C (ca. 350° Fahrenheit) Ober/Unterhitze vorheizen.

Zubereitung
Den Teig in die 26er Form drücken und einen Rand ziehen.
Den Belag gleichmäßig darauf verteilen.
Im vorgeheizten Ofen ca. 1h backen, herausnehmen, auf Raumtemperatur abkühlen und im Kühlschrank über Nacht ganz durchkühlen lassen.

Fazit
Wir waren zunächst sehr skeptisch, ob der Kuchen mit den geänderten Zutaten gelungen war. Doch schon nach dem ersten Bissen konnten alle Zweifel ad Akta gelegt werden. Er war genau so, wie wir ihn mögen - saftig, locker und leicht.

Dienstag, 25. November 2014

Der gesunde Knabberspaß zum Fernsehen - ganz einfach gemacht


gesunde Knabbereien

Viele Studien aus allen möglichen Ländern zeigen: Fernsehen macht dick!

Ein ganz interessanter Artikel dazu, erschien eben auf der Website von "Lernen und Fördern mit Spaß"

Wer kennt das schließlich nicht. Da hat der Mensch einen anstrengenden Tag erlebt und will des Abends nur noch alle Glieder von sich strecken, einen Film anschalten und entspannen. Nichts mehr mit Kinderstress, Berufsstress oder sonstigem Stress. Einfach entspannen. Und dazu gehört natürlich eine klitzekleine Belohnung. Jawohl. Am besten eine Tüte Chips, Flips, Cracker oder was auch immer beim Blick in die Röhre so alles geknabbert werden kann. Schließlich ist erst dann die Entspannung vollkommen.

Und danach? Wenn die Tüte leer ist und der Film vorbei?

Dann kommt das schlechte Gewissen und klagt an. Aus Lust wird Frust und der Mensch verkrümelt sich ins Bett mit dem Gefühl, viel zu viel gegessen zu haben. Vielleicht denkt manch einer noch daran, dass man morgen alles anders machen möchte, aber ob es dann auch wirklich so kommt, sei dahingestellt.

Tatsächlich ist die Lust auf Naschereien vorm Fernseher bei vielen Frauen, Männern und Kindern fast schon zur Sucht geworden. Kein Wunder. Schließlich wird man während der Werbepausen ständig bombardiert mit der klaren Aufforderung zu essen, zu konsumieren und zu genießen. Als sei das der einzige Lebenssinn.

Doch liegt es mir fern zu verteufeln. Schließlich spricht nichts dagegen, vor dem Fernseher die ein oder andere leckere Knabberei zu genießen. Vorausgesetzt natürlich, sie besteht nicht aus Unmengen von Fett, Zucker und Glutamaten. Kalorienfreie Vitamine knabbern, das wär mal was anderes.

"Langweilig. Gemüse als Knabberei - nicht wirklich prickelnd!", mag sich jetzt mancher denken. Aber liebe Freunde, weit gefehlt. Es ist ganz einfach, Gemüse knusprig und würzig zuzubereiten um es anschließend vor der Lieblingssendung ohne schlechtes Gewissen naschen zu können.

Gemüse bereit zum Trocknen

Tomaten, Zucchini, Paprika werden nämlich wunderbar resch und entwickeln sich zu einer delikaten Knabberei, wenn sie zuvor dehydriert werden. Das kann entweder im Ofen geschehen, bei niedrigster Temperatur und leicht geöffneter Klappe, oder in einem Dörrautomaten. Ich hatte kürzlich schon einmal darüber geschrieben, als es um das Thema Jerky ging.


Zutaten

  • Tomaten
  • Zucchini
  • Paprika
Für die Gewürzmischung
  • 1 Teelöffel grobes Meersalz
  • 1 Teelöffel braunen Zucker
  • 1/2 Teelöffel Cayennepfeffer
  • 1/2 Teelöffel Ingwer gemahlen
  • 1/2 Teelöffel Kreuzkümmel gemahlen

Vorbereitung

Tomaten, Zucchini und Paprika waschen.

Von den Tomaten eine dicke Scheibe abtrennen, dort wo sich der Stielansatz befindet.

Von den Paprika das Kerngehäuse und die Kerne entfernen.

Die Gewürze mischen.


Zubereitung


Das Gemüse muss nun in möglichst einheitlich dicke Scheiben von ca. 2 mm geschnitten werden, damit es gleichmäßig trocknet. Mit dem Messer ist das umständlich, einfacher wäre es mit einem Allesschneider. Wer noch keinen hat und vielleicht schon seit längerem mit dem Gedanken spielt, sich einen solchen Küchenhelfer zuzulegen, der findet auf folgender Seite allerlei nützliche Hinweise, die beim Kauf beachtet werden sollten, nebst einigen umfassenden Testberichten: http://www.allesschneider-test.org/


Sind alle Gemüse gleichmäßig zerkleinert, werden sie im Dörrautomaten bzw. auf dem Gitterrost des Ofens verteilt, mit der Gewürzmischung bestreut und getrocknet. Das dauert je nach Luftfeuchte und Gerät 4-6 Stunden.

Wenn alles richtig schön trocken und kross ist in eine Schüssel füllen und schon mal vor dem Fernseher bereit stellen.

Fazit

Es ist unglaublich, wie knusprig das Gemüse wird und durch die Gewürzmischung bekommen die bunten Vitaminspender noch so richtig Wumms. Also: Alles andere als langweilige Knabberei, macht nicht dick und ist gesund.

Ich will euch natürlich nicht vorenthalten, wie kross und knusprig die Gemüsescheibchen werden. Deswegen startet einfach einmal kurz das Video dazu.


Dienstag, 18. November 2014

Kräftige Gemüsebrühe - auf die Abfälle kommt es an


Gemüsebrühe fertig für die Gefriertruhe

Vor einiger Zeit schrieb ich einen Artikel mit dem Titel: "Gemüsebrühe selber machen - auf die Schalen kommt es an". Darin ging es im Wesentlichen darum, dass in Schalen, die normalerweise im Kompost landen, besonders viel Nährwert und Geschmack steckt.

Neuerlich wagte ich ein kleines Experiment mit erstaunlichem Ergebnis.

Ich sammelte ganz einfach über zwei bis drei Wochen alle Gemüseabfälle. Vollkommen egal welcher Art. Einfach alles: Möhrenschalen, Strünke und Blätter von Blumenkohl, Stiele und Kerngehäuse von Paprikaschoten, Petersilienstängel, Zwiebelschalen, dunkelgrüne Teile vom Lauch, Zucchiniabfälle usw. Einzige Ausnahme bildeten Kartoffeln, die passen meines Erachtens in keine Gemüsebrühe wegen des hohen Stärkeanteils.

Vier bis fünf  Ziplock-Plastikbeutel in der Gefriertruhe, in welche ich den ganzen Kladderadatsch immer wieder hineinstopfte, reichten vollkommen aus.

Anschließend schüttete ich alles in einen großen Topf, packte noch ein paar Lorbeerblätter und Wacholderbeeren hinzu und ließ die ganze Angelegenheit bei niedriger Temperatur und geschlossenem Deckel einfach zwei Stunden vor sich hin köcheln.

Nach dem Abkühlen trennte ich Brühe und ausgekochte Küchenabfälle voneinander mittels eines Küchensiebes und war mehr als erstaunt, welch kräftige Brühe dabei herauskam.

Da die Menge natürlich viel zu viel war, um sie in einem Mal zu verzehren, portionierte ich den schmackhaften Sud ebenfalls in Ziplock-Plastikbeuteln und fror sie ein, um nun jederzeit schnell einen leckeren Fond zur Hand zu haben.

Fazit

Ein kleiner Trick, um mit relativ wenig Aufwand und verschiedenen Küchenabfällen einen tollen Fond herzustellen, mittels dem später Suppen, Soßen und Wokgerichte verfeinert werden können, ohne auf Fertigprodukte zugreifen zu müssen.

Donnerstag, 13. November 2014

Leckeres Lauchsüppchen - so macht es ein Sternekoch


Lauchsüppchen

"Suppe ist nicht gleich Suppe!", und "Weniger ist mehr!"

Zwei ziemlich abgedroschene Sprichwörter, die jeder kennt. Doch wenn es darum geht, sie zu befolgen, so geraten sie nur zu gern in Vergessenheit. Das zumindest dachte ich mir beim Betrachten des Videos von Holger Stromberg, ausgezeichnet mit einem Michelin Stern. Er bereitet eine ganz einfache Lauchsuppe zu.

Da kommt wirklich nicht viel dran, an seine Suppe. Lauch, Schalotte, Hühnerfond, Sahne, Salz, Muskat, etwas Öl. Und trotzdem, schon beim anschauen des Videos fällt auf: Es sind kleine Kniffe, die das Besondere ausmachen, am Lauchsüppchen.

Es werden zum Beispiel nur die zarten und hellen Teile des Lauchs verwendet. Auch gehört schon beim Anschwitzen feines Salz hinein, damit das Wasser aus dem Gemüse gezogen wird und mit dem Wasser auch der Geschmack. Muskat zum Beispiel kommt ebenfalls schon ganz am Anfang mit dazu, so wird das Aroma wesentlich besser aufgenommen. Weiterhin ist es wichtig, das Gemüse mindestens 3 Minuten lang zu schmoren, damit die Stärke im Gemüse aufgebrochen wird und kein mehliger Geschmack entsteht. Der Fond wird heiß dazugegeben und der Lauch wird nicht länger als 4-5 Minuten gekocht, damit er nicht grau wird.

Soweit die Tipps vom Sternekoch.

Alles zusammen genommen scheinen das nur Kleinigkeiten zu sein, die hinterher jedoch einen großen Unterschied ausmachen. Ich hab die ganze Angelegenheit kürzlich nachgekocht und das kam bei raus:


Zutaten für zwei Personen

  • 2 mittelgroße Stangen Lauch
  • 2 Schalotten oder 1 Zwiebel
  • Hühnerfond 
  • Sahne
  • Öl
  • Salz
  • Muskat

Vorbereitung

Schalotten schälen und in feine Ringe schneiden.

Dunkelgrüne Teile vom Lauch entfernen. Den Rest der Länge nach halbieren, waschen und in halbe Ringe schneiden. Ein paar der schönsten Ringe beiseite legen um die Potage später zu dekorieren.

Hühnerfond erhitzen.


Zubereitung

Schalotten, Lauch, Salz sowie einen Schuss Öl in den kalten Topf geben und Herd anstellen. Wenn die ersten Bratgeräusche entstehen, eine kräftige Prise Muskat hinein reiben und alles zusammen 3-4 Minuten anschwitzen, bei mittlerer Hitze.   

Lauch kurz angeschwitzt

Den heißen Hühnerfond angießen, bis der Lauch bedeckt ist und einen Schuss Sahne dazugeben.

Alles 4-5 Minuten vorsichtig köcheln lassen, vom Herd ziehen und pürieren. 

Mit dem beiseite gelegten Lauch dekorieren und servieren.


Fazit

Geschmacklich fanden wir die Suppe tatsächlich überaus schmackhaft. Da der Lauch noch nicht vollständig durchgegart war, schmeckte die Potage herzhaft erfrischend. Gerade in der dunklen Jahreszeit eine Bereicherung des Speiseplanes.

Allerdings gilt es auch anzumerken, das diese Suppe nicht geeignet ist für Menschen mit empfindlichen Darm. 

Wer sich das Video gerne ansehen möchte, hier der Link:

Samstag, 8. November 2014

Brezeln selber machen ist ganz einfach

selber gemachte Brezeln


Ich kann mich noch ganz genau erinnern, an meine Grundschulzeit. In der großen Pause kam immer der Bäcker und bot allerlei schmackhafte Dinge feil, die allesamt fein zu essen waren. Ganz besonders machte ich mich immer über die Laugenbrezeln her. Das waren vielleicht leckere Kameraden: frisch gebacken, außen leicht cross und innen weich und saftig. Noch heute läuft mir das Wasser im Munde zusammen, wenn ich an diese großen Pausen zurückdenke.

Und heute?

Geht man zum Bäcker um sich eine Brezel zu kaufen, ist das in der Regel eine äußerst traurige Angelegenheit. Da liegen die dürren Genossen schlapp und trocken in den Körben moderner Bäckereien und wollen mich überhaupt nicht ansprechen. Entscheide ich mich aber doch ab und an dafür, so ein freudloses Laugenteil zu kaufen, ist die Enttäuschung vorprogrammiert. Schon beim "in die Hand nehmen" bereue ich meine Entscheidung und beiße ich dann hinein, sackt die Stimmung augenblicklich in den tiefsten Keller meiner enttäuschten Seele. Fade schmeckt's, langweilig und dröge.

Aber wie sollte es auch anders sein, schließlich haben ungehörige Großbäckereien alle Handwerker, die etwas auf ihre Arbeit hielten, gnadenlos vom Markt vertrieben und sich selbst breit gemacht, wie Ärsche übergewichtiger Nilpferde. Nun gibt es eben nur noch Minderware in den Auslagen ebenjener - teuer verkauft. Schund. In China, Polen oder sonstwo billigst produziert und eingefroren, schleichen die fertigen Teiglinge klammheimlich über Grenzen und stehlen sich in unsere Bäckereien. Dort werden sie von Bäckereigehilfinnen in Heißluftöfen geschoben und dem depperten Kunden als frische Brezel deutscher Handwerkskunst angedreht.

Igitt!!

Lediglich in Greffern, ein winziges Kaff am Oberrhein, kurz vor der französischen Grenze, entdeckte ich einen Bäcker, der noch richtige Brezeln buk. Dickes Lob!

Nun backe ich meine Brezeln eben selber und ich verspreche Euch, liebe Freunde: Es ist ganz einfach.


Zutaten für acht Brezeln

für den Teig

  • 400 g Mehl
  • 300 ml Wasser
  • 1 gehäufter Teelöffel Zucker
  • 1 gehäufter Teelöffel Salt
  • 1 gehäufter Esslöffel Butter
  • 1 Packung Trockenhefe
  • 1 Eigelb
  • grobes Salz

für die Lauge

  • 1,5 Liter Wasser
  • 100 g Backnatron (gibt es in gut sortierten Drogeriemärkten oder für ein paar Euro bei Amazon)

Vorbereitung

Der Teig
Wasser auf 40° - 45° Celsius erwärmen, Zucker und Salz dazuschütten.

Trockenhefe hineingeben, umrühren und ca. 5 Minuten gehen lassen.

Butter schmelzen. Am einfachsten geht das in der Mikrowelle, dauert nur 10 - 15 Sekunden.

Wasser mit der Hefe in eine Schüssel füllen, geschmolzene Butter und Mehl hinein und zu einem geschmeidigen Teig kneten, egal ob Küchenmaschine, Mixer mit Knethaken oder von Hand. Mindestens fünf Minuten durchwalgen.

Den Teigkumpen nun von außen leicht einölen, mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort (z.B. im Ofen, 40 ° C vorgeheizt) ca. eine Stunde gehen lassen.

Herd auf 230°C vorheizen.

Backblech mit Backpapier auslegen.

Eigelb mit einem Esslöffel Wasser vermischen.

Die Lauge
Wasser und Backnatron in einem Topf mit großem Durchmesser zum Kochen bringen. Achtung, das Natron dem kalten Wasser bemengen, sonst schäumt's über.


Zubereitung

Den Teig nochmals durchkneten und acht gleich große Teile formen. Jedes Teil mit den Händen ausrollen und zu den Enden hin verjüngen, eine Brezel formen.

Mit der Schaumkelle ins kochende Wasser/Natron-Gemisch legen und ca. 30 Sekunden kochen lassen. Herausnehmen und auf's Backblech legen.

Bestreichen mit Eigelb und grobes Salz aufstreuen.

Genauso mit den anderen Teiglingen verfahren.

Sind alle Brezeln fertig, Backblech in den Ofen schieben und Brezeln für 10 bis 15 Minuten backen, bis sie braun und knusprig sind.

Herausnehmen, abkühlen lassen und genießen.

Lagern

Wer eine größere Menge Brezeln macht, kann diese ganz leicht einfrieren, sobald sie abgekühlt sind. Nimmt man sie aus der Truhe müssen sie nur kurz aufgebacken werden und sind dann wieder wie frisch gebacken.


Laugenbrezel

Fazit

Als ich dieses Rezept ausprobierte, war ich selbst erstaunt darüber, dass es funktioniert. Die Brezeln kommen tatsächlich genau so aus dem Ofen, wie man es von Brezeln erwartet. Braun, außen leicht cross, innen weich und saftig. Genau so, wie beim Bäcker aus der Grundschule.

Probiert es aus.

Montag, 3. November 2014

Das Revival der Pastinake, ein Gastartikel




Eine Wurzel feiert ihr Comeback. Beinahe in Vergessenheit geraten erobert die Pastinake nun wieder deutsche Küchen.
Es gab Zeiten, da gehörten Pastinaken hierzulande beinahe zu jeder Mahlzeit. Sie waren ein wichtiges Grundnahrungsmittel bis Kartoffeln und Möhren ihr den Rang abliefen. Dabei hat das schmackhafte Wurzelgemüse einiges zu bieten. Pastinaken haben einen sehr hohen Nährwert und überzeugen durch ein intensives Aroma.

Die schmackhafte Wurzel und ihre Geschichte
Die Pastinake kann auf eine sehr lange und gleichzeitig aufregende Geschichte zurück blicken. Schon in der Bronzezeit erkannte die Urbevölkerung, wie wertvoll diese Wurzel für die Ernährung ist. Funde belegen dies eindeutig. Damals wurde die Pastinake aber noch nicht kultiviert, sondern in ihrer Wildform gesammelt und verzehrt. Erst die Germanen begannen damit, die Wurzel anzubauen. Während der römischen Germanenkriege unter Kaiser Tiberius gelangte sie sogar in die Hauptstadt des römischen Reiches.
Während der großen Pestepidemien um das 14. Jahrhundert galt ihr Saft als Heilmittel. Bis zum 18. Jahrhundert war das Wurzelgemüse eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel überhaupt.
Nach Einfuhr der damals exotischen Kartoffel sank der Beliebtheitsgrad der Pastinake geradezu in rasantem Tempo. Plötzlich galt das einst beliebte Gemüse nur noch als „Arme-Leute-Essen“. Nach und nach drängten Kartoffel und Möhre die Pastinake vollständig ins Abseits und fast in Vergessenheit.

Herkunft der Wildwurzel
Obwohl es nicht ganz eindeutig ist, gehen Forscher davon aus, dass die Pastinake in ihrer wilden Form vor allem in Mitteleuropa und Nordasien beheimatet ist. Das schmackhafte Wurzelgemüse scheint eine Kreuzung aus Petersilienwurzel und Möhre zu sein, was sowohl optisch als auch geschmacklich am ehesten zutrifft. Die Pastinake ist auch unter den Namen Hammelmöhre, Moorwurzel, Germanenwurzel und Pestnacken bekannt
.
Die Pastinake wiederentdeckt
Lange Jahre sind vergangen, und die Pastinake war fast vollständig aus den deutschen Küchen verschwunden. Dies lag vermutlich daran, dass die Wurzel zu Kriegszeiten fast ausschließlich konsumiert wurde, um in der Not zu überleben. Doch nun erlebt das nahrhafte Wurzelgemüse ein beeindruckendes Revival. Während die Pastinake in vielen Ländern schon lange als echte Delikatesse bewertet wird, kehrt sie erst nach und nach in die deutschen Küchen zurück. In Frankreich, England, der Niederlande, den skandinavischen Staaten und der USA erfreut sich das bekömmliche Gemüse wachsender Beliebtheit. Die Pastinake kann gekocht, püriert oder gebacken werden und ist auch als Rohkost sehr schmackhaft. Sie eignet sich außerdem für die Zubereitung von Baby- und Schonkost.

Unser Rezeptvorschlag: Pastinakenpfanne mit Pilzen und Speck
Ihre Einkaufsliste:
  • 500 g Pastinaken
  • 300 g braune Champignons oder Pfifferlinge
  • 200 g Speckwürfel
  • 1 Zwiebel
  • 2 Eier
  • Himbeeressig
  • Butter
  • Sahne
  • Frischer Schnittlauch
  • Salz, Pfeffer, ggf. etwas Muskat

Im ersten Arbeitsschritt werden die Pastinaken gewaschen und geschält. Anschließend in Finger-dicke Scheiben schneiden oder würfeln. Gleiches mit den Pilzen und diese mit einem EL Himbeeressig mischen. Zwiebeln ebenfalls schälen und klein hacken.
Nun die Speckwürfel in der Pfanne scharf (und trocken) anbraten. Anschließend einen EL Butter zugeben und darin mit dem Speck die Zwiebeln anbraten. Nach ca. zwei Minuten nun die Pastinaken zugeben. Alles gut vermischen und bei mittlerer Hitze etwa fünf Minuten in der Pfanne belassen. Gelegentlich umrühren. Nun die Pilze zugeben und nochmals ca. zwei Minuten scharf anbraten. Die Pastinaken sollten bissfest bleiben.
Im nächsten Schritt Eier und Sahne gut verquirlen. Nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen. Die Pfanne vom Herd nehmen und die Flüssigkeit unterheben. Das Eier-Sahne-Gemisch soll dabei lediglich leicht stocken und nicht völlig fest werden.
Garniert mit etwas Schnittlauch servieren.

Viel Spaß beim Nachkochen und Guten Appetit wünscht Objekt-m, Anbieter für Restaurant- & Gastronomieeinrichtung

Dienstag, 28. Oktober 2014

Neuer Blog in meiner Blogroll

Sarah: "Gefüllte Paprika"
Eben bin ich auf einen interessanten Blog gestoßen, der sicher mal einen Besuch Wert ist.

Titel: "Gefüllte Paprika Rezepte"

Sarah aus Bayern hat es sich darin zur Aufgabe gemacht, eine schier unglaubliche Sammlung von Rezepten, ausschließlich über gefüllte Paprika zusammenzustellen. Beim Stöbern eben war ich bass erstaunt, mit was man Paprikaschoten so alles füllen kann.

Schaut doch einfach mal rein und lasst euch inspirieren, ihr findet sicher etwas leckeres zum Ausprobieren.

Samstag, 25. Oktober 2014

Quesadillas mit Guacamole, klassisch mexikanisch


Quesedillas mit Guakamole


Jedes Mal, wenn ich bei uns durch die "Lowes Grocery" wandere um einzukaufen, läuft mir das Wasser im Munde zusammen. Denn dort gibt es eine Bäckerei, die nichts anderes macht, als frische Flower-Tortillas zu backen. Man kann ein Päckchen mit acht oder neun Stück für schlappe 1,79 $ kaufen. Sie sind noch ganz warm und weich und einfach herrlich.

Kürzlich war es soweit. Ich kaufte mir eine Packung und verwandelte sie in leckere Quesadillas, die ich meiner Familie zum Abendessen servierte. Natürlich nicht ohne die klassische Guacamole.

Gespannt wartete ich auf die Reaktion, denn einer meckert normalerweise immer. Doch siehe da, das Wunder geschah - alle mümmelten genüsslich an den gefüllten Fladen und als Kommentar bekam ich zu hören:

Das kannst du wieder mal machen!

"Wie erfreulich", dachte ich mir im Stillen, "das werde ich dann wohl tun."

In Deutschland gibt es zwar keine Bäckerei für frische Tortillas, aber in jedem türkischen Laden kann man leckeres frisches Fladenbrot kaufen und reife Avocados gibt es sogar im ALDI. Ich bin mir sicher, das daraus ebenso leckere Quesadillas gebacken werden können.

Wer sie also bisher noch nicht versucht hat, sollte es unbedingt mal ausprobieren, es ist ganz leicht.

Ein Tortilla lecker belegt


Zutaten für zwei Personen
  • 4 Tortillas
  • geriebener Käse (je nach Geschmack vom Mozzarella bis zum Appenzeller alles möglich)
  • etwas gekochter Schinken
  • 1 Zwiebel
  • 1 rote Paprikaschote
  • frische Blattpetersilie
  • Salz
  • zerstoßene Chilischoten
für die Guakamole
  • 2 reife Avocados
  • Saft von 1/2 kleinen Zitrone oder einer Limette
  • Salz

Vorbereitung

Zwiebel schälen und sehr fein würfeln.

Paprikaschote waschen, Kerne entfernen und ebenfalls sehr fein würfeln.

Petersilie waschen und einige Blättchen abzupfen.

Den Schinken in kleine Stückchen reißen oder in Streifen schneiden.


Zubereitung

Zuerst die Guacamole.
Dazu die Avocados halbieren, den Kern entfernen und das Fruchtfleisch kreuzweise einschneiden. Mit einem Löffel aus der Schale schaben und zu einem groben Püree verarbeiten. Ich drückte sie einfach durch die Kartoffelpresse, man kann sie allerdings auch mit der Gabel oder einem Kartoffelstampfer zerkleinern.

Nun schnell den Zitronen- bzw. Limettensaft dazugeben. Einen Teil der gewürfelten Zwiebeln und Paprika untermischen, mit Salz abschmecken und sofort eine Frischhaltefolie direkt auf das Avocadopüree legen. Mit der Hand fest andrücken und alle Luft herausstreichen. So kann nichts oxidieren und die frische grüne Farbe bleibt erhalten. Beiseite stellen.


So kann Guacamole nicht oxidieren und die schöne Farbe bleibt erhalten


Nun die Quesedillas.

Einen Tortillafladen belegen, mit Käse, Schinken, Zwiebelwürfeln, Paprikawürfeln und einigen Blättchen Petersile. Mit Salz und Chili nach Geschmack würzen und einem weiteren Tortilla bedecken.

Anschließend sollten die Quesedillas, einer nach dem anderen, in der Pfanne gebacken werden. Zunächst von einer Seite, bis der Käse zu schmelzen beginnt. Dann umdrehen und von der anderen Seite fertig backen. Dazu ist es nicht erforderlich, viel Öl in die Pfanne zu geben. Leicht einfetten reicht vollkommen aus.

Sofort mit der Guacamole servieren und genießen.

Fazit

Wie bereits gesagt, es war unglaublich lecker.
Allerdings buk ich alle Quesedillas auf einmal im Ofen,  der Einfachheit halber. Deswegen wurde die Oberfläche etwas trocken. Beim nächsten Mal werde ich mir tatsächlich die Mühe machen und alle in der Pfanne backen.


Vorschau

Im nächsten Artikel geht es darum, wie einfach es ist, leckere Laugenbrezeln selber zu machen. Schaut wieder vorbei, bei "Abenteuer Kochen".  

Dienstag, 21. Oktober 2014

Jerky oder Dörrfleisch - ganz einfach zu machen und immer lecker

Jerky gewürzt mit grobem Pfeffer

Beef Jerky ist richtig lecker.

Hier in den USA gibt es diese Delikatesse schon lange, in Deutschland findet man sie immer öfter in den Regalen von Supermärkten und Tankstellen. Leider unglaublich teuer.

Dabei ist es ganz einfach, Jerky selbst herzustellen. Am besten hat man einen Dörrautomaten, der für wenig Geld bei Amazon gekauft werden kann. Aber es geht auch im Ofen.

Das Fleisch muss nicht von erster Qualität sein, Rinderrouladen aus dem ALDI oder einfach nur ein mageres Stück Rinderbraten reichen vollkommen aus. Der geschickte Einkäufer schlägt am besten genau dann zu, wenn beim Metzger gerade mal ein schönes Stückchen Fleisch in der Wochenaktion günstig feil geboten wird. Wichtig ist, es darf kein Fett haben, denn Fett trocknet nicht und wird bei längerer Aufbewahrung ranzig.

Nun nur noch etwas Sojasoße, Worcestersoße, Zucker und wenn zur Hand ein paar Tropfen "liquid smoke". Hier findet sich der Flüssigrauch in jedem Supermarkt, in Deutschland fiel er mir noch nie auf, ich suchte allerdings auch noch nicht danach.

Und dann kann es auch schon losgehen.


Zutaten
  • 1 kg Rinderfleisch, mager
  • 250 ml Sojasoße
  • 250 ml Worcestersoße
  • 250 g brauner Zucker
  • 2-3 Teelöffel "liquid smoke" wenn vorhanden

Vorbereitung

Rindfleisch in sehr dünne Scheiben schneiden, ca. 1-2 mm dick. Angefroren lässt es sich besser zerkleinern. Dabei sollte vorher unbedingt alles Fett entfernt werden.

Grundsätzlich kann das Fleisch gegen die Faser oder mit der Faser geschnitten werden, das ist Geschmackssache. Schneidet man es gegen die Faser, wird das Jerky weich, mit der Faser eher bissfest. Ich persönlich hab es lieber bissfest.

Zubereitung

Die Zutaten für die Marinade gut vermengen. Zusätzliches Salz ist nicht nötig, die Sojasoße ist reichlich bestückt damit.

Nun das Fleisch in eine Kunststoffschüssel legen (nicht Metall) und die Marinade darüber schütten. Alles gut vermengen und mit Frischhaltefolie luftdicht abdecken. Über Nacht im Kühlschrank marinieren.

Am nächsten Morgen das Fleisch zwischen mehreren Küchentüchern trocken tupfen. Wer mag kann jetzt noch verschiedene Gewürze zufügen, wie zum Beispiel Chiliflocken, grob gemahlenen Pfeffer oder Knoblauchpulver.

Nun alles in den Dörrautomaten schichten. Die Fleischstücke dürfen sich ruhig berühren, aber keinesfalls überlappen.

Jerky stark gewürzt im Dörrautomaten ausgelegt
Den Dörrautomaten einschalten und 6-8 Stunden trocknen lassen, je nach Geschmack. 

Wer seinen Jerky im Ofen trocknet, schichtet das Fleisch am besten einfach auf einen Rost, schiebt diesen auf mittlere Schine und stellt den Herd auf niedrigste Temperatur (ca. 50°C). Die Klappe sollte nicht ganz geschlossen sein, damit die Feuchtigkeit gut abziehen kann. Ein Kochlöffelstil zwischen Klappe und Herd geklemmt stellt sicher, dass genügend Luft zirkulieren kann. Auch hier wird das Fleisch 6-8 Stunden getrocknet, je nach Geschmack.

Der Jerky ist fertig, wenn er faserig trocken ist uns sich gerade noch biegen lässt, ohne zu zerbrechen.

fertiger Jerky, verschieden gewürzt


Fazit

Sehr sehr lecker. Es ist absolut nicht nötig, solche Unsummen für Jerky auszugeben, der selber gemachte steht dem gekauften in nichts nach und kann über verschiedene Gewürze dem persönlichen Geschmack bestens angepasst werden.

Donnerstag, 16. Oktober 2014

"Cook-Off", ein amerikanischer Kochwettbewerb



Spannend war's. Cool war's. Klasse war's - der letzte cook-off auf North Padre Island.

Ich muss zugeben, bisher hatte ich mich noch gar nicht mit dem Thema cook-off befasst, bis wir auf unserem letzten Trip mehr oder weniger zufällig auf einen solchen Event stießen.

Wir wollten eigentlich nur etwas trinken, als plötzlich am Fahrbahnrand allerlei bunte Wimpelchen und Fähnchen auftauchten. Fahrzeuge standen geparkt in sauberer Reihe, und einige "Buden" waren aufgestellt.

"Komm, hier gibt es etwas zu trinken!", meinte meine Frau, ich bog ab und parkte ebenfalls beim vermeintlichen Volksfest.

Wir stiegen aus und waren schon mitten im Geschehen. Vor einem wolkenlosen Himmel spielte eine texanische Bluesband und es duftete verführerisch nach allerlei Gegrilltem. Schnell merke ich, dass es sich keinesfalls um ein einfaches Volksfest handeln konnte und tatsächlich stellte sich heraus, dass wir gelandet waren, beim:

South Texas Music Fest
Chili & BBQ
Cook-Off


Klasse dachte ich mir, das wollte ich schon immer mal erleben, ein waschechter amerikanischer Kochwettbewerb oder besser gesagt Grillwettbewerb.

Kurze Erklärung: Bei einem solchen cook-off können sich verschiedene Parteien anmelden, um unterschiedlich vogegebene Gerichte zu kochen. Eine Jury entscheidet dann, welche Gruppe gewinnt.

Bei unserem Wettbewerb ging es um vier Speisen: Chili, Chicken, Rips und natürlich die Könisdisziplin, das Brisket.

Bereits um 04:00 Uhr morgens begannen die Parteien damit, den Grill anzuwerfen, um bis um 15:00 das Brisket als letztes Gericht bewerten zu lassen. Als Preis gab es lediglich Urkunden, trotzdem waren alle Mit Eifer und Engagement dabei.

Und klasse war's dort. Es rauchte, brutzelte und duftete überall, die Menschen standen ausgelassen in kleinen Grüppchen bei einander; quatschten, lachten, vergnügten sich. Man kam leicht ins Gespräch und der Blues löste in Zusammenarbeit mit gutem texanischem Bier jeden eventuell verbliebenen Alltagsfrust im Nu.

Doch das Beste: Nachdem die Jury durch war durften alle an den Leckereien teil haben. Da wurde gekostet, probiert und geschmeckt was das Zeug hielt. Natürlich machten auch wir kräftig Gebrauch davon und noch jetzt läuft mir das Wasser im Munde zusammen, wenn ich darüber nachsinne.

Hier ein paar Eindrücke, leider nur mit dem Handy fotografiert.










 Ein toller Tag war das dort, auf North Padre Island.

Dienstag, 14. Oktober 2014

Babypaprika nach einem alten baskischen Rezept

Babyparika in Salz und Olivenöl geröstet

Gerade kehren wir von einer inspirierenden Reise aus Texas heim. Wir vergnügten uns zwei Wochen auf "North Padre Island", einer kleineren Insel im Golf von Mexico. Dort stolperten wir zufällig über ein "American Cook Off", für mich als food-blogger natürlich ein spannendes Event "par excellence". Doch mehr dazu im nächsten Artikel.

Für heute kündigte ich bereits an, über ein altes Rezept aus dem Baskenland zu schreiben. Es geht um Paprikaschoten, in Salz geröstet und in Zitrone gar gezogen. Himmlisch.

Vorzugsweise bieten sich kleine Babypaprika an, aber auch mit ungarischen roten oder gelben Schoten lässt sich auf diese Weise ein vortrefflicher Schmaus zaubern. Ich probierte es bereits zwei Mal aus, jedes mal mit Gästen - ausnahmslose Begeisterung mein Lohn. Aaaaahhhs und Oooohhhhs wehten nur so über die Tafel wie fröhliche Spätsommerwinde über golden reife Weizenfelder vor einer rot untergehenden Sonne. Jawohl. Solche Töne dürfen mehr in des Koches Ohr klingen. Und das beste daran: Es lässt sich ganz einfach zubereiten.

Zutaten für zwei Personen
  • Paprikaschoten, so klein und bunt wie möglich
  • grobes Meersalz
  • Olivenöl
  • zwei Zitronen

Vorbereitung

Paprika waschen und ganz lassen, sie werden mit Stielansatz und Kernen verarbeitet.

Zitronen auspressen.

Zubereitung

Wichtig ist ein stabiler Topf, der richtig Hitze verträgt. Ich nahm einen gusseisernen.

Den Boden mit einer dünnen Schicht Salz ausstreuen und kräftig hitzebeständiges Olivenöl dazugeben. Es darf gerne 2-3 mm hoch stehen. Anschließend auf den angeschalteten Herd oder über glühende Holzkohle stellen und warten, bis die ganze Angelegenheit richtig heiß ist.

Nun die Paprika darin scharf anbraten, sie dürfen auch gerne schwarz werden. Dabei darauf achten, dass immer nur eine Schicht im Topf liegt und die Schoten nicht übereinander gestapelt werden. Ist die eine Seite fertig mit einer Küchenzange umdrehen und auf der anderen Seite ebenfalls dunkel anbraten. Sind sie von zwei Seiten braun, aus dem Topf nehmen und in einer Schüssel zwischenlagern.

Diese Prozedur so lange wiederholen, bis sämtliche Paprika angebraten sind. Anschließend alle wieder in den heißen Topf schütten, den Zitronensaft dazu geben, kurz durchrühren und mit dem Deckel verschließen. Hitze ausstellen und mit der Restwärme gar ziehen lassen, bis sie weich sind.

In Salz gebratene Paprika, Beilage zu  "5- Stunden Ribs"


Fazit

So einfach dieses Rezept ist, so umwerfend schmeckt's. Der Paprika bekommt durch die Röstaromen richtig Wumms, Salz und Olivenöl geben dem Gemüse Fülle und Kraft und die Konsistenz: geschmeidig!

Wirklich unglaublich gut. Wer's noch nicht kennt muss es unbedingt einmal ausprobieren.