Dienstag, 26. November 2013

Grüner Smoothie, Sonnenschein zum Trinken


Grüne Smoothies sind wahre Gesundheitsbomben

Der Winter steht vor der Tür und damit auch diese unangenehmen Dinge, wie: Schnupfen, Husten, Heiserkeit und Fieber. Jeder kennt's und keiner will's haben.

Deswegen surfen viele zur Zeit durchs Internet, mit der Frage:
Wie schütze ich mich vor Erkältung und Grippe?

Letztes Jahr stieß man dabei immer wieder auf das Thema Ingwer, dieses Jahr springen einem die "Grünen Smoothies" förmlich aus dem Bildschirm.

Grüne Smoothies scheinen nach dem Dafürhalten der meisten Gesundheitsexperten das absolute "Non plus Ultra" zu sein. Nicht nur hinsichtlich dem Schutz vor Erkältungskrankheiten, sondern vor allem zur Vorbeugung gegen Krebs. Der Joker dabei ist das Chlorophyll, gespeichert in allen dunkelgrünen Blattbestandteilen - flüssiges Sonnenlicht für alle inneren Organe sozusagen.

Ich gebe zu, das klingt wirklich sehr interessant. Der Wissenschaft sind die positiven Effekte des Chlorophylls wohl schon seit 1915 bekannt. Da es aber überall und jederzeit für jedermann mit Leichtigkeit zu beschaffen ist, wurde von einer kommerziellen Vermarktung und entsprechenden Verbreitung Abstand genommen, weswegen vielen Menschen dieses wertvolle Wissen bisher abgeht, so auch mir.

Also stellt sich zunächst die Frage:
"Was genau ist denn nun ein grüner Smoothie?"

Ein grüner Smoothie ist ganz einfach ein Mix aus Wasser, Blattgrün und Früchten. Mit verschiedenen Gewürzen durch einen Mixer gejagt, ergibt das trinkbaren Sonnenschein und eine wahre Gesundheitsbombe. Besonders schön ist, dass neben den üblichen Kräutern, wie Rapunzeln, Spinat, Mangold, Petersilie, Dill und Basilikum auch alles andere  Blattgrün, was sonst den Komposteimer verstopft, auf einmal verwertet werden kann. Also: Blätter von Radieschen, Karotten, Kohlrabi, etc.

Ich habe mich heute mal an folgendem Rezept versucht:

Zutaten für zwei Personen
  • 200 g Rapunzeln
  • 1 reife Avocado
  • 1/2 Zwiebel
  • 2 Zehe Knoblauch
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • Wasser
  • Salz
  • Pfeffer
  • Chili zerstoßen
  • 2 Esslöffel Zitronensaft
  • 2 Esslöffel Olivenöl

Vorbereitung

Rapunzeln waschen und trocknen.

Avocado halbieren, Kern entfernen und mit einem Teelöffel ausschaben.

Zwiebel grob würfeln, Knoblauch und Ingwer schälen und grob zerkleinern.


Zubereitung

Alle Zutaten durch einen Hochleistungsmixer jagen. Am besten nimmt man dabei den "Personal Blender". Ist der Mixer nämlich zu schwach oder verfügt nicht über entsprechende Umdrehungszahlen, entsteht zu viel Reibungswärme und der ganze Smoothie geht "den Bach runter".

Durch die Zugabe von Wasser kann die gewünschte Konsistenz eingestellt werden, ich mag ihn lieber etwas dicker.


Fazit

Avocado und Rapunzel ist immer eine leckere Zutatenkombi. Zusammen mit den restlichen Ingredenzien und der leichten Schärfe des Chili, bot uns dieser Drink eine willkommene Abwechslung auf dem abendlichen Tisch.
Um gesundheitlichen Profit daraus zu schlagen ist allerdings eine gewisse Regelmäßigkeit vonnöten, die ich versuchen werde aufrecht zu halten.

Sonntag, 24. November 2013

Shish Kebab oder: Schlechtwettergrillen in der Küche


Shish Kebabs auf dem Elektrogrill


November.

Die letzten freundlichen Tage sind vorüber und die Sonne hat sich endgültig verkrochen - hinter Nebel, Wolken und Regen. Der Sommer, nur noch eine blasse Erinnerung im grauen Einerlei des vorwinterlichen Schmuddelwetters.

Blattlose Bäume strecken ihre grauen Äste wie Skelettfinger in den Himmel, in einem verzweifelten Gebet um Sonne und Licht.

Ein paar Krähen, die nicht nach Süden geflohen sind, krächzen mit greiser Stimme ihr gruseliges "Krah Krah" in eine farblose Welt.

Der Boden hat sich verwandelt in weite Ebenen aus Schlamm und Dreck, kalte Lachen aus braunem Wasser ziehen gespenstisch Kontraste in das öde Land.

Als ich kürzlich aus dem Fenster schaute und meine Seele baumeln ließ, musste ich unweigerlich an all die schönen, lauen Sommerabende denken, die wir vor unserem Barbecue verbrachten. Dabei entstand der Wunsch, dass am Wochenende mal wieder gegrillt würde. Zwar nicht im Garten, aus novemberlichen Gründen, dafür aber in der Küche. Und als ich beim Wochenendeinkauf in der Auslage meines Metzgers eine leckere Lammkeule entdeckte, wurde auch schnell klar, was gegrillt würde - nämlich "Shish Kebabs" und zwar mit meinem Elektrogrill.


Zutaten für zwei bis drei Personen
  • eine Lammkeule, ausgelöst
  • 4 mittelgroße Tomaten
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 2 grüne Paprikaschoten
  • Salz
für die Marinade
  • 2 mittelgroße Tomaten
  • eine mittelgroße Zwiebel
  • 5-6 Zehen Knoblauch
  • 5 Esslöffel Joghurt
  • 4 Esslöffel Olivenöl
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • Oregano getrocknet
  • Chili nach Geschmack (getrocknet und zerstoßen)
  • 1 Teelöffel Paprikapulver
  • 1 Teelöffel Koreanderpulver
  • 1 Teelöffel Kreuzkümmel gemahlen

Vorbereitung

für die Marinade:

Tomaten waschen, Stielansätze entfernen und grob würfeln.
Zwiebel schälen und ebenfalls grob würfeln.
Aus dem Knoblauch eine Paste herstellen.

für die Spieße

Fleisch in große Würfel schneiden.
Tomaten waschen, Stielansätze entfernen und in Spalten schneiden.
Kerne entfernen und aufbewahren.
Zwiebeln ebenfalls in Spalten schneiden und Schichten ablösen.
Paprikaschoten waschen, Kerne entfernen und in Würfel schneiden.


Zubereitung

Zunächst die Marinade herstellen:
Dazu die Tomaten mit den Zwiebeln durch den Mixer jagen und in eine Schüssel umfüllen. Die Tomaten enthalten genug Flüssigkeit. Alle anderen Zutaten für die Marinade ebenfalls in die Schüssel geben und mit dem Schneebesen gut vermischen.

Achtung: Kein Salz hinzugeben, gesalzen wird erst kurz vor dem Grillen.

Die Marinade nun in einen Gefrierbeutel füllen und das Fleisch dazu. Den Beutel verschließen und alles gut durchmassieren. Über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.

Ist das Fleisch gut durchgezogen, werden die Kebabs hergestellt:
Dazu immer im Wechsel ein Fleischstück, ein Tomatenschnitz, eine Zwiebelspalte und ein Stück Paprika aufspießen.

Sind alle Zutaten auf dem Spieß, wird die verbleibende Marinade zusammen mit den Gemüseresten in einem Topf gesammelt und 15-20 Minuten geköchelt. Anschließend pürieren und mit Salz abschmecken. Warm halten.

Shish Kebabs frisch aufgespießt


Nun die Spieße salzen, grillen und auf Tellern mit dem Püree servieren, entweder mit Reis oder Pita Brot.


Fazit

Uns hat es sehr gut geschmeckt, das Fleisch war herrlich zart und hat das Aroma der Marinade wunderbar angenommen. Der Lammgeschmack blieb trotzdem noch im Hintergrund erhalten, was uns sehr entgegen kam. Der absolute Hammer aber war das Püree, es schmeckte einfach himmlisch.

Leider habe ich nur einen ganz billigen Tischgrill. Mit einem etwas gehobeneren Modell,  wie man ihn zum Beispiel im Fachhandel oder bei Grillfürst bekommt, hätte das Fleisch noch wesentlich besser zubereitet werden können. Bei GutscheinKraft gibt es sogar einen Gutschein dafür, über den man die Versandkosten spart.

Sonntag, 17. November 2013

Indisches Butterhuhn oder Murgh makhani


Butterhuhn mit Naan


Was dem Deutschen das "SchniPoSa", ist dem Inder das "Murgh makhani", das sogenannte Butterhuhn.

Dieses Gericht gehört in die klassische indische Küche und befindet sich auf nahezu allen Speisekarten beliebiger indischer Restaurants, nicht nur in europäischen Gaststätten sondern ebenfalls in indischen.
Es stammt unsprünglich aus dem Pandschab, aus dem nordwestlichen Teil Indiens.

Die Gegend gehört zu jenen äußeren Grenzgebieten, in denen die Menschen sich ständig wehren mussten, gegen kriegerische Übergriffe diverser Völker. Bereits 500 v Chr. bildete der Pandschab die Grenze zum Persischen Großreich und wurde seither immer wieder besetzt, von Afghanen, Griechen, Mongolen etc.

Natürlich prägte diese "Vielvölkerei" auch die Küche der Region und sie entwickelte sich zum "Frankreich Indiens". "Essen wie Gott im Pandschab!", so darf dieses Sprichwort getrost verfremdet werden, was wahrscheinlich jeder bestätigen wird, der das Rezept ausprobiert.

Der Name Butterhuhn kommt nicht zwangsläufig von einer ungehörigen Menge Butter die im Rezept verwendet wird, sondern daher, dass die Gewürze in Butter angschmort und aufgebrochen werden, sodass sie ihr reiches Aroma voll entwickeln können.


Zutaten für zwei Personen
  • 500 g Hühnerbrust
  • Erdnussöl
  • Butter, besser Ghee
  • 2 Teelöffel Garam masala 
  • 2 Teelöffel Paprika edelsüß
  • 2 Teelöffel Koriander gemahlen
  • 1 Teelöffel Zimt
  • 1/2 Teelöffel Chilipulver (je nach Geschmack)
  • 1 Teelöffel Kardamom
  • 250 g pürierte Tomaten
  • 100 g süße Sahne
  • 50 g Naturjoghurt
  • 1 Esslöffel Honig
  • Saft von 1/4 Zitrone
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • ein daumengroßes Stück Ingwer
  • Salz

Vorbereitung

Hühnerbrust in große Würfel schneiden.

Ingwer schälen und reiben.

Knoblauch zu einer Knoblauchpaste verarbeiten.


Zubereitung

Einen Wok stark erhitzen und das Hühnerfleisch in etwas Erdnussöl knusprig anbraten (am besten auf drei Portionen aufgeteilt). Sind die Fleischwürfel goldbraun, aus dem Wok nehmen und beiseite stellen.

Hitze stark reduzieren, ich habe von Maximum 9 auf 3 herunter gedreht.

Zwei Esslöffel Butter im Wok schmelzen lassen und Garam Masala, Paprika, Koriander, Zimt, Kardamom und Chili hinzugeben und unter ständigem Rühren rösten, bis die Gewürze beginnen zu duften. Alles sollte eine sämige Paste im Wok bilden, dabei ist es sehr wichtig, dass der Wok nicht zu heiß ist, sonst verbrennen die Zutaten. Das dauert 1-2 Minuten.



Sind die Gewürze aufgebrochen, die Fleischwürfel wieder zufügen, mit Honig in den Gewürzen wenden, bis das Fleisch gleichmäßig rundherum mit der Gewürzpaste überzogen ist.

Pürierte Tomaten und Zitronensaft hinzufügen und mit geschlossenem Deckel 20 bis 30 Minuten ganz vorsichtig köcheln lassen, dabei immer wieder umrühren. Die Soße muss schön sämig werden.

Joghurt und Sahne dazugeben, mit Salz abschmecken und 5-10 Minuten weiter köcheln lassen, bis die Soße etwas eingedickt ist.

Wok vom Herd ziehen, Ingwer und Knoblauch unterrühren und alles noch 1-2 Minuten ziehen lassen.

Mit Naan Bread servieren.


Fazit

Wir haben definitiv zu viel gegessen, einfach weil es uns nicht möglich war aufzuhören. Dieses Rezept gehört wirklich zu den ganz ganz leckeren Speisen.

Inspiriert

Gefunden im Buch: Das Grosse Wok Kochbuch