Donnerstag, 25. Juli 2013

Schinken-Eier-Salat geht auch mit wenig Kalorien


Schinken-Eier-Salat


Ich blicke mit Neid auf all jene Menschen, die alles essen können und dabei nicht zunehmen.

Leider gehöre ich nicht dazu und deswegen hatte ich mir bisher all die leckeren cremigen weißen Dressings versagt. Keine Mayonnaise, keine Sahnedressings, und wenn Schmand oder creme fraîche ans Essen kommt, dann nur in minimalen Dosierungen.

Von daher war Eiersalat quasi schon quadriertes Tabu, denn nicht nur Sahne gehört dort hinein sondern auch noch Mayonnaise.

Ergo: gestrichen, verboten, verpöhnt - doch immer mit einem weinenden Auge.

Doch kürzlich bin ich dahintergekommen, wie solche cremigen Dressings auch mit ganz wenig Kalorien hergestellt werden können, ohne dabei auf Ersatzprodukte aus den Bayer oder BASF Werken zurückzugreifen. "Mayonnaise ohne Fett :-( " sei dazu am Rande erwähnt.

Die Grundsubstanz für ein erfreulich cremiges und gesundes Dressing nämlich ist Magerquark.

Jetzt mag jeder, der diese weiße Masse schon einmal gegessen hat, folgendes einwenden:

"Grässlich! Trocken! Staubt beim Essen! Wird beim Kauen immer mehr! Fürchterlich! Nicht genießbar!"

Und liebe Freunde, ich gebe offen zu - stimmt.

Zumindest dachte ich das bis vor kurzem, als ich auf die Idee kam, den Magerquark mit einem kleinen Schluck kohlensäurehaltigem Mineralwasser zu vermengen. Ich konnte mich dunkel daran erinnern, dass meine Mutter in meiner Kindheit manchmal davon redete. Und siehe da, ich konnte es selber kaum glauben aber aus dem trockenen Batzen Krümelweiß wurde plötzlich eine herrlich cremige weiße Masse mit nur wenigen Kalorien, die zudem noch im wesentlichen vom Eiweiß stammen. Von den Kameraden Fett und Kohlehydrat kann sich der geneigte Esser bei dieser Zubereitung also getrost verabschieden.

Also hab ich mich gleich mal an einen Eier Schinken Salat gemacht.


Zutaten für 4 Personen
  • 4 hartgekochte Eier
  • gekochten Schinken
  • 150 g Magerquark
  • Eine Frühlingszwiebel
  • Pertersilie
  • 1 kleinen Teelöffel Senf
  • Zitronensaft
  • Zucker Salz Pfeffer
  • kohlensäurehaltiges Mineralwasser

Vorbereitung

Eier schälen und in Scheiben schneiden.

Frühlingszwiebel waschen und das Grün in feine Röllchen schneiden.


Zubereitung

Magerquark, Zucker, Salz, Pfeffer und Senf vermengen, einen kleinen Schluck Mineralwasser mit Kohlensäure dazugeben und gut durchrühren.

Mit Zitronensaft abschmecken.

Eier, Schinken und Frühlingszwiebelröllchen in einem Dessertglas anrichten und immer etwas vom Dressing dazwischengeben.

Mit Petersilie dekorieren.

Schinken-Eier-Salat

Fazit

Ich verschwieg meiner Frau, dass die Creme aus Magerquark war und fragte neugierig, wie es denn geschmeckt habe. Sie war sehr angetan, bemängelte allerdings, dass das Dressing wohl sehr kalorienhaltig gewesen sei. Als ich sie über die Zutaten aufklärte, war sie bass erstaunt.


Inspiriert

Idee gefunden in Lust auf Landhausküche Salate & Sommergemüse, dort allerdings mit Schmad angemacht.

Mittwoch, 17. Juli 2013

Mc Donalds, Fleischküchle und Burger


Burger aus reinem Rindfleisch


Von Mc Donalds mag der Mensch halten was er will. Der Eine liebt es, dort zu essen, der Zweite steht dem Ganzen eher neutral gegenüber und der Dritte geht nicht hin.

Meistens sind es ja auch die Kinder, welche Eltern und Verwandte in's amerikanische Familienrestaurant zerren, um mal wieder richtig rein zu hauen, denn eines ist unumwunden und überall gleich: unseren Kleinsten schmeckt es dort.

Ich persönlich gehöre eher zur neutralen Gattung und um der Kinder Willen gehen wir tatsächlich ein bis zwei Mal im Jahr in die Grillstube mit gelbem M auf rotem Grund. Ich denke auch, dass die Qualität des Essens dort nicht unbedingt schlecht ist, abgesehen von den wahrscheinlich reichlich verwendeten Glutamaten.

Zwei Dinge allerdings fallen mir jedes mal auf:
  1. Man muss unglaublich viel essen, bis sich ein Sättigungsgefühl einstellt, weswegen der Besuch dort meist ziemlich kostspielig ist.
  2. Man hat die Lokalität der "amerikanischen Gemütlichkeit" kaum verlassen, sitzt noch nicht richtig im Auto und schon stellt sich wieder ein Hungergefühl ein.
Doch wie dem auch sei, eines gefällt mir - der Burger. Ich meine nicht das trockene Krümelzeug ums Gehackte, auch nicht die seltsame Soße darauf und schon gar nicht die schlabberige Gurke dazwischen. Ich meine nur das Fleisch, denn im Unterschied zum Fleischküchle wird beim Burger nur Rindfleisch verwendet und kein Brot eingemengt. Das liebe ich sehr. Und wenn ich Burger mache, kommt ans Essen nur wenig dran, denn dabei wird nicht experimentiert, im Gegensatz zum Fleischküchle.

Zutaten für zwei Personen
  • 500 g Rinderhack
  • ein Ei
  • Salz
  • Pfeffer
  • Chiliflocken
  • eine Zehe Knoblauchpaste
  • etwas Öl

Vorbereitung

Alle Zutaten in einer Schüssel gut vermengen.


Zubereitung

Aus dem Fleisch Burger formen und in etwas Öl nicht zu heiß ausbraten.

Tipp
Wer gerne mal ganz große Burger möchte, kann einen Teller mit Frischhaltefolie auslegen und darauf den Burger formen. Durch einfaches wenden der Folie, kann der XXL-Batzen bequem in die Pfanne bugsiert werden, ohne dass er zerfällt.

Fazit

Würzig, saftig, knusprig: ein echter Reinbeißer. 

Montag, 8. Juli 2013

Karottensalat einmal anders


Karottensalat mit gerösteten Mandeln

Karottensalat ist so eine Sache.

Seit Menschen gedenken glaube ich, wird Karottensalat auf gleiche Weise zubereitet. Geraspelt und mit einer Marinade vermengt kommt er auf den Tisch und schmeckt, je nach Dressing, mal besser, mal nicht ganz so atemberaubend.

Doch wie dem auch sei, unsere gelben Rüben sind sehr gesund, von prächtiger Farbe und dazu noch wunderbar knackig - sie sollten also recht oft als Rohkost oder gekocht auf dem Tisch erscheinen.

Kürzlich stieß ich auf ein Rezept, das mich ziemlich verblüffte, denn dabei wurden die Möhren nicht einfach nur geraspelt, sondern mit einem Sparschäler in Streifen geschnitten, gewendet in einer eher ungewöhnlichen Marinade und kombiniert mit geräucherten Mandeln.

Das musste natürlich ausprobiert werden, allerdings ersetzte ich die geräucherten Mandeln durch angeröstete und gehobelte.

Auf diese Weise zubereitet gehört der Karottensalat nach meinem Dafürhalten in die Kategorie "Vielzahl an Delikatessen". 


Zutaten für zwei Personen
  • 400 g Möhren
  • 4-5 Stängel glatte Petersilie
  • 2 Esslöffel gehobelte Mandeln
  • 2 Esslöffel Zitronensaft
  • 2 Esslöffel Apfelsaft
  • 1 Esslöffel Honig
  • 4 Esslöffel Olivenöl
  • Meersalz
  • Pfeffer

Vorbereitung

Möhren schälen und weiter mit dem Sparschäler in Streifen schälen.

Petersilie waschen und Blättchen von den Stängeln zupfen.

Mandeln in einer Pfanne ohne Öl bräunen.


Zubereitung

Zitronensaft mit Apfelsaft, Honig, Salz und Pfeffer gut verquirlen, bis sich die Gewürze aufgelöst haben.

Öl zugeben und weiter gut vermengen, eine homogene Emulsion muss entstehen.

Karottenstreifen und Petersilie dazugeben, miteinander vermischen und ein paar Minuten ziehen lassen.

Mit den Mandeln bestreuen und servieren.


Fazit

Die gerösteten Mandeln geben den Kick. Nimmt man anstatt normalem Salz auch noch gutes Meersalz, so kann das Gericht nochmal mit einer besonderen Nuance versehen werden. Mit Meersalz kochen ist meines Erachtens sowieso eine ganz besondere Küchenvariante die gut zu ganz besonderen Rezepten passt..


Inspiriert aus

Greenbox von Tim Mälzer.

Freitag, 5. Juli 2013

Parmersankuchen - eine ungewöhnliche und leckere Suppeneinlage


Parmesankuchen in Bouillon


Parmesankuchen in einer Suppe?

Was soll das denn?

Die Frage drängte sich auf, als ich das erste mal über das Rezept stolperte.
Beim Radiokoch fand ich es und in der Regel bringt dieser Kollege ja sehr schmackhafte Gerichte auf den Tisch. Deswegen ließ mich die Idee nicht mehr los.

Ständig bohrte es:

"Wie das wohl schmeckt?"
"Interessant ist es ja allzumal und was Neues ebenfalls, zumindest für mich."
"Und Parmesan ist schließlich auch immer ein Joker, würzig und salzig."
"Aber trotzdem, Kuchen in der Suppe, ich weiß nicht so recht?"

So ging es die ganze Zeit, bis die Gedanken irgendwann endlich im Unterbewusstsein versanken.

Doch jedesmal, wenn ich in einer Auslage Parmesan sah,
fing es wieder von vorne an.

"Wie das wohl schmeckt?..."

Schließlich beugte ich mich der alten Volksweisheit vom Probieren und Studieren, änderte das Rezept etwas ab und legte los.


Zutaten für vier Personen
  • 6 Eier Größe M
  • 40 g Mehl
  • 90 g Parmesan
  • Salz
  • 1-2 l Bouillon

Vorbereitung
    Den Parmesan fein reiben, nicht pulverisieren.

    Ofen auf 200 °C Ober- Unterhitze vorheizen.


    Zubereitung

    Eier, Mehl und Parmesan mit dem Handmixer zu einem flüssigen Teig verquirlen.

    Feuerfeste Form ausfetten und mit dem Teig befüllen.

    Im Ofen bei mittlerer Schine ca. 15 - 30 Minuten (je nach Dicke) ausbacken.

    Etwas abkühlen lassen, aus der Form lösen und in Rauten schneiden.

    Parmesankuchen in Rauten geschnitten


    Auf Suppentellern anrichten, mit dem Bouillon auffüllen und etwas Grün zur Deko anbringen.

    Wer mag kann auch noch angeröstete Zwibeln dazugeben, das bringt nochmal ein besonderes Aroma ins Spiel.


    Fazit

    Es schmeckte prima. Der Teig war herrlich locker und der Parmesan verlieh eine fundamentale Würze. Das wird es sicher auch mal geben, wenn Gäste geladen sind.

    Beim nächsten Mal allerdings werde ich die Form mit Backpapier auslegen, damit sich der Kuchen besser löst.

    Inspiriert von "Volkhard Nebrich"