Donnerstag, 25. April 2013

Salat Gelb Rot oder Couscous und Rote Beete


Rote Beete und Couscous, ein ungleiches Paar


Was tun, wenn sich ein Überbleibsel Rote Beete im Kühlschrank tümmelt?

Bei mir waren es  kürzlich zwei kleinere Stück. Der Rest aus dem Rezept mit dem Rote Beete Püree oder besser gesagt, die andere Hälfte des Päckchens.

Die Sache mit den roten Böllchen ist nämlich gar nicht so einfach, denn eigentlich bin ich kein soooo großer Fan der Roten Beete und von daher sehr wählerisch, was die Zubereitung angeht. Schmeckt das Gericht nämlich zu sehr nach Erde, so geht mir der Genuss ab.

Was also tun mit den zwei Kugelwurzeln im Kühlschrank?

Ich blätterte dann ganz einfach mal weiter, im Buch vom Tim Mälzer. Einige Seiten später stieß ich wieder auf eine spannende Idee, die mich zu diesem Rezept inspirierte.

Tim nennt sein Werk "Rote-Beete-Tabouleh", allerdings ist das hier vorgestellte Rezept eine sehr freie Interpretation meinerseits. Tim verwendet z.B. eine Schmorgurke, die ich gegen einige Scheiben Staudensellerie ausgetauscht habe. Auch sonst ist viel von mir verändert worden, eben eine sehr freie Interpretation.

Das ist das Schöne am Kochen, die "künstlerische Freiheit" erlaubt unendliche Gestaltungsräume oder anders augedrückt: Jedem Köchlein sein eigenes Rezeptlein.


Zutaten für zwei Personen

  • ca. 200 g Rote Beete (vorgegart)
  • 100 g Couscous
  • 250 ml Bouillon
  • eine mittelgroße Zwiebel
  • eine Stange Staudensellerie (gewaschen und wirklich nur eine Stange)
  • eine Zitrone
  • eine größere Frühlingszwiebel
  • 1/2 Bund Petersilie
  • eine Schote frischen Chili
  • Olivenöl
  • Ahornsirup oder Honig
  • Salz
  • Pfeffer
  • Crema de Balsamico
  • frischer Meerrettich

Vorbereitung

Rote Beete zunächst in ca. 5 mm dicke Scheiben schneiden und hernach die Scheiben achteln, sodass kleine Dreiecke entstehen.

Zwiebel schälen und in halbe Ringe schneiden, nicht zu fein.

Zitrone auspressen und durch ein Sieb gießen.

Vom Staudensellerie das Blattgrün entfernen, die Fäden ziehen und schräg in 
2-3 mm dicke Scheiben schneiden.

Frühlingszwiebel putzen und in Röllchen schneiden.

Petersilie waschen, von den Stängeln zupfen und fein wiegen.

Chili in feine Ringe schneiden.

Etwas Meerrettich fein raspeln


Zubereitung

Einen Topf nehmen und darin die Zwiebeln in etwas Olivenöl anschwitzen.

Mit dem Bouillon ablöschen.

Staudensellerie dazugeben und ca. 5 Minuten mit geschlossenem Deckel köcheln.

Rote Beete dazugeben, kurz aufkochen lassen und den Topf vom Herd ziehen. Einige Minuten gehen lassen, bis der Sud etwas Farbe von der Roten Beete genommen hat.

Das Gemüse mit einem Schaumlöffel herausnehmen, abtropfen und beiseite stellen.

Couscous in eine Schüssel füllen.

Den Sud nochmal kurz aufwallen lassen, die Hälfte des Zitronensaftes dazugeben und in die Schüssel mit dem Couscous füllen. Gut vermengen und 20 Minuten quellen lassen, dabei immer mal wieder umrühren.

Den restlichen Zitronensaft über das abgetropfte Gemüse träufeln und ebenfalls 20 Minuten ziehen lassen.

Nach den 20 Minuten das abgetropfte Gemüse, Frühlingszwiebeln, Petersilie und Chili mit dem Couscous vermengen. Unter Umständen etwas vom Chili vorher abnehmen, zwecks der Deko.

Alles mit ca. einem Esslöffelöl Ahornsirup oder Honig, Salz, Pfeffer und Olivenöl abschmecken.

Auf einem Teller anrichten, mit Chili und Crema de Balsamico dekorieren und den frisch geriebenen Meerrettich darüberstreuen.


Persönliche Beurteilung

Mir hat das Rezept recht gut geschmeckt. Vor allem der Ahornsirup in Verbindung mit dem Zitronensaft hat etwas Besonderes ins Essen gebracht. 

Beim nächsten Mal allerdings werde ich viel mehr Meerrettich darüberstreuen und mindestens zwei Schoten Chili verarbeiten. Damit mal so ein richtiger Wumms ins Essen kommt.

Inspiriert aus
Greenbox von Tim Mälzer, Seite 50, Wilhelm Goldmann Verlag,
ISBN: 978-3-442-39243-8

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