Mittwoch, 6. März 2013

Triangoli Gorgonzola - so schmeckt Italien


"o sole mio" in deutscher Küche


Seit ich den kleinen italienischen Delikatessenladen in Rastatt um die Ecke entdeckt habe, muss ich dort ständig vorbeischauen. Zum einen regen all die verführerischen Leckereien sowohl meine  Fantasie als auch den Appetit an, zum anderen plaudere ich gerne mit Guiseppe, den Inhaber der Taverna. Dabei geht es meist über das Leben im Allgemeinen und italienisches Essen im Speziellen. Bei einer feinen Tasse Espresso genieße ich den Moment und freu mich schon darauf, das soeben erstandene Schmankerl später mit Lust und Muße zuzubereiten.

"Pasta e Pesto, so schmeckt Italien!", nennt er sich, der Giuseppe. 

Jedesmal wenn ich dort war und meinen Blick durch die Auslagen streichen ließ, blieb ich bei den Triangolis mit Gorgonzolafüllung hängen. Zu oft schon spielte ich mit dem Gedanken, sie nun endlich zu kaufen, doch irgendwie bot sich keine passende Gelegenheit, diese leckere Pasta für uns auf den Tisch zu bringen. Doch kürzlich war es soweit und ich schlug zu.

"Wie würdest du sie denn kochen?", fragte ich Giuseppe.
"Aaaaaah auf keine Fall mit Tomatensoße. Du braucht gar nicht viel für richtig gute Geschmack mit diese Pasta. Olivenöl, Salbei, Salz und diese kleine rote Tomate, mehr nicht. Die Pasta nur in heiße Wasser zwei Minute ziehe lasse. Salbei in de heiße Öl knusprig brate und Tomate kurz warm mache, dann die Pasta durch die Pfanne ziehe und schnell esse."

"Jawohl, genau so mache ich es.", sagte ich, doch leider ließ sich nirgendwo Salbei auftreiben. Ich ersetzte es also kurzerhand durch frischen Rosmarin von meiner Fensterbank und kann euch sagen: "Merita un bis!"

Zutaten für 2 sehr hungrige Personen
  • 500 g frische gefüllte Pasta
  • 20 Kirschtomaten
  • Rosmarin
  • 1/2 Schote grünen Chili
  • 4 Esslöffel Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
für die Deko
  • etwas Petersilie

Vorbereitung

Tomaten waschen und halbieren.

Chili waschen, entkernen und in feine halbe Ringe schneiden.

Rosmarinblättchen abzupfen.

Pasta in sprudelnd kochendes Salzwasser geben, den Herd ausstellen und zwei bis drei Minuten ziehen lassen.


Zubereitung

Öl, Tomaten, Rosmarin und Chili in einer Pfanne erhitzen. 

Sobald das Öl bruzzelt und der Rosmarin seinen Duft in der Küche verbreitet, die abgetropfte Pasta in die Pfanne füllen, mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken und gut durchschwenken.

Auf Teller verteilen, mit etwas frischer Petersilie dekorieren und sofort genießen.


Fazit

OK, ich gebe offen zu: "Zum Abnehmen ist diese Speise nicht geeignet." Aber man muss solches ja nicht jeden Tag essen. Ansonsten waren wir begeistert. Ein Stückchen italienisch, mediterranes "o sole mio" mitten im Winter auf dem deutschen Abendtisch. Da lächelte doch schon der Sommer kurz über den Tellerrand, was auch unsere Gesprächsthema bestimmte, es drehte sich nämlich um unseren nächsten großen Urlaub. 

Und das beste daran ist: Nur wenige Minuten, ein paar schnelle Handgriffe und schon steht dieses hinreißende Gericht auf dem Tisch.  

Einzig meine Vergesslichkeit trübte die Stunde, ich wollte nämlich noch einige feine Schnitze Parmesan darauf verteilen, bin extra vor dem Kochen nochmal losgefahren um ein schönes Stück zu kaufen und hab es dann vergessen. Als ich den letzten Bissen verzehrt hatte, fiel es mir wieder ein. Na ja, dann eben beim nächsten Mal. 


Kommentare:

  1. Salbei wächst auf meiner Terrasse... ich hätte welchen mitbringen können.... ;-)

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  2. Vielleicht sollte ich gleich mal eine ganze Bestellliste bei dir aufgeben: Schinken, Salbei und wie wäre es noch mit Koreandergrün? Das bekomme ich hier auch nirgendwo, vielleicht wächst es ja zufällig ebenfalls bei dir auf der Veranda? :-))
    Liebe Grüße, Beni

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  3. Mit Koriandergrün kann ich nicht dienen - das mag ich nämlich nicht ;-)

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