Freitag, 1. März 2013

Spareribs auch im Winter machbar


Spareribs mit Ofenkartoffeln und Kressequark


Normalerweise stehe ich all diesen merkwürdigen Angelegenheiten, die aus den "Vereinigten Staaten von Amerika" kommen und unsere Sinne vollblasen, sehr sehr skeptisch gegenüber. Positiv ausgedrückt.

Doch ab und an findet sich auch mal was Gutes, in jenem nebulösen Hexengebräu aus Schaumschlägerei, Bauernfängerei und Sklavenschinderei, welches sich mit unverständlichem Stolz "The American Way of Life" nennt und das nach meinem Dafürhalten verantwortlich ist, für die "Entmenschlichung unserer Gesellschaft".

Nun denn, jeder mag das sehen wie er will, in jedem Fall verhält sich das "Gute, das aus den USA kommt" ähnlich wie das bekannte blinde Huhn mit dem Korn - es ist quasi ein Kuriosum.

OK. Sorry sorry, sorry! Gerade bin ich versehentlich ausgerutscht und etwas giftig geworden, wird nicht wieder vorkommen.

Eines dieser Raritäten zum Beispiel sind "Spareribs". Ich gehe einfach davon aus, dass die klassischen Spareribs, in dieser "mouthwatering"  süß- sauer-scharfen Marinade über den Atlantik kamen und den Weg in deutsche Küchen fanden. Sollte es jemand besser wissen, so lasse ich mich selbstverständlich gerne belehren, denn kürzlich entdeckte ich beim Stöbern in einem meiner Kochbücher mit dem Titel "Die Lieblingsrezepte der Deutschen" ein leckeres Rezept für eben dieses Gericht. Irgendwie fand ich das witzig.

"Na gut, wenn es denn schon zu den Liebslingsrezepten der Deutschen gehört", so dachte ich mir, "dann musst du es auch mal ausprobieren.", denn ich hatte gerade wieder einen jener schrecklichen Anfälle, die mich von Zeit zu Zeit befallen und nötigen, immense Mengen Fleisch zu vertilgen.

Und das in der Fastenzeit! Schlimm, oder?

Doch fasten muss ja nicht zwingend heißen, auf Fleisch zu verzichten. Es gibt schließlich ganz schön viele andere lieb gewordenen Unarten, auf die man während der Fastenzeit verzichten kann. Es muss also nicht unbedingt das Fleisch sein.


Zutaten für 2 Personen

  • 1 kg Spareribs
  • 2 große Zehen Knoblauch, fein gehackt
  • 5 Esslöffel Olivenöl
  • 3 Esslöffel Sojasoße
  • 2 Esslöffel Honig
  • 1 Esslöffel Ahornsirup
  • 2 Esslöffel braunen Zucker
  • einen Teelöffel Senf
  • Saft von einer Zitrone
  • Salz
  • Chiliflocken

Vorbereitung

Spareribs waschen und trocken tupfen, in einer Auflaufform verteilen.

Aus den restlichen Zutaten eine Marinade bereiten.

Hier gilt übrigens dasselbe, wie beim Salatdressing: Das Öl kommt erst am Schluss dazu, wenn alle anderen Zutaten fleißig verquirlt wurden, und sich alle Gewürze im Zitronensaft aufgelöst haben.

Die Marinade über den Spareribs verteilen und ca. 1/2 Tag ziehen lassen.


Spareribs


Zubereitung

Ofen auf 225 °C Heißluft vorheizen, Ribs auf einem Backblech verteilen und von jeder Seite 15 - 20 Minuten backen. Dabei immer wieder mit der Marinade, die in der Auflaufform stehen geblieben ist, beträufeln.

Anschließend servieren, ich habe dazu Ofenkartoffeln mit Kressequark gereicht.


persönliche Beurteilung

Das mit dem "mouthwatering" stimmt. Das Fleisch in der lecker kräftigen Marinade entwickelt beim Abnagen eine tolle Dynamik. Einfach zum Reinlegen. 

Ein weiterer großer Vorteil ist, es kann bestens vorbereitet werden, wenn Gäste geladen sind.


Quelle

"Die Lieblingsrezepte der Deutschen", genehmigte Sonderausgabe der Planet Medien AG, Zug. Seite 102, ISBN: 9783861464297 (nicht mehr lieferbar). 

Kommentare:

  1. Sieht sehr gut aus! Und was mit am besten gefällt ist das Verhältnis von Kartoffel und Quark..es kann nie genug Quark sein!!! ;-)
    ...ich faste übrigens gar nicht, aber nicht weiterverraten ok? ;-)
    Schönes Wochenende!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Stimmt! Quark schmackhaft angemacht ist zum Reinlegen, davon bleiben bei uns auch keine Reste.
      Das mit dem Fasten behalte ich selbstverständlich für mich :-)), dir ebenfalls gute Zeit und ein erquickliches Wochenende.

      Löschen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...