Dienstag, 29. Januar 2013

Salat von frischen Champignons

Champignonsalat

Zum Abendessen gibt es bei uns regelmäßig Salat. Natürlich wäre es schnell langweilig, wenn sich die rohe Gesundheitskost "alleweil" wiederholte, deswegen bin ich immer auf der Suche nach neuen Ideen, die abendliche Vitaminspeise betreffend.

So stöberte ich kürzlich in einem alten "Dr. Oetker Kochbuch" aus dem Jahre 1994. Beim Salat aus frischen Champignons blieb ich hängen und dachte mir im Stillen: "Das Rezept klingt lecker und einfach!", denn gerade unter der Woche muss es genau das sein; nämlich lecker, einfach und vor allem - schnell gemacht.

Heute wiederum gab es zum Mittagessen ein leckeres Pilzrisotto. Wie gewöhnlich kaufte ich viel zu gierig ein,  sodass einige Champignons übrig blieben. 

So begab es sich also, dass der Champignonsalat aus dem Kochbuch vom August viel schneller auf unseren Tisch kam als erwartet, allerdings in einigen Dingen abgewandelt und unserem Geschmacke angepasst.


Zutaten für zwei Personen
  • 250 g Champignons, weiß und braun gemischt. Die Köpfe sollten noch geschlossen sein.
  • 4 Esslöffel Zitronensaft
  • 4 Esslöffel Olivenöl
  • 1 1/2 Teelöffel Honig
  • Salz
  • weißer Pfeffer
  • 2 Esslöffel frische Kräuter, gehackt. (Tiefkühlware geht natürlich wie immer ebenfalls.)

Trick
Sauer und Süß sollte immer mit einem Schneebesen vermischt werden, b e v o r das Öl hinzugegeben wird. Die süßen Komponenten lösen sich im sauren Medium besser auf, das Dressing entwickelt sich zu einer schönen homogenen Emulsion und entfaltet so ein vorzügliches Aroma.


Vorbereitung

Champignons putzen und in Scheibchen schneiden. Hierbei ist zu beachten, dass die Nachtschatten mehr durch Schneidbewegungen zerteilt werden und weniger durch Druck, sonst zerfallen sie in Klumpen und Brösel. Gerade bei einem Salat aus frischen Champignons sieht das wenig appetitlich aus.

Zubereitung

Zitronensaft, Honig Salz und Pfeffer mit dem Schneebesen gut verquirlen.

Wenn sich Gewürze und Honig aufgelöst haben, das Öl beimengen und weiter quirlen, bis eine homogene Emulsion entstanden ist.

Nochmal abschmecken.

Pilze und Kräuter dazugeben, durchmischen und sofort servieren.

Fazit

Ein herrlich einfach anzumachender Salat, der schon nach wenigen Minuten auf dem Tisch steht und lecker schmeckt. 

Samstag, 26. Januar 2013

Grünkohl mit Geräuchertem - deftig würzige Hausmannskost


Grünkohl, Kassler, Mettwurst, Speck und ein Kartöffelchen


Norden - Süden
Meer - Berge
Regen - Sonne
Grünkohl - Spätzle

So oder ähnlich könnte der Unterschied zwischen Norddeutschland und Süddeutschland kurz und knapp umrissen werden. Besonders interessant finde ich natürlich den letzten Punkt, nämlich: Grünkohl!

Bei uns im Süden eher selten auf den Speisekarten vertreten, gehört er im Norden wohl zu einem jener klassischen Rezepte, die jede Hausfrau schon als Kind zuzubereiten lernt. Quasi die Kochlektion, welche von der Mutter direkt im Anschluss nach der Einheit "Spiegelei braten" unterrichtet wird.

Und obwohl ich ganz aus dem Süden komme, dort geboren und aufgewachsen bin, ist mir der grüne Kohl kein Unbekannter und ich liebe ihn. Er gehört zu den klassischen Winterspeisen, denn bevor er schmeckt, muss klirrender Frost mit eisigen Fingern nach ihm gegriffen haben. Dann, zusammen mit Kassler, Speck und geräucherten Mettwürsten gekocht, kann man daraus ein deftiges Essen zubereiten, das nicht nur satt macht und gut schmeckt, sondern auch noch die Seele wärmt.

Zutaten für zwei Personen

  • 800 g Grünkohl, Tiefkühlware ist vollkommen OK
  • zwei Zwiebeln
  • Öl, besser Gänseschmalz
  • etwa 1/2 Liter Bouillon
  • Kartoffelmehl (Maizena), in etwas kaltem Wasser gelöst
  • zwei Scheiben Kassler Hals
  • zwei dicke Scheiben durchwachsenen geräucherten Speck
  • zwei geräucherte Mettwürste
  • Salz
  • Pfeffer

Vorbereitung

Zwiebeln würfeln.

Zubereitung

Die Speckscheiben in einem Topf mit etwas Öl anbraten.

Zwiebeln im selben Topf glasig dünsten, eventuell zusammen mit einen Teelöffel Gänseschmalz.

Grünkohl dazugeben und mit etwas Bouillon bis etwa einen Fingerbreit unter die Oberfläche des Kohls auffüllen.

Mettwürste dazulegen und den Deckel schließen.

Bei geringer Hitze ca. eine Stunde kochen.

Jetzt am besten den Ofen ausstellen. Das Gericht sollte über Nacht ziehen, damit der Speck und die Mettwürste das Raucharoma ganz in Ruhe an den Kohl abgeben können.

Am nächsten Tag, ca. 30 Minuten vor dem Servieren das Kassler auf den Kohl legen und nochmal eine halbe Stunde köcheln lassen.

Während des gesamten Kochvorganges immer überprüfen, ob die Flüssigkeit nicht verdampft ist. Falls doch, einfach wieder mit Bouillon ergänzen.

Danach Würste, Speck und Fleisch aus dem Grünkohl fischen und auf zwei Tellern drapieren. Kohl mit dem Kartoffelmehl andicken, salzen und pfeffern.

Zusammen mit Salzkartoffeln servieren.

Fazit

In der Flüssigkeit steckt ungeheuer viel Geschmack, sowohl vom Kohl, als auch von der Räucherware. Wenn der Sud durch das Kartoffelmehl an den Kohl gebunden wird, bekommt er eine wunderbar sämige Konsistenz und der ganze würzige Geschmack vermengt sich aufs wunderbarste mit der grünen Masse.

Einfach ein herrliches Wintergericht!

Dienstag, 22. Januar 2013

Speck knusprig braten und dabei entfetten - ein kleines Wunder der modernen Technik


knuspriger Speck mit reduziertem Fettgehalt


Eine herzhafte Scheibe von geräuchertem Speck, knackig, kross und knusprig angebraten: darüber lässt sich trefflich streiten.

Einerseits lockt der Leckerbissen. Ich empfinde es als einen Hochgenuss, den würzig salzigen Gout am Gaumen zu haben und den Geschmack des Geräucherten auf der Zunge zu spüren, während der Bacon knusprig zwischen den Zähnen kracht und knirscht. Da möchte man sich doch am liebsten reinlegen, gar nicht mehr aufhören zu essen, einfach nur herzlich genießend schwelgen.

Andererseits meldet sich die Vernunft zu Wort. Schimpft, ermahnt, weist zurecht. Ungesund sei es, so die Stimme der gestrengen Zuchtmeisterin. "Gesättigte Fettsäuren in Hülle und Fülle", sagt sie und hebt dabei warnend den Zeigefinger in die Höhe. Sofort aufhören solle man mit der schlimmen Schlemmerei, welche die Arterien verstopft, Herzinfarkt fördert und zudem noch den Leib füllig werden lässt.

Tja, meine lieben Leser! Da lässt sich nicht dran rütteln. Es stimmt. Die schweinischen Leckerbissen sollten, wenn überhaupt, nur in kleinen Mengen verzehrt werden.

Doch zum Teil erlaube ich mir zwischenzeitlich zu entwarnen, dank moderner Technik.

Denn wenn die Speckscheiben nicht in der Pfanne angebraten werden, sondern auf Krepp in der Mikrowelle, so verlieren sie einen beträchtlichen Teil ihrer höchst ungesunden Eigenschaften. Das Küchentuch saugt ungesundes Fett und Flüssigkeit auf, während das Gargut nach wie vor wunderbar kross und knusprig bräunt.

Natürlich werden aus den neckischen Gustostückerln keine gesunden Happen. Mitnichten. Doch der gänzlich ungesunde Snack kann auf diese Weise zumindest einmal beträchtlich entschärft werden.

Gesehen bei "Chefkoch TV"


Zutaten

  • pro Person zwei bis drei scheiben Frühstücksspeck oder Bacon

Vorbereitung

Einen Mikrowellengeeigneten Teller mit Küchenkrepp auslegen und die Specktranchen nebeneinander darauf verteilen.

Mit einem Deckel für Mikrowellengeräte abdecken.

Specktranchen auf Krepp, bereit für die Mikrowelle

Zubereitung

Zwei Minuten bei 1000 Watt rösten. Bei Geräten mit geringerer Leistung muss die Dauer erhöht werden. Danach herausnehmen, vom Küchenkrepp abziehen und auf einem Teller erkalten lassen.


Fazit

Herrlich knusprige Speckscheiben mit erheblich vermindertem Fettgehalt.

Soweit, so Gut.

Was ließe sich sonst noch dazu sagen?

Ganz klar: "Wohl bekomm's!"

so kommen sie nach zwei Minuten wieder heraus

Donnerstag, 17. Januar 2013

Ein Salat von Belugalinsen, dazu Ziegenkäse im knusprigen Speckmantel


Belugalinsen als Salat und Ziegenkäse im Speckmantel


Seit ich diese kleinen schwarzen Linsen kürzlich entdeckte, lassen sie mich nicht mehr los. Sie sind einfach zu lecker. Ich habe mich so richtig verliebt in ihr herzhaftes Aroma und vor allem sind sie nicht so empfindlich wie die roten Linsen. Sie bissfest hinzubekommen ist mehr als einfach, selbst wenn man sie etwas zu lange kocht.

Dazu würzigen Ziegenfrischkäse, eingewickelt in herzhaften Bacon, kurz aber kräftig angebraten - das ist fein. Abgerundet durch ein paar Tropfen Honig, in der Resthitze der Pfanne kurz erwärmt und abschließend mit frischem Rosmaron parfümiert, so ergibt die ganze Sache ein himmlisches Dinner.

Zutaten für zwei Personen

  • 100 g Belugalinsen
  • 2 mittelgroße Tomaten
  • eine Hand voll Rucola
  • eine Lauchzwiebel, nur das Weiße
  • 2 Zehen Knoblauch
für das Dressing
  • 2 Esslöffel Balsamico
  • einen Teelöffel braunen Zucker
  • Salz
  • Pfeffer
  • 5-6 Esslöffel Olivenöl
für die Ziegenkäsepäckchen
  • 6 Scheiben Ziegenfrischkäse
  • etwas Öl zum Braten
  • 6 Scheiben Bacon oder Frühstücksspeck
  • einen Esslöffel Honig
  • 2 Zweige Rosmarin

Vorbereitung

Linsen ca. 2 Fingerdick mit Wasser bedecken und ohne Gewürze ca. 20-30 Minuten bissfest garen.

Tomaten waschen und in Würfel schneiden, eventuell die Kerne entfernen.

Rucola waschen, trockenschleudern und grob zerschneiden.

Lauchzwiebel waschen und in viertel Ringe schneiden.

Knoblauch schälen, pressen und mit einer Prise Salz bestreuen.

Die Ziegenfrischkäsescheiben mit Bacon umwickeln.

Ziegenkäse im Speckmantel gebraten


Zubereitung

Die Zutaten für den Salat in einer Schüssel vorsichtig vermengen, das Dressing aber noch nicht einbringen, das kommt erst kurz vor dem Servieren dazu.

Balsamico, Zucker, Salz und Pfeffer mit dem Schneebesen kräftig verquirlen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Das dauert einige Minuten, ist aber unverzichtbar, wenn das Dressing schmecken soll.
Siehe dazu auch meine Tipps zum Thema Salatsoßen. Wenn sich die Gewürze aufgelöst haben, das Öl einbringen und so lange mit dem Schneebesen verquirlen, bis eine homogene Emulsion entstanden ist. 

Nun eine Pfanne mit etwas Öl kräftig erhitzen und die Ziegenkäsepäckchen von jeder Seite ca. eine Minute anbraten, bis der Speck Farbe genommen hat. 
Aber Achtung, nicht länger! Der Käse soll nämlich nur warm werden aber nicht schmelzen.

Währenddessen das Dressing unter den Salat mischen und ihn anschließend auf zwei Tellern portionieren.

Die Pfanne vom Herd nehmen und Ziegenkäse auf dem Salat drapieren.

Nun den Honig zusammen mit dem Rosmarin in der Restwärme der Pfanne kurz erhitzen und über dem Ziegenkäse verteilen.

Sofort servieren.


Fazit

Dazu kann ich nur eines sagen: ein Gedicht!
Und wie immer sehr sehr einfach zuzubereiten.

Idee von Chefkoch TV

Sonntag, 13. Januar 2013

Rindfleisch im WOK - das macht Laune

Rindfleisch mit Paprika


Heute hab ich endlich mal wieder gewokt.

Ich hatte schon seit Wochen Lust dazu, doch kamen immer wieder andere Ideen in die Quere, die unbedingt gekocht werden mussten. Wie das eben so ist.

Gestern war ich einkaufen und beim Lieblingsmetzger lag ein verführerisch anzuschauendes Stück Rindfleisch in der Auslage, das ich auf jeden Fall haben wollte. Als es schließlich gekauft war, knobelte ich herum, was nun am besten damit anzufangen sei.

Tafelspitz? Neeee, heute keine Lust auf Meerrettich.
Schmorbraten? Neeeee, dafür war es schon zu spät.
Gulasch? Neeeee, danach stand mir nicht der Sinn.

Also blieb noch eines - choppen und woken.
Genau, das wars.

Noch schnell ein paar Paprika gekauft.
Austernsoße war auch leer, also schwups in den Wagen damit.
Ingwer? Normalerweise schon, aber heute nicht.
Frühlingszwiebeln - genau, die mussten auf jeden Fall dazu.
Und der der Knoblauch sah heute verführerisch aus. Ab in den Wagen damit.
Blieben noch Sesam, der schon seit Monaten ausgegangen war, Champignons und ein paar getrocknete chinesische Pilze.

Na prächtig, meine Laune sprengte alle Bande des Trübsinns, heraufbeschworen von der feuchtkalt nebligen Tristesse um mich herum.

Zutaten für zwei Personen

  • 400 g Rindfleisch
  • eine Schote Paprika rot
  • eine Schote Paprika grün
  • eine Schote frischen Peperoni
  • 5-6 Knoblauchzehen
  • 1 große Zwiebel
  • Einen Esslöffel Sesam
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 2 mittelgroße Champignons
  • eine Hand voll getrocknete chinesische Pilzemischung.
  • Erdnuss- oder WOK-Öl (wegen der Hitzebeständigkeit)
  • Sojasoße
  • Austernsoße
  • 1/8 l Hühnerbouillon
  • etwas Stärke

Vorbereitung

Rindfleisch in feine Scheibchen choppen.

getrocknete Pilze in lauwarmem Wasser einweichen.

Paprika in Streifen zerteilen.

Peperoni in kleine Scheiben schnippeln.

Knoblauch schälen ebenfalls in Scheiben schneiden.

Frühlingszwiebeln in kleine Röllchen hacken. 

Zwiebeln schälen und in Spalten zerteilen.

Wok aufheizen und den Sesam gefühlvoll darin anrösten, bis er duftet. Zur Seite stellen.

1/2 Teelöffel Speisestärke in einem Schluck kalten Wasser auflösen.


Zubereitung

Etwas Erdnussöl in den WOK geben, richtig heiß werden lassen und das Fleisch vollkommen ungewürzt darin anbraten. Immer nur sehr kleine Mengen nehmen, sonst zieht das Fleisch Wasser und wird trocken. Auch nicht gleich anfangen zu rühren, sondern erst mal ganz still liegen lassen, bis es schon fast durchgebraten ist. Das geht ziemlich schnell, bei dem Feinschnitt. Erst dann kurz wenden und wieder raus aus dem Wok. Wenn zu früh umgerührt wird, kühlt der WOK kurz ab und das Fleisch kocht, was es nicht soll. Wir wollen schließlich gebratenes.

Ist das Rind komplett, wird es zur Seite gestellt. Kurz warten, bis der WOK wieder richtig Hitze hat, ein Tröpfchen Öl hinein und ab geht's zur zweiten Runde.

Ab jetzt wird pfannengerührt, das heißt: Das Gargut wird ständig, ohne Pause gewendet.

Als erstes die Champignons kurz anbraten, dann die abgegossenen chinesischen Pilze dazugeben und 1/2 Minute pfannenrühren.

Zwiebeln dazu und wieder 1/2 Minute pfannenrühren.

Die roten Paprika dazu und 1/2 Minute pfannenrühren.

Grüne Paprika dazu, 1/2 Minute pfannenrühren.

Peperoni und Knoblauch dazu und jetzt alles zusammen nochmal 2-3 Minuten pfannenrühren.

Das Gargut sollte wie das Fleisch nur Portionsweise dazugegeben werden, damit der Wok nicht zu weit abkühlt, was unvermeidbar ist, gibt man zu viel kalte Zutaten auf einmal hinein.

Wenn alles Gemüse heiß ist, wird das Fleisch wieder dazu gegeben und kurz untergerührt.

Nun mit Soja- und Austernsoße kräftig abschmecken.

Bouillon dazugeben, alles nochmal gut durchrühren und mit der Speisestärke binden.

Anrichten, mit Frühlingszwiebeln und Sesam dekorieren und am besten mit einer Portion Reis genießen.


Fazit

Ich finde es mächtig Spaßig, im WOK zu kochen. Man kann erst mal alles in Ruhe schnippeln und dann eine Zutat nach der anderen in den Tiegel bringen. Beim Pfannenrühren schließlich ist wunderbar zu beobachten, wie sich das Gericht Schritt für Schritt entwickelt. Ein wunderschönes Bild entsteht und nicht nur das, die unterschiedlichen Duftnoten, die sich mit jeder Ingredenzie entwickeln sind ebenfalls phantastisch. Herrlich, das macht wirklich Laune. Und dazu schmeckt's noch prima, so würzig und knackig.

Donnerstag, 10. Januar 2013

Mousseline de poissons fumés - Terrine von Räucherfischen


feine Terrine aus Lachs und Forelle

Beim Kochtopf gibt es einen neuen Blog-Event, Gastgeberin ist Sabine, von "Bonjour Alsace".

Thema: Das Elsass!

Dazu möchte ich drei Dinge anmerken:

  1. Ich wohne direkt an der Grenze zum Elsass und bin in der Regel einmal pro Woche drüben, zum Tanken, Einkaufen oder Leben genießen.
  2. Ich habe noch nie an einem Blog-Event teilgenommen, obwohl mein Blog nun schon seit November 2010 online ist.
  3. Ich spiele schon mindestens ein halbes Jahr mit dem Gedanken, an einem Blog-Event teilzunehmen.

Als ich auf diesen Event dann mehr oder weniger zufällig gestoßen bin, dachte ich mir: "wenn nicht jetzt, wann dann?"

Das Elsass ist eine wunderschöne Gegend in Frankreich aber nicht ganz französisch. Man bekennt sich dort zu seinen germanischen Wurzeln und spricht "elsässisch", zumindest vielerorts. Fachwerkhäuser, liebevoll gehegt und gepflegt säumen kleine Straßen und enge Gässchen. Fast jeder Ort ist ein "Ville Fleurie" und es dient dem Lebensgenuss in höchstem Maße, sich an einem warmen Frühlingstag durch diesen beschaulichen Landstrich zu bewegen, all die bunten Farben zu sehen und den betörenden Duft zu atmen.

Auch läuft die Zeit dort wesentlich langsamer als im Rest der Welt. Hier haben die Menschen immer Zeit für einen kurzen Plausch. Überall lässt sich Wein degustieren und überhaupt: Wer im Elsass unterwegs ist, sollte runterschalten. Entschleunigen. Was in Deutschland noch in den Kinderschuhen steckt, wird im Elsass schon seit Menschen gedenken wie selbstverständlich gelebt.

Doch genug der Schwärmerei, ich möchte mit einem Fischrezept aufwarten, eine "Mousseline aus Räucherfischen". In einem älteren Buch über das Elsass und seine Spezialitäten habe ich es entdeckt und dachte mir, das wird mein Beitrag zum Blog-Event.

Zutaten

für die Terrine

  • 250 g geräucherten Lachs
  • 300 g geräucherte Forellenfilets
  • 6 Blatt Gelatine
  • 250 ml Schlagsahne
  • 2 Esslöffel Kräuter fein geschnitten
  • Salz
  • Pfeffer
für den Dip
  • Schale von 1/2 Zitrone
  • 150 g Frischkäse
  • wenig Milch
  • 2 mittelgroße Tomaten
  • 2 Esslöffel Kräuter fein geschnitten
  • Salz
  • eine zerstoßene Schote Chili

Vorbereitung

Eine Terrinenform leicht einölen.

Gelatineblätter in Wasser einweichen, ausdrücken und in 200 ml Wasser legen. Langsam erwärmen, bis sich die Gelatine aufgelöst hat.

Vom Lachs und von den Forellen 2-3 Scheibchen beiseite legen.

Zitronenschalen in feine Würfelchen schneiden oder Zesten reißen.

Tomaten häuten und entkernen.


Zubereitung

Lachs zusammen mit 2 Esslöffeln Schlagsahne, einem Esslöffel Kräuter und der Hälfte der gelösten Gelatine in einem Mixer pürieren, mit Pfeffer und eventuell etwas Salz abschmecken. Das Püree zur Seite stellen.

Mit den Forellenfilets genauso verfahren.

Restliche Sahne steif schlagen. Eine Hälfte davon unter das Lachspüree ziehen, die andere unter das Forellenpüree.


Nun wird die Terrinenform befüllt: 

Die Hälfte des Forellenpürees einfüllen und glatt streichen.

Darauf die zurückbehaltenen Scheiben vom Lachs legen.

Nun das Lachspüree verteilen und glatt streichen.

Darauf die restlichen Scheiben der Forellen legen.

Die zweite Hälfte der Forellenpaste aufstreichen, zudecken und über Nacht im Kühlschrank durchkühlen lassen.

Am Nächsten Tag die Form kurz in heißes Wasser tauchen und auf eine Platte stürzen. Aber wirklich nur kurz! Ich habe sie zu lange getaucht, weswegen die Oberfläche etwas angeschmolzen ist. Das nimmt dem Geschmack nichts, sieht aber nicht so schön aus. Eventuell mit Salat und einem Zweigchen Dill dekorieren.

Mousseline mit Dip und Baguette


Zum Dip: 

Frischkäse mit Milch, Zitronenschalenzesten, Tomatenwürfelchen, Salz und Chili zu einer Paste verrühren und dazu servieren. Natürlich darf ein Scheibchen Baguette nicht fehlen.


Fazit

Eine kräftige Terrine, einfach herzustellen, würzig im Geschmack und kommt immer gut an, selbst bei vielen Menschen, die ansonsten nicht unbedingt große Fischliebhaber sind.

Blog-Event LXXXIII - Das Elsass (Einsendeschluss 15. Januar 2013)

Montag, 7. Januar 2013

Selleriestroh - lecker knusprige Deko

Selleriestroh


Nur ganz rasch am Rande:

Wenn man sich in der Küche viel Mühe gegeben hat, ein schmackhaftes Mahl auf den Tisch zu zaubern, dann möchte das Werk auch schön angerichtet sein.

Also: dekorieren. Und Regel Nummer eins bei der Deko ist: 

Nur solche Sachen nehmen, die man auch essen kann.

Eine nette Idee dazu möchte ich hier kurz vorstellen, nämlich goldbraunes, knuspriges Selleriestroh. Das sieht nicht nur schön aus, es schmeckt auch noch hervorragend.

Zutaten
  • Knollensellerie
  • Rapsöl

Vorbereitung

Die gewünschte Menge Sellerie schälen und in in Julienne Streifen schneiden.

Reichlich Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und die Selleriestreifen darin schön goldbraun fritieren.

Danach herausnahmen und auf Küchenkrepp entfetten.


Fazit

Lecker knusprige Deko, macht was her und kann auch einfach so genascht werden. Anstatt Chips zum Beispiel.

Entdeckt bei: http://www.brigitte.de/rezepte/rezepte/gulaschsuppe

Donnerstag, 3. Januar 2013

Waldorfsalat - auch mit wenig Kalorien ganz lecker

Waldorfsalat schmeckt gut. Zweifelsohne.

Doch leider ist der leckere Geselle meist von recht schwerer Beschaffenheit und lümmelt nach dem Genusse unangenehm im Magen herum.

Waldorfsalat kalorienarm


Am Folgetag wundert man sich beim Blick auf die Waage meist,
wo auf einmal die zusätzlichen Pfunde herkommen,
hat man Abend davor,
doch nur zärtlich Salat zu sich genommen?

Betrachtet sich der Genießer allerdings die cremige Rohkostspeise genauer, lässt sich leicht feststellen, dass reichlich Mayonnaise, Rahm und Schmand nicht nur dem Gaumen, sondern auch Bauch und Hüfte schmeicheln.

Das ist einer der Gründe, weshalb ich diesen Salat eigentlich meide.

Doch wie das so ist: manchmal überkommen einen die Gelüste. So versuchte ich mich also an besagtem Rezept, allerdings mit verminderten Kalorien.

Zutaten für zwei Personen

  • einen mittelgroßen Knollensellerie (ca. 400 g)
  • zwei große Karotten (ca. 200 g)
  • einen mittelgroßen Apfel (ca. 150 g)
  • 2 Esslöffel gehobelte Mandeln
  • 2 halbe Walnusskerne
  • Preiselbeeren
  • 150 g Joghurt
  • 50 g Mayonnaise light
  • 1 Teelöffel Zitronensaft
  • 1 Teelöffel Zucker
  • weißer Pfeffer
  • Salz

Vorbereitung

Sellerie groszügig schälen, in feine Julienne Streifen schneiden und ca. 3 Minuten blanchieren. In kaltem Wasser abschrecken und zur Seite stellen.

Mit den Karotten ebenso verfahren.

Mandeln in einer beschichteten Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze bräunen.


Zubereitung

Joghurt, Mayonnaise, Zitronensaft und Zucker zu einem homogenen Dressing verrühren und mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.

Apfel schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen und ebenfalls in Julienne Streifen schneiden. Sofort unter das Dressing mischen. Die Apfelstreifen sollten nicht lange der Luft ausgesetzt sein, da sie sonst oxidieren und braun werden.

Sellerie und Karotten dazugeben, alles gut durchmengen und nochmal kräftig abschmecken.

Salat in eine Tasse drücken und über einem Teller umstülpen.

Mit den Mandeln, Preiselbeeren und einer Walnusshälfte verzieren.

Wer es mag, kann auch noch Ananas beigeben.

Fazit

Der Salat schmeckt nicht ganz so kräftig, wie seine schweren Schwestern und Brüder. Trotzdem haben wir ihn sehr genossen. Und das Schöne daran: Er ist leicht verdaulich und hält was ein Salat verspricht - nämlich kalorienarme, gesunde Kost.