Montag, 3. Dezember 2012

Tomatensalat, wie ihn "Jamie Oliver" macht

Tomatensalat nach einem Rezept von "Jamie Oliver"


Kürzlich hatte ich etwas Zeit übrig.

Als ich so darüber nachdachte, was nun am besten damit anzufangen sei, kam mir die Idee, mal wieder in unserer Bücherei vorbeizuschauen. Natürlich wollte ich wissen, was sich im Regal "X" so alles tümmelt. Regal "X" beherbergt nämlich allerlei wissenswertes zum Thema "Hauswirtschaft", unter anderem natürlich auch diverse Kochbücher.

Das Internet hin oder her: Ich liebe es nach wie vor, richtige Bücher um mich zu haben. Schriften, deren Seiten aus echtem Papier bestehen, die sich richtig umblättern lassen, einen Einband aus mehr oder weniger dicker Pappe haben und die nach Buch riechen.

Ich fühle mich "sauwohl", in großen Räumen, inmitten von Schmökern und Folianten, genieße die Stimmung zwischen all den niedergeschriebenen Gedanken der unzähligen Autoren und Publizisten - mystisch, prickelnd, spannend.

Irgendwo habe ich einmal folgende interessante These gelesen oder gehört, die mich seither nicht mehr losgelassen hat:
Bücher haben eine Seele, die des Autors und die der Menschen, die sie gelesen haben!
Deswegen bin ich der Meinung, E-Books mögen zwar die Zukunft sein, sind aber nur ein jämmerlicher Ersatz für ein richtiges Buch.

Wie dem auch sei, ich fuhr also in die Bücherei und begann zu stöbern. Nach einer Weile entschied ich mich, ein recht dickes Exemplar zu entleihen.

Titel: "BESSER KOCHEN mit JAMIE"

Unter Anderem gibt er darin einen interessanten Tipp zum Thema Tomatensalat, der mir bisher noch unbekannt war. Er schreibt folgendes:

Tipp: Tomaten bekommen einen intensiveren Geschmack, wenn man sie salzt und zwanzig Minuten ziehen lässt, bevor man den Salat anmacht.

Ich hab mich also dran gemacht und sein Rezept ausprobiert, allerdings mit kleinen Änderungen, meinem Geschmack angepasst.


Zutaten für zwei Personen

  • zwei große Hände voll gemischter Tomaten, Um so vielfältiger, um so besser
  • 1 Bund Basilikum
  • einige Zweige frischer Oregano
  • etwas Frühlingszwiebel in feine Röllchen geschnitten
  • eine grüne Peperonischote
  • ganz feine Zwiebelringe
  • eine Zehe Knoblauch
  • kleine Röllchen geräucherten Schinken
für die Marinade
  • Saft eine halben Zitrone
  • einen Teelöffel Zucker
  • Salz
  • Pfeffer
  • Olivenöl

Vorbereitung


Tomaten waschen und ganz nach Lust und Laune klein schneiden: in Spalten, Scheiben, Würfel, Hälften. Es sollte ein buntes, vielfältiges Bild entstehen.

Das Schnittgut in ein Sieb geben, kräftig mit Salz bestreuen und zwanzig Minuten ziehen lassen. Die überschüssige Flüssigkeit muss ablaufen können.

Basilikum- und Oreganoblätter abzupfen, einige zur Seite legen, wegen der Deko. Große Blätter können zerrissen werden.

Peperonischote waschen, entkernen und fein schneiden.

Knoblauch schälen und hacken oder pressen.


Zubereitung

Zitronensaft und Zucker mit einem Schneebesen kräftig verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Nun schluckweise ca. 4-5 Esslöffel Olivenöl unter ständigem quirlen dazuträufeln, bis eine homogene Emulsion entstanden ist.

Die  Tomaten in eine Schüssel füllen, Kräuter, Peperoni und Knoblauch dazu und mit der Marinade übergießen. Vorsichtig durchmischen, am besten mit den Händen.

Auf Salattellern anrichten, mit einigen Spritzern Olivenöl nochmals überziehen.

Die zur Seite gelegten Kräuter und Frühlingszwiebeln darüberstreuen und mit den Zwiebelringen und dem geräucherten Schinken garnieren.

Fazit

In der Tat schienen die Tomaten aromatischer als gewöhnlich, vielleicht aber war es auch nur Einbildung. In jedem Fall ist das Rezept sehr schmackhaft und bietet dem Auge nette Abwechslung, wegen der unterschiedlich geschnittenen Nachtschatten. Diesen Salat wird es mit Sicherheit auch mal geben, wenn Gäste geladen sind.

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