Sonntag, 9. Dezember 2012

Muscheln zubereiten - nichts ist einfacher

Miesmuscheln mit Baguette

Muscheln bringen mich immer in Urlaubsstimmung. Egal ob Frankreich, Italien oder Spanien; gemütlich in einem Restaurant sitzen, dem Rauschen des Meeres lauschen, das rege Treiben in einem Yachthafen betrachten und dabei eine leckere Portion Muscheln genießen, das ist herrlich.

Das erste mal kostete ich sie in der Bretangne, als meine Frau mich dazu animierte. "Moules Frites", Muscheln mit Pommes wurden dort serviert, in einer winzigen Hafenkaschemme, direkt an den ausgedehnten Muschelfeldern der Region.

Mehr als skeptisch versuchte ich damals sehr sehr zaghaft eine der orangenen Meeresfrüchte und war sofort begeistert.

Zwischenzeitlich gehört der Gang ins Muschelrestaurant standardmäßig zum Urlaubsprogramm und auch daheim, wenn beim Fischstand schöne Exemplare angeboten werden, nehme ich ganz gerne zwei Portionen mit.

Was die Zubereitung angeht, so gibt es zahllose Rezepte, wie die schwarzen Meeresbewohner angemacht werden können. Sei es in Biersoße, Weinsoße, Tomatensoße, gegrillt, gebraten, gesotten - es ist  unglaublich, was sich mit Muscheln so alles anstellen lässt.

Ich mache sie am liebsten nach folgendem, ganz einfachen Rezept:

Zutaten für zwei Personen

  • 1,5 bis 2 kg Muscheln
  • zwei mittelgroße Zwiebel
  • 1/2 Stange Lauch (nur das weiße)
  • 1/2 Liter Gemüsebouillon
  • 1/4 Liter Weißwein
  • Olivenöl
  • Lorbeer
  • 7-8 Wachholderbeeren
  • 5-6 Pimentlörner
  • 5-6 Zehen Knoblauch
  • 1-2 Esslöffel creme fraîche
  • 1/2 Bund Petersilie
Vorbereitung

Zwiebeln schälen und in Streifen schneiden.

Das Bouillon mit der Hälfte der Zwiebeln, einem Lorbeerblatt, Wachholderbeeren und Pimentkörner, auf die Hälfte einköcheln lassen.

Lauch in Julienne Streifen schneiden.

Knoblauch andrücken und in feine Würfel schneiden.

Petersilie abbrausen und hacken, nicht zu fein.

Muscheln waschen und den Bart abziehen. Das sind die kleinen grünen Fäden, die aus den Muscheln schauen. Sie werden einfach herausgezupft, mit der Hand oder einer starken Pinzette. Wenn ein paar Muscheln nicht ganz geschlossen sind macht das nichts, zerbrochene oder weit geöffnete Exemplare hingegen müssen aussortiert werden.

einzelne Miesmuschel


Zubereitung

Etwas Öl in einem ausreichend großen Topf erhitzen und die restlichen Zwiebeln, zusammen mit dem Lauch kurz anschwitzen. Achtung: das Gemüse sollte nicht bräunen.

Muscheln obenauf legen, mit Wein und dem reduzierten Bouillon übergießen, Knoblauch dazu, den Deckel auflegen und zum Kochen bringen.

Nach 8 Minuten sind die Guten in der Regel gar. Man erkennt das daran, dass sie weit geöffnet sind und mehr oder weniger kräftig orange leuchten.

Nun wird die Flüssigkeit abgegossen und in einem hohen Gefäß aufgefangen. Die Muscheln bleiben noch im Topf, damit sie nicht abkühlen.

Creme fraîche und einen Schuss Olivenöl zum Fond geben, mit dem Pürierstab aufschäumen. 

Muscheln auf Tellern anrichten, mit dem Sud übergießen und Petersilie darüberstreuen.

Dazu passt natürlich ein knuspriges Baguette.

Achtung: Nur solche Muscheln verzehren, die sich weit geöffnet haben. Exemplare die noch geschlossen oder nur einen winzigen Spalt offen sind, sollten unbedingt aussortiert werden, da sie wahrscheinlich schon schlecht sind. Bei Verzehr droht die Gefahr einer Muschelvergiftung, was wahrhaftig nicht spaßig ist!

Fazit

Ich liebe dieses Rezept. Die Muscheln schmecken hervorragend, vor allem wenn man den leckeren Sud mit Hilfe einer Schale, die wie ein Löffel verwendet wird, dazuschlürft.

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