Donnerstag, 8. November 2012

"Cottage pie" oder - Hilfe, was mach ich mit dem Rest Kartoffelbrei

shepards pie

Kartoffelbrei, so er selbst gemacht ist und nicht aus der Packung kommt, ist gesund und lecker.

Doch gerade bei dieser Speise kann es selbst der besten Hausfrau/mann passieren, dass man sich verschätzt. In der Regel bleibt dann einiges übrig.

So ging es zumindest mir vor einigen Tagen, ich hatte einen ganzen Topf Kartoffelbrei als Rest.

"Also gut!", dachte ich mir im Stillen, "was fange ich damit am besten an?"


Eine ausgedehnte Recherche im Internet ergab, dass ich glücklicherweise weder der Erste noch allein mit diesem Problem war. In Foren und auf Webseiten wurde diskutiert, was wohl am besten anzufangen sei, mit dem vermaledeiten Stärkebrei.

Von Kroketten über Kartoffelpuffer bis zur Straßburger Hackschnitte waren die Ratschläge bunt, spannend und vielseitig. Nach langem überlegen schließlich entschied ich mich für ein irisches Hirtengericht, einem "Shepards pie", was wohl im weitesten Sinne mit "Hirtenkuchen" übersetzt werden kann.

Zutaten

  • 500 g Rinderhack
  • zwei große Zwiebeln
  • einen Teelöffel Tomatenmark
  • einen Teelöffel Senf
  • zwei Schoten Chili, grob zerstoßen
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker
  • brauner Balsamico
  • Öl
für die Soße
  • 20 g Mehl
  • 20 g Butter
  • 250 ml Rinderfond
ansonsten
  • einen Rest Kartoffelbrei, es kann natürlich auch frischer genommen werden. 4-5 große Schöpflöffel reichen.
  • etwas gehobelten Käse 

shepards pie mit Käse bestreut

Vorbereitung

Zwiebeln sehr grob würfeln.

Ofen auf 220 °C (Ober- Unterhitze) vorheizen.

Eine Auflaufform einfetten.


Zubereitung


Hackfleisch in einer Pfanne scharf anbraten. Wenn es schön krümelig und leicht gebräunt ist herausnehmen und beiseite stellen.

Zwiebeln in derselben Pfanne bräunen. Haben sie Farbe angenommen, das Hackfleisch dazugeben und mit den Gewürzen abschmecken.

Tomatenmark und Senf kräftig unterrühren und einige Zeit mitbraten, 5-10 Minuten reichen. Dabei immer wieder umrühren.

Den Pfanneninhalt auf dem Boden der Auflaufform gleichmäßig verteilen.

Nun zur Soße:

Butter in einem Topf mit dickem Boden auslassen, Mehl hinzugeben und mit einem Schneebesen unter ständigem Rühren anbräunen, bis es duftet.

Den Fond schluckweise einrühren, bis eine sämige Soße entstanden ist.

Die Soße nun in der Auflaufform gleichmäßig über das Hackfleisch verteilen.


Das Finish:

Kartoffelbrei darüberstreichen. Achtung, die Form nicht bis zur Oberkante füllen, es sollte noch etwas Platz bleiben, da die ganze Sache noch aufgeht.

Etwas Käse darüberstreuen und für ca. 20-30 Minuten ab in den Backofen. Der "pie" ist fertig, wenn die Oberfläche schön goldbraune Farbe angenommen hat.

shepards pie, goldbraun gebacken

Fazit

Deftig, speckig lecker. So richtig zum "Schlecken" und "Schmatzen". Ein weiterer großer Pluspunkt an diesem Gericht ist, dass es wunderbar vorbereitet werden kann.

Die Idee habe ich übrigens von "Zottel" bei "Chefkoch.de".

(Anmerkung: aufgrund des Kommentars von "The foodist" habe ich den Titel von "Shepard's cpe" in "Cottage pie" geändert. 13.11.2012)

Kommentare:

  1. Was Du da recht ansprechend präsentierst ist kein Shepards Pie, denn der wird mit Lamm gemacht, wie der Name schon suggeriert. Das hier ist ein Cottage Pie.
    Gruß aus Chiang Mai, Nord Thailand

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    1. Hallo,

      vielen Dank für den Kommentar und den Hinweis, dass es sich um einen Cottage Pie handelt.


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  2. Also eine Lasagne mit Kartoffelbrei :) Der Brei ersetzt von der Konsistenz her den Schmelzkäse oder? Ich kann mir im Moment gar nicht vorstellen wie das schmeckt, aber deine Bilder sind phänomenal! LG Dani.

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    1. Hi Daniela,
      danke fürs Kommentieren.
      Das ist jetzt auch mal ein interessanter Vergleich, mit der La Sagne. Wäre ich so nicht drauf gekommen, aber warum nicht.
      Wie's schmeckt? Sehr, sehr lecker, meine Familie hat sich durch die Bank weg die Finger geleckt. Das Hackfleisch bring Würze auf die Zunge, der Kartoffelbrei Fülle und der Käse rundet alles ab.
      Versuch es einfach mal.

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