Donnerstag, 25. Oktober 2012

Über den Sinn oder Unsinn einer Salatschleuder

Zugegeben.

So eine Salatschleuder ist schon was Tolles. Das knackige Grün wird grob abgetropft, aus dem Wasser genommen, das Tröpfchenkatapult damit beschickt, zack ... zack ... zack ein paar mal rumgedreht und ratz - fatz - fertig ist der Salat. So wunderbar trocken, wie  man ihn sonst fast gar nicht hin bekommt.

abgetropfter Salat auf einem Trockentuch

Doch wie alle schnellen Sachen hat auch dieser freundliche Küchenhelfer einen Haken.

Schaut man sich nämlich den Salat vor und nach dem Schleudern aufmerksam an, so fällt dem sorgfältigen Betrachter auf, dass der vitaminspendende Geselle gar nicht mehr so richtig fröhlich aussehen will. Vielmehr schaut er ein wenig missgestimmt drein.

Und das liegt daran, dass die Fliehkraft und der dadurch verursachte Druck, viele feine Äderchen der oft filigranen Blätter brechen lässt.

Das Ergebnis: Der Salat sieht irgenwie nicht mehr so richtig appetitlich aus, besonders Ackersalat ist diesbezüglich sehr anfällig.

Deswegen bin ich von der Salatschleuder abgekommen und wasche wieder sorgfältig von Hand. In reichlich Wasser vorsichtig hin- und herbewegt, behutsam gedreht und gewendet, mit Bedacht herausgenommen und auf der Küchenspüle sorgsam verteilt, damit das Wasser natürlich abtropfen kann - ja, so fühlen sich die blättrigen Kameraden "sauwohl" und belohnen uns die geduldige Vorgehensweise mit knackig, leuchtendem Aussehen.

Doch eines ist klar! Die Sache braucht Zeit. Und selbst nach einer geraumen Weile des Wartens wird immer noch etwas Wasser unter den Blättern stehen. In der Tat, ärgerlich. Doch dem kann leicht entgegengewirkt werden, nämlich unter Zuhilfenahme eines sauberen und trockenen Geschirrtuches. Dieses einfach ausgelegt und die Blättchen nach einigen Minuten des Abtropfens darauf verteilt, saugt der Stoff schließlich auch die letzten Wassertröpfchen auf und das Grün ist nahezu genauso trocken wie aus der Schleuder.

Mit einem Unterschied: Der Salat sieht lecker aus.

Und noch einen Tipp am Rande. Sollte der Salat schon etwas welk sein, so kann er wieder aufgepeppt werden. Das ist ganz leicht. Wird er nämlich für einige Minuten in lauwarmem Wasser liegen gelassen, saugen sich die Kapillaren wieder voll und der Salat kommt drall daher, wie frisch geerntet.

Kommentare:

  1. Ich trockne Salat, indem ich ihn in ein Küchentuch gewickelt über dem Balkon wirbel. In solchen Momenten denk ich oft an so eine praktische Salatschüssel.

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    1. So hat jeder seine eigene Technik, den Salat trocken zu bekommen.

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