Samstag, 20. Oktober 2012

Entenbrust klassisch - so gelingt sie immer

Es gibt wenig Fleisch, das ich so delikat empfinde, wie eine gut zubereitete Entenbrust.

Das Fleisch saftig, von freundlich rosiger Farbe, versehen mit etwas Fett und dazu die knusprig goldgelbe Haut - einfach himmlisch.

Und das schönste liebe Freunde: Die ganze Angelegenheit ist unkompliziert und einfach zuzubereiten.

Entenbrust

Zutaten

  • eine Entenbrust
  • Salz
  • Pfeffer

Vorbereitung

Den Herd auf 160 °C (Umluft) vorheizen, zusammen mit einer feuerfesten Auflaufform. 

Die Haut der Entenbrust mit einem scharfen Messer kreuzweise einritzen. Dabei ist Vorsicht und etwas Fingerspitzengefühl gefragt, denn das unter der Haut liegende Fleisch sollte nicht verletzt werden. Ansonsten nämlich kann sich die saftige Freude rasch in einen trockenen Verdruss verkehren und das wollen wir schließlich vermeiden. 

Entenbrust mit kreuzweise eingeritzter Haut

Als nächstes das Filet abtrennen.

Eine Pfanne auf mittlere bis starke Hitze bringen.

Ist die Haut fertig vorbereitet, kräftig mit Salz einreiben. Anschließend mit der Hautseite nach unten auf den trockenen Pfannenboden legen. Es ist nicht nötig, die Pfanne vorher einzuölen, die Entenbrust gibt reichlich Fett ab und beginnt schnell zu bruzzeln. 

Nebenher salzen und braten wir uns das Filet kurz von beiden Seiten an und essen es auf.

Nach ca. 7 Minuten  hat sich der größte Teil des Fettes verflüssigt, die Brust präsentiert sich in goldgelber Pracht und beginnt schon cross zu werden.

Entenbrust gebraten

Das Fleisch wird nun von der anderen Seite gesalzen und gepfeffert, sofort gedreht und ca. 3 Minuten weiter gebraten.

Dann kommt der Schmaus für 10 Minuten in den Ofen. Die Haut wird nun cross und das Fleisch rosa, wie es sein muss.

Jetzt Obacht!

Betrachtet man sich im Internet nämlich die ganzen Ratgeber zur Herstellung einer leckeren Entenbrust, müsste das Fleisch jetzt in Alufolie gewickelt werden. Damit sich der Saft verteilen kann, so heißt es überall. 

Hier befinden wir uns in einer Zwickmühle, denn wenn wir das Fleisch sofort anschneiden, läuft der Saft tatsächlich aus und die Brust wird trocken.

Andererseits hingegen, wickeln wir das Fleisch in Alufolie, so wird die Haut wieder lummelig. Das sollte natürlich in jedem Fall vermieden werden.

Entenbrust knusprig aus dem Ofen

Ich habe die Sache so gelöst und war damit recht zufrieden:

Nachdem die Brust fertig war, öffnete ich die Bratröhre, stellte den Ofen aus und zog das Blech einfach ein Stück heraus. Das Fleisch ist auf diese Weise der Hitzequelle weitgehend entzogen, bleibt aber trotzdem noch warm. So ließ ich das Ganze einfach 5 Minuten stehen und erst dann wurde gegessen. Ich denke mit dem Kompromiss geben wir dem Fleisch die nötige Zeit zu ruhen, die Bratensäfte können sich verteilen, es bleibt heiß und die Haut knusprig.

Zusammen mit etwas pfannengerührtem Gemüse haben wir im Handstreich eine herrliche Delikatesse auf dem Tisch, die man auch Gästen jederzeit kredenzen kann.

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