Samstag, 6. Oktober 2012

Abnehmen und satt essen

Wer abnehmen will, muss hungern.

Dieser antiquarische Gedanken ist gemeinhin überholt. Zumindest, was den rein körperlichen Hunger angeht. Doch meistens haben wir uns antrainiert, die Sattmeldung des Magens zu ignorieren und so lange weiter zu essen, bis der "Ranzen spannt". Bis man man nicht mehr papp sagen kann und der Drang, sich augenblicklich hinlegen zu müssen den Gourmand derart traktiert, dass er diesem unverzüglich Folge zu leisten hat.

Wer von seinem Gewicht nicht überholt werden möchte, muss mit solchem Verhalten brechen!

Hier ist Geduld gefragt. Geist, Seele und Magen müssen langsam wieder erzogen werden und das geht nicht von heute auf morgen. Kleine Mengen essen ist das eine Ziel, das es zu Erstreben gilt. Umlernen ist angesagt, doch das ist ein langwieriger Prozess. Am Anfang reicht es schon aus, die Sattmeldung des Magens überhaupt erst einmal wahr zu nehmen. Dieser Folge zu leisten, ist anschließend meist ein ständiges Wechselbad zwischen Erfolg und Misserfolg. Mit der Zeit jedoch können wir wieder lernen, auf unseren Körper zu hören. Doch wie gesagt: Geduld ist gefragt.

Das zweite wichtige Ziel, ist die Antwort auf die Frage nach dem Womit!

Womit sättige ich mich?

Womit fülle ich den Magen?

Fett und Kohlehydrate oder Eiweiß, Mineralien und Vitamine?

Zucker, Mehl, Alkohol und Fette liefern Energie in Hülle und Fülle, stehen jederzeit und rauen Mengen zur Verfügung und können laufend zu sich genommen werden. An jeder Würstchenbude, in allen Restaurants, bei jedem Bäcker präsentieren sie sich wie Huren und locken uns, wollen verführen, gegessen werden.

Wie dürftig und kläglich hingegen erscheinen uns da Salate, Gemüse, Obst, Rohkost?

Im Fast Food gänzlich vernachlässigt und zu Hause auch nur unter hohem Zeitaufwand zuzubereiten, fristen sie ein kümmerliches Dasein am Rande unserer reich gedeckten Tafeln. Wir füllen unsere Mägen in der Regel mit schwerer Kost; Mineralien und Vitamine hingegen kommen nur in homöopatischen Dosen auf den Tisch. Das Ergebnis: Wenn wir satt sind, haben wir unserem Körper solche Mengen an Energie zugeführt, wie wir sie in Tagen nicht verbrennen würden. Unser braver Körper aber lässt nichts verkommen und speichert die gesamte Energie in körpereigenem Fett. Der Wanst wird feist, die Lust an Bewegung sinkt. Teufelskreis.

Also: Wer sein Gewicht im Griff haben will, sollte sehr sorgfältig auswählen, wie viel Energie er zu sich nimmt. Nichts gegen ein ordentliches Stück Fleisch, das liefert uns in erster Linie Eiweiß. Dann wenige Kohlenhydrate dazu, sie geben uns das Gefühl deftig gegessen zu haben. Den Magen füllen aber sollten wir  mit Gemüse, Salat und Obst.

Auf diese Weise können wir uns wirklich satt essen, ohne uns jedoch mit einer Überdosis an Energie abzuschießen.

Das bedeutet: Satt sein und danach immer noch Kraft haben.

Hat man sich daran erst einmal gewöhnt, dankt unser Körper uns das mit Fitness und echtem Wohlbefinden. Sich nach dem Essen nicht hinlegen zu müssen, um  den Ranzen träge von einer Seite zur anderen zu wälzen, stöhnend Schnäpse zu trinken und darauf warten zu müssen, dass man sich wieder bewegen kann, bleibt uns so erspart.

Lust an Bewegung und Aktion sind der Dank, den unser Körper uns so spendet. Und Gesundheit nebenbei.

So fliehen die Kilos wie von Geisterhand und das Geräusch ächzender Waagen wird bald nicht mehr zu hören sein.

Nur zu Kamerad, pack's an.

Kommentare:

  1. ..ich mags wie du kochst UND wie du schreibst..
    Aber hallo!!!!!!!!! Du bringst mich in böse Gewissenskonflikte!! Nehme ich zuerst 2 kg ab oder brate ich vorher noch die wunderbare Gans nach deinem Rezept??
    Ich sollte hier nicht mehr reinschauen.. lach..
    Viele Grüße von Eva ;-)

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    1. Hi Eva,

      vielen Dank fürs Kommentieren.

      Am besten nimmt man erst mal zu und genießen, zumindest am Wochenende. Abnehmen kann man dann ja wieder unter der Woche, im Alltagsrhythmus. Denn wer sich die Lebensfreude versagt, wird ganz sicher nicht langfristig abnehmen.

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