Samstag, 9. Juni 2012

grün, weiß, grün - eine spargelig italienische Verführung

Ich liebe meine Heimat. Genau in der Mitte zwischen Freiburg und Karlsruhe lässt es ich beschaulich leben. Wenn ich einen kleinen Spaziergang mache, bin ich in zehn Minuten am Rhein. Es ist einfach herrlich, dort am Ufer entlang zu schlendern, den Binnenschiffen zuzusehen, wie sie gemächlich durchs Wasser pflügen, irgendeinem unbekannten Ziel entgegen und zu sehen, wie sie hinter der nächsten Flussbiegung in der untergehenden Sonne verschwinden.

grün, weiß, grün - Spargel kombiniert mit Pesto

Dort, am anderen Ufer, liegt das Elsaß, mit seinen bildhübschen historischen Orten, seinen liebevoll dekorierten Töpferstädtchen und dem leckeren Fischangebot in typisch französischen Märkten.

Auf der anderen Seite zieht sich das Rheintal in einer weiten Ebene hin, bis zum Rebland, in dem beschauliche Weinberge wahrhaft göttliche Weine reifen lassen, begünstigt von dem milden Klima und den vielen Sonnenstunden. Im Herbst dann kann man sie probieren, die roten und weißen Tropfen, zusammen mit zünftigen Vespern in gemütlichen Straußenwirtschaften.

Dahinter erheben sich stolz und mächtig die finsteren Berge des Schwarzwalds. Im Winter kalt, meist mit viel Schnee, kann man dort lässig jeglichem Wintersport nach Herzenslust frönen. Im Sommer bieten viele Lehrpfade, Wanderwege, Barfußparks, Wasserfälle, Mühlen und historische Orte eine solche Dichte an abwechslungsreichen Freizeitangeboten, wie sie nur in wenigen Gegenden zu finden ist.

Doch was ich zur Zeit besonders genieße, sind Fahrten mit Fahrrad oder Auto durch die weiten Spargelfelder unserer Region. Überall sieht man Erntehelfer in den Pflanzungen und fast an jedem Feld stehen die Stände der Landwirte, die dort ihr königliches Gemüse so frisch feil bieten, wie man es sonst nirgendwo bekommt.

Bei diesen Gelegenheiten gehen mir eine Fülle von Spargelrezepten durch den Kopf. Es ist wirklich unglaublich, was man mit den weißen oder grünen Stängeln in der Küche alles anstellen kann. Neulich las ich ein Rezept, in dem Spargel mit Pesto kombiniert wurde, was ich so interessant fand, dass ich es gleich ausprobieren musste.


Zutaten für zwei Personen

  • 500 g weißen Spargel
  • 500 g grünen Spargel
  • 4-6 Esslöffel Pesto, wie im letzten Artikel beschrieben
  • 5-6 kleine Salzkartoffeln
  • 2 Putenfilets
  • bunten Pfeffer aus der Mühle 
  • Salz
  • Zucker

Vorbereitung

Spargel waschen.

Den weißen Spargel ganz schälen und am Ende eine feine Scheibe abschneiden.

Bei dem grünen Spargel die unteren Enden abschneiden und das letzte Drittel schälen.

Kartoffeln waschen, schälen und in einen Topf mit Salzwasser geben.

Putenfilets kräftig mit buntem Pfeffer aus der Mühle würzen.


Zubereitung

Spargel am besten in einem Spargeltopf mit einer Prise Salz und einer Prise Zucker 15 - 20 Minuten kochen, biss er bissfest ist.

Kartoffeln kochen, bis sie weich sind.

Putenfilets in etwas Öl bei mittlerer Hitze braten, bis sie goldbraun und gerade so durch sind. Braten sie zu lange, werden sie trocken. Wenn man mit dem Gabelrücken auf das Fleisch drückt, kann man gut feststellen, wie weit der Garprozess im Inneren fortgeschritten ist.

Ist alles fertig, die Spargelstangen schichtweise auf einem Teller drapieren und mit etwas Pesto bedecken. Dazu Kartoffeln und Fleisch anrichten und nach belieben dekorieren.

Spargel mit Pesto, dazu pfeffriges Putenfleisch und Salzkartoffeln

Fazit

Das Gericht ist ein Gedicht. Das Pesto verleiht dem Spargel herzhaft cremige Fülle und ergänzt das königliche Gemüse mit seiner basilikanen Frische zu einem köstlichen Mahl mit italienischem Einschlag. Ganz sicher wird diese Komposition noch öfter unseren Tisch zieren. 

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