Montag, 23. April 2012

Schnelle Küche - auch sie muss sein

Kürzlich schrieb mein Freund Fokko vom "Selbstversorger-Blog"  einen interessanten Artikel mit dem Thema: "Schmu mit Fotos auf der Packung". Dabei geht es darum, wie irreführend Abbildungen von Fertiggerichten sind.

Irgendwie kam ich darüber ins Grübeln. Ich fragte mich, warum sich Menschen immer wieder von solchen Fotos täuschen lassen, beziehungsweise widerspruchslos hinnehmen, dass sie durch die leckeren Bilder auf den Verpackungen von Fertiggerichten an der Nase herumgeführt werden.

Denn mal ehrlich, der Fokko hat recht.

schneller Salat

Auf dem Bild sieht es zum Reinlegen aus, doch kaum hat man es zubereitet, flegelt sich vor uns auf dem Teller meist nur noch ein jämmerlicher Abklatsch des vermeintlich appetitlichen Happens rum.

Ich denke, mangelnde Zeit ist der Motor, der uns Konsumenten dazu antreibt, das sauer verdiente Geld in die unersättlichen Rachen jener zwielichtigen Tiefkühllebensmitthändler zu werfen.

Deswegen führe ich ein neues Label in meinen Blog ein, mit dem Titel "Schnelle Küche". Schließlich kann niemand ständig nur die aufwendigsten Leckereien kochen. Meist muss man sich zwischen "müde", "keine Kraft" und dem nächsten Termin irgend etwas zum Esser machen, einfach weil man Hunger hat.

Leider greift der Verbraucher dann gerne zu oben erwähnten Fertigprodukten und treibt sich das unwohlschmeckende Zeugs hinter die Kiemen, denn eines macht der Fraß tatsächlich - satt! Und nicht nur satt, er "völlt". Der "Esser" fühlt sich nämlich nach dem Verzehr in der Regel derart unwohl, dass er die nächsten 10 Stunden nicht mal mehr ans Essen denken kann. Erschwerend kommt noch hinzu, dass in diesen Speisen sämtliche kraftspendenden Stoffe hinreichend eliminiert worden sind, sodass der Rastlose und Müde nach dem Mahl nicht zu Kräften kommt, sondern immer schlapper wird.

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Doch Essen ist ein Stück Lebensfreude und die sollten wir uns nicht so einfach nehmen lassen. In der Regel kann man nämlich mit nur wenigen Handgriffen in Windeseile vernünftige Speisen zubereiten, die zwar nicht zur "haute cuisine" gehören, aber lecker sind und Kraft spenden. Schließlich ist man, was man isst.

Natürlich kommt da auch schon mal ein Brühwürfel ins Visier. Oder ein Päckchen Soßenpulver findet sich plötzlich im Sud wieder. Doch ist ein Brühwürfel die eine Sache. Ein komplettes Fertiggericht aus der "Tiefkühle" vom Discounter hingegen eine ganz andere.

Ach ja, eines noch: Wenn man mal Nudeln, Kartoffeln oder Reis kocht, sollte man gleich zwei Portionen zubereiten und eine davon im Kühlschrank aufbewahren. Denn die Kohlenhydratbeilagen benötigen in der "Schnellen Küche" die meiste Zeit. Müssen sie hingegen nur noch warm gemacht werden, so kann man nicht nur im Handumdrehen sondern sogar binnen weniger Minuten ein köstliches Mahl zaubern, das es dem Menschen gestattet, menschenwürdig zu speisen, sich danach wohl zu fühlen und ein Stück Lebensfreude zu genießen.

Also. Alle Artikel unter dem Label "Schnelle Küche" erheben nicht den Anspruch des Besonderen sondern sollen lediglich inspirieren und Ideen vermitteln, wie man sich mal schnell was Leckeres zusammenschmurgeln kann. Quasi als "Ideenpool" zum Nachschlagen, wenn die Frage drängt: "Was koch ich heute bloß zum Mittagessen!"

1 Kommentar:

  1. Hi, Isi!

    Danke für die Erwähnung und den Link! Das mit der schnellen Küche ist eine prima Idee! Meine Frau jammert auch immer: "Was soll ich bloß wieder kochen?" In Zukunft kann ich sie da auf Dein Blog verweisen.

    Gruß

    Volker aka Fokko

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