Montag, 9. Januar 2012

Elsässer Flammkuchen - nicht deutsch, nicht französisch

Kürzlich waren wir im Elsass, in der Töpferstadt Soufflenheim. Gute Bekannte von der Schwäbischen Alb begleiteten uns und wir schlenderten so durch die Straßen, begutachteten die vielen ausgestellten Töpferwaren und genossen das gute Wetter. Plötzlich wurden wir einen kleinen Imkerstand an einer Straßenecke gewahr. Eine Dame aus unserer Gruppe, mit den Gepflogenheiten der Gegend wenig vertraut, fragte den Imker nach einem speziellen Honig, den sie bisher nur aus Südfrankreich kannte, in der Annahme, sie sei in Frankreich.

Der Imker, sichtlich erbost über diese Frage, antwortete mit bittrer Mine in breitem Elsässisch: "Junge Dame, diesen Honig, nach dem sie suchen finden sie nicht hier, dazu müssen sie schon nach Frankreich gehen."

Elsässer Flammkuchen

So auch Flammkuchen, sie sind weder deutsch noch französisch sondern eben elsässisch und sehr sehr lecker. Wer sie selber machen möchte, kann das mit ganz wenigen Handgriffen schnell erledigen und hat immer ein dankbares Essen, wenn mal Gäste auf ein "Besüchle" vorbeischauen.

Zutaten für den Teig

  • 1-2 Esslöffel Öl
  • 125 ml Wasser
  • etwas Salz
  • 250 g Mehl

Zutaten für den Belag

  • feine Zwiebelringe
  • Speckwürfel
  • geriebener Käse 
  • gewiegter Knoblauch
  • creme fraiche
  • Quark 20%


Zubereitung
Öl, Wasser, Salz und Mehl zu einem glatten Teig verkneten, in ungefähr pizzagroße Fladen hauchdünn ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgekleidetes Backblech legen. Wer einen gut sortierten Supermarkt vor der Haustüre hat, kann auch fertige Flammkuchenböden kaufen.

Für den Belag muss zunächst die Soße hergestellt werden. Dazu wird creme fraiche und Quark zu gleichen Teilen gut gemischt und anschließend mit Salz und Pfeffer kräftig abgeschmeckt. Pro Flammkuchen in Pizzagröße ca. 100g Soße gleichmäßig aufstreichen. Mit Zwiebelringen und Speck belegen.

Flammkuchenteig mit Zwiebel, Knoblauch, Speck und Käse belegt

Bis hierher haben wir einen klassisch elsässischen Flammkuchen. Als Variante kann noch Knoblauch oder etwas geriebener Käse zugegeben werden. Nun kommt der Geselle bei höchster Stufe in den vorgeheizten Ofen und wird  je nach Herd 5 - 15 Minuten knusprig gebacken.

Zum Nachtisch kann ein Flammkuchen anstatt mit Zwiebeln, Speck und Knoblauch auch mit fein gehobelten Äpfeln, Zimt und Zucker belegt und nach dem Backen mit Calvados flambiert, serviert werden.

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