Sonntag, 18. Dezember 2011

Fleischbrühe - belebt die Seele und spendet Kraft

Wenn es draußen schmuddelig und kalt ist, wenn man durchgefroren nach Hause kommt, wenn eine Erkältung im Anmarsch ist und man sich so richtig danach seht, sich etwas Gutes zu tun, dann empfiehlt sich eine kräftige klare Fleischbrühe. Sie ist mit relativ wenig Handgriffen zubereitet, wärmt den Körper und belebt die Seele. Als Einlage nehme ich gerne Nudeln, aber die Möglichkeiten sind so gut wie endlos. Seien es nun Backerbsen, Flädle, Grießklößchen, Maultaschen, Brätklöße,  Eierstich, etc.; jede Einlage gibt der Brühe eine eigene Note.

Rindfleischsuppe mit Nudeleinlage
Wichtig ist, Fleisch von älteren Tieren zu bekommen. Es bedarf zwar längerer Garzeit, verleiht der Brühe dafür aber einen wesentlich herzhafteren Geschmack als das Fleisch von Jungtieren. Der Metzger berät in der Regel gerne. Gute Erfahrungen habe ich auch mit dem Suppenfleisch von Aldi Süd und Lidl gemacht, das es leider nur zur Winterzeit gibt.

Rindfleischsuppe sollte im Schnellkochtopf zubereitet werden, das Fleisch wird darin weicher und der Geschmack wesentlich intensiver als in einem normalen Topf. Wer keinen Dampfdrucktopf hat, kann auch einen normalen Topf nehmen, die Garzeiten verlängern sich dann allerdings erheblich.

Zutaten

  • 500 g Suppenfleisch
  • 3-4 Suppenknochen, am Besten Markknochen
  • etwas Sellerie
  • eine große Zwiebel
  • eine kleine Stange Lauch
  • eine Stange Liebstöckel kann dazu gegeben werden
  • 2-3 Karotten
  • etwas gewiegte Petersilie
  • einen Brühwürfel
  • 2 gehäufte Teelöffel Salz
Zubereitung
Das Wasser in den Kochtopf füllen und das Fleisch ins kalte Wasser legen.

Hier streiten sich die Geister. Viele sind der Meinung, das Fleisch dürfe nur ins kochende Wasser. Das ist meines Erachtens richtig, wird ein Tafelspitz zubereitet. Bei einer Fleischbrühe hingegen bin ich der Meinung, dass das Fleisch wesentlich mehr Geschmack an die Brühe abgibt, wenn es schon dem kalten Wasser beigegeben wird.

Wasser und Fleisch zum Kochen bringen. Wenn das Wasser kocht, die Hitze reduzieren und den Schaum von der Oberfläche immer wieder abschöpfen.

Den Schaum abschöpfen

der abgeschöpfte Schaum kann weggeschüttet werden
Zwischenzeitlich das Gemüse putzen und zerkleinern.

Suppengemüse, gewaschen und zerkleinert
Wenn sich kein Schaum mehr auf der Oberfläche bildet, Gemüse, Salz und Brühwürfel dazugeben, den Deckel schließen und beim zweiten Ring 45 Minuten kochen lassen.

Suppengemüse beigeben
Nach der Garzeit den Druck ablassen. Das geht recht schnell, wenn der Druckkochtopf unter fließend kaltes Wasser gehalten wird.

Mit dem Schaumlöffel Knochen, Lauch, Liebstöckel und Sellerie herausholen und wegschmeißen.

Ausgekochtes der Suppe entnehmen und wegwerfen
Das Fleisch herausnehmen, in Würfel schneiden und wieder in den Topf geben.

Wer mag kann das Fett von der Oberfläche abschöpfen. Am einfachsten entfettet man eine Suppe, lässt man sie über Nacht abkühlen. Das Fett härtet dann an der Oberfläche aus und kann bequem abgehoben werden.

Nun noch die gewünschte Einlage der heißen Suppe beifügen, mit der Petersilie dekorieren und genießen.

1 Kommentar:

  1. Genau so habe ich von meiner Mutter kochen gelernt.
    Meine Mutter hat immer noch selbstgemachte Nudeln reingekocht - herrlich.
    Du beschreibst deine Rezepte sehr gut - man bekommt wirklich Appetit.
    Danke

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