Montag, 4. Juli 2011

Rührei richtig zubereiten

"Rührei zubereiten, nichts einfacher als das!", ist ein gängiges Klischee der meisten Menschen. Doch existieren gravierende Unterschiede zwischen Rührei und Rührei. Es ist in der Tat einfach, ein paar Eier in die Pfanne zu klopfen, Milch dazugeben, salzen, Pfeffern, unter rühren kurz durchbraten und fertig ist das Ei. Doch das hat nichts damit zu tun, ein Rührei richtig zuzubereiten.


Zubereitung:
Der wichtigste Trick ist: niedrige Temperatur! Profiköche gehen sogar soweit, dass sie die Pfanne in einem Wasserbad erhitzen um dem Rührei richtige Konsistenz zu verleihen. Ich denke jedoch, dass ein niedrig eingestellter Herd vollkommen ausreicht. Zuvor werden die Eier in einer Schüssel mit etwas Salz, Pfeffer und einem Schuss Sahne kräftig verquirlt. Anschließend reichlich Butter (bis zu 20 g pro Ei) in einer schweren Pfanne bei mäßiger Hitze schmelzen. 



Die verquirlten Eier hinzugeben und langsam stocken lassen. Mit dem Holzspatel wird nun das Gestockte vom Pfannenboden mit viel Gefühl unter das Flüssige gehoben, auf diese Weise sollte das Ei mindestens 8-10 Minuten vorsichtig vermengt und gewendet werden, bis es locker luftig zum Essen einlädt.


Rührei in der Pfanne

Abwandlungen:
Um das Aroma zu vervollständigen, kann man noch frische Kräuter mit in die Eimasse rühren, so kann der Koch seinem Werk ganz unterschiedliche Richtungen verleihen. 

Auch Zutaten wie Lachs, Kaviar, Sardellen, schwarze Oliven, Schinken oder Spargel geben der Speise ganz interessante Nuancen. Allerdings, es sollten auch Nuancen bleiben, wir wollen schließlich Rührei zubereiten. Deswegen mit solchen Zutaten einfach vorsichtig umgehen. Während man Kräuter der rohen Eimasse beigibt, werden schwere Zutaten direkt in der Pfanne mit den Eiern vermengt, etwa nach der Hälfte der Garzeit. 

Tricks:
Sollte die Temperatur versehentlich zu hoch eingestellt worden sein und das Ei trocken erscheinen, so kann mit ein paar schnell zugegebenen Butterflocken noch viel gerettet werden.

Kommentare:

  1. Den Eintrag sollten sich so manche Leute mal genauer anschauen. Ein Rührei darf keine braunen Stellen haben und auch nicht knochentrocken sein.
    Was gibt es Schöneres als ein ordentliches Rührei am Morgen.
    Guter Beitrag! Gefällt mir.

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  2. Herrlich! Vielen Dank für die Anleitung zum Rührei-Rühren :-) Exakt so soll es zubereitet werden.. es kommt eben auch auf die kleinen Dinge des Lebens an..

    Ich finde deine Seite klasse!

    Bitte weiter so, liebe Grüße von Eva

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    1. Hallo Eva,

      vielen Dank fürs Kommentieren und mit einem hast du absolut recht: Es sind die kleinen Dinge, die den großen Unterschied machen.

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  3. ..und jetzt traue ich mich an den Gänsebraten!!!

    Viele Grüße von Eva ;-)

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  4. Einfach und absolut passend. Keine Zwiebeln, kein Speck keine Milch.

    Einfach mal die Eier als Eier servieren und statt allen (un)möglichen Extras einfach nur richtig zubereiten.

    Guter Tip, sollte so mancher Hotelkoch mal lesen!!!

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    1. Hallo Lars,

      danke für den Kommentar und es freut mich, dass du meine Meinung teilst.

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