Samstag, 30. Juli 2011

Tsatsiki (Zaziki) - wie es die Griechen machen

Tsatsiki, in einem griechischen Restaurant gegessen, schmeckt cremig und vollmundig.

Tsatsiki (Zaziki) cremig und vollmundig

Sobald wir es aber zuhause nachmachen, wird es in der Regel schlabbrig, viel zu flüssig und erinnert nur im Entfernten an das Tsatsiki, was es beim Griechen gab.

Viele versuchen nun dem selbstgemachten Tsatsiki mit Schmand, Frischkäse oder ähnlichem beizukommen. Der Knoblauchdip wird dann zwar fester und schmeckt auch lecker, nur eben nicht nach Tsatsiki.

Doch griechisches Tsatsiki ist nur mit Joghurt gemacht. Einzig, griechischer Joghurt ist wesentlich gehaltvoller als unser deutscher. Doch das ist kein Grund zu verzagen, mit einem kleinen Kunstgriff lässt sich aus unserem Joghurt ebenso gutes Tsatsiki bereiten, wie aus dem griechischen. Im Unterschied zum hellenischen Joghurt hat der germanische Bruder nämlich lediglich mehr Flüssigkeit. Wird ihm diese mittels eines ausgelegten Durchschlags entzogen, bekommt er innerhalb von zwei Stunden dieselbe Beschaffenheit.

Joghurt in einem Küchensieb abtropfen lassen

Zutaten für eine Portion

  • 600 g Naturjoghurt
  • 1/2 mittelgroße Gurke
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1-2 Zehen Knoblauch
  • 1 Esslöffel Olivenöl
  • eine Olive zur Dekoration

Zubereitung
Ich nehme am liebsten Bio - Naturjoghurt aus dem Aldi (4 Becher).

Ein Küchensieb mit einem Trockentuch auslegen, Joghurt hineinschütten, zwei Stunden abtropfen lassen und schon hat er die nötige Beschaffenheit und kann prima zu vollendetem Tsatsiki weiterverarbeitet werden.

Abgetropfter Joghurt eignet sich übrigens auch hervorragend als Grundlage für viele andere Dips, doch dazu werde ich demnächst noch extra Posts bringen.

Als nächstes die Gurke waschen, schälen und grob raspeln. Mittels einiger Blätter Küchenkrepp wird den Gurkenraspeln nun ebenfalls alles Wasser entzogen. Dazu immer wieder neues Küchenkrepp auf die Gurken drücken, bis keine Feuchtigkeit mehr aufgesogen wird. Für 1/2 Gurke benötigt man ungefähr 8 - 10 Blätter.

geraspelte Gurken entwässern

Sind die Gurken trocken, werden sie mit dem abgetropften Joghurt und dem Olivenöl in einer Schüssel gut vermischt und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Die Knoblauchzehen hineinpressen und alles nochmal gut vermengen. Es empfiehlt sich, zunächst eine Zehe hineinzupressen und zu schmecken, ob das Tsatsiki nicht zu scharf wird.

Abschließend mit der Olive dekorieren und 10 Minuten ziehen lassen - et voilà wir haben ein Tsatsiki wie in Griechenland.      

Die Kartoffel - ein vorbildliches Nahrungsmittel

Kartoffeln sind viel gesünder als wir glauben.

Kartoffeln

Schon "Friedrich Wilhelm I von Preußen" befahl den Kartoffelanbau in weiten Teilen Deutschlands und wer sich weigerte lief Gefahr, dass ihm Ohren und Nase abgeschnitten wurden - als offizielles Strafmaß. Auf diese Weise besiegte Deutschland bzw. Europa die gefährliche Krankheit Skorbut. Kartoffeln beinhalten nämlich viel Vitamin C und Skorbut ist bekanntlich eine Krankheit, die durch Mangel an eben diesem Vitamin entsteht.

Verzehrt man sie als Pellkartoffeln, vorausgesetzt ihre Schalen sind nicht aufgeplatzt, so sind Grumbieren wahre Vitamin- und Minaralbomben. Doch schon als Salzkartoffeln lassen ihre Inhaltsstoffe merklich nach und in industriell aufgearbeiteten Kartoffelprodukten, wie Pommes, finden sich nahezu nichts positives mehr. 

Inhaltsstoffe
Es ist phantastisch, was die Kartoffel so alles in sich birgt. Mit gerade mal 85 kcal auf 100g macht sie nicht dick. Sie besteht zu ca. 20% aus Stärke und 2% hochwertigem Eiweiß. Erdäpfel enthalten einen hohen Anteil an essentiellen Aminosäuren, viel
Vitamin C, Magnesium, Eisen, B-Vitamine (u.a. Fol- und Pantathensäure), Flourid, Phosphor, Kupfer, Zink, Kobalt, viele Ballaststoffe und Spuren von Atropin.

Apotheke
Kartoffeln wirken stark entwässernd, sind also empfehlenswert für Herz- und Nierenkranke. Sie fördern die Verdauung, den Schlaf und beugen Schlaganfällen vor, um nur die wichtigsten Effekte zu nennen.

Kartoffelschalen sind giftig

Warnung
So gesund Kartoffeln sind, so gefährlich ist ihre Schale. Sie birgt einen hohen Anteil an  Alkaloid. Mit diesem Gift wehren sich Kartoffeln gegen unliebsame "Mitesser" und es entweicht nicht beim Kochen.

Es stimmt zwar: Die meisten Vitamine befinden sich immer unter der Schale, weswegen viele Gemüse auch gern mit Schale verzehrt werden. Bei Kartoffeln jedoch sollte man das tunlichst vermeiden.

Wer also gesund leben möchte, sollte oft und viel gepellte Pellkartoffeln essen.

Donnerstag, 28. Juli 2011

Hackebällchen - bissfest und saftig

Es gibt drei Sachen, die mich an Hackfleischbällchen oder Fleischküchle stören.

Burger, Klops oder Fleischküchle


Das Problem

  1. Wenn beim Reinbeißen nicht klar unterscheiden werden kann, ob Hackfleisch oder Brot zwischen den Zähnen zermalmt wird.
  2. Wenn beim Reinbeißen halb rohe Zwiebelstücke den Genuss stören.
  3. Wenn Hackfleischbällchen fade schmecken oder versalzen sind.
Üblicherweise wird Hackfleisch mit eingeweichtem Brot gestreckt und gewürfelten Zwiebeln gewürzt. Wenn das Brot nicht superfein verteilt ist, oder die Zwiebeln zu grob geschnitten sind, tritt schnell eben erwähnter Unbill auf und vermiest die halbe Essensfreude.

Außerdem benötigt Hackfleisch ein hohes Maß an Salz und viele Köche scheuen sich, es roh abzuschmecken. Doch diese Schwierigkeiten lassen sich ganz einfach aus dem Weg räumen.

Ideen

  1. Anstatt eingeweichtem altbackenen Brot nimmt man Semmelbrösel. Sie lassen sich leicht gleichmäßig im Hackfleisch verteilen und verleihen ihm dieselbe Fülle.

  2. Zwiebeln sind enorm wichtig, um kräftigen Geschmack zu erwirken. Leider ist es mühselig, will man ganz fein gewiegte Zwiebeln haben. Deswegen reibe ich die Zwiebeln ins Hackfleisch. So entfalten sie ein Höchstmaß an Aroma und verteilen sich optimal in der gesamten Masse.

  3. Anfangs schmeckten meine Fleischküchle immer fade, ich nahm regelmäßig zu wenig Salz. Also wog  ich jedes mal das Salz ein und stellte befriedigt fest, dass auf 500 g Hackfleisch zwischen 8 und 10 g Salz gehören.

    Zur Info: Ein stark gehäufter Teelöffel voll Salz wiegt ca. 8 g.
geriebene Zwiebeln in Hackfleisch

Zubereitung
500 g Hackfleisch
1 mittelgroße Zwiebel
60 g Semmelbrösel
1 Ei
8 - 10 g Salz
Öl oder Gänseschmalz
Pfeffer, Curry, Chilli, usw, nach Geschmack und Belieben

Hackfleisch in einer Schüssel mit der Gabel flach verteilen. Salz gleichmäßig darüberstreuen, Ei aufschlagen und übers Hackfleisch schütten, Zwiebel rein reiben und Semmelbrösel schön gleichmäßig über die ganze Oberfläche verteilen. Mit den restlichen Gewürzen bestreuen und die Masse gut durchrühren und kneten.

rohe Hackfleischbällchen

Wer Bällchen mag, sollte mit einem Teelöffel kleine Mengen der Masse entnehmen, runde Kügelchen formen und sie hernach bei mittlerer Hitze mit etwas Öl oder Gänseschmalz in der Pfanne knusprig bräunen. Die Kügelchen können mit einem hölzernen Kochlöffel einfach umgerührt werden, es ist nicht nötig, sie sie einzeln von Hand zu drehen.

Hackfleischbällchen in der Pfanne

Wer Küchle möchte bemisst die Hackfleischmenge mit einen Esslöffel, formt und brät sie hernach in einer Pfanne bei mittlerer Hitze mit etwas Öl oder Gänseschmalz an. Sie sollten nur einmal gewendet werden. Von beiden Seiten schön gebräunt, sind unsere kleinen Freunde durch.

Eine Variante
Ralf kam in seinem Blog "Einfach mal selber Kochen"  auf die Idee, Rahm ins Hackfleich einzuarbeiten. Das inspirierte mich zu einem neuen Versuch. Allerdings nahm ich nicht Rahm sondern Frischkäse.

Ich testete es heute vorsichtig mit einem einzelnen Burger und war restlos begeistert. Er lässt sich ebenfalls ohne Probleme braten und der Geschmack war wirklich umwerfend. Cremig, vollmundig und mit wesentlich stärkerem Aroma überzeugte er mich restlos. Ich werde das nächste mal alle Klopse so machen, mal sehen, wie es bei der Familie ankommt. Ich schätze auf 500 g Hackfleisch kommen 2 starke Esslöffel Frischkäse.

Der Mittlere Burger ist mit Frischkäse - unschwer zu erkennen.

Anstatt Frischkäse können natürlich viele andere Käsesorten genommen werden, je nachdem, welche Richtung der Klops bekommen soll. Roquefort, Ziegenkäse, Gruyère, Appenzeller und Genossen bringen Abwechslung und Raffinesse in eine alltägliche Speise wie Fleischküchle.

Versucht es mal, nur Mut.

Mittwoch, 27. Juli 2011

Paprikapulver - ein großartiges Gewürz

Paprikapulver ist aus keiner Küche wegzudenken. Ursprünglich kam er in den Urwäldern Süd- und Mittelamerikas vor. Columbus brachte ihn nach Spanien, von wo aus er seinen Siegeszug um die Welt antrat. Allen voran haben die Ungarn ihn zur Nationalspeise erhoben.

Paprikapulver

Paprikapulver ist nichts weiter als getrockneter, gemahlener roter Paprika und in allen Schärfen zu haben. Er gehört in viele Gerichte, verleiht kräftiges Aroma und seidene Farbe.

Achtung
Paprikapulver schwärzt beim Braten. Wer also sein Schnitzel mit Salz, Pfeffer, Paprika würzt und es hernach brät wird erfahren, dass sein Fleisch nicht lecker knusprig bräunt, sondern innerhalb kürzester Zeit bitter schwarz verbrennt. Das liegt am Paprikapulver.

Also merke: Paprika eignet sich nicht zum Anbraten sondern gehört in flüssige und halbflüssige Speisen oder darf nur ganz kurz und vorsichtig in Fett geröstet werden, bevor er mit Fond, Wein oder Wasser abgelöscht wird. So kommt allerdings sein Aroma besonders zur Geltung.

Apotheke
Paprikapulver enthält viel Vitamin C, Capsain, Bioflavone und Carotin.

Das bedeutet: Er regt die Darmtätigkeit an, fördert die Durchblutung von Herz, Magen und Haut, hilft gegen Trombosen, beugt Krebs vor und dämpft Schmerz und Stress.

Paprika ist also ein mehr als zu empfehlendes Gewürz und jeder der ihn mag sollte kräftig zulangen.

Dienstag, 26. Juli 2011

Kleine Gewürzkunde - interessantes und wissenswertes über Gewürze

Gewürze verleihen Speisen Leben

Wer Speisen individuell zubereiten möchte, muss sie nach seinem Geschmack würzen.

Jeder Koch verleiht einer Speise durch seine persönliche Würzung individuellen Charakter. Das macht Kochen so kreativ, denn ein und dasselbe Rezept, von zwei Köchen gekocht, ergibt zwei unterschiedliche Geschmäcke.

Täglich geht jeder Küchenmeister mit Gewürzen um, schüttet sie in Suppen, verleiht Soßen Aroma, gibt Salaten ihre Richtung und vieles mehr.

Deswegen habe ich mich entschlossen, eine "Kleine Gewürzkunde" in mein Blog einzuführen. Von Zeit zu Zeit nehme ich mir ein Gewürz vor und veröffentliche darüber unter dem Label "Gewürze" Interessantes und Wissenswertes.

Rettichsalat - knackig aber mild zubereiten

Rettichsalat schmeckt lecker und fördert die Gesundheit, vorausgesetzt er ist knackig und brennt dem Genießer nicht die Schleimhäute aus Mund und Nase. Ebenso unerquicklich ist Rettichsalat, der matschig und klumpig im Salatschälchen lümmelt und sich wundert, warum ihn keiner isst.

frischer, knackiger und milder Rettichsalat

Um den Radi in einen milden, knackigen Salat zu verwandeln, ist zunächst der Einkauf wichtig. Weißer Rettich eignet sich meines Erachtens eher und natürlich muss er fest sein. Lummelige und schlaffe Kameraden werden besser beiseite gelegt  

Ein großes Prachtexemplar erstanden, macht sich der fröhliche Koch frisch ans Werk. Ich persönlich bevorzuge die einfachste Zubereitungsart.


Zubereitung
Den Rettich gut waschen und schälen, ein Gurkenschäler eignet sich zu diesem Arbeitsgang vortrefflich. Mit einem verstellbaren Gurkenhobel feine Stifte hobeln und die Stifte mit den Händen in der Schüssel gut auflockern.

Je nach Größe ein bis zwei gestrichene Teelöffel Salz hinzufügen und kräftig umrühren.

4-5 Esslöffel Öl beimengen und wem danach ist noch einen ordentlichen Schuss Sahne. Ich vermeide am Rettich Essig oder ähnliche Säuerungsmittel, es verfälscht den frischen Rettichgeschmack und lässt ihn schlapp werden. 

Alles nochmal gut durchrühren, mit Buntem Pfeffer aus der Mühle bestreuen und etwas Petersilie dekorieren.

Den Salat 15 bis 20 Minuten ziehen lassen, damit die scharfen Senföle entweichen können und dann servieren. 

So zubereitet schmeckt er nach frischem Rettich, ist knackig und mild. Versucht es einmal.  

Montag, 25. Juli 2011

Reis kochen - der Trick wie er immer gelingt

Reis kochen ist nicht gleich Reis kochen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten und jeder hat seine Vorlieben. Ich persönlich habe ihn gerne bissfest, würzig, und locker körnig. Auf keinen Fall mag ich ihn klebrig oder klumpig. 


lockerer, körniger Reis


Kochverhalten von Reis
Wer Reis zubereitet muss wissen, dass er beim Kochen mindestens das Doppelte seines Volumens an Flüssigkeit aufnimmt. Das kann wunderbar genutzt werden, um dem "weißen Getreide" bis in den Kern Würze zu verleihen und es locker, körnig und bissfest reifen zu lassen, auch ohne "Onkel Ben".

Wenn man also Reis genau in der Menge Flüssigkeit garen lässt, die er aufnimmt, treten zwei Effekte auf:

  1. Alle Flüssigkeit steckt im Reis, so wird er trocken und keine Feuchtigkeit bleibt, um ihn klebrig oder klumpig werden zu lassen
  2. Der Geschmack der Flüssigkeit wird vom Reis zu 100% aufgenommen

Der Trick
Eine Tasse Reis
Das bedeutet: Reis sollte genau mit der doppelten Menge Flüssigkeit gekocht werden, wie sein Eigenvolumen. Beispiel: Eine Tasse Reis wird mit zwei Tassen Flüssigkeit gekocht.

Und!

Wenn der Reis nur mit Salzwasser gekocht wird, schmeckt er wenig. Das ist in der Regel gewünscht, wenn er vornehmlich dazu dient, den Geschmack der Soße aufzunehmen und zu verstärken.

Wer jedoch aus Reis eine aromatische Beilage zu Fleisch, Fisch oder Gemüse zaubern möchte, sollte ihn nicht nur in Wasser kochen sondern in Fleischbrühe, Gemüsebrühe oder Fond. Je nach Geschmack können noch verschiedene Gewürze oder sehr fein geschnittenes Gemüse zugegeben werden. Beim Abschmecken der Garflüssigkeit sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass sie sehr salzig ist, da der Reis sonst fade schmeckt.

Eine weitere Schwierigkeit ist: Wenn wir den Reis genau mit der Menge Wasser kochen, die er aufnehmen soll, wird gegen Ende des Garvorganges nicht mehr genug Feuchtigkeit im Topf sein, um ihn vor dem Anbrennen zu schützen. Um das zu vermeiden muss der Reis in einem Topf mit dickem Boden gekocht werden. Wenn die Flüssigkeit soweit eingezogen ist, dass die Oberfläche des Reises aus dem Sud auftaucht (siehe Bild), wird der Ofen ausgestellt. Mit der Resthitze von Topfboden und Kochplatte werden die Körner  fertig gegart.

Wenn die Oberfläche des Reises auftaucht,
Herd abstellen und "Deckel drauf"

Voraussetzung ist natürlich, dass der Topf mit einem Deckel geschlossen wird, damit die Flüssigkeit  nicht verdampft, sondern vom Reis aufgenommen wird.

Ein Beispiel, wie ich Reis gerne esse
Ich bevorzuge "Parboiled Langkorn Reis". Eine Tasse pro Person reicht, damit auch hungrige Zeitgenossen satt werden. Die Tasse voll Reis in ein Küchensieb schütten und kräftig mit Wasser spülen, gut abtropfen lassen.

Eine Zwiebel in feine Würfel schneiden und in einem Topf mit dickem Boden in etwas Öl glasig schwitzen. Den Reis zufügen und im heißen Öl kurz durchwenden. Anschließend mit doppelter Menge (zwei Tassen) Wasser, Fleischbrühe oder Fond auffüllen. Kräftig salzen, mit je einem gehäuften Teelöffel scharfem Paprikapulver und Currypulver würzen, umrühren und abschmecken. Der Sud sollte sehr salzig aber nicht versalzen sein.

Den Topf unter starker Hitze zügig zum Kochen bringen Sobald alles schön brodelt, Deckel auflegen und den Herd auf mittlere Hitze reduzieren.

Ab diesem Zeitpunkt darf nicht mehr gerührt werden.

Von Zeit  zu Zeit in den Topf schauen, ob die Oberfläche des Reises durch den Sud quillt. Das dauert circa  5-10 Minuten, dann den Herd abstellen und auf der heißen Platte mit geschlossenem Deckel ziehen lassen, bis alle Flüssigkeit im Reis verschwunden ist.

Jetzt nochmal gut umrühren, mit etwas Schnittlauch, Petersilie oder Kräutern dekorieren und sofort servieren.

Sonntag, 24. Juli 2011

Wassermelone - ein Experiment

Kürzlich kam mir eine seltsame Idee. Es begab sich spät abends, ich kam gerade von einem schmackhaften Dinner mit Freunden nach Hause, im Mund noch einen intensiven Gout von Knoblauch, welchen der Koch dem Essen reichlich zugemessen hatte. Um den Geschmack etwas abzuschwächen naschte ich einige Scheibchen von meinem spanischen Schinken, doch der erwünschte Erfolg wollte sich nicht so richtig einstellen. Auf der Suche nach geschmacklicher Zerstreuung öffnete ich den Kühlschrank und linste hinein, als mein Blick auf auf eine dort ansässige Wassermelone fiel. Sofort verleibte ich mir etwas des saftigen Fruchtfleisches ein. So trafen sich die Geschmäcker Knoblauch, Schinken und Wassermelone vollkommen unvermittelt - und ich fand es delikat.

Melone mit Schinken, Knoblauch, Pfeffer und Schnittlauch


Die Begebenheit inspirierte mich zu folgendem Rezept:

Zutaten

  • Einen Schnitz Melone, in kleine Würfel geschnitten
  • eine Zehe Knoblauch, fein gewiegt
  • zwei bis drei Scheiben abgehangenen geräucherten Schinken, in Streifen geschnitten
  • bunter Pfeffer aus der Mühle
  • frischer Schnittlauch


Zubereitung
Die Melone, den Knoblauch und den Schinken vorsichtig vermengen, mit dem Pfeffer kräftig würzen und mit Schnittlauch dekorieren.

Geschmack
Ich würde sagen gewöhnungsbedürftig aber nicht schlecht. Es ist auf jeden Fall einen Versuch Wert. Wichtig ist, es muss sofort gegessen werden, damit das Salz des Schinkens die Melone nicht matschig werden lässt.

Bilder kostenlos downloaden

Die Bilder in diesem Blog sind von unterschiedlicher Qualität, meine Kamera spinnt nämlich von Zeit zu Zeit. Ich werde mir demnächst eine neue besorgen und hoffe, die Fotos erheblich verbessern zu können.

Trotzdem möchte vielleicht jemand eines der Bilder verwenden, um es an anderer Stelle im Internet zu veröffentlichen.

Gemüse

Ich habe nichts dagegen, und stelle alle Bilder gerne gebührenfrei zur Verfügung.

Allerdings fände ich es fair, wenn ihr im Gegenzug einen Link auf diese Seite platzieren würdet, mit einem kurzen Text wie: "freundlich zur Verfügung gestellt von ....." oder ähnliches.

Vielen Dank

Samstag, 23. Juli 2011

Tintenfisch - einmal anders serviert

Im Blog vom "alten Falter" steiß ich eben auf diesen bizarren Serviervorschlag für Tintenfisch.Unter dem Titel " Tanzender Tintenfisch" erfreut er den Genießer mit netten Kapriolen, bevor er in seinen Schlund wandert.



Eines muss man den Japanern lassen: Sie haben ausgefallene Ideen, Meeresfrüchte zu verzehren.

Freitag, 22. Juli 2011

gesunde Fette, ungesunde Fette - eine einfach verständliche Erklärung

tierische Fette, pflanzliche Fette, gesättigte Fettsäuren, ungesättigte Fettsäuren, Omega 3, Omega 6 ... . Das ist verwirrend und wer eine Erklärung sucht, stößt meist auf ausufernde, schwer verständliche chemische Formelanhäufungen oder nur kurze unvollständige Texte. Öle wie Fette sind wichtige Faktoren, die auf unsere Gesundheit einwirken und mit denen wir täglich in der Küche umgehen. Deswegen gehört eine verständliche Übersicht zu diesem Thema in einen guten Kochblog.  


Wie wichtig, fand man an den Eskimos heraus. Dort beobachteten Forscher nämlich vor vielen Jahren, dass diesem Volk Herz- und Kreislauferkrankungen gänzlich fremd waren. Über lange Zeit hinweg war das ein ungelöstes Rätsel, bis entdeckt wurde, dass es am Fisch, bzw. dessen Fett lag.

Vorab: Fette sind wichtig und wer auf Fett verzichtet wird über kurz oder lang dieser Geisteshaltung erliegen.

Fette und Öle, wie gesund ist was?

Grundsätzliches
Die gängige Meinung ist: pflanzliche Fette sind gesund, tierische ungesund. Doch so einfach ist es nicht. Über  gesunde tierische Fette schrieb ich bereits in meinen Posts "Butter - gesund oder ungesund" , "Gänsefett"  und "Gänsefett in Omas Arzneischrank".

Leckereien jedoch, wie die Kruste des Krustenbratens, der Bauchspeck auf dem Grill, das Fett am Rinderbraten, Wurst, Salami und Kollegen, sind tatsächlich äußerst ungesund.

Pflanzliche Fette hingegen sind nicht nur gesund, sie können genauso zerstörerisch auf den Körper wirken, wie all jene Leckereien.

Gesättigte Fette
Darunter versteht man im Allgemeinen alle Fette vom toten Tier. Sie erhöhen den Cholesterinspiegel, lagern sich in Zellwänden ein und verhärten sie. Dadurch werden die Zellen spröde. Die Innenseiten der Adern bekommen feine Haarrisse, an denen sich Cholesterin anlagert, was zur gefürchteten Arteriosklerose und somit zum Herzinfarkt führt.

Gesättigte Fette sind definitiv ungesund und bei Zimmertemperatur fest.

Ungesättigte Fette
Die ungesättigten Fette teilen sich auf in einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte und sind bei Zimmertemperatur flüssig.


Einfach ungesättigte Fette
werden vom Körper selber erzeugt.Sie helfen das gute Cholesterin aufzubauen und senken das schlechte. Somit wirken sie vorbeugend gegen Herz- und Kreislauferkrankungen.

Diese Fette kommen vor in Oliven, Nüssen, fettem Obst und Samen.

Anders bei den mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Mehrfach ungesättigte Fette
kann der Körper nicht selber herstellen, sie müssen durch Nahrung aufgenommen werden. Deswegen heißen  sie "essentielle" Fettsäuren. Diese essentiellen Fettsäuren werden im Wesentlichen nochmals unterschieden in "Omega 3" und "Omega 6" Fettsäuren.

Hier hat die Werbung für massive Verwirrung unter den Menschen gesorgt.

"Omega 6" Fette
"Omega 6" Fettsäuren sind grundsätzlich gesund und wirken positiv auf fast alle Körperfunktionen. Sie kommen in vielen Lebensmitteln vor, wie in diversen Ölen, Samen, Nüssen, vielen Getreidesorten und  sind leicht herzustellen. Das haben sich Erzeuger von Speiseölen reiflich zunutze gemacht.

Über Fernsehen, Radio und Zeitung wird propagiert, wie gesund alle möglichen Speiseöle seien, aufgrund ungesättigter Fettsäuren.

Tatsächlich werden die Produkte jedoch vorwiegend mit den leicht herzustellenden "Omega 6" Fettsäuren angereichert. Allem voran Pflanzenmargarine, mit einem Anteil von über 50% "Omega 6".

Von der Werbung beeinflusst verspeisen wir nun zuhauf solche Öle, im trügerischen Rückschluss, unserem Körper Gutes zu tun. Doch mitnichten. Neben all den positiven Wirkungen bergen "Omega 6" Fettsäuren auch erhebliche Risiken, nämlich:

- sie fördern Blutgerinsel
- sie verengen die Blutgefäße
- sie begünstigen Zellwucherungen
- sie fördern Entzündungen
- erhöhen schlechtes Cholesterin
 
Doch all der negativen Wirkungen zum Trotz sollte keinesfalls darauf verzichtet werden, denn "Omega 6" ist für die meisten Prozesse im Körper extrem wichtig.

Um den negativen Aspekten entgegenzuwirken, gibt es "Omega 3" Fettsäuren

Omega 3 Fette
diese Kameraden sind selten und nur schwer zu beschaffen. Sie sind das lipide Gold und kommen vor in fettem Fisch, wie Makrele, Hering, Lachs oder Tunfisch, vorausgesetzt es sind keine Zuchtfische. Fische produzieren "Omega 3" nämlich ebenfalls nicht selbst sondern nehmen sie durch spezielle Nahrung auf, die sie nur in freier Wildbahn erhalten.

Weiterhin kommen "Omega 3" Fette vor in Weizenkeimen, Soja, Walnuss, Leinsamen und Raps.

Und ihre Wirkungen sind erstaunlich.

- sie helfen gegen Blutverklumpungen
- erweitern die Gefäße
- hemmen Zellwucherungen
- hemmen Entzündungen
- verringern schlechtes Cholesterin

Damit ist das Geheimnis der Eskimos geklärt, denn sie ernährten sich hauptsächlich von fettem Fisch mit hohem Anteil an "Omega 3" Fettsäuren.

Auf das Verhältnis kommt es an
Das Übel ist unsere zu getreidelastige Ernährung und die übertriebene Anreicherung vieler Nahrungsmittel mit "Omega 6". Stimmt das Verhältnis zwischen "Omega 3" und "Omega 6" nämlich nicht, so verdrängen die negativen Wirkungen der "Omega 6" Fettsäuren die positiven der "Omega 3" Fettsäuren und diverse Krankheiten werden begünstigt. Das können sein: Herz-Kreislauferkrankungen, Rheuma und Allergien, um nur einige zu nennen.

Ein optimales Verhältnis zwischen "Omega 6" und "Omega 3" Fettsären ist 2:1.

Öle mit schlechtem Verhältnis sind
- Distelöl
- Sonnenblumenöl
- Margarine
- Sesamöl
- Maiskeimöl
- Erdnussöl
- und man höre und staune, das Olivenöl

Öle mit gutem Verhältnis sind
- Weizenkeimöl
- Sojaöl
- Walnussöl
- speziell abgestimmte Herz- und Kreislauföle
- und allen voran das Rapsöl, mit einem Verhältnis von 2:1

Fazit
Wer sich mit dem Thema auseinandersetzt, kommt schnell auf den Gedanken, schlechtes Fett akribisch auszusortieren und auf alles Mögliche zu verzichten.

Doch eines sollten wir nicht vergessen.

Gedanken, Gefühle und Stimmungen wirken ebenfalls auf unseren Gesundheitszustand. Setzten wir uns in einem "Gesundheitswahn" zu sehr unter Druck und verzichten auf all jene freudigen "Ereignisse", wie leckeren Krustenbraten, gegrillten Bauchspeck oder duftenden Käse, so wirkt das "weggenommene Vergnügen" mindestens ebenso schädlich, wie alle schlechten Fette.

Ich denke der vernünftige Mittelweg ist angebracht. Auf der einen Seite sollte unbedingt auf eine gesunde Auswahl an Fetten und Ölen geachtet werden, auf der anderen Seite aber darf's auch ab und zu Schweinebraten oder Leberkäswecken sein, nur eben nicht ausschließlich.

Donnerstag, 21. Juli 2011

musicstar.de - ein Abzockversuch!

musicstar.de wollte mich gerade auf ziemlich plumpe Weise abzocken. Wie sie es versuchten, habe ich in meinem Blog "Abenteuer Leben" veröffentlicht, denn so etwas gehört meines Erachtens nicht in einen Lebensmittel und Kochblog. Einen kurzen Hinweis über die Schurkerei wollte ich aber trotzdem auch hier setzen, deswegen dieser Post.

Wen die Geschichte also interessiert, hier geht es zu: musicstar.de ein Erfahrungsbericht ... 

Mittwoch, 20. Juli 2011

Fleisch salzen - vor oder nach dem Braten?

Wie ist das nun richtig mit dem Salz auf dem Steak? Vor dem Braten oder erst danach? Heute habe ich den Versuch dazu gemacht.


Salz
Bisher hielt ich es folgendermaßen; Rindersteaks nach dem Braten salzen, Schweinesteaks davor. So steht es zumindest in fast allen Rezepten geschrieben. Doch jedesmal wenn ich Fleisch briet fragte ich mich, warum Rind nachher und Schwein vorher?

Einerseits entzieht Salz dem Fleisch Wasser und es wird trocken. Andererseits hingegen schmeckt das Fleisch würziger, salzt man es vor dem Braten, so dachte ich bisher.

Was ist also zu tun, um diesem Dilemma zu entfliehen?
Salzen und sofort in die Pfanne, damit dem Salz keine Zeit gegeben wird, auf den Wasserhaushalt des Steaks einzuwirken? Dann kann man doch gleich nach dem Braten würzen!

Der Test
Heute fand ich im Kühlschrank noch sechs Minutenschnitzel vom Schwein, und wollte es endlich wissen:Wie schlimm ist das mit dem Salz davor wirklich?

Drei Steaks wurden kräftig gesalzen und gepfeffert, drei nur gepfeffert. Alle sechs ließ ich 1/2 Stunde ziehen und dann ging es ab in die Pfanne, ins heiße Gänsefett. Das Ergebnis verblüffte mich.

Wie zu erwarten, waren die gesalzenen Steaks wesentlich trockener. Was sich jedoch gänzlich wider aller Erwartung verhielt, waren Aroma und Würze.

Ich briet jeweils ein Gesalzenes und ein Ungesalzenes in einer Pfanne. Dieselbe Temperatur, dieselben Zeiten. Die Ungesalzenen salzte ich vor dem Verzehr, sparsam und nur von einer Seite. Dann aß ich.

Überrascht stellte ich fest, dass die nach dem Braten gesalzenen Steaks wesentlich würziger schmeckten, obwohl ich weniger Salz verwendete. Das Fleischaroma war deutlich intensiver und das erstaunlichste - der Pfeffer kam wesentlich kräftiger zum Ausdruck.

Wahrscheinlich hat das Salz dem Fleisch mit dem Wasser auch Aroma entzogen und einen Teil des Pfeffers abgespült.

Fazit: Egal ob Rindersteaks oder Schweinesteaks - immer erst nach dem Braten salzen. Man braucht weniger Salz, das Fleisch ist saftiger, aromatischer und die Gewürze schmecken intensiver.

Eine zweite Salz - Theorie
Es existiert noch eine weitere Theorie bezüglich des Salzens von Fleisch. Der zufolge soll zähes Fleisch vor dem Braten extrem kräftig eingesalzen und hernach 12-14 Stunden ziehen gelassen werden, im Kühlschrank in einer Schüssel.

Angeblich entzieht das Salz zunächst dem Fleisch alles Wasser. Die Struktur des Fleisches verändert sich während des Prozesses, sodass die Flüssigkeit wieder aufgenommen wird und mit ihr natürlich auch das Salz, welches nun bis tief ins Innere des Bratens eindringt. Angeblich wird der Braten so über die Maßen zart, saftig und würzig.

Das werde ich in absehbarer Zeit überprüfen, die Ergebnisse veröffentliche ich natürlich auf "Abenteuer Kochen".    

Montag, 18. Juli 2011

Butter - gesund oder ungesund?

Butter

Viele Menschen sind der Meinung, Butter sei ungesund. Sie haben Angst davor sie zu verzehren, befürchten das Schlimmste, wenn sie das goldene Fett essen und meiden sie wie die Pest.

Doch zu Unrecht!

Das gängige Klischee in unserer heutigen Zeit ist: Tierische Fette sind ungesund, pflanzliche gesund. In der Regel stimmt das auch, nur die Butter bildet eine Ausnahme.

Im Gegensatz zu Margarine ist Butter ein natürliches Produkt. Sicher, sie wird nicht angereichert mit allen möglichen "gesunden Zutaten", auch nicht chemisch aufgearbeitet oder poliert und glänzt nicht im Rampenlicht der Ernährungswerbung, doch Butter hat es in sich.

Ihr Milchfett wird weder zu den pflanzlichen noch den tierischen Fetten gerechnet, sie ist einzigartig unter den Lipiden und enthält ca. 400 verschiedene Fettsäuren, darunter reichlich einfach wie mehrfach ungesättigte. Zusätzlich ist sie üppig gesegnet mit den fettlöslichen Vitaminen A, D, E und obendrein noch leicht verdaulich. Selbst
Magen-, Darm-, Leber und Gallenkranke kommen damit gut zurecht. Das macht Butter beispiellos wertvoll und keinesfalls sollte derjenige darauf verzichten, dem seine Gesundheit am Herzen liegt.

Auf einem anderen Blatt steht die Menge des konsumierten Fettes. Heutzutage besteht unsere Nahrung vielerorts zu fast 40% aus Fett. Das ist ungesund. Wer seinen Fettkonsum auf 20 bis 25% reduziert darf gerne täglich eine angemessene Portion Butter genießen. Und Butter bietet alle Voraussetzungen zum genießen, denn was schmeckt besser als ein frisch gebackenes Brot, nur mit Butter bestrichen und einer Prise Salz gewürzt? Ganz zu schweigen von dem delikaten Aroma mit Butter veredelten Gemüses oder all jene leckeren Soßen, die vollendet durch einige Butterflocken liebevoll unseren Gaumen schmeicheln und für die Süßen: Butter im Kuchen ist eine Delikatesse, Margarine hingegen...?

Frisches Baguette mit Butter bestrichen.

Ganz nebenbei unterstützt der buttrige Genießer auch noch die Landwirtschaft und wer noch darauf achtet, Butter mit einem "Fairen-Preis-Siegel" zu kaufen, hat nicht nur sich sondern auch noch der Menschheit einen Gefallen getan.

Also: Keine Angst vor dem Gold der Kühe, greift einfach zu und genießt!

Sonntag, 17. Juli 2011

Paniertes Schnitzel, saftig und knusprig braten


Die kleinen Tricks beim Zubereiten eines panierten Schnitzels: 

Da hat man vom letzten Restaurantbesuch noch das leckere Schnitzel in Erinnerung und möchte es bei Gelegenheit nachkochen. Wenn die Gelegenheit kommt und der Hobbykoch das Fleisch ganz selbstverständlich in Mehl, Ei und Semmelbrösel wendet, es hernach  mit etwas Öl anbrät und verzehrt, so stellt mancher vielleicht fest, dass sein Werk zwar mundet, das "Tüpfelchen auf dem i" allerdings fehlt. 


paniertes Schnitzel mit Reis, an Tomaten

Jetzt geht das Ausprobieren los, die spannende Suche nach dem Geheimnis des raffinierten Küchenmeisters aus besagtem Restaurant. Hier stelle ich eine Zubereitung vor, wie mir Schnitzel am besten schmeckt, als Anregung zum Experiment.

Die Panade
Auf einem Teller werden 120 g Mehl mit einem Teelöffel Salz, etwas Pfeffer und Gewürzen nach Geschmack gut verrührt. Auf einem weiteren Teller wird ein Ei, eine kräftigen Prise Salz und ein Teelöffel Öl mit einer Gabel kräftig zu einer homogenen Flüssigkeit verquirlt und auf einem dritten Teller werden Paniermehl oder zerkrümelte Cracker angerichtet. 

Das Fleisch vorbereiten
Um das Schnitzel zart zu bekommen, muss es vorher mit einem Fleischplätter geklopft werden.

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Durch das Klopfen werden die Fasern des Fleisches gelockert und geschmeidig gemacht, eine unbedingte Voraussetzung zum Gelingen. Nun noch mit Salz und Pfeffer würzen.

Das Fleisch panieren
Die so vorbereiteten Schnitzel werden zunächst im Mehl, dann im Ei und anschließend in den Semmelbröseln  gewendet, bis sie von allen Seiten mit allen Zutaten gut ummantelt sind. Die Fleischstücke nebeneinander auf einen Teller legen und für ca. 1/2 Stunde im Kühlschrank trocknen lassen. Danach umdrehen und die andere Seite ebenfalls für ca. 1/2 Stunde trocknen lassen. So getrocknet wird die Panade beim Braten noch wesentlich knuspriger.
1. Fleisch panieren in Mehl

2. Fleisch panieren in Ei

3. Fleisch panieren in Semmelbrösel

Das Fleisch braten
Wer sein Schnitzel gerne goldbraun möchte, sollte kein Öl nehmen. Paniertes Schnitzel wird in reichlich Butter, besser Nussbutter gebraten. Ich persönlich mische gerne Butter mit Gänsefett, das gibt nochmal einen besonderen Geschmack. Dabei bitte nicht mit Butter sparen, es muss mindestens so viel Fett in die Pfanne, dass es unter dem Schnitzel frei zirkulieren kann. Und noch etwas: Keine Angst vor dem Fett, Butter ist zwar ziemlich verpönt, aber zu Unrecht. Ich werde in meinem nächsten Post näher darauf eingehen. Und Gänseschmalz ist sowieso gesund, ich schrieb bereits in meinem Post Gänsefett darüber.

Schnitzel in ausreichend Butter braten

Da Butter schnell bräunt, sollte die Pfanne nicht zu stark erhitzt werden. Das Fleisch wird nun langsam und vorsichtig bei mittlerer Hitze goldbraun gebraten. Achtung: Von Zeit zu Zeit unter das Schnitzel schauen, ob es schon schön braun ist und dann nur einmal wenden. Nicht öfter, es wird sonst trocken. Auch darf das Fleisch nicht zu lange gebraten werden, es wird sonst zäh und trocken. Keine Sorge - sobald die Farbe von beiden Seiten ansehnlich ist, ist das Fleisch auch durch. Nun die Schnitzel noch kurz auf einem Küchenkrepp gewendet um das überschüssige Fett abzunehmen und sofort servieren.

Donnerstag, 14. Juli 2011

FACELINKING.com - das freundliche Webportal

Im Internet hat sich zwischenzeitlich neben Paypal eine zweite Währung etabliert: der Backlink. Von Google ins Leben gerufen ist jeder Webmaster darauf angewiesen, möglichst gut und viel verlinkt zu sein, ansonsten droht das Aus für seine Seite, weil sie nicht gefunden wird. Was unter solchen Umständen natürlich nicht ausbleiben kann, ist der "Deal mit dem Link".

Es existieren zwischenzeitlich unzählige Webverzeichnisse, die lediglich dazu dienen, Links zu tauschen. Ihrer eigentlichen Bedeutung vollkommen entfremdet, werden jede Menge Webseiten dort schlampig eingetragen, nur um in Google's Pagerank-Liste ein paar Stufen nach oben zu steigen. Ich will das nicht verurteilen, denn jeder Webmaster ist darauf angewiesen. Doch solche Portale fordern mindestens einen Backlink, sonst wird die Seite gar nicht erst veröffentlicht. Von Computern verwaltet und vollkommen entmenschlicht führen jene Verzeichnisse ein absurdes Schattendasein im Internet, einzig zum Zwecke der Kommunikation zwischen Computern. 

Da frage ich mich: Wie weit sind wir von der Matrix noch entfernt?

Doch: Es geht auch anders !
Ganz anders präsentiert sich hingegen das kostenlose Webportal FACELINKING.com. Ich bin kürzlich ganz zufällig über das Blog von Eagle's darauf gestoßen.

Nachdem ich "Abenteuer Kochen" eingetragen hatte, erhielt ich kurz danach eine richtige Mail von einem richtigen Menschen namens "Michael", in dem er mir den Eintrag bestätigte und noch weitere kostenlose Möglichkeiten aufzeigte, mein Blog bei ihm ausführlich und in bester Qualität vorzustellen. Und mit kostenlos meine ich auch kostenlos, auch was den "Deal mit den Links" angeht, er fordert nämlich keinen Backlink.

Wir hatten bezüglich meines Blogs noch weitere E-Mails gewechselt, meine Anfragen wurden ernst genommen und prompt beantwortet. 

Die Freundlichkeit, mit der FACELINKING.com mein Blog aufgenommen hat, ließ mich spontan diesen Post niederschreiben.

Wer sich selbst überzeugen möchte, sei es als Webmaster oder User, hier geht es zu: http://www.facelinking.com/

P.S. Wenn Euch der Post gefallen hat, dann klickt doch bitte unten auf den +1 Button, danke!

Mittwoch, 13. Juli 2011

Tomaten auf dem Grill

Tomaten gehören auf den Grill. Sei es als saftige Beilage zu Fleisch oder Ergänzung der vegetarischen Grillköstlichkeiten. Sie sind saftig, aromatisch, betören das Auge und dazu noch über die Maßen gesund. Nur in erhitztem Zustand ist unsere rote "Zora" gern ein wenig schlapp!

Warum also nicht die Tomate mit Gorgonzola füllen, bevor sie auf den Grill kommt? Er verleiht Kraft und Würze, ohne die anderen Vorzüge zu nehmen. Die Idee kam mir, als ich den "Tomatensalat einmal anders" machte.

Tomate, gefüllt mit Gorgonzola, roh

Mit einem beherzten Schnitt die Tomate am Stielansatz öffnen und mit Messer und Löffel alle Innereien vorsichtig entfernen.


Frischen Knoblauch pressen und 10 Minuten ziehen lassen. Anschließend die Tomate von innen mit Salz, Pfeffer, Kräutern und etwas Knoblauch würzen. Den Paradieser mit zerbröseltem Gorgonzola prall füllen und in Alufolie wickeln. Das Päckchen kann nun für ca. 5 Minuten auf den Grill, dann ist die Tomate weich und der Käse geschmolzen. Der richtige Gargrad kann auch erfühlt werden, indem man mit der Grillzange vorsichtig auf die Alufolie drückt. Gibt sie nach, ist die Tomate fertig.

Tomate, gefüllt mit Gorgonzola, gegrillt

Nun kann sie verzehrt werden, einfach so. Der Genießer jedoch nimmt sich ein Scheibchen frischen Baguettes und tunkt es in den geschmolzenen Käse. Dieser hat zwischenzeitlich nämlich das Aroma der Tomate, der Gewürze und des Knoblauchs angenommen - delikat!
Ist der Käse weitgehend geleert, so hat umgekehrt auch die Tomate den Gout des Gorgonzolas angenommen und bietet dem Kenner ebenfalls ein fulminantes Geschmackserlebnis, sei es in Kombination mit Baguette oder zusammen mit einem Stück Fleisch.

Dieses Rezept kann vorbereitet werden und erntet im Allgemeinen ein aufrichtiges "Aaaah!" von den Gästen, nachdem sie die Überraschung neugierig enthüllt haben, vorausgesetzt der Gastgeber hat nicht verraten, was wirklich in der Alufolie steckt.

Dienstag, 12. Juli 2011

Eagle's Blog

Eben stoße ich mehr oder weniger zufällig auf Eagle's Blog. Er schreibt über alle Themen die Blogger so interessieren, wie Blogparaden, Linkbuilding, Suchmaschinenmarketing usw. Was mich besonders anspricht: Seine Posts haben Tiefgang, bieten wirklich nützliche wie praktische Infos die vor allem mit weitaus größerer Bandbreite daherkommen, als viele vergleichbare Blogs.

Ihr findet Eagle's Blog hier oder in meiner Blogroll. Schaut mal rein, es lohnt sich wirklich.

Dips - Rezepte zum Grillen

Was wäre der schönste Grillabend, ohne leckere Dips und Sößchen. In der Regel nimmt der Gastgeber verschiedene Flaschen und Tuben von Knorr, Maggi, oder Kühne. Im Rahmen der Familie mag das auch genügen, doch kommen Gäste, so ist es meist nett anzusehen, wenn der ein oder andere selbst hergestellte Dip unter den käuflich erworbenen weilt.

Da ein Grillabend mit seinen Vorbereitungen einigen Zeitaufwand erfordert, ist wenig Raum um Sößchen selbst zuzubereiten. Deswegen hier eine Idee, wie ein leckerer Dip mit wenig Aufwand hergestellt werden kann.

Leckerer Dip aus Frischkäse, einfach und schnell zubereitet
Als Basis dient ein Päckchen Frischkäse. Sein Inhalt wird einfach in ein Schälchen gefüllt und mit 2-3 Esslöffeln Milch verdünnt. Anschließend kommt eine kleine, fein gewiegte Zwiebel hinzu, Salz, Pfeffer, Paprika und je nach Geschmack beliebeige andere Gewürze. Ich persönlich bevorzuge die schlichte Variante. Jetzt wird alles mit der Gabel kräftig umgerührt und fertig ist der Dip.

Er passt hervorragend zu jedem Fleisch, eignet sich allerdings auch excellent um gegrilltem Gemüse Gehalt zu verleihen und auch als Brotaufstrich, delikat zu Vollkornbrot oder frischem Baguette.


Montag, 11. Juli 2011

Auberginen grillen, Zucchini grillen - einfach und lecker!

Eine weitere Möglichkeit, Vegetariern unter den Gästen eines Barbecues Gefallen zu erweisen, sind Auberginen. Sie eignen sich hervorragend zum Grillen, sind einfach vorzubereiten und gelingen immer.

Die Aubergine waschen, den Stielansatz entfernen und in ca. 1-1.5 cm dicke Scheiben schneiden. Anschließend kräftig salzen, auf einem Teller auffächern und  ca. 2 Stunden ruhen lassen. Das Salz entzieht der Frucht Wasser und gart sie vor.

Auberginensteaks frisch gesalzen

Nach der Einsalzzeit die Scheiben mittels eines Küchentuches trocken tupfen. Auberginenschnitzel mit nativem Olivenöl kräftig einpinseln und würzen. Ich bevorzuge lediglich bunten Pfeffer aus der Mühle, aber jedem Geschmack bleibt es natürlich überlassen, seine eigene Richtung zu wählen. Jetzt sind die Kameraden auch schon fertig, auf den heißen Rost gelegt zu werden um sie schön goldbraun zu grillen.


Das Rezept ist einfach und gelingt immer. Die Schnitzel sollten allerdings gut beobachtet und nicht zu lange auf einer Seite belassen werden, da sie schnell anbrennen. Aber selbst leicht angebrannt schmecken sie immer noch vorzüglich.

Auberginensteaks goldbraun gegrillt

Wer dieser Spezialität einen besonderen Kick verleihen möchte, kann die gegrillte Eierfrucht im Vorfeld kräftig mit Chilli aus der Mühle würzen und heiß mit etwas Honig genießen. Probiert es aus, Ihr werdet Euch freuen. Dasselbe kann übrigens auch mit Zucchini gemacht werden, sie brauchen allerdings etwas länger auf dem Grill.

Freitag, 8. Juli 2011

Zwiebeln fein schneiden - wie geht das?

fein geschnittene Zwiebelringe
Zwiebel, in hauchdünne Ringe geschnitten, sind eine echte Delikatesse. Natürlich nicht einfach so, roh hinuntergeschlungen, sondern verteilt auf Lachshäppchen, Schinkenbroten, Käsebrötchen und so weiter. Die Liste der Speisen, die durch fein geschnittene Zwiebelringe erheblich verbessert werden, ist lang. Eine richtig dünn geschnittene Zwiebel ist das "Tüpfelchen auf dem i".

Doch das ist gar nicht so einfach. Versucht man es mit dem Messer, vorausgesetzt es ist wirklich geschärft, so ist Geduld gefragt. Meist rollt die vermaledeite Zwiebel nämlich hin und her, ist nicht so richtig zu fassen und entzieht sich dem scharfen Schneidinstrument mit einer Unverfrorenheit, die ihresgleichen sucht.

Der genervte Koch ist dann meist zum Kompromiss gezwungen. Entweder er schneidet dicke Ringe oder halbe Ringe, denn bei halben Ringen kann sich die Zwiebel nicht drehen.

Zwiebeln über einen Gurkenhobel gezogen werden hauchdünn.
Mit einem einfachen Trick hingegen ist leicht Abhilfe zu schaffen. Legt der Küchenmensch das Messer zur Seite und benutzt stattdessen einen verstellbaren Gurkenhobel, so hat selbst die widerspenstigste Zwiebel nicht die geringste Chance, sich gegen einen Feinschnitt zu wehren. Und dazu geht es noch ratz-fatz. Einfach die gewünschte Scheibenstärke einstellen, die geschälte Zwiebel "Zack Zack Zack" über der Schneide hin und hergezogen und schon liegen wunderbar fein geschnittene ganze Zwiebelringe unter dem Hobel.

Donnerstag, 7. Juli 2011

Tomatensalat einmal anders

Wer an Tomatensalat denkt, denkt meist an einen klassischen deutschen Tomatensalat, angemacht mit Essig, Öl, Salz, Pfeffer und ein paar Zwiebelringen. Vielleicht sind noch verschiedene Kräuter dazwischen, aber im Wesentlichen ist solches das typisch deutsche Verständnis von Tomatensalat.

Ein solcher Salat schmeckt lecker und ist gesund. 

Doch kürzlich dachte ich mir: "Irgendetwas kreatives, ausgefallenes sollte den Salat noch zieren!" Und da kam mir eine Idee, die ich hier vorstelle.

Tomatensalat

Zubereitung
Einige Walnüsse knacken und vorsichtig anrösten, durch das Rösten verstärken sie ihr herrliches Aroma.

Die Tomaten in Schnitze schneiden und mit Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Kräuter und feine Zwiebelringe dazugeben, durchmischen und auf einem mit Salatblättern dekorierten Teller anrichten.

Jetzt die Walnüsse und einige Flocken Blauschimmelkäse, wie Roquefort oder Bergader verteilen, schon hat der Salat Raffinesse und "das Auge kann ebenfalls mitessen". Doch nicht nur das Auge freut sich, auch der Geschmack ist einzigartig. Das nussige Aroma und die Würze des Blauschimmelkäses, zusammen mit dem kräftigen Odeur der Tomaten ist ein herrlicher Gaumenkitzel. Probiert es einfach mal aus.


Montag, 4. Juli 2011

Rührei richtig zubereiten

"Rührei zubereiten, nichts einfacher als das!", ist ein gängiges Klischee der meisten Menschen. Doch existieren gravierende Unterschiede zwischen Rührei und Rührei. Es ist in der Tat einfach, ein paar Eier in die Pfanne zu klopfen, Milch dazugeben, salzen, Pfeffern, unter rühren kurz durchbraten und fertig ist das Ei. Doch das hat nichts damit zu tun, ein Rührei richtig zuzubereiten.


Zubereitung:
Der wichtigste Trick ist: niedrige Temperatur! Profiköche gehen sogar soweit, dass sie die Pfanne in einem Wasserbad erhitzen um dem Rührei richtige Konsistenz zu verleihen. Ich denke jedoch, dass ein niedrig eingestellter Herd vollkommen ausreicht. Zuvor werden die Eier in einer Schüssel mit etwas Salz, Pfeffer und einem Schuss Sahne kräftig verquirlt. Anschließend reichlich Butter (bis zu 20 g pro Ei) in einer schweren Pfanne bei mäßiger Hitze schmelzen. 



Die verquirlten Eier hinzugeben und langsam stocken lassen. Mit dem Holzspatel wird nun das Gestockte vom Pfannenboden mit viel Gefühl unter das Flüssige gehoben, auf diese Weise sollte das Ei mindestens 8-10 Minuten vorsichtig vermengt und gewendet werden, bis es locker luftig zum Essen einlädt.


Rührei in der Pfanne

Abwandlungen:
Um das Aroma zu vervollständigen, kann man noch frische Kräuter mit in die Eimasse rühren, so kann der Koch seinem Werk ganz unterschiedliche Richtungen verleihen. 

Auch Zutaten wie Lachs, Kaviar, Sardellen, schwarze Oliven, Schinken oder Spargel geben der Speise ganz interessante Nuancen. Allerdings, es sollten auch Nuancen bleiben, wir wollen schließlich Rührei zubereiten. Deswegen mit solchen Zutaten einfach vorsichtig umgehen. Während man Kräuter der rohen Eimasse beigibt, werden schwere Zutaten direkt in der Pfanne mit den Eiern vermengt, etwa nach der Hälfte der Garzeit. 

Tricks:
Sollte die Temperatur versehentlich zu hoch eingestellt worden sein und das Ei trocken erscheinen, so kann mit ein paar schnell zugegebenen Butterflocken noch viel gerettet werden.

Sonntag, 3. Juli 2011

Vegetarische Häppchen auf dem Grill




Immer mehr Menschen werden aus welchen Gründen auch immer Vegetarier. Lädt der überzeugte Fleischesser zum abendlichen Grill ein und zwischen den Gästen befinden sich Vegetarier, so kann das den Gastgeber schnell in die Verzweiflung treiben. Was kann man nur machen? fragt er in der Regel und rauft sich verzweifelt die Haare. Mir ist es jedenfalls kürzlich so ergangen, als meine Frau mich auf die Idee brachte, doch "Vegetarische Häppchen" zu grillen.

Darunter verstehen wir zwischenzeitlich folgendes:

Zutaten (für ein Häppchen):
1/2 kleine Zucchini
1/2 kleine Tomate, gehäutet und gewürfelt
1 Esslöffel weichen Ziegenkäse
1 Zweigchen Rosmarin
gehackte Kräuter (frisch, gefroren oder auch Kräuter der Provence)
Olivenöl
Salz
Pfeffer

Zubereitung
Ein mittelgroßes Stück Alufolie wird auf der Arbeitsfläche ausgerollt. Die Zucchini waschen in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Anschließend mit Olivenöl einpinseln und auf der Alufolie in eine Reihe fächern. Anschließend die Tomatenwürfel aufschichten und darüber den Ziegenkäse ausbreiten. Zum Abschluss den Zweig Rosmarin beifügen, das Ganze gut salzen, pfeffern und mit den Kräutern bestreuen. Jetzt wird das Alupaket geschlossen und kommt  5-10 Minuten auf den Grill, je nachdem, ob die Zucchini weich oder bissfest sein soll.
Über das Häppchen werden mit Sicherheit nicht nur Vegetarier erfreut sein.

Varianten
Der Ziegenkäse kann natürlich auch durch Blauschimmelkäse ersetzt werden. Einen Kick bekommt das Päckchen, wenn eine grob gestückelte Walnuss noch oben aufgelegt und mit gegrillt wird.

Achtung
Mozzarella oder andere Käsesorten funktionieren nicht, da sie durch die große Hitze Fäden ziehen und auf der Alufolie festkleben.

Viel Spaß also beim nächsten Grillabend.

Freitag, 1. Juli 2011

Erdbeeren

Erdbeerernte im Rheintal

Es gibt zum Glück noch einfache Arbeiten, die nicht von Maschinen übernommen werden können. Eine davon ist die Erdbeerernte. Das dachte ich mir, als ich kürzlich die vielen Erntehelfer im Erdbeerfeld sah und lehnte mich zufrieden zurück. Manchmal ist es schon beängstigend, wie Maschinen immer mehr Arbeiten für den Menschen übernehmen.

Gott sei Dank ist die denkende Maschine noch nicht erfunden, doch wir arbeiten fleißig daran. Zugegeben - alles wird durch die Maschine immer perfekter, aber eine denkende Maschine?
Computer, die mit biologischen Neuronen funktionieren?
Wie weit sind wir von der Matrix noch entfernt?

Entspannend ist es da zu sehen, wie Menschen Erdbeeren ernten. Sie verdienen mit anstrengender Arbeit ihren Lebensunterhalt, erfüllen keine besonderen schulischen Voraussetzungen und wissen: Diese Arbeit erledigt eben doch noch keine Maschine.

Die Edbeere - eine interessante Frucht
Im Mittelalter galt die Erdbeere unter Alchemisten als Schutzbeere gegen Gifte aller Art. Zwischenzeitlich wurden bereits über 300 Substanzen in der Erdbeere gefunden. Von Säuren und ätherischen Ölen über Pektin, Flavone, Gerbstoffe, Kalium, Kalzium, Phosphor bis hin zu Eisen Biostoffen und jeder Menge Vitamin C ist alles in diesem roten Gesundheitsspender vertreten. Dabei haben sie nur extrem wenig Kalorien. Auf 100 g zählen sie gerade mal 37 kcal, das macht sie zu richtigen Schlankheitsfrüchten.

Die Erdbeere als Medizin
ist vielseitig einsetzbar. Sie sind appetitanregend, verdauungsfördernd und fiebersenkend, reinigen Schleimhäute, stoppen Durchfall wirken wundheilend, harntreibend und stoffwechselanregend. Erdbeeren gehören einfach zum Großputz des Körpers. Deswegen kann jeder, der Erdbeeren verträgt einfach mal einen Erdbeertag einlegen, wenn er seinem Körper Gutes tun möchte.
Aber Achtung: Schon 5 Stunden nach der Ernte lassen Aroma und Vitamingehalt deutlich nach, also am Besten ernten und gleich essen.
(Quelle: Ingeborg Münzing-Ruef, Kursbuch gesunde Ernährung, Zabert Sandmann Verlag, 1. Auflage 1995, Seite 163 f.)

Erdbeeren einmal anders zubereiten
Erdbeeren mit Pfeffer und Kräutern
Kürzlich empfahl mir eine ältere Dame am Erdbeerstand, die rote Frucht doch mal mit Pfeffer zu würzen. Heute versuchte ich folgendes Rezept:

Die Erdbeeren waschen, von grünen Blättern und Stielansätzen befreien und halbieren, ganz große Gesellen werden geviertelt. Anschließend mit Zucker und reichlich buntem Pfeffer aus der Mühle würzen. Dann noch einige frische Kräuter hinzugeben, wie zum Beispiel Pfefferminze oder Zitronenmelisse.

Die Kombination zwischen dem fruchtigen Geschmack der Beere, der Süße des Zuckers, der Schärfe des Pfeffers und der Frische der Kräuter sollte jeder Liebhaber von ausgefallenen Geschmäcken unbedingt versuchen.