Dienstag, 16. November 2010

Gänsefett - Was damit machen?

ausgelassenes Gänsefett mit Grieben

In meinem letzten Post vom 12.11.2010 „Gänsefett“ ging ich kurz darauf ein, wie man Gänsefett zunächst vorbereiten sollte, um hernach sein vielseitiges Potential nutzen zu können. Im wesentlichen gibt es zwei Einsatzrichtungen:

  1. Essen!
  2. Einschmieren!
    Ja, richtig! Gänseschmalz durfte in Großmutters Arzneischrank nicht fehlen.

Da dies ein Blog zum Thema essen und kochen ist, werde ich natürlich den Hauptaugenmerk auf das Thema „Essen“ legen.
Allerdings: Kochen, essen und Gesundheit gehören nun einmal unbestreitbar zusammen. Aus diesem Grunde lieber Leser, sollten wir, meine ich, die Betrachtung als pures Genussmittel auch einmal kurz zur Seite legen können um die heilkundliche Wirkung von Gänsefett auszubaldowern.

Doch erst mal zum Essen:
Gänsefett, aromatisch und höchst Hitzebeständig, ist ein wertvolles Gut. Die Nutzung als reines, unverfälschtes Fett zum Anbraten von Kartoffeln, Fleisch, Rotkraut usw. kommt deswegen natürlich an erster Stelle.

Um die Lust am gänsischen Freudenquell möglichst lange auskosten zu können muss es konserviert werden, dazu gibt es drei Möglichkeiten:

Möglichkeit 1, Aufbewahrung im Kühlschrank. Das funktioniert je nach Reinheitsgrad einige Wochen bis Monate, aber schon bald beginnt das Fett die Farbe zu wechseln und ranzig zu schmecken, was nun wirklich mehr als bedauernswert ist. Um dieses Übel gänzlich auszumerzen, schreiten wir zur Möglichkeit 2.

Möglichkeit 2, Aufbewahrung im Einmachglas: Hierbei sollten kleinere Einmachgläser in kochendem Wasser sterilisiert werden, mindestens 20 Minuten. Während die Gläser so vor sich hin blubbern, bringen wir das Fett zum kochen. Nach dem Sterilisieren füllen wir das kochende Gänsefett in die heißen Gläser, lassen es etwas abkühlen und verschließen die Behälter dann mit dem Deckel. Doch Achtung, es darf sich unter dem Deckel kein Kondenswasser bilden, dass auf das Schmalz tropft. So haltbar gemacht kann es im kühlen Keller
1 - 1 ½ Jahre aufbewahrt werden.

Wem das zu aufwendig ist, dem bleibt noch eine Chance, sich die Leckerei lange zu bewahren.

Möglichkeit 3, Aufbewahrung in der Gefriertruhe:
In diesem Fall wird das Gänsefett im Töpfchen unter Hitzeeinwirkung schön flüssig gemacht, es darf ruhig nochmal aufgekocht werden. Anschließend etwas abkühlen lassen. Kurz bevor es anfängt zähflüssig zu werden, die Flüssigkeit einfach in Eiswürfelboxen füllen, bis die gewünschte Menge verarbeitet ist. Achtung, wenn die Eiswürfelbehälter aus Kunststoff sind, darf das Fett natürlich nicht so heiß eingefüllt werden, dass der Kunststoff schmilzt. Die Eiswürfelbehälter auf Raumtemperatur abkühlen lassen und ab damit in die Gefriertruhe. Dort ist es dann ebenfalls 1 – 1 ½ Jahre haltbar und kann je nach Bedarf portionsweise verwertet werden.

Wer das Fett nicht konservieren möchte, kann es selbstverständlich auch gleich essen, 
als Gänseschmalz zum Beispiel. Das Rezept dazu findet Ihr  im nächsten Post.
Oder, wie wäre es mal mit etwas ganz Anderem: 

Eine Gänse – Bruschetta? Auch dieses Rezept wartet im übernächsten Post darauf, entdeckt zu werden.

Soweit zur Verwertung des Fettes als Nahrungsmittel. Wer noch eine Idee hat, was damit so alles angefangen werden kann, darf natürlich gerne einen Kommentar dazu schreiben.

Die Nutzung als Arzneimittel kommt demnächst bei "Abenteuer Kochen".

(Artikel aktualisiert am 17.11.12)


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