Dienstag, 25. November 2014

Der gesunde Knabberspaß zum Fernsehen - ganz einfach gemacht


gesunde Knabbereien

Viele Studien aus allen möglichen Ländern zeigen: Fernsehen macht dick!

Ein ganz interessanter Artikel dazu, erschien eben auf der Website von "Lernen und Fördern mit Spaß"

Wer kennt das schließlich nicht. Da hat der Mensch einen anstrengenden Tag erlebt und will des Abends nur noch alle Glieder von sich strecken, einen Film anschalten und entspannen. Nichts mehr mit Kinderstress, Berufsstress oder sonstigem Stress. Einfach entspannen. Und dazu gehört natürlich eine klitzekleine Belohnung. Jawohl. Am besten eine Tüte Chips, Flips, Cracker oder was auch immer beim Blick in die Röhre so alles geknabbert werden kann. Schließlich ist erst dann die Entspannung vollkommen.

Und danach? Wenn die Tüte leer ist und der Film vorbei?

Dann kommt das schlechte Gewissen und klagt an. Aus Lust wird Frust und der Mensch verkrümelt sich ins Bett mit dem Gefühl, viel zu viel gegessen zu haben. Vielleicht denkt manch einer noch daran, dass man morgen alles anders machen möchte, aber ob es dann auch wirklich so kommt, sei dahingestellt.

Tatsächlich ist die Lust auf Naschereien vorm Fernseher bei vielen Frauen, Männern und Kindern fast schon zur Sucht geworden. Kein Wunder. Schließlich wird man während der Werbepausen ständig bombardiert mit der klaren Aufforderung zu essen, zu konsumieren und zu genießen. Als sei das der einzige Lebenssinn.

Doch liegt es mir fern zu verteufeln. Schließlich spricht nichts dagegen, vor dem Fernseher die ein oder andere leckere Knabberei zu genießen. Vorausgesetzt natürlich, sie besteht nicht aus Unmengen von Fett, Zucker und Glutamaten. Kalorienfreie Vitamine knabbern, das wär mal was anderes.

"Langweilig. Gemüse als Knabberei - nicht wirklich prickelnd!", mag sich jetzt mancher denken. Aber liebe Freunde, weit gefehlt. Es ist ganz einfach, Gemüse knusprig und würzig zuzubereiten um es anschließend vor der Lieblingssendung ohne schlechtes Gewissen naschen zu können.

Gemüse bereit zum Trocknen

Tomaten, Zucchini, Paprika werden nämlich wunderbar resch und entwickeln sich zu einer delikaten Knabberei, wenn sie zuvor dehydriert werden. Das kann entweder im Ofen geschehen, bei niedrigster Temperatur und leicht geöffneter Klappe, oder in einem Dörrautomaten. Ich hatte kürzlich schon einmal darüber geschrieben, als es um das Thema Jerky ging.


Zutaten

  • Tomaten
  • Zucchini
  • Paprika
Für die Gewürzmischung
  • 1 Teelöffel grobes Meersalz
  • 1 Teelöffel braunen Zucker
  • 1/2 Teelöffel Cayennepfeffer
  • 1/2 Teelöffel Ingwer gemahlen
  • 1/2 Teelöffel Kreuzkümmel gemahlen

Vorbereitung

Tomaten, Zucchini und Paprika waschen.

Von den Tomaten eine dicke Scheibe abtrennen, dort wo sich der Stielansatz befindet.

Von den Paprika das Kerngehäuse und die Kerne entfernen.

Die Gewürze mischen.


Zubereitung


Das Gemüse muss nun in möglichst einheitlich dicke Scheiben von ca. 2 mm geschnitten werden, damit es gleichmäßig trocknet. Mit dem Messer ist das umständlich, einfacher wäre es mit einem Allesschneider. Wer noch keinen hat und vielleicht schon seit längerem mit dem Gedanken spielt, sich einen solchen Küchenhelfer zuzulegen, der findet auf folgender Seite allerlei nützliche Hinweise, die beim Kauf beachtet werden sollten, nebst einigen umfassenden Testberichten: http://www.allesschneider-test.org/


Sind alle Gemüse gleichmäßig zerkleinert, werden sie im Dörrautomaten bzw. auf dem Gitterrost des Ofens verteilt, mit der Gewürzmischung bestreut und getrocknet. Das dauert je nach Luftfeuchte und Gerät 4-6 Stunden.

Wenn alles richtig schön trocken und kross ist in eine Schüssel füllen und schon mal vor dem Fernseher bereit stellen.

Fazit

Es ist unglaublich, wie knusprig das Gemüse wird und durch die Gewürzmischung bekommen die bunten Vitaminspender noch so richtig Wumms. Also: Alles andere als langweilige Knabberei, macht nicht dick und ist gesund.

Ich will euch natürlich nicht vorenthalten, wie kross und knusprig die Gemüsescheibchen werden. Deswegen startet einfach einmal kurz das Video dazu.

video

Dienstag, 18. November 2014

Kräftige Gemüsebrühe - auf die Abfälle kommt es an


Gemüsebrühe fertig für die Gefriertruhe

Vor einiger Zeit schrieb ich einen Artikel mit dem Titel: "Gemüsebrühe selber machen - auf die Schalen kommt es an". Darin ging es im Wesentlichen darum, dass in Schalen, die normalerweise im Kompost landen, besonders viel Nährwert und Geschmack steckt.

Neuerlich wagte ich ein kleines Experiment mit erstaunlichem Ergebnis.

Ich sammelte ganz einfach über zwei bis drei Wochen alle Gemüseabfälle. Vollkommen egal welcher Art. Einfach alles: Möhrenschalen, Strünke und Blätter von Blumenkohl, Stiele und Kerngehäuse von Paprikaschoten, Petersilienstängel, Zwiebelschalen, dunkelgrüne Teile vom Lauch, Zucchiniabfälle usw. Einzige Ausnahme bildeten Kartoffeln, die passen meines Erachtens in keine Gemüsebrühe wegen des hohen Stärkeanteils.

Vier bis fünf  Ziplock-Plastikbeutel in der Gefriertruhe, in welche ich den ganzen Kladderadatsch immer wieder hineinstopfte, reichten vollkommen aus.

Anschließend schüttete ich alles in einen großen Topf, packte noch ein paar Lorbeerblätter und Wacholderbeeren hinzu und ließ die ganze Angelegenheit bei niedriger Temperatur und geschlossenem Deckel einfach zwei Stunden vor sich hin köcheln.

Nach dem Abkühlen trennte ich Brühe und ausgekochte Küchenabfälle voneinander mittels eines Küchensiebes und war mehr als erstaunt, welch kräftige Brühe dabei herauskam.

Da die Menge natürlich viel zu viel war, um sie in einem Mal zu verzehren, portionierte ich den schmackhaften Sud ebenfalls in Ziplock-Plastikbeuteln und fror sie ein, um nun jederzeit schnell einen leckeren Fond zur Hand zu haben.

Fazit

Ein kleiner Trick, um mit relativ wenig Aufwand und verschiedenen Küchenabfällen einen tollen Fond herzustellen, mittels dem später Suppen, Soßen und Wokgerichte verfeinert werden können, ohne auf Fertigprodukte zugreifen zu müssen.

Donnerstag, 13. November 2014

Leckeres Lauchsüppchen - so macht es ein Sternekoch


Lauchsüppchen

"Suppe ist nicht gleich Suppe!", und "Weniger ist mehr!"

Zwei ziemlich abgedroschene Sprichwörter, die jeder kennt. Doch wenn es darum geht, sie zu befolgen, so geraten sie nur zu gern in Vergessenheit. Das zumindest dachte ich mir beim Betrachten des Videos von Holger Stromberg, ausgezeichnet mit einem Michelin Stern. Er bereitet eine ganz einfache Lauchsuppe zu.

Da kommt wirklich nicht viel dran, an seine Suppe. Lauch, Schalotte, Hühnerfond, Sahne, Salz, Muskat, etwas Öl. Und trotzdem, schon beim anschauen des Videos fällt auf: Es sind kleine Kniffe, die das Besondere ausmachen, am Lauchsüppchen.

Es werden zum Beispiel nur die zarten und hellen Teile des Lauchs verwendet. Auch gehört schon beim Anschwitzen feines Salz hinein, damit das Wasser aus dem Gemüse gezogen wird und mit dem Wasser auch der Geschmack. Muskat zum Beispiel kommt ebenfalls schon ganz am Anfang mit dazu, so wird das Aroma wesentlich besser aufgenommen. Weiterhin ist es wichtig, das Gemüse mindestens 3 Minuten lang zu schmoren, damit die Stärke im Gemüse aufgebrochen wird und kein mehliger Geschmack entsteht. Der Fond wird heiß dazugegeben und der Lauch wird nicht länger als 4-5 Minuten gekocht, damit er nicht grau wird.

Soweit die Tipps vom Sternekoch.

Alles zusammen genommen scheinen das nur Kleinigkeiten zu sein, die hinterher jedoch einen großen Unterschied ausmachen. Ich hab die ganze Angelegenheit kürzlich nachgekocht und das kam bei raus:


Zutaten für zwei Personen

  • 2 mittelgroße Stangen Lauch
  • 2 Schalotten oder 1 Zwiebel
  • Hühnerfond 
  • Sahne
  • Öl
  • Salz
  • Muskat

Vorbereitung

Schalotten schälen und in feine Ringe schneiden.

Dunkelgrüne Teile vom Lauch entfernen. Den Rest der Länge nach halbieren, waschen und in halbe Ringe schneiden. Ein paar der schönsten Ringe beiseite legen um die Potage später zu dekorieren.

Hühnerfond erhitzen.


Zubereitung

Schalotten, Lauch, Salz sowie einen Schuss Öl in den kalten Topf geben und Herd anstellen. Wenn die ersten Bratgeräusche entstehen, eine kräftige Prise Muskat hinein reiben und alles zusammen 3-4 Minuten anschwitzen, bei mittlerer Hitze.   

Lauch kurz angeschwitzt

Den heißen Hühnerfond angießen, bis der Lauch bedeckt ist und einen Schuss Sahne dazugeben.

Alles 4-5 Minuten vorsichtig köcheln lassen, vom Herd ziehen und pürieren. 

Mit dem beiseite gelegten Lauch dekorieren und servieren.


Fazit

Geschmacklich fanden wir die Suppe tatsächlich überaus schmackhaft. Da der Lauch noch nicht vollständig durchgegart war, schmeckte die Potage herzhaft erfrischend. Gerade in der dunklen Jahreszeit eine Bereicherung des Speiseplanes.

Allerdings gilt es auch anzumerken, das diese Suppe nicht geeignet ist für Menschen mit empfindlichen Darm. 

Wer sich das Video gerne ansehen möchte, hier der Link:

Samstag, 8. November 2014

Brezeln selber machen ist ganz einfach

selber gemachte Brezeln


Ich kann mich noch ganz genau erinnern, an meine Grundschulzeit. In der großen Pause kam immer der Bäcker und bot allerlei schmackhafte Dinge feil, die allesamt fein zu essen waren. Ganz besonders machte ich mich immer über die Laugenbrezeln her. Das waren vielleicht leckere Kameraden: frisch gebacken, außen leicht cross und innen weich und saftig. Noch heute läuft mir das Wasser im Munde zusammen, wenn ich an diese großen Pausen zurückdenke.

Und heute?

Geht man zum Bäcker um sich eine Brezel zu kaufen, ist das in der Regel eine äußerst traurige Angelegenheit. Da liegen die dürren Genossen schlapp und trocken in den Körben moderner Bäckereien und wollen mich überhaupt nicht ansprechen. Entscheide ich mich aber doch ab und an dafür, so ein freudloses Laugenteil zu kaufen, ist die Enttäuschung vorprogrammiert. Schon beim "in die Hand nehmen" bereue ich meine Entscheidung und beiße ich dann hinein, sackt die Stimmung augenblicklich in den tiefsten Keller meiner enttäuschten Seele. Fade schmeckt's, langweilig und dröge.

Aber wie sollte es auch anders sein, schließlich haben ungehörige Großbäckereien alle Handwerker, die etwas auf ihre Arbeit hielten, gnadenlos vom Markt vertrieben und sich selbst breit gemacht, wie Ärsche übergewichtiger Nilpferde. Nun gibt es eben nur noch Minderware in den Auslagen ebenjener - teuer verkauft. Schund. In China, Polen oder sonstwo billigst produziert und eingefroren, schleichen die fertigen Teiglinge klammheimlich über Grenzen und stehlen sich in unsere Bäckereien. Dort werden sie von Bäckereigehilfinnen in Heißluftöfen geschoben und dem depperten Kunden als frische Brezel deutscher Handwerkskunst angedreht.

Igitt!!

Lediglich in Greffern, ein winziges Kaff am Oberrhein, kurz vor der französischen Grenze, entdeckte ich einen Bäcker, der noch richtige Brezeln buk. Dickes Lob!

Nun backe ich meine Brezeln eben selber und ich verspreche Euch, liebe Freunde: Es ist ganz einfach.


Zutaten für acht Brezeln

für den Teig

  • 400 g Mehl
  • 300 ml Wasser
  • 1 gehäufter Teelöffel Zucker
  • 1 gehäufter Teelöffel Salt
  • 1 gehäufter Esslöffel Butter
  • 1 Packung Trockenhefe
  • 1 Eigelb
  • grobes Salz

für die Lauge

  • 1,5 Liter Wasser
  • 100 g Backnatron (gibt es in gut sortierten Drogeriemärkten oder für ein paar Euro bei Amazon)

Vorbereitung

Der Teig
Wasser auf 40° - 45° Celsius erwärmen, Zucker und Salz dazuschütten.

Trockenhefe hineingeben, umrühren und ca. 5 Minuten gehen lassen.

Butter schmelzen. Am einfachsten geht das in der Mikrowelle, dauert nur 10 - 15 Sekunden.

Wasser mit der Hefe in eine Schüssel füllen, geschmolzene Butter und Mehl hinein und zu einem geschmeidigen Teig kneten, egal ob Küchenmaschine, Mixer mit Knethaken oder von Hand. Mindestens fünf Minuten durchwalgen.

Den Teigkumpen nun von außen leicht einölen, mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort (z.B. im Ofen, 45 ° C vorgeheizt) ca. eine Stunde gehen lassen.

Herd auf 230°C vorheizen.

Backblech mit Backpapier auslegen.

Eigelb mit einem Esslöffel Wasser vermischen.

Die Lauge
Wasser und Backnatron in einem Topf mit großem Durchmesser zum Kochen bringen. Achtung, das Natron dem kalten Wasser bemengen, sonst schäumt's über.


Zubereitung

Den Teig nochmals durchkneten und acht gleich große Teile formen. Jedes Teil mit den Händen ausrollen und zu den Enden hin verjüngen, eine Brezel formen.

Mit der Schaumkelle ins kochende Wasser/Natron-Gemisch legen und ca. 30 Sekunden kochen lassen. Herausnehmen und auf's Backblech legen.

Bestreichen mit Eigelb und grobes Salz aufstreuen.

Genauso mit den anderen Teiglingen verfahren.

Sind alle Brezeln fertig, Backblech in den Ofen schieben und Brezeln für 10 bis 15 Minuten backen, bis sie braun und knusprig sind.

Herausnehmen, abkühlen lassen und genießen.

Lagern

Wer eine größere Menge Brezeln macht, kann diese ganz leicht einfrieren, sobald sie abgekühlt sind. Nimmt man sie aus der Truhe müssen sie nur kurz aufgebacken werden und sind dann wieder wie frisch gebacken.


Laugenbrezel

Fazit

Als ich dieses Rezept ausprobierte, war ich selbst erstaunt darüber, dass es funktioniert. Die Brezeln kommen tatsächlich genau so aus dem Ofen, wie man es von Brezeln erwartet. Braun, außen leicht cross, innen weich und saftig. Genau so, wie beim Bäcker aus der Grundschule.

Probiert es aus.

Montag, 3. November 2014

Das Revival der Pastinake, ein Gastartikel




Eine Wurzel feiert ihr Comeback. Beinahe in Vergessenheit geraten erobert die Pastinake nun wieder deutsche Küchen.
Es gab Zeiten, da gehörten Pastinaken hierzulande beinahe zu jeder Mahlzeit. Sie waren ein wichtiges Grundnahrungsmittel bis Kartoffeln und Möhren ihr den Rang abliefen. Dabei hat das schmackhafte Wurzelgemüse einiges zu bieten. Pastinaken haben einen sehr hohen Nährwert und überzeugen durch ein intensives Aroma.

Die schmackhafte Wurzel und ihre Geschichte
Die Pastinake kann auf eine sehr lange und gleichzeitig aufregende Geschichte zurück blicken. Schon in der Bronzezeit erkannte die Urbevölkerung, wie wertvoll diese Wurzel für die Ernährung ist. Funde belegen dies eindeutig. Damals wurde die Pastinake aber noch nicht kultiviert, sondern in ihrer Wildform gesammelt und verzehrt. Erst die Germanen begannen damit, die Wurzel anzubauen. Während der römischen Germanenkriege unter Kaiser Tiberius gelangte sie sogar in die Hauptstadt des römischen Reiches.
Während der großen Pestepidemien um das 14. Jahrhundert galt ihr Saft als Heilmittel. Bis zum 18. Jahrhundert war das Wurzelgemüse eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel überhaupt.
Nach Einfuhr der damals exotischen Kartoffel sank der Beliebtheitsgrad der Pastinake geradezu in rasantem Tempo. Plötzlich galt das einst beliebte Gemüse nur noch als „Arme-Leute-Essen“. Nach und nach drängten Kartoffel und Möhre die Pastinake vollständig ins Abseits und fast in Vergessenheit.

Herkunft der Wildwurzel
Obwohl es nicht ganz eindeutig ist, gehen Forscher davon aus, dass die Pastinake in ihrer wilden Form vor allem in Mitteleuropa und Nordasien beheimatet ist. Das schmackhafte Wurzelgemüse scheint eine Kreuzung aus Petersilienwurzel und Möhre zu sein, was sowohl optisch als auch geschmacklich am ehesten zutrifft. Die Pastinake ist auch unter den Namen Hammelmöhre, Moorwurzel, Germanenwurzel und Pestnacken bekannt
.
Die Pastinake wiederentdeckt
Lange Jahre sind vergangen, und die Pastinake war fast vollständig aus den deutschen Küchen verschwunden. Dies lag vermutlich daran, dass die Wurzel zu Kriegszeiten fast ausschließlich konsumiert wurde, um in der Not zu überleben. Doch nun erlebt das nahrhafte Wurzelgemüse ein beeindruckendes Revival. Während die Pastinake in vielen Ländern schon lange als echte Delikatesse bewertet wird, kehrt sie erst nach und nach in die deutschen Küchen zurück. In Frankreich, England, der Niederlande, den skandinavischen Staaten und der USA erfreut sich das bekömmliche Gemüse wachsender Beliebtheit. Die Pastinake kann gekocht, püriert oder gebacken werden und ist auch als Rohkost sehr schmackhaft. Sie eignet sich außerdem für die Zubereitung von Baby- und Schonkost.

Unser Rezeptvorschlag: Pastinakenpfanne mit Pilzen und Speck
Ihre Einkaufsliste:
  • 500 g Pastinaken
  • 300 g braune Champignons oder Pfifferlinge
  • 200 g Speckwürfel
  • 1 Zwiebel
  • 2 Eier
  • Himbeeressig
  • Butter
  • Sahne
  • Frischer Schnittlauch
  • Salz, Pfeffer, ggf. etwas Muskat

Im ersten Arbeitsschritt werden die Pastinaken gewaschen und geschält. Anschließend in Finger-dicke Scheiben schneiden oder würfeln. Gleiches mit den Pilzen und diese mit einem EL Himbeeressig mischen. Zwiebeln ebenfalls schälen und klein hacken.
Nun die Speckwürfel in der Pfanne scharf (und trocken) anbraten. Anschließend einen EL Butter zugeben und darin mit dem Speck die Zwiebeln anbraten. Nach ca. zwei Minuten nun die Pastinaken zugeben. Alles gut vermischen und bei mittlerer Hitze etwa fünf Minuten in der Pfanne belassen. Gelegentlich umrühren. Nun die Pilze zugeben und nochmals ca. zwei Minuten scharf anbraten. Die Pastinaken sollten bissfest bleiben.
Im nächsten Schritt Eier und Sahne gut verquirlen. Nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen. Die Pfanne vom Herd nehmen und die Flüssigkeit unterheben. Das Eier-Sahne-Gemisch soll dabei lediglich leicht stocken und nicht völlig fest werden.
Garniert mit etwas Schnittlauch servieren.

Viel Spaß beim Nachkochen und Guten Appetit wünscht Objekt-m, Anbieter für Restaurant- & Gastronomieeinrichtung

Dienstag, 28. Oktober 2014

Neuer Blog in meiner Blogroll

Sarah: "Gefüllte Paprika"
Eben bin ich auf einen interessanten Blog gestoßen, der sicher mal einen Besuch Wert ist.

Titel: "Gefüllte Paprika Rezepte"

Sarah aus Bayern hat es sich darin zur Aufgabe gemacht, eine schier unglaubliche Sammlung von Rezepten, ausschließlich über gefüllte Paprika zusammenzustellen. Beim Stöbern eben war ich bass erstaunt, mit was man Paprikaschoten so alles füllen kann.

Schaut doch einfach mal rein und lasst euch inspirieren, ihr findet sicher etwas leckeres zum Ausprobieren.

Samstag, 25. Oktober 2014

Quesadillas mit Guacamole, klassisch mexikanisch


Quesedillas mit Guakamole


Jedes Mal, wenn ich bei uns durch die "Lowes Grocery" wandere um einzukaufen, läuft mir das Wasser im Munde zusammen. Denn dort gibt es eine Bäckerei, die nichts anderes macht, als frische Flower-Tortillas zu backen. Man kann ein Päckchen mit acht oder neun Stück für schlappe 1,79 $ kaufen. Sie sind noch ganz warm und weich und einfach herrlich.

Kürzlich war es soweit. Ich kaufte mir eine Packung und verwandelte sie in leckere Quesadillas, die ich meiner Familie zum Abendessen servierte. Natürlich nicht ohne die klassische Guacamole.

Gespannt wartete ich auf die Reaktion, denn einer meckert normalerweise immer. Doch siehe da, das Wunder geschah - alle mümmelten genüsslich an den gefüllten Fladen und als Kommentar bekam ich zu hören:

Das kannst du wieder mal machen!

"Wie erfreulich", dachte ich mir im Stillen, "das werde ich dann wohl tun."

In Deutschland gibt es zwar keine Bäckerei für frische Tortillas, aber in jedem türkischen Laden kann man leckeres frisches Fladenbrot kaufen und reife Avocados gibt es sogar im ALDI. Ich bin mir sicher, das daraus ebenso leckere Quesadillas gebacken werden können.

Wer sie also bisher noch nicht versucht hat, sollte es unbedingt mal ausprobieren, es ist ganz leicht.

Ein Tortilla lecker belegt


Zutaten für zwei Personen
  • 4 Tortillas
  • geriebener Käse (je nach Geschmack vom Mozzarella bis zum Appenzeller alles möglich)
  • etwas gekochter Schinken
  • 1 Zwiebel
  • 1 rote Paprikaschote
  • frische Blattpetersilie
  • Salz
  • zerstoßene Chilischoten
für die Guakamole
  • 2 reife Avocados
  • Saft von 1/2 kleinen Zitrone oder einer Limette
  • Salz

Vorbereitung

Zwiebel schälen und sehr fein würfeln.

Paprikaschote waschen, Kerne entfernen und ebenfalls sehr fein würfeln.

Petersilie waschen und einige Blättchen abzupfen.

Den Schinken in kleine Stückchen reißen oder in Streifen schneiden.


Zubereitung

Zuerst die Guacamole.
Dazu die Avocados halbieren, den Kern entfernen und das Fruchtfleisch kreuzweise einschneiden. Mit einem Löffel aus der Schale schaben und zu einem groben Püree verarbeiten. Ich drückte sie einfach durch die Kartoffelpresse, man kann sie allerdings auch mit der Gabel oder einem Kartoffelstampfer zerkleinern.

Nun schnell den Zitronen- bzw. Limettensaft dazugeben. Einen Teil der gewürfelten Zwiebeln und Paprika untermischen, mit Salz abschmecken und sofort eine Frischhaltefolie direkt auf das Avocadopüree legen. Mit der Hand fest andrücken und alle Luft herausstreichen. So kann nichts oxidieren und die frische grüne Farbe bleibt erhalten. Beiseite stellen.


So kann Guacamole nicht oxidieren und die schöne Farbe bleibt erhalten


Nun die Quesedillas.

Einen Tortillafladen belegen, mit Käse, Schinken, Zwiebelwürfeln, Paprikawürfeln und einigen Blättchen Petersile. Mit Salz und Chili nach Geschmack würzen und einem weiteren Tortilla bedecken.

Anschließend sollten die Quesedillas, einer nach dem anderen, in der Pfanne gebacken werden. Zunächst von einer Seite, bis der Käse zu schmelzen beginnt. Dann umdrehen und von der anderen Seite fertig backen. Dazu ist es nicht erforderlich, viel Öl in die Pfanne zu geben. Leicht einfetten reicht vollkommen aus.

Sofort mit der Guacamole servieren und genießen.

Fazit

Wie bereits gesagt, es war unglaublich lecker.
Allerdings buk ich alle Quesedillas auf einmal im Ofen,  der Einfachheit halber. Deswegen wurde die Oberfläche etwas trocken. Beim nächsten Mal werde ich mir tatsächlich die Mühe machen und alle in der Pfanne backen.


Vorschau

Im nächsten Artikel geht es darum, wie einfach es ist, leckere Laugenbrezeln selber zu machen. Schaut wieder vorbei, bei "Abenteuer Kochen".  
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...